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Elektronenröhre
Die Erfindung betrifft Elektronenröhren, insbesondere Radio-Empfangsröhren mit einer mittelbar be- heizten Kathode und mindestens einem Gitter und bezweckt diejenigen Nachteile auszuschalten, die in- folge der Seitenbewegungsmöglichkeit der Kathoden solcher Röhren entstehen.
Es ist bekannt, dass bereits sehr geringe Seitenbewegungen der verhältnismässig langen mittelbar be- heizten Kathoden von Elektronen/ bren der obenerwähnten Art unangenehme Mikrophonieerscheinungen in der Röhre verursachen können. Um diese Nachteile zu vermeiden und eine genau zentrische Lage der Kathode in bezug auf das bzw. die Gitter zu sichern, ist es bereits bekannt, ausser den üblichen zwei Halterungsglimmerplatten eine weitere, dritte Glimmerplatte zum Abstützen der Kathode zu verwenden.
Eine solche Röhre ist z. B. in der brit. Patentschrift Nr. 662,278 beschrieben.
Bei der in dieser brit. Patentschrift Nr. 662,278 beschriebenen Röhre besitzt diese dritte Glimmerplatte zwei Zungen, welche s : ch federnd an die Kathode anlegen, und sie ist an einer der üblichen Hal- terungsglimmerplatten angebracht. Diese Anordnung ist aber mit dem Nachteil behaftet, dass sie bei Mehrfachröhren, d. h. Röhren mit zwei oder mehreren Elektrodensystemen, deren Kathode gemeinsam und daher ziemlich lang ist, nicht erfolgreich verwendet werden kann. Bei solchen Röhren wird nämlich die Kathode meistens durch mehrere, z. B. drei Glimmerplatten gehaltert und zwecks wirksamer Abstüt- zung bzw.
Versteifung der Kathode wäre es erforderlich, die obengenannte abstützende Glimmerplatte nicht an einer beim Ende der Kathode liegenden, sondern an einer dazwischenliegendenGlimmerplatte anzuordnen, was aber ohne Beschädigung der emittierenden Schicht der Kathode kaum möglich ist. Anlässlich der Montage der Abstützglimmerplatte würden nämlich die federnden Zungen dieser Platte beim Aufschieben derselben auf die Kathode den emittierenden Überzug derselben stellenweise abkratzen oder mindestens beschädigen. Man müsste also dafür sorgen, dass die Zungen die Kathode erst erfassen, wenn die Abstützplatte die sie tragende Glimmerplatte berührend, an ihrer endgültigen Stelle ist. Dies ist aber praktisch kaum möglich.
Ausserdem ist diese bekannte Abstützplatte ziemlich gross und kostspielig und kann in der in der genannten Patentschrift beschriebenen Form bei Mehrfachröhren gegen Mitte der Kathode wegen des Vorhandenseins der an den Gitterstäben befestigten Gitterdrahtwindungen überhaupt nicht angeordnet bzw. montiert werden.
Erfindungsgemäss werden nun sämtliche Nachteile der obengenannten bekannten Abstützplatten dadurch beseitigt, dass die Abstützplatte zweiteilig ausgebildet ist, und ihre zwei Teile an der sie tragenden Halterungsplatte voneinander unabhängig derart befestigt sind, dass ihre Enden nur an einander diametral gegenüberliegenden Stellen der Kathodenröhre anliegen, wodurch die Montage der Abstützplatten an beliebiger Stelle der Kathode ermöglicht und eine gute Abstützung bzw. Versteifung derselben erreicht wird. Bei dieser Bauart ist es auch möglich, die erfindungsgemässen Abstützorgane und ihre Halterungsplatten mehrfach vorzusehen und hiedurch die Kathode an mehreren Stellen abzustützen und und genau zu zentrieren.
Die UbrigenElektrodenträger desRöhrensystems sind dabeinurinden Halterungs- platten gelagert.
Die erfindungsgemässe Elektronenröh ist demnach dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einer der ihre mittelbar beheizte Kathode haltemden Glimmerplatten zwei getrennte Abstützplatten aus Glimmer derart befestigt sind, dass ihre Enden nur an zwei einander diametral gegenüberliegenden Teilen des
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chen keinen emittierenden Überzug trägt, während die übrigen Elektrodenträger des Röhrensystems nur in den. haltemden Glimmerplatten gelagert sind.
Durch diese Anordnung, bei welcher die erfindungsgemässen Abstützplatten im kalten Zustand der Kathode vorteilhaft in einer mit der Ebene derHalterungsglimmerplatte parallelen Ebene liegen, ist eine einfache Montage an beliebiger Stelle der Kathode und die billige Herstellung der Abstützplatten gesi- chert. Bei der Erwärmung der Kathode können die Enden der Abstützplatten sich entweder von der Halterungsplatte entfernen verbiegen und/oder in ihrer eigenen Ebene verschieben, da die Wärmeausdehnungs- kräfte gross sind und die Befestigung der Abstützplatten an der Halterungsplatte üblicherweise nicht ganz starr ist und somit die etwaige sehr geringe Verschiebung der Abstützplatte gestattet.
Im Falle der elastichen Verbiegung der Abstützplatten ist das Kathodenröhrchen, unabhängig vom Betriebszustand der Röhre, stets, und im Falle ihrer Verschiebung nur im betriebswarmen Zustand der Kathode abgestützt.
Diese Abstützung nebst der hiedurch erreichten genauen Zentrierung und guten Versteifung ist sicher, weil die Enden der Abstützplatten an liberzugsfreie metallische Stellen des Kathodsnröhrchens fest anliegen.
Die Erfindung wird nachstehend in zwei Ausführungsbeispielen mit Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben. In der Zeichnung veranschaulicht Fig. 1 die Draufsicht auf eine mit den erfindung9gemässen Abstützplatten versehene Halterungsplatte der Röhre, und Fig. 2 die schematische Seitenansicht der Anordnung der erfindungsgemässen Abstützplatten in einer Mehrfachröhre.
Fig. 1 zeigt die am oberen Ende der mittelbar geheizten Kathode 11 einer Hexode angeordnete Halterungsplatte 10 aus Glimmer, an welcher die erfindungsgemässen Abstützplatten 16 und 17 aus Glimmer befestigt sind. Diese Befestigung erfolgt in üblicher, bekannter Weise mittels der metallischen Zungen 18, welcheFortsätze derAnodederRöhre bilden, durch Schlitze der Glimmerplatten 10 und 16 bzw. 17durchgehen und auf die letzteren draufgebogen und angedrückt sind.
Die Gitterstäbe 12, 13, 14 und 15 sind in entsprechend bemessenen Löchern der Glimmerplatte 10 in üblicher Weise gehaltert. ebenso wie das Kathodenröhrchen 11, an dessen diametral gegenüberliegende Stellen aber die Enden der Abstützplatten 16 und 17, deren Form und Grösse bei beiden Platten identisch ist, anliegen und die Kathode dadurch fest abstützen, da sie anlässlich der Montage an dieselbe angedrückt werden. Hiebei berühren die Abstützplatten das Kathodenröhrchen im Gegensatz zu den bekannten federnden Zungen nicht nur an je einem Punkt, sondern an Teilen eines Zylindermantels.
Fig. 2 veranschaulicht die Anordnung der erfindungsgemässen Abstützung in einer Mehrfachröhre, wobei zwecks besserer Übersichtlichkeit nur die Kathode und deren Halterungs- und Abstützplatten in der Zeichnung dargestellt sind. Im unteren, zwischen den Halterungsplatten 22 und 23 liegenden Elektrodensystem ist die Röhre eine Hexode, im oberen, zwischen den Glimmerplatten 23 und 21 liegenden Elektrodensystem eine Diode. Die Glimmerplatten 21,22 und 23 sind in der Röhre in beliebiger Weise, wie üblich befestigt.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, bedeckt der emittierende Überzug 20 das für beide Elektrodensysteme gemeinsame Kathodenröhrchen 19 an den Stellen nicht, an denen das Röhrchen 19 durch die Glimmerplatten 21,22 und 23 geht, und der Durchmesser des das Kathodenröhrchen aufneh- mendenloches 26 der Halterungsplatte 23 ist etwas grösser als die Aussendurchmesser der mit dem Überzug 20 versehenen Teilen der Kathode, damit bei der Montage der Überzug 20 nicht beschädigt wird. Die er- findungsgemässen Abstützplatten 24 und 25 sind.. n der Halterungsplatte 23 in der in Fig. 1 dargestell- ten Weise befestigt, und daher ist diese Befestigung inFig. 2 nicht veranschaulicht.
Die Glimmerplatten 24 und 25 liegen in derselben, mit derjenigen der Platte 23 parallelen Ebene. Dehnt sich das Kathodenröhrchen 19 bei Erwärmung aus, können sich die an dieselben anliegenden Enden der Abstützplatten 24 und 25 nach oben verbiegen, da sich das in der Röhre an seinem unteren Ende fest befestigte Kathodenröhrchen 19 infolge seiner Langsausdehnung an seinem an die Enden der Platten 24 und 25 anliegenden Teil auch nach oben verschiebt. Die miteinander identisch gefertigten und daher billigen Abstützplatten 24 und 25 bestzen zweckmässig ebenfalls die in Fig. 1 dargestellte Form und liegen vorteilhaft ebenfalls nicht an je einem halben Umfang, sondern nur an solche Teile der metallischen Oberfläche des Kathodenröhrchens 19 an, deren Zentriwinkel geringer als 180 ist" also z.
B. etwa 60 - 1000 beträgt.
Es sei jedoch bemerkt, dass die Erfindung keineswegs auf obige Beispiele eingeschränkt ist, da z. B.
Form und Befestigungsart der Abstützplatten auch anders gewählt werden können, ohne von der in den Ansprüchen gekennzeichneten Erfindung abzuweichen.
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