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Schalter mit axial beweglicher Betätigungswelle
Die Erfindung bezieht sich auf einen Schalter mit axial beweglicher Betätigungswelle, die über mindestens eine als Kippfeder wirksame gebogene Metalldrahtfeder eÍ1'1 bewegliches Kontaktglied in axialer Richtung antreibt. Solche Schalter (siehe beispielsweise deutsche Patentschrift Nr. 960294) konnen dadurch, dass die Welle leicht auch drehbar sein kann, vorteilhaft zum Zusammenbau mit einem Drehregler, z. B. einem Spannungsteiler in einem Funkempfänger, verwendet werden, wodurch ein und dieselbe Welle zum Ausführen zweier verschiedener Funktionen verwendbar ist.
Die Erfindung bezweckt, eine vorteilhafte und zuverlässige bauliche Ausführungsform für einen solchen Schalter zu schaffen.
Diese Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die Kippfeder aus zwei entgegengesetzt gerichteten, U-förmigen. über einen ununterbrochenen Drahtteil zusammenhängenden Teilen besteht, die durch Abbiegen der Endteile eines geraden Drahtes gebildet sind, wobei das bewegliche Kontaktglied aus zwei parallel angeordneten streifenförmigen isolierenden Teilen besteht, deren Endränder in axial ver-
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le geführt und die je mit einer mittleren Aussparung versehen sind, durch die der unterbrochene Drahtteil der Kippfeder hindurchgeführt ist, der zwischen den Streifen in einer ringsumlauienden Nut der Betätigungswelle liegt, während die freien Enden der Feder mit einigem Spiel durch neben den Aussparungen liegenden Öffnungen hindurchgeführt sind, wobei der bewegliche Kontakt aus mindestens einem Metallstab besteht,
der mit einigem Spiel durch eine Öffnung in jedem der beiden isolierenden Teile hindurchgeführt ist, und wobei die Feder und der Kontakt vom Schaltergehäuse gegen Verschiebung in bezug auf das Kontaktglied gesichert sind.
Die Ausführungsform mit zwei Kippfedern und einem in axialer Richtung parallel zu sich selber verschiebbaren Kontaktglied (an sich aus der deutschen Patentschrift Nr. 859040 bekannt) des Schalters gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die beidenEndränder jedes der beiden sielfenförmigen isolierenden Teile des Kontaktgliedes in axial gerichteten Führungsnuten liegen, wobei zwei beiderseits der Betätigungswelle oder mit ihr in Flucht liegenden Stabkontakte Anwendung finden.
Es sei bemerkt, dass bereits ein Schalter bekannt ist, bei dem ein mehr oder weniger stabförmiges Kontaktglied frei in einer Öffnung eines isolierenden plattenfOcmigen Gliedes liegt. Bei diesem Schalter findet nur ein Trägerglied Anwendung und es sind keine Massnahmen für eine besonders gute Führung des Trägergliedes und der stabförmigen Kontakte getroffen worden.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der die Fig. 1 und 2 ein Ausführung- bespiel im Axialschnitt bzw. im Querschnitt darstellen.
Die dargestellte Ausführungsform des Netzschalters weist ein im wesentlichen zylindrisches Gehäuse 1 auf, das z. B. aus Kunstharz besteht und in dem zentral eine Betätigungswelle 3 axial verschiebbar und drehbar angeordnet ist. Im Gehäuse 1 befinden sich zwei symmetrisch gegenüber der Betätigungswelle 3 angebrachte Kippfedem 5, die je aus zwei entgegengesetzt gerichteten U-förmigen Teilen bestehen, die über einen ununterbrochenen Drahtteil 7 (siehe Fig. 2) zusammenhängen und dadurch gebildet sind, dass die Endteile eines geraden Drahtes so umgebogen sind, dass sie etwa miteinander fluchten.
Das Kontaktglied des Schalters besteht hinsichtlich seines isolierenden Teiles aus zwei parallel angeordneten, streifenförmigen Teilen 11, beispielsweise aus Hartpapier, deren Endränder 13 in passenden, axial gerichteten Nuten 15 geführt werden, die an der Innenseite des Gehäuses 1 vorgesehen sind. Die beiden Streifen sind je mit einer mittleren Aussparung 17 (siehe Fig. 1) versehen, durch welche die ununterbrochenen
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Drahtteile 7 der beiden Kippfedern 5 hindurchgeführt sind ; diese Drahtteile liegen in ihrer Mitte, zwi- schen den Streifen 11, unter einiger Federspannung in einer ringsum laufenden Nut 9, die in der Welle 3 nahe deren Ende vorgesehen ist. Die freien Enden 19 der Kippfedem sind, wie Fig. 2 zeigt, in beiderseits neben der Aussparung 17 liegenden, geräumigen Öffnungen 21 eingesteckt.
Die beweglichen Kontakte be- stehen aus zwei beiderseits der Betätigungswelle 3 oder in Flucht mit dieser liegenden, vorzugsweise ver- silberten Metallstäben 23, die beide mit einigem Spiel durch Öffnungen 25 in jedem der beiden Isoler- streifen 11 senkrecht zum Streifen hindurchgeführt sind. Die beiden Stabkontakte 23 liegen somit frei in den Öffnungen 25, sind jedoch dadurch gegen axiale Verschiebung gesichert, dass sie sich in Nischen 27 befinden, die im Gehäuse 1 des Schalters vorgesehen sind. Auf ähnliche Weise sind auch die Federn 5,7 durch das Gehäuse 1 gegen Verschiebung gesichert.
In der dargestellten Lage liegen die Kontaktstäbe 23 unter Einwirkung des von den Kippfedern 5 auf die Streifen 11 ausgeübten Federdruckes an je zwei festen Kontakten 29 an, die im Boden des Gehäuses 1 befestigt sind und mit Lötösen 31 aus dem Gehäuse herausragen. Dadurch ist der Schalter für das zweipo- lige Schliessen und Unterbrechen eines Stromkreises, beispielsweise des Netzanschlusses eines Gerätes, eingerichtet.
Wenn die Welle 3 herabbewegt wird, wird das Kontaktglied 11, 23 gemäss einem bekannten Prinzip durch die Wirkung der Kippfeder 5 angehoben, bis das Kontaktglied gegen den Deckel des Schaltergehäu- ses stösst. Wie aus der Figur ersichtlich ist, ist die Welle 3 in sämtlichen Lagen frei drehbar, wobei die Drehbewegung zum Antreiben eines gleichachsig zum Schalter angebrachten (übersichtlichkeitshalber nicht dargestellten) Spannungsteilers Verwendung finden kann.
Dadurch, dass die Kontaktstäbe 23 von den zwei durch die Nuten 15 geführten Trägergliedern 11 nahe ihrem Ende abgestützt werden, wird verhütet, dass die Stäbe während der plötzlichen Schaltbewegung unbeherrschte Bewegungen ausführen, die auf die Dauer Beschädigung des Gehäuses, des Kontaktes und des Trägergliedes herbeiführen könnten. Die Beschränkung der Bewegungsfreiheit der Stäbe darf jedoch die gleichmässige Verteilung des von der Kippfeder gelieferten Druckes über die beiden Enden jedes Stabes nicht beeinträchtigen, an denen der Stab mit den zwei zugeordneten festen Kontakten 29 Kontakt macht.
Diese Anforderung wird dadurch erfüllt, dass die beiden Enden jeder der sich in der Mitte an der Welle 3 abstützenden Federn 5,7 über die Öffnungen 21 und 25 im Trägerglied etwa den gleichen Druck auf die beiden Enden des zugeordneten Stabes 23 ausüben.
Die mit einigem Spiel in den Öffnungen 25 liegenden Stäbe 23 sind frei um ihre Achsen drehbar ; es stellt sich heraus, dass sich tatsächlich jeweils beim Stossen der Stäbe auf die festen Kontakte 20 eine Drehung um einen geringen Winkel ergibt. Dies hat den Vorteil, dass die Kontaktstelle am Ende des Stabes sich jeweils verschiebt, was mit Rücksicht auf Angriff und Abnutzung der Silberschicht auf dem Stab vorteilhaft ist.
Bei einer vereinfachten Ausführungsform des geschilderten Schalters, bei der nur eine Kippfeder 5,7 und nur ein Stabkontakt 23 Anwendung finden, kann an Stelle des anderen Stabes 23, z. B. des rechten Stabes in den Fig. 1 und 2, ein etwas längerer Stab angebracht. ! ein, der auf passende Weise im Gehäuse 1 befestigt ist und als Welle für die streifenförmigen Trägerplatten 11 dient. Diese sind in diesem Falle somit um einen geringen Winkel drehbar und werden bei dieser Drehbewegung dadurch geführt, dass die vorzugsweise kreisförmigen linken Endränder sich in den zwei Nuten 15 der linken Hälfte der Fig. 2 befinden. Diese vereinfachte Ausführungsform kommt in Betracht, wenn nur eine einpolige Ein- und Ausschaltung erwünscht wird.
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