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Die Erfindung bezieht sich auf ein Büromöbel, insbesondere Schreibmaschinentisch, mit nach unten öffnende Rollo und versenkbarem, vorzugsweise Fächer oder Schubladen enthaltenden Einsatzkasten, der in eingeschwenktem Zustand durch eine Sperreinrichtung gesichert ist und nach deren Lösung unter der Wirkung des Eigengewichtes, von Hilfsgewichten, Federn u. dgl. selbsttätig aus dem Möbel ausschwenkt.
Bei dem bekannten Möbel dieser Art wird der Einsatzkasten von zwei parallel zueinander angeordneten Gelenksvierecken getragen, was den Nachteil aufweist, dass der Bewegungsmechanismus kräftig ausgeführt werden muss, um den Einsatzkasten im ausgeschwenkten Zustand eine genügende Standsicherheit zu verleihen, diese kräftige Ausführung platzraubend und teuer ist und eine verwickelte Sperreinrichtung notwendig macht.
Erfindungsgemäss werden diese Nachteile dadurch vermieden, dass der Einsatzkasten um eine oberhalb desselben befindliche Achse schwenkbar gelagert ist, im Bereich seiner unteren hinteren Kante eine Rast für einen federbelasteten Sperrhebel trägt, der in die Bewegungsbahn des unteren Endes des Rollos ragt, und ein elastischer Streifen vorgesehen ist, der sich an den Kasten bremsend anlegt, bevor dieser seine Endlage im ausgeschwenkten Zustand erreicht und ihn in dieser Stellung festhält.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt. Die Figur zeigt einen Schreibmaschinentisch im Schnitt, bei dem der Einsatzkasten eingeschwenkt ist.
Der Schreibmaschinentisch besteht aus einem Kasten 1, einer nicht dargestellten seitlichen Stütze und der Tischplatte 2, Der Kasten weist einen Rolloverschluss 3 auf, der in üblicher Weise versperrbar ist.
Im Innern des Kastens ist ein mit Fächern 4 versehener Einsatzkasten 5 vorgesehen, der mittels zweier Metallstreifen 6, die seitlich am Einsatzkasten angeschraubt sind, um eine oberhalb des Einsatzkastens befindliche Achse 7 schwenkbar ist. Die Achse 7 kann aus einer durchgehenden Metallstange bestehen, sie kann aber auch von zwei an den Seitenwänden des Kastens 1 befestigten kurzen Achsstummeln gebildet werden. Im Bereich der unteren hinteren Kante des Einsatzkastens 5 ist eine Rast 8 vorgesehen, die aus einem am Boden des Kastens angeschraubten Winkel besteht. In diese Rast greift das hakenförmige Ende 9 eines Sperrhebels 10 ein, der bei 11 im Kasten 1 drehbar gelagert ist. Der Hebel 10 hat T-förmige Gestalt und ist durch eine an dem Arm 12 angreifende Feder 13, die mit ihrem einen Ende am Kasten 1 verankert ist, federbelastet.
Der dem Hakenende gegenüberliegende Arm des Hebels 10 ragt in die Bewegungsbahn des unteren Endes des Rolloverschlusses 3, so dass beim Öffnen desselben das untere Ende des Rollos den Hebel 10 entgegen der Kraft der Feder 13 verschwenkt und das Hakenende 9 aus der Rast 8 hebt, so dass der Einsatzkasten 5 freigegeben wird. Dieser schwingt unter dem Eigengewicht nach vorne aus und kommt in die strichliert dargestellte Lage. Um den Einsatzkasten im ausgeschwenkten Zustand in seiner Lage zu halten und ein unerwünschtes Pendeln des Einsatzkastens um seine'Gleichgewichtslage zu vermeiden, ist im Kasten 1 ein Band 14 angeordnet, das von einer Schaumgummiunterlage 15 gestützt ist. Beim Ausschwenken des Einsatzkastens legt sich die untere hintere Kante des Einsatzkastens gegen diesen Streifen, so dass eine Abbremsung der Schwenkbewegung des Einsatzkastens eintritt.
Infolge der elastischen Unterlage 15, nimmt der Streifen 14 eine nach oben gewölbte Form an, wodurch erreicht wird, dass der Einsatzkasten im ausgeschwenkten Zustand hinreichend festgehalten wird, um erst durch Aufwendung einer angemessenen Kraft in die eingeschwenkte Lage zurückgebracht werden zu können.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. So kann die Schwenkachse 7 auch an anderer Stelle oberhalb des Einsatzkastens vorgesehen werden, wobei gegebenenfalls das
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ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. Das Gleiche i1t fur die Sperre des Ei. 1Satzkastens im eingeschwenkten Zustand.