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Anordnung zur elektrisch leitenden Befestigung von metallischen Bestandteilen an eine Blechplatte
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur elektrisch leitenden Befestigung metallischer Bestandteile auf einer Blechplatte mittels aus dieser durch Einschneiden und Aufbiegen gebildeter Haltezungen und ist vorwiegend zur Anwendung bei elektronischen Apparaten, wie Rundfunk-und Fernsehempfän- gern, bestimmt.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass mindestens eine Zunge mit einem offenen Langschlitz und der zu befestigende Teil mit einer dem Schlitz angepassten Rippe versehen ist, die beidseits in die anschliessende Seitenwand des Teiles mit Abrundungen übergeht, in welche die den Schlitz begrenzenden Kanten derZunge beim Einschieben des zu befestigenden Teiles einschneiden, wodurch nicht nur der Übergangswiderstand zwischen dem Einschubteil und der Platte vermindert, sondern auch ein mechanisches Anpressen des Einschubteiles an die gegenüberliegende Zunge erzielt wird.
Die erfindungsgemässe Anordnung gewährleistet bei einfachem konstruktiven Aufbau eine leichte Montage und sichert einen verlässlichen und reinen Kontakt zwischen der z. B. einen Teil des Apparatgehäuses bildenden Blechplatte und den an diese leitend anzuschliessenden Teilen.
Die Zeichnung stellt in den Fig. l bis 5 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar und zwar zeigt Fig. l eine perspektive Ansicht der gesamten Anordnung, Fig. 2 den Aufriss der Befestigungsanordnung und Fig. 3 den Grundriss hiezu in Richtung des Pfeiles A in Fig. l gesehen. Die Fig. 4 und 5 zeigen stark vergrössert Einzelheiten.
Aus der Blechplatte 10 werden durch Schneiden und Biegen zwei oder mehrere Zungen 11 und 12 gebildet, die nach dem Umbiegen nach oben in der Platte 10 rechteckige Öffnungen bilden, durch welche von unten der Teil 20 in die Platte 10 eingeschoben wird. Mindestens die eine Zunge (z. B. die Zunge 11) wird schon beim Schneiden mit einem länglichen Schlitz 110 versehen. An dem zur Befestigung bestimm - ten Bestandteil 20 wird dementsprechend eine längliche Rippe 21 gebildet, die beim Hineinschieben des Bestandteiles 20 in den Schlitz 110 eingreift.
Der Umriss des Schlitzes 110 geht am Ende in einen Halbkreis 13 über. Beim Biegen der Zunge 11 entstehen an beiden Enden dieses Halbkreises zwei scharfe Umbiegungen 130. Wie die Fig. 4 und 5 zeigen, werden zwischen der Rippe 21 und der Seitenwand des Bestandteiles 20 beiderseits geformte und abgerundete Übergänge 210,210 ausgebildet, so dass beim Einschieben des Teiles 20 in die Platte 10 ein Einschneiden der Kanten insbesondere der beiden scharfen UmDiegungen 130 des Schlitzes 110 in die beiden Übergänge 210 eintritt.
Durch dieses Einschneiden wird ein reinmetallischer Kontakt an den Längskanten des Schlitzes 110 erzielt. Der maximale Kontaktdruck entsteht an den scharfen Umbiegungen 130. Bemisst man den Radius der Abrundungen des Teiles 20 entsprechend gross, so tritt das Einschneiden der Kanten des Teiles 11 auch bei kleinen Differenzen zwischen den Dimensionen"M"und"N" (Fig. 1) ein. Dadurch wird die nachteilige Wirkung von Ungenauigkeiten bei der Fertigung eliminiert. Schliesslich tritt beim Einschneiden der Kanten in die Abrundungen auch eine Schubwirkung auf, die den zu befestigenden Teil 20 gegen die der geschlitzen Zunge gegenüberliegende, gegebenenfalls vollwandige Zunge 12 (Fig. 1) presst.
In der Bodenfläche des Teiles 20 sind Kontaktstifte 22 eingesetzt. Um dieselben gegen Beschädigung bei der Montage zu schützen, verwendet man zum Einschieben des Teiles 20 in die Blechplatte 10 eine Hilfsunterlage 30, die eine Ausnehmung für die nach unten ragenden Kontakte 22 und am oberen Ende bei
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31 eine verstärkte Sitzfläche aufweist. Durch das Anliegen dieser Sitzfläche gegen die untere Fläche der Platte 10 ist auch die definitive Lage des Bestandteiles 20 in dem Chassis gegeben.
Die Montage wird erleichtert, wenn man nur eine Zunge mit dem Schlitz 110 versieht und den Teil 20 dann nur mit einer Rippe 21 ausstattet. Dadurch ist schon von der Montage die Position beider Teile eindeutig gegeben und die Möglichkeit eines falschen Hineinschieben des Teiles 20 in die Platte 10 ausgeschlossen.
Die Erfindung bezieht sich auch auf andere Formen des Teiles 20, der z. B. in Form eines drei-oder mehrkantigen Prismas oder in Form eines Zylinders hergestellt werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anordnung zur elektrisch leitendenBefestigung metallischer Bestandteile auf einer Blechplatte mittels aus dieser durch Einschneiden und Aufbiegen gebildeter Haltezungen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Zunge (11) mit einem offenen Langschlitz (110) und der zu befestigende Teil (20) mit einer dem Schlitz angepassten Rippe (21, versehen ist, die beidseits in die anschliessende Seitenwand des Teiles (20) mit Abrundungen (210) übergeht, in welche die den Schlitz begrenzenden Kanten der Zunge (11) beim Einschieben des zu befestigenden Teiles einschneiden, wodurch nicht nur der Übergangswiderstand zwischen dem Einschubteil (20) und der Platte (10) vermindert, sondern auch ein mechanisches Anpressen des Einschubteiles an die gegenüberliegende Zunge (12)
erzielt wird.