AT205311B - Verfahren zur kontinuierlichen Regeneration von salzsauren und schwefelsauren Beizablaugen - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Regeneration von salzsauren und schwefelsauren Beizablaugen

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Verfahren zur kontinuierlichen Regeneration von salzsauren und schwefelsauren Beizablaugen    
Das Problem der Aufarbeitung von Beizablaugen gewinnt in letzter Zeit an Bedeutung, nicht nur wegen der Möglichkeit der Ersparung der enormen Chemikalienkosten und der Metallrückgewinnung, sondern vor allem auch wegen des so akut gewordenen Abwasserproblems. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft eine wichtige Ausgestaltung des bereits bekannten BeizablaugenRegenerationssystems, bei welchem die Abbeize mit gasförmigem Salzsäuregas gesättigt wird, das hiebei gefällte Chlorid nach Abtrennung zu Oxyd geröstet und die   HC1-Röstgase   in Gemeinschaft mit den   HC1-   Gasen, die bei der Cl-Entgasung der Chlorid-Mutterlauge durch Hitze entstehen, wieder zur Fällung neuen Metallchlorids benützt werden, so dass diese   HCJ-Gase   bzw. die daraus gebildeten Chloride - von geringen Verlusten abgesehen-einen geschlossenen Kreislauf bilden. 



   Es ist bereits ein Verfahren zur kontinuierlichen Regeneration von salzsauren und schwefelsauren Beizablaugen bekannt geworden, bei welchem die Ablaugen mit   HCI-Gas   behandelt werden, das ausgefallene Chlorid entfernt und die solcherart aufgeschärfte Beize in die Beizerei rückgeführt wird, während das Chlorid zum Oxyd geröstet wird und die Röstgase zur Fällung neuer Beizablauge verwendet werden. Dieses Verfahren ging ohne aktive Kühlung vor sich. Bei der Absorption von Salzsäure in wässerigen Lösungen werden jedoch grosse Wärmemengen frei und auch bei langsamer Absorption wird eine gewisse Erwärmung eintreten, welche, um wirksame regenerierte Beizen herzustellen, die Verwendung einer Entgasungsanlage erforderlich machen. 



   Eine oft benützt Verfahrensschaltung zeigt Fig.   l,   wobei besonders der voluminöse Komplex der 
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 Zentrifuge, 4 den Gaskühler, 5 den Ofen, 6 die Entgasungsanlage und 7 den Austritt für das Oxyd. 



   Der Zweck vorliegender Erfindung ist nun vor allem, für den Fall salz- oder schwefelsaurer Abbeizen die Schaltung und damit Kosten und Bedienung der Anlage dadurch wesentlich zu reduzieren, dass man die Entgasung erspart. 



   Dies ist erfindungsgemäss dadurch möglich, dass die Ausfällung der Chloride durch Kühlung der mit HC1 behandelten Beizablauge auf Temperaturen unter + 100 C und vorzugsweise zwischen   + 5 und -100 C   vorgenommen wird. Hiedurch kann man eine Sättigung mit HCl bei Zimmertemperatur ersparen und mit geringeren   HCl-Konzentrationen   nach der Reaktion auskommen, ohne die Chloridfällung zu unterbinden. 



   Würde man nämlich ohne Kühlen die Entgasung weglassen, würde eine bei Zimmertemperatur an Chlorid gesättigte, regenerierte Beize resultieren, welche bekanntlich kaum mehr Beizkräfte besitzt und das Beizgut unerträglich mit Salzkrusten überzieht. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren wird mit der Einrichtung nach Fig. 2 durchgeführt, in welcher 1 die Beize, 2 die Reaktionsanlage, 3 die Zentrifuge, 4 den Gaskühler, 5 den Ofen, 7 den Austritt für das Oxyd und 8 eine Tiefkühlanlage bezeichnen. Das Metallion wird durch kombinierte Anwendung von   HCI-Gas   und Kälte weitgehend als Chlorid ausgeschieden und in einer Zentrifuge od. dgl. abgetrennt. worauf die derart   aufgeschärfte   Beize - eventuell nach Passieren eines   Wärmetauschers - wieder   in den Beizbetrieb geht.

   Bei    dynamischem'Gleichgewicht   der Anlage wird also - abgesehen von unwesentlichen Verlusten mit genausoviel HCI   gefällt,   als   Chlorion im   gefällten Chlorid enthalten   ist : Der Chlorionengehalt   der Lösung bleibt also im wesentlichen konstant. Die Wirtschaftlichkeit ist jetzt in vielen ungünstigen Fällen kleiner Beizbetriebe usw. durch die erfindungsgemässe einfache Anordnung - billig in der Anschaffung. billig im Betrieb - erst gegeben. 



   Da die starke Herabsetzung der Löslichkeit von Metallchloriden durch Heraufsetzen der HCl-Kon- 

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 zentration ganz allgemein gilt, ist das Verfahren nicht auf Eisen beschränkt, sondern kann auch beispielsweise für Aldminium-, Kupferbeizen usw. angewendet werden. 



   Ausgestaltungen des   erfindungsgemässen   Verfahrens sind Massnahmen zur Herabsetzung des Wärmeaufwandes, welche bestehen im Wärmetauscher zwischen warmer Abbeize vor der Reaktion und ninter der Chloridabtrennung und zwischen dem Gas vor und hinter dem Röstofen. Ferner steht es selbstverständlich frei, gemäss den jeweiligen örtlichen konkreten Gegebenheiten den Gaskreislauf geschlossen zu halten oder zwischen Reaktion (HCl-Absorption) und Röstofen zu   öffnen. Schliesslich   können bei kleinen Anlagen ein oder mehrere Verfahrensschritte diskontinuierlich (chargenweise) erfolgen. 



   Ausführungsbeispiel : 
In einer Anlage wird eine salzsaure Eisenabbeize, die etwa 125 kg Fe++ und 125 kg HC1 im Kubikmeter enthält, durch Absorption von 100 kg HCl-Gas pro m3 Abbeize und Abkühlen   auf -100 C   gefällt. 
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4wieder 100 kg HCl-Gas für die Fällung eines weiteren Kubikmeter Abbeize. Die regenerierte Abbeize enthält jetzt etwa 220   kg ! m3 HCI   und nur mehr zirka 50 kg/m3 Fe++.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur kontinuierlichen Regeneration von salzsauren und schwefelsauren Beizablaugen durch Behandlung der Ablauge mit HCl-Gas, Entfernung des ausgefallenen Chlorids und Rückführung der solcherart aufgeschärften Beize in die Beizerei, während das Chlorid zum Oxyd geröstet und die Röstgase zur Fällung neuer Beizablauge verwendet werden, dadurch gekennzeichnet, dass unter Verzicht auf eine Ent- gasuhgsstation die Ausfällung der Chloride durch Kühlung dermit HCl behandeltenBeizablauge auf Tem- peraturen unter + 100 C und vorzugsweise zwischen +5 und -10 C vorgenommen wird.
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