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Fahrbare Maschine zum Festlegen von Gleisen in einer vorbestimmten Höhenlage
Die erfindungsgemässe fahrbare Maschine zum Festlegen von Gleisen in einer vorbestimmten Höhen- lage durch Unterstopfen einzelner Querschwellen gehört zu jenem vorbekannten Typ, bei dem ein höhen- verstellbarer Träger für paarweise angeordnete, bewegliche, durch einen Exzenter in Vibration versetz- bare Stopfwerkzeuge vorgesehen ist, die in ihrer Arbeitsstellung mit ihren unteren Enden in das Schotterbett eintauchen und durch eine gegenläufige Bewegung zueinander den unterhalb einer Schwelle befind- lichen Schotter verdichten.
Ziel der Erfindung ist es, eine Maschine dieser Gattung zu schaffen, die sich durch besondere Ein- fachheit und Leichtigkeit auszeichnet, so dass sie sich insbesondere dazu eignet, Gleise, deren Höhen- lage vorerst von einem Vermessungstrupp vorbestimmt wurde, in dieser Lage festzuhalten, um deren an- schliessende Unterstopfung in kontinuierlicher Arbeitsfolge zu ermöglichen. Das Festlegen des Gleises er- folgt bisher entweder durch einen Arbeitstrupp oder auch durch leichte fahrbare Geräte, die im Prinzip be- kannten Gleisstopfmaschinentypen ähnlich ausgebildet waren.
Hiebei wurden meist nur einzelne Schwel- len, etwa jede achte bis zehnte Schwelle, festgelegt, wogegen dann die Gleisstopfmaschine den Bettungs- schotter unterhalb der Schiene solide verdichtet, um dadurch erst ihrerseits die für die Schienenlage nöti- ge endgültige Verdichtung der Gleisbettung zu liefern.
Erfindungsgemäss ist zur Erreichung des obgenannten Zieles jedem der als Schwinghebel ausgebilde- ten Werkzeuge ein eigener Schwingungserreger, u. zw. eine eigene Exzenterwelle, zugeordnet, wobei je- de Exzenterwelle ein eigenes Antriebsaggregat, z. B. einen am Werkzeugträger gleichachsig mit der Exzen- terwelle gelagerten Elektromotor, besitzt.
Infolge dieser Gestaltung erfordert dieMaschine einMinimum an störungsanfälligen und leistungsauf- wendigen Maschinenelementen zur Bewegungsübertragung. Alle Teile sind im Falle einer Reparatur rasch und ohne Schwierigkeit demontierbar und austauschbar. Die Tätigkeit der Werkzeuge ist sehr weitgehend voneinander unabhängig, so dass sich etwaige Mängel in der Betätigung eines Werkzeuges auf andere Werk- zeuge gar nicht auswirken müssen ; die Maschine kann unter Umständen auch nur mit einem Teil der
Werkzeuge weiterarbeiten. Durch den Entfall komplizierter Getriebeteile una Lagerungen in der Bewe- gungsübertragung kann das Gewicht der Maschine so gering gehalten werden, dass die Maschine bei Heran- nahen eines Zuges rasch aus dem Gleis entfernt und ebenso leicht auch wieder aufs Gleis gebracht werden kann.
Die erfindungsgemässe Konstruktion erweist sich überdies besonders kostensparend und einfach in der Herstellung.
Grundsätzlich ist es allerdings schon bekannt, jedem Schwinghebelwerkzeug einer Gleisstopfmaschine einen eigene1 Schwingungserreger zuzuordnen, u. zw. wurde bei Maschinen, deren Schwinghebel hydraulisch verstellt und hydraulisch in Schwingung versetzt werden, ein am oberen Ende angreifender, hydraulisch beaufschlagter Kolben vorgesehen. Diese Art der hydraulischen Schwingungserzeugung konnte sich aber nicht bewähren und es hat sich vielmehr gezeigt, dass gerade bei Gleisstopfmaschinen c. ire mechani- sche Schwingungserzeugung wesentlich besser wirksam wird.
Hiebei sind durch die erfindungsgemässe Vereinzelung des Exzenterwellenantriebes flir jedes einzelne Werkzeug wesentliche Vorteile zu erzielen ge- genüber jenen vorbekannten Maschinen, bei denen eine Exzenterwelle für mehrere Werkzeuge gemeinsam vorgesehen ist.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Maschine besteht der Werkzeugträger aus zweiTragplatten, die einFührungsorgan zur Höhenverstellung einschliessen und die Stopfwerkzeuge sind mit ihrem oberen Ende an je einer Welle exzentrisch gelagert und etwa in ihrer Längsmitte mit je einem die gegen-
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läufige Bewegung bewirkenden Organ, z. B. einem druckmittelbeaufschlagten Zylinder bzw. dessen Kol- ben, gelenkig verbunden.
Durch zusätzliche Anordnung von Gleishebern auf dem Fahrgestell ist die erfindungsgemässe Maschi- ne besonders befähigt, einen zumHeben undFestlegen desGleises nötigen Arbeitstrupp wirksam und zeit- sparend zu ersetzen.
Weitere Merkmale der Erfindung werden anschliessend an Hand der Zeichnung erläutert.
In den ein Ausführungsbeispiel der Erfindung darstellenden Zeichnungen zeigt die Fig. 1 die Maschine
Im Längsschnitt bzw. teilweise im Schnitt, die Fig. 2 ist ein Waagschnitt nach 11 - li der Fig. 1 durch den
Werkzeugträger und die Fig. 3 ist ein Waagschnitt nach ICI-XI durch den Fahrgestellrahmen.
Der Fahrgestellrahmen der Maschine setzt sich aus den lotrechten Stehern 1 und den waagrechten
Holmen 2 zusammen und ist mittels der auf den Radachsen 3 befestigten Räder 4 fahrbar. Das zu bear- beitende Gleis besteht aus den Schienen 5, den Querschwellen 6 und der Gleisbettung 7. Zum Anheben des Gleises dienen seitlich einschwenkbare Gleisheber, die mit Greifern 8 ausgestattet sind. Diese Greifer 8 bilden das untere Ende von Hubzylindern 9 und untergreifen die Schiene 5, sobald der Hubzylinder 9 seitwärts einschwenkt. Zum Einschwenken sind die Hubzylinder 9 in Konsolen 10 der Steher 1 gelagert und um ein Gelenk 11 in diesen Konsolen schwenkbar. In den Hubzylindern 9 gleitet ein (nicht sichtbarer) Kolben, dessen Kolbenstange 13 an ihrem Unterende mit einer Stützplatte 12 versehen ist.
Wird dem Zylinder 9 in die obere Kammer Druckmittel zugeführt, bewegt sich demnach vorerst die Stützplatte 12 atwärts, bis sie sich auf die Oberseite des Bettungsschotters aufsetzt ; anschliessend-bei weiterer Druckmit- telzufuhr-beginnt derHubgreifer 8 die Schiene 5 und das ganze Gleis mit den Querschwellen anzuheben, solange bis die richtige Höhenlage erreicht ist.
Zum Einschwenken der Gleishebe dienen die Zylinder 16, die ebenfalls in Konsolen 17 der Holme 2 um Gelenke 18 schwenkbar gelagert sind und derenKolbenstangen 20 in den Gelenken 22 der Konsolen 21 angreifend die Hubzylinder 9 ein-und ausschwenken können.
Die zum Verdichten der Gleisbettung an einzelnen Stellen dienenden Werkzeuge sind mit 24'und 24" bezeichnet und am Werkzeugträger 25 gelagert. Der Werkzeugträger 25 gleitet höhenverstellbar an der Führungssäule 26.
Die Führungssäule 26 ist in Konsolen 27'und 27" des Fahrgestellrahmens der Maschine gelagert, so dass die Verdichtungswerkzeuge ausserhalb der Schienenspur, im Bereich der Schwellenstirnseiten in das Schotterbett eintauchen. Die Werkzeuge einer nachfolgenden Gleisstopfmaschine werden hingegen zweckmässig imBereich der Schienenauflage eintauchen und dort das Schotterbett verdichten. Die Führungssäule 26 ist ferner mitLängsrippen versehen, um dem Werkzeugträger 25 eine torsionssichereFührung zu geben.
Das oberendige Lager jedes einzelnen Werkzeuges 24 ist mit einem Exzenter 28 ausgestattet ; um das Werkzeug in Schwingungen versetzen zu können, u. zw. durch Antrieb dieser exzentrischen Gelenkwelle mittels eines eigenen Motors 29.
Zum gegenläufigen Verstellen der Werkzeugpaare 24 dienen in an sich bekannter Weise druckmittelbeaufschlagte Zylinder 30 und zugeordnete Kolben 31 mit Kolbenstangen 32. Zylinder 30 und Kolbenstangen 32 können unmittelbar an den Werkzeugen 24 in deren Längsmitte bzw. am Werkzeugträger 25 angelenkt sein.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemässenMaschine erstreckt sich etwa auf folgenden Ablauf von Arbeitsschritten :
Sobald die Maschine über einer Querschwelle 6 angelangt sei, die in ihrer Höhenlage mit dem darauf ruhenden Schienenstrang 5 fixiert werden soll, schwenken vorerst die vorder-und rückseitig angeordneten Gleisheber 9 ein und untergreifen mit dem Greifer 8 den Schienenstrang ; gleichzeitig kann sich auch bereits der Werkzeugträger 25 absenken, so dass die Werkzeuge 24 mit ihren unteren Enden beidseits der Querschwelle in das Schotterbett 7 eintauchen. Durch Druckmittelzufuhr in die Gleisheberzylinder 9 wird-wie oben beschrieben-der Gleisstrang abgehoben.
Die vibrierenden und eine gegenläufige Zueinanderbewegung ausführenden Werkzeuge verdichten das Schotterbett 7 unterhalb des Stirnendes der angehobenen Schwelle 6 so weit, dass sie nach beendeter Arbeit in ihrer Lage verbleibt. Wird also in dieser Weise jeweils jede achte bis zehnte Querschwelle angehoben und fixiert, erhält das ganze Gleis seine richtige Höhenlage und kann ohne weitere Nacharbeit von der nachfolgenden Gleisstopfmaschine endgültig unterstopft werden.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Insbesondere ist es möglich, die einzelnen oben angeführten Arbeitsvorgänge weitgehend zu automatisieren : so kann beispielsweise durch Regelung der Druckmittelzufunr zu den Zylindern 9 das Hubmass eingehalten werden. Ebenso ist es möglich, die einzelnen Bewegungen der Maschine und Maschinenteile aufeinander
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in ihrem Ablauf zwangläufig einzustellen, um den Bedienungsmann der Maschine von der Steuerung der stetig gleichbleibenden Arbeitsvorgänge zu entlasten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fahrbare Maschine zum Festlegen von Gleisen in einer vorbestimmten Höhenlage durch Unterstopfen einzelner Querschwellen mit einem höhenverstellbaren Träger für paarweise angeordnete bewegliche, durch einen Exzenter in Vibration versetzbare Stopfwerkzeuge, die in ihrer Arbeitsstellung mit ihren unteren Enden in das Schotterbett eintauchen und durch eine gegenläufige Bewegung zueinander den unterhalb einer Schwelle befindlichen Schotter verdichten, dadurch gekennzeichnet, dass jedem dieser als Schwinghebel ausgebildeten Werkzeuge (24', 24") in an sich bekannter Weise ein eigener Schwingungserzeuger, u. zw. eine Exzenterwelle (28) zugeordnet ist, wobei jede Exzenterwelle ein eigenes Antriebsaggregat, z. B. einen am Werkzeugträger (25) gleichachsig mit der Exzenterwelle gelagerten Elektromotor (29), besitzt.