AT205631B - Waschmittel - Google Patents

Waschmittel

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AT205631B
AT205631B AT625257A AT625257A AT205631B AT 205631 B AT205631 B AT 205631B AT 625257 A AT625257 A AT 625257A AT 625257 A AT625257 A AT 625257A AT 205631 B AT205631 B AT 205631B
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Austria
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sep
water
detergent
soluble salts
naphthenic acids
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AT625257A
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English (en)
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Ernst Dr Katscher
Original Assignee
Loba Chemie Dr Paul Loew Beer
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Waschmittel 
Die Erfindung betrifft Waschmittel mit einem Gehalt an Naphthensäuren in Form von wasserlöslichen Salzen. 



   Die waschaktiven Eigenschaften der wasserlöslichen Salze der Naphthensäuren sind bereits lange bekannt ; auf Grund dieser Eigenschaften sind die Salze der Naphthensäuren sowohl an sich als auch gemeinsam mit Seifen und gelegentlich auch mit Alkylsulfaten als Reinigungsmittel angewendet worden. Eine der Hauptschwierigkeiten, die den Einsatz der Naphthenate in der Waschmittelindustrie bisher erschwert oder verhindert hat, liegt in dem anhaltenden und unangenehmen Geruch der Naphthensäurederiva- 
 EMI1.1 
 



   Es wurde nun gefunden, dass sich der Anteil der Geruchsstoffe der Naphthensäuren, die zum allergrössten Teil den neutralen Begleitstoffen der Naphthensäuren angehören, durch fraktionierte Destillation der flüchtigen Naphthensäuren, vorzugsweise unter vermindertem Druck, beträchtlich vermindern lässt. 



  Ferner wurde überraschend gefunden, dass wasserlösliche Salze der höheren Naphthensäuren, die im Temperaturbereich von 155 bis 2300 C bei einem Restdruck von 1 mm oder in einem entsprechenden Temperaturbereich bei andern Drucken übergehen, eine ganz hervorragende Waschwirkung entwickeln, die jene der Fettseifen sowie auch jene der üblichen Naphthenate um ein Vielfaches übertrifft. Diese Naphthensäuren, deren Säurezahlen zwischen   160 - 210   liegen, haben eine durchschnittliche Zahl von 17 bis 23 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise von 19 bis 22 Kohlenstoffatomen im Molekül. Sie sollen höchstens   107lu   Neutralöl enthalten.

   Unter Verwendung von wasserlöslichen Salzen dieser bestimmten Fraktionen von Naphthensäuren werden nun gemäss der Erfindung hochwertige Waschmittel geschaffen, welche die den bisherigen   Naphthenatwaschmitteln anhaftenden   Nachteile vermeiden und diesen bekannten Mitteln auch technisch überlegen sind. Bei der Gewinnung der genannten Naphthenatfraktionen fallen niedrigsiedende Fraktionen an, die zwar, wie sich herausgestellt hat, die Waschwirkung ungünstig beeinflussen, die aber für andere technische Anwendungsgebiete wertvoll sind.

   Die für die erfindungsgemässen Waschmittel verwendeten Fraktionen   können   anderseits wieder im Rahmen der genannten technischen Anwendungsgebiete nicht oder nur mit geringem Erfolg eingesetzt werden, so dass erfindungsgemäss auch eine verbesserte Ausnützung des Naphthensäureausgangsmaterials gewährleistet ist. 



   Die erfindungsgemässen Waschmittel mit einem Gehalt an Naphthensäure in Form von wasserlöslichen Salzen sind dadurch charakterisiert, dass der Naphthensäureanteil aus wasserlöslichen Salzen solcher höherer Naphthensäuren besteht, die eine Säurezahl zwischen 160 und 210 aufweisen, im Mittel pro Molekül   17 - 23,   vorzugsweise 19 - 22 Kohlenstoffatome enthalten und mit höchstens   10So,   insbesondere höchstens   zozo   Neutralöl vermischt sind. 



   Die diesen Salzen zugrundeliegenden Naphthensäurefraktionen lassen sich von dem ursprünglichen Gemisch der Gasöl-Naphthensäure, aus dem sie gewonnen wurden, auch dadurch unterscheiden, dass sie nicht oder zumindest viel schwächer als das Ausgangsmaterial fluoreszensieren. Die Viskosität dieser höheren, an Neutralöl ärmeren oder freien Naphthensäurefraktionen   ist viel grösser als die   des ursprünglichen Gemisches. Als wasserlösliche Salze der Naphthensäuren können beispielsweise solche der Alkalien, des Ammoniaks und der Amine, insbesondere auch der Alkylolamine, verwendet werden. 



   Als Ausgangsmaterial für die erfindungsgemäss verwendeten Naphthensäurefraktionen können mit besonderem Vorteil gereinigte Naphthensäuren benUtzt werden, insbesondere solche, die praktisch von Neutralöl frei sind. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die wasserlöslichen Salze dieser Naphthensäuren können zusammen mit Fettseifen in jedem beliebiger Mischungsverhältnis eingesetzt werden, wodurch eine weitere Erhöhung der   Wachwirkungen   erreicht wird. 



   Ein Zusatz von Alkyl- bzw. Alkylarylsulfonaten oder von Alkylsulfaten oder von Mischungen derselben, erhöht bei geeignetem Mischungsverhältnis die Waschkraft. Das Verhältnis von waschaktiven Sulfonaten bzw. Sulfaten oder von Mischungen derselben zu den wasserlöslichen Salzen der Naphthensäure soll 1 : 5 nicht überschreiten. Vorzugsweise wird ein Verhältnis 1 : 10 bis 1 : 12 angewendet. Enthalten die Reinigungsmittel neben den Naphthenaten, Sulfonaten und bzw. Sulfaten ncch Fettseife, so soll das Verhältnis der waschaktiven Sulfonate oder Sulfate oder der Mischungen derselben zu den Naphthenaten und Fettseifen 1 : 8 nicht überschreiten. 



   Waschaktive Mischungen, die wasserlösliche Salze der bereits näher gekennzeichneten Naphthensäuren enthalten, können durch Zusatz verschiedener, an sich bekannter Hilfsstoffe, z. B. nichtionischer, oberflächenaktiver Stoffe, insbesondere Polyglykolphenyläther, Lösungsmittel, die die fettigen Verunreinigungen zu entfernen helfen, Polyphosphate, die die Waschkraft steigern und die Beständigkeit gegen Härtebildner im Wasser erhöhen, Waschalkalien, die die Alkalität der Flotte erhöhen und puffernd wirken, Carboxymethylcellulose od. dgl., die das Schmutztragevermögen erhöhen, Perverbindungen, die das Waschen durch einen gleichzeitig stattfindenden Bleichprozess unterstützen sowie optischer Aufheller und anderer Hilfsstoffe, den verschiedenen Zwecken der Waschvorgänge angepasst werden. 



   Die Waschmittelmischungen können in Pasten- oder Pulverform erzeugt, aber auch in wässeriger Lösung, allenfalls mit weiteren Zusätzen, hergestellt werden. 



   Im Rahmen der folgenden Beispiele 1 - 3 wurde eine destillierte Naphthensäurefraktion eingesetzt, die bei   185-230    C unter einem Druck von 1 mm Hg destilliert wurde, eine Säurezahl von 162 aufweist und etwa Ko Neutralöl enthält. Diese Naphthensäurefraktion enthält Naphthensäuren, die im Durchschnitt 21 Kohlenstoffatome im   Molekül aüfweisen.   Im Rahmen der Beispiele 4 und 5 wurde eine Fraktion von vorher gereinigten Naphthensäuren verwendet, die bei   170 - 2200   C und 1 mm Druck destillierte. Sie enthält   10/0   Neutralöl und hat eine Säurezahl von   186 ; die   durchschnittliche Zahl der Kohlenstoffatome im Molekül der Naphthensäuren beträgt 19. 



   Beispiel 1 : Es wurde eine innige Mischung aus 7   Gew.-Teilen   eines pastenförmigen   75% eigen   Natriumnaphthenats und 3   Gew. -Teilen 600/oigem   Natriumoleat hergestellt. Es bildet sich eine dicke Paste, die etwa   70%   waschaktive Substanz enthält. Die Mischung wird zusammen mit Waschalkalien in Wasser gelöst und zum Waschen verwendet. Die Waschkraft dieser Paste ist wesentlich höher als die einer Fettseife mit dem gleichen Gewichtsanteil an waschaktiver Seife. Gegebenenfalls können auch ein Zusatz von Polyphosphat und andere Zusätze verwendet werden. 



     Beispiel 2 :   In einer Mischmaschine wurden folgende Materialien miteinander besonders innig vermischt ; 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 8 <SEP> kg <SEP> 75% <SEP> igues <SEP> Natriumnaphthenat,
<tb> 1 <SEP> kg <SEP> 50% <SEP> igues <SEP> Natriumlaurylsulfat,
<tb> 17 <SEP> kg <SEP> Wasserglas <SEP> (350 <SEP> Be,
<tb> 53 <SEP> kg <SEP> Soda,
<tb> 0, <SEP> 5 <SEP> kg <SEP> Polyphosphat <SEP> (im <SEP> Handel <SEP> unter <SEP> der <SEP> Bezeichnung <SEP> Calgon),
<tb> 20,5 <SEP> kg <SEP> Wasser.
<tb> 
 



   Der so erhaltene verhältnismässig dünne Brei wird in flache Bleche bis zu einer Schichtdicke von 2 bis 3 cm ausgegossen. Nach Abkühlen erstarrt die Masse innerhalb mehrerer Stunden zu einem harten Kristallkuchen, der zuerst vorgebrochen und schliesslich in einer Mühle zu einem Pulver zermahlen wird. 



  Das Pulver kann in Mengen von 10 bis 20 g/Liter Wasser, bevorzugt in weichem oder vorher enthärtetem Wasser, gelöst werden ; diese Lösung dient zum Vorwaschen der Wäsche und zeigt dabei sehr gute Reinigungswirkungen. Die Verträglichkeit dieses Vorwaschmittels mit Seife, deren Waschkraft durch Gegenwart dieses Waschmittels noch unterstützt wird, erweist sich als   beträchtlicher Vorteil,   wenn der nächste Waschgang mit Seife durchgeführt wird. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Beispiel 3 :

   
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> 67 <SEP> kg <SEP> zigues <SEP> Natriumnaphthenat,
<tb> 3 <SEP> kg <SEP> SOoiges <SEP> dodecylbenzolsulfonsaures <SEP> Natrium,
<tb> 3 <SEP> kg <SEP> Wasserglas <SEP> (350 <SEP> Bé),
<tb> 2 <SEP> kg <SEP> Polyphosphate,
<tb> 2 <SEP> kg <SEP> Carboxymethylcellulose,
<tb> 2 <SEP> kg <SEP> Terpentinöl,
<tb> 2 <SEP> kg <SEP> Methylbenzylalkohol,
<tb> 19 <SEP> kg <SEP> Wasser
<tb> 
 werden innig zu einer einheitlichen dünnen Paste   verrührt ;   diese Paste ist zum Waschen von besonders stark mit Fetten, Maschinenöl u. dgl. verschmutzten Wäschestücken, z. B. Werksanzügen, geeignet. Die Mischung wird in Wasser gelöst und gemeinsam mit Soda zum Waschen verwendet. Fettseifen können in jedem beliebigen Verhältnis zugesetzt werden und unterstützen den Wascherfolg. 



   Beispiel 4 : Ein pulverförmiges, selbsttätiges Waschmittel, geeignet zum Waschen von weisser Wäscne, wird erhalten, indem 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> 23 <SEP> kg <SEP> 871orges <SEP> Natriumnaphthenat,
<tb> 4,5 <SEP> kg <SEP> 40oiges <SEP> dodecylbenzolsulfonsaures <SEP> Natrium,
<tb> 3 <SEP> kg <SEP> Wasserglas <SEP> (350 <SEP> Be),
<tb> 1 <SEP> kg <SEP> Polyphosphat, <SEP> gelöst <SEP> in
<tb> 2 <SEP> kg <SEP> Wasser,
<tb> 1 <SEP> kg <SEP> Carboxymethylcellulose,
<tb> 34 <SEP> kg <SEP> wasserfreie <SEP> Soda,
<tb> 24,5 <SEP> kg <SEP> pulverisierte <SEP> Kristallsoda
<tb> 
 miteinander innig vermischt und gesiebt werden ; dabei wird ein freifliessendes Pulver erhalten.

   Diesem Pulver werden 7 kg einer pulverförmigen Mischung zugesetzt, die aus 6 kg Natriumperborat und 1 kg einer pulverisierten Mischung aus 1/2 kg Wasserglas,   0, 2   kg Magnesiumsulfat und 0,3 kg Soda besteht. Dieses Waschmittel kann für sich zum Waschen eingesetzt werden, es kann aber auch zusammen mit Seife, Seifennadeln oder Seifenflocken erfolgreich verwendet werden. 



   Beispiel 5 : Ein pastenförmiges Klarwaschmittel von ausgezeichneter Waschkraft wird erhalten, indem 
 EMI3.3 
 
<tb> 
<tb> 52,5 <SEP> kg <SEP> 8obiges <SEP> Natriumnaphthenat,
<tb> 9 <SEP> kg <SEP> 400/oignes <SEP> dodecylbenzolsulfonsaures <SEP> Natrium,
<tb> 5 <SEP> kg <SEP> Wasserglas <SEP> (350 <SEP> Be),
<tb> I, <SEP> 5 <SEP> kg <SEP> Carboxymethylcellulose.
<tb> 



  3 <SEP> kg <SEP> Polyphosphat <SEP> (Calgon) <SEP> und
<tb> 28 <SEP> kg <SEP> Wasser
<tb> 
 miteinander innig gemischt werden. Dabei ist es zweckmässig, das Calgon zuerst in 6 Liter des zur Ver-   fügung   stehenden Wassers zu lösen, und die Carboxymethylcellulose zuerst   mit 14 kg Wasser und l kg do-   decylbenzolsulfonsaurem Natrium zu einem gleichförmigen Brei zu verrühren. D as erhaltene pastenförmige Waschmittel ist auch in mässig hartem Wasser sehr wirksam. Es hat, zusammen mit der üblichen Sodamenge verwendet, eine Waschkraft, die mindestens einer solchen entspricht, die von der vierfachen Menge einer   401eigen   Seife entwickelt wird. Es kann auch gemeinsam mit Fettseifen in jedem Mischungsverhältnis verwendet werden, wobei sich die verschiedenen waschaktiven Komponenten in ihrer Wirkung unterstützen.

   Eine weitere Steigerung der Waschkraft dieses Waschmittels wird erreicht, wenn diesem Waschmittel Polyglykolphenyläther zugesetzt wird. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Waschmittel mit einem Gehalt an Naphthensäure in Form von wasserlöslichen Salzen, dadurch gekennzeichnet, dass der Naphthensäureanteil aus wasserlöslichen Salzen solcher höherer Naphthensäuren besteht, die eine Säurezahl zwischen 160 und 210 aufweisen, im Mittel pro Molekül 17 - 23, vorzugsweise 19 - 22 Kohlenstoffatome enthalten und mit höchstens lOTo, insbesondere höchstens 2N Neutralöl vermischt sind. <Desc/Clms Page number 4>
    2. Waschmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie neben den wasserlöslichen Salzen der höheren Naphthensäuren Alkyl- bzw. Aralkylsulfonate und bzw. oder Alkylsulfate enthalten.
    3. Waschmittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewichtsanteil an Alkyl- bzw.
    Aralkylsulfonaten und bzw. oder Alkylsulfaten nicht mehr als 1/5, vorzugsweise 1/10 - 1/12 des Gewichts der naphthensauren Salze beträgt.
    4. Waschmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie neben den wasserlöslichen Salzen der höheren Naphthensäuren Fettseifen enthalten.
    5. Waschmittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie wasserlösliche Salze höherer Naphthensäuren, Fettseifen und waschaktive Sulfonate oder Sulfate enthalten, und dass das Verhältnis der Gewichtsanteile von waschaktiven Sulfonaten und bzw. oder Sulfaten zu dem Gewichtsanteil von Naphthenat und Fettseifen 1 : 8 nicht überschreitet.
    6. Waschmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner an sich bekannte Waschhilfsmittel, wie nichtionische, oberflächenaktive Stoffe, Lösungsmittel, Waschalkalien, Polyphosphate, Persalze, Schmutzträger, optische Aufheller od. dgl., enthalten.
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