<Desc/Clms Page number 1>
Elektromotor
Bei einem Elektromotor, welcher mit einem von ihm angetriebenen Aggregat zusammengebaut und durch ein Gehäuse vollständig eingekapselt ist, ist es in vielen Fällen praktisch unmöglich, die Drehrichtung des Motors von aussen festzustellen, jedoch ist es insbesondere bei einem Motor, der in beiden Drehrichtungen betrieben werden kann, erwünscht, nach dem Anschliessen desselben an das Netz, die Drehrichtung zu kontrollieren. Obwohl es an sich denkbar wäre, diese Kontrolle durch Anbringung eines Schauglases zu ermöglichen, stellen sich einer solchen Ausführung Schwierigkeiten entgegen, die deren Realisierung unpraktisch erscheinen lassen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt deshalb, einen Elektromotor zu schaffen, bei welchem sich die Drehrichtung der Welle, trotzdem diese selbst aus dem Gehäuse nicht austritt, in einfacher Weise feststellen lässt.
Der erfindungsgemässe Elektromotor zeichnet sich dadurch aus, dass das Gehäuse einen in einer zur Motorwelle koaxialen Bohrung verschiebbar und drehbar gelagerten Zapfen aufweist, wobei der Zapfen in einer Endlage am Gehäuse befestigt und abgedichtet und in der andern Endlage mit der Motorwelle über eine Kupplung verbunden ist.
In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen des erfindungsgemässen Elektromotors dargestellt. Es zeigen :
Fig. 1 eine erste Ausführungsform eines Spaltrohr-Motors für eine Umlaufpumpe im axialen Schnitt, Fig. 2 den in Fig. 1 dargestellten Motor in Drehrichtungsanzeige-Stellung des Zapfens, Fig. 3 den Zapfen nach Fig. 1 und 2 in vergrösserter Darstellung, Fig. 4 eine zweite Ausführungsform eines SpaltrohrMotors, und Fig. 5 eine vergrösserte Darstellung des Zapfens nach Fig. 4.
Mit 1 ist ein Gehäuse eines Spaltrohr-Motors bezeichnet, der eine nicht dargestellte Flüssigkeitsumlaufpumpe antreibt.
Das Gehäuse l enthält einen Stator 2 und besitzt an seiner dargestellten Stirnseite eine Vertiefung la, an welcher ein Lagerstück 3 angeschraubt ist.
Auf dem Lagerstück 3 stützt sich das eine Ende eines Spaltrohres 4 ab, wobei zwischen Lagerstück und Spaltrohr eine Dichtung 5 vorgesehen ist, um den Eintritt von Flüssigkeit aus dem Raum innerhalb des Spaltrohres in den, den Stator enthaltenden Raum des Gehäuses zu vermeiden. Eine Rotorwelle 6 ist über eine Lagerbüchse 7 in dem Lagerstück 3 abgestützt, wobei diese Lagerbüchse 7 mit dem Lagerstück 3 drehstarr verbunden ist und mit zwei fest mit der Welle verbundenen Scheiben 20 und 21 die Bewegung der Welle in axialer Richtung begrenzt. In das in die Vertiefung la ragende Ende des Lagerstückes 3 ist eine Kappe 8 eingesetzt, wobei zwischen Kappe und Lagerstück eine Dichtung 9 eingesetzt ist. Die Kappe 8 besitzt eine zentrale zur Welle 6 koaxial angeordnete Bohrung 10, die einen mit Gewindekopf versehenen Zapfen 11 enthält.
In der in Fig. 1 dargestellten Lage ist der Zapfen 11 mit seinem Gewindekopf in eine Gewindebohrung 12 eingeschraubt und gegen einen, in der Gewindebohrung vorgesehenen Dichtungsring 13 gepresst. Der Zapfen 11 ragt mit seinem dem Gewindekopf entgegengesetzten Ende, welches als zweiarmige Gabel ausgebildet ist, in eine Bohrung 14 in der Welle 6.
Die Bohrung 14 steht über eine Anzahl radiale Bohrungen 15 mit dem Raum innerhalb des Spaltrohres in Verbindung, in welchem'sich das durch die Pumpe geförderte bzw. umgewälzte Medium unter Druck befindet. Das unter Druck befindliche Medium strömt deshalb aus seinem Raum durch die Bohrung 15 in die Bohrung 14 und beaufschlagt den Zapfen 11, wo es in den zwischen der Kappe 8 und dem Lagerstück 3 gebildeten Raum 16 strömt.
<Desc/Clms Page number 2>
Um im Betrieb des Elektromotors eine Anzeige der Drehrichtung zu ermöglichen, wird der Zapfen 11 mit seinem Gewindekopf aus der Gewindebohrung 12 herausgeschraubt, so dass diese sich also in axialer Richtung nach aussen verschiebt. Hiedurch kommen die beiden etwas gespreizten Gabelarme mit einem verjüngten Teil der Bohrung 14 in der Welle 6 in Berührung, wobei gleichzeitig auch das unter Druck stehende Medium die Tendenz hat, den Zapfen 11 nach aussen zu drücken. Infolge der Berührung zwischen Welle und Zapfen wird dieser letztere mitgenommen und rotiert geführt in der Bohrung 10. An dem aus dem Gehäuse herausragenden Kopf des Zapfens lässt sich also die Drehrichtung de. Welle in einfacher Weise feststellen.
Damit der Zapfen unter der Einwirkung des Flüssigkeitsdruckes nicht aus der Bohrung 14 der Welle 6 herausgepresst werden kann, besitzt dieser an jedem seiner Gabelarme einen Nocken 17, welche in der äusseren Endlage des Zapfens an einer in der Bohrung 14 gebildeten Schulter 14a zur Anlage kommen (Fig. 3).
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, schliesst der Zapfen auch in seiner äusseren Endlage die Bohrung 10 ab, indem dessen zylindrischer Teil über eine Länge 1 mit der Wandung der Bohrung 10 zusammenwirkt.
Ist die Drehrichtung der Welle festgestellt worden, so wird der Zapfen 11 einwärts gepresst, wodurch er ausser Berührung mit der Welle kommt und seine Drehung deshalb aufhört. Er kann darauf mit seinem Gewindekopf wiederum in die Gewindebohrung 12 eingeschraubt und gegen den Dichtungsring 13 festgezogen werden. In seiner inneren Endlage schliesst der Zapfen 11 zusammen mit dem Dichtungsring 13 die Bohrung 10 flüssigkeitsdicht ab.
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, kann das mit der Vertiefung la versehene Gehäuseende durch eine ringförmige Deckungsscheibe 18 versehen werden, die in einfacher Weise auf der Kappe 8 lösbar befestigt ist.
Der Zapfen 11 wird zweckmässigerweise aus nichtrostendem Material hergestellt, z. B. aus rostfreiem Stahl.
Gemäss der zweiten in Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsform, ist in der Rotorwelle 6 eine koaxiale Bohrung 31 vorgesehen, die über radiale Bohrungen 30 mit dem Raum 16 in Verbindung steht.
Die Lagerbüchse enthält mehrere achsparallele Bohrungen 7a, die einerseits mit dem Spaltraum des Motors und anderseits mit einer Umfangsnut 7b in Verbindung stehen.
Für das unter dem Förderdruck der Pumpe stehende in die Umfangsnut 7b strömende Medium bilden Welle 6 und Lagerbüchse 7 bei 7c eine Drosselstelle, über welche das Medium in den Raum 16 gelangen kann. Der gedrosselte Mediumsdruck wirkt über die Bohrungen 30 und 31 auf den Ansatz 33 des Zapfens 11, der in der in Fig. 4 dargestellten Anzeigelage mit seiner Schulter 33a an einem Gummiring 32 angepresst wird. Dieser ist in einer Umfangsnut 31a der Bohrung 31 eingelassen und steht durch seine Eigenspannung in Drehverbindung mit der Welle 6, so dass über diesen der Zapfen 11 zur Drehrichtungsanzeige mitgenommen bzw. gedreht wird.. Der Zapfen wird dabei in der Bohrung 10 geführt. Um eine gewisse radiale Verschiebung der beiden Bohrungen 10 und 31 zueinander zuzulassen, ohne dass der Zapfen in der Bohrung 10 verklemmt, ist die Führungslänge X nur ganz kurz gewählt worden.
Eine Dichtung 13a verhindert das Austreten von Flüssigkeit bei losgeschrubtem Zapfen. An dem aus dem Gehäuse herausra- gend-n Kopf des Zapfens lässt sich also die Drehrichtung der Welle in einfacher Weise feststellen.
Natürlich lassen sich auch andere Arten von Elektromotoren in der beschriebenen Weise ausbilden, um mittels eines Zapfens eine Anzeige der Drehrichtung zu ermöglichen Dabei wäre es auch denkbar, den Zapfen anstatr unter der Wirkung des Flüssigkeitsdruckes, mittels einer Feder gegen die Welle anzupressen bzw. die Verschiebung desselben aus seiner unwirksamen in die wirksame Endlage zu bewerkstelligen. Statt den Zapfen mittels eines Gewindes in der Kappe zu sichern, könnte dieser in der wirkungslosen Endlage auch durch einen Klemm- oder Schnappmechanismus gehalten werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektromotor, welcher mit einem von ihm angetriebenen Aggregat zusammengebaut und durch ein Gehäuse vollständig eingekapselt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse einen in einer zur Motorwelle koaxialen Bohrung verschiebbar und drehbar gelagerten Zapfen aufweist, wobei der Zapfen in einer Endlage am Gehäuse befestigt und abgedichtet und in der andern Endlage mit uer Motorwelle über eine Kupplung verbunden ist.