AT204083B - Feuchtigkeitsgeschütztes Halbleiterbauelement - Google Patents

Feuchtigkeitsgeschütztes Halbleiterbauelement

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AT204083B
AT204083B AT394758A AT394758A AT204083B AT 204083 B AT204083 B AT 204083B AT 394758 A AT394758 A AT 394758A AT 394758 A AT394758 A AT 394758A AT 204083 B AT204083 B AT 204083B
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redox system
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AT394758A
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Siemens Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Feuchtigkeitsge schützte s Halbleiterbauelement    
Die Erfindung geht von der Feststellung aus, dass die Strom-Spannungskennlinien von pn-Übergängen in Halbleiterbauelementen durch die Zusammensetzung der an ihre Oberfläche grenzenden Atmosphäre 
 EMI1.1 
 folge Adsorption bzw.   Chemisorption von   Gasen. Besonders auffällig sind die durch Sauerstoff und Wasserdampf bewirkten Änderungen, die   z. B.   zu einer Umkehr des Leitfähigkeitscharakters gegenüber dem des   Halbleiterinnerenfuhrenkönnen : Übergang   von   p-Leitung   im Inneren zu n-Leitung in der Oberfläche und umgekehrt.

   Die dadurch verursachten Änderungen der Kennlinien können bleibend sein oder sich, wie. es vor allem bei Anwesenheit von Wasserdampf der Fall ist, im Laufe der Zeit zögernd einstellen. Überdies bilden stärkere Belegungen einer Halbleiteroberfläche mit   WasserdampfmolekUlen   elektrolytisch leitende Schichten, die nicht nur   Instabilität   der Kennlinien, sondern auch vermehrtes Rauschen verursachen. Fernhalten auch winziger Spuren von Wasserdampf ist daher eine wichtige Voraussetzung zur Erzielung stabiler und rauscharmer pn-Übergänge. Lacküberzüge haben sich dazu als nicht ausreichend erwiesen. 



   Bei HalbleitexuordnungenvomTyp npn mit zwei Zonen n-Leitfähigkeit und einer Zwischenzone mit p-Leitfähigkeit, bei denen ein luftdichtes Einschmelzen oder   Einkapseln   vermieden werden soll, ist es be-   kamt,   eine Oberflächenbehandlung des Halbleitermaterials vorzunehmen, bei der eine   Oberflächenschicht   auf dem Halbleiterkörper wenigstens über der Zone mit p-Leitfähigkeit ein Oxydationsmittel enthält, das in der Lage ist, Ionen mit geeigneter Ladung auf die   Halb leiteroberfläche zu übertragen   und hiedurchdas   Oberflächenpotential und denObeiflächenleitungstyp   zu beeinflussen und damit die Bildung von leitenden Nebenwegen, ohne Rücksicht auf den Feuchtigkeitsgehalt der umgebenden Atmosphäre zu verhindern. 



   Die Erfindung geht nun von der Überlegung aus, dass die bereits bekannten Mittel zur Erreichung der Oxydation zwecks Absorption auf der Halbleiteroberfläche in der Praxis unbefriedigend arbeiten. Die im folgenden beschriebene Erfindung liefert Mittel, diese Instabilität und ausserdem das vermehrte Rauschen zu verhindern. Die Erfindung bezieht sich daher auf ein   feuchtigkeitsgeschütztes   Halbleiterbauelement mit   pn-Übergängen,   dessen Oberfläche mit chemischen Verbindungen   bedeck :   ist.

   Die Erfindung besteht darin, dass die Oberfläche mit einem Redoxsystem bedeckt ist, das die im Zusammenwirken mit dem Halbleitermaterial auf der Oberfläche vorhandenen Wassermoleküle aufnimmt und dafür äquivalente Mengen Sauerstoff abscheidet, und zwar derart, dass dieser Sauerstoff mindestens teilweise das Halbleitermaterial oxydiert. 



   In Weiterentwicklung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Oxydationspotential des Redoxsystems grösser ist als das des Systems Halbleiter-Halbleiteroxyd und dass die Menge der oxydierenden Komponente des Redoxsystems ausreicht, um eine vollständige Gleichgewichtseinstellung des Redoxgleichgewichts herbeizuführen. 



   Da die Halbleiter unedle Metalle oder leicht oxydable Verbindungen sind, ist jede Halbleiteroberfläche infolge unvermeidlicher Berührung mit Luft   oderinfolge vorausgegangener, phemischer oder elektro-     lytischer Ätzung mit einem"Oxydbelag"versehen,   der teils aus definierten Oxyden, teils aus. adsorptiv gebundenem Sauerstoff besteht. Tm thermodynamischen Gleichgewicht herrscht an der Oberfläche ein-be-   stimmter Gleichgewichtspartialdruck p des Sauerstoffs.

   Bringt man auf die Oberfläche ein Redox- (Halbl)    

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 system, dessen   Wirkungsweise   sich allgemein durch die Gleichung
Oxydationsstufe + m   H C sdulttionsstufe   +   n os   wiedergeben lässt, so stellt sich bei Anwesenheit von Wasserdampf ein solches Verhältnis 
 EMI2.1 
 ein, das durch die Gleichgewichtskonstante der Redoxreaktion 
 EMI2.2 
 gegeben ist. Mit genügender Genauigkeit können die Aktivitäten der festen oder flüssigen Reduktions- und Oxydationsstufc als konstant angesehen werden, so dass z. B. für das Redoxsystem   Chinon/Hydrochinon   mit der Reaktionsgleichung 
 EMI2.3 
 
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 EMI2.10 
 
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 schon geringe Feuchtigkeitsspuren die reduzierte Stufe erzeugen. 



   Die hier gewählte Formulierung der Wirkungsweise des Redoxsystems an der Oberfläche ist nur eine unter verschiedenen möglichen, aber einander äquivalenten Formulierungen, mit andern Worten : Die 
 EMI2.12 
    RedoxsystemsEinzelvorgänge,   in die sich die Gesamtreaktion   (1)   zerlegen lässt. 



   Aus dem Vorstehenden folgt, dass für eine günstige Wirkung des Redoxsystems folgende Voraussetzungen erfüllt sein   müssen :  
1. Das Oxydationspotential des Redoxsystems muss grösser sein als das des Systems Halbleiter/Halb-   leiteroxyd.   



   2. Die Menge des aufgebrachten Redoxsystems muss ausreichend sein, um eine vollständige Gleichgewichtseinstellung des Redoxgleichgewichts zu gewährleisten. 



   Unter diesen Voraussetzungen bewirkt das Redoxsystem
1. Herabdrücken des Wasserdampfpartialdrucks,
2. Konstanthalten eines festen Sauerstoffpartialdrucks. 



   Als Redoxsysteme kommen, je nach der Art des Halbleiterbauelementes beispielsweise in Frage : p-Chinon/Hydrochinon und analoge Systeme wie Thymochinon/Thymohydrochinon usw., Diphenylamin/ Diphenylbenzidin und deren Abkömmlinge, Indigo/Indol und deren Abkömmlinge, Systeme der Art 

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   Disulfidverbindung/Sulfhydrylverbindung, Triarylmethan-Redoxsysteme   usw. Beilegiertem Germanium p-n-p-Transistoren hat sich die Verwendung von p-Chinon/Hydrochinon als besonders günstig erwiesen. 



   Die Anwendung der Redoxsysteme bzw. der oxydierten Stufe allein kann geschehen :
1. Bei festen oder flüssigen Substanzen durch Aufstreuen der gepulverten Stoffe oder Aufschmelzen, bzw. durch Bedeckung der Oberfläche mit der flüssigen Substanz,
2. durch Aufdampfen auf die Halbleiteroberfläche,
3. durch Aufbringen in gelöster Form, gegebenenfalls mit nachträglicher Verdampfung des Lösungsmittels,
4.   durch Zumisehen in einen zum mechaIlischen Schutz oder zur W1irmeableitung aufzutragenden Lack,  
5. durch chemischen Einbau des Redoxsystems in den mechanisch-schützenden oder wärmeableitenden Lack nach Art der in H.

   G.   Cassidy,"Journal   of the American Chemical   Society" ; vol. 71   (1949), p. 402   beschriebenen"Elektronenaustauscher".   Dabei kann an Stelle der üblichen Formaldehyd-Phenol-HarzGrundlage auch ein Silicon-Gerüst Verwendung finden.. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. 



   Auf einer Germanium-Scheibe 2 ist eine Basiselektrode 1 angebracht, und beidseitig sind in seiner Oberfläche Pillen 3 und 4 aus Indium einlegiert. Zu diesen Pillen 3 und 4 fuhren elektrische Zuleitungen 5 und 6, die mit den Pillen 3 und 4 an den Stellen 8 und 9 verlötet sind. Dieses Element wirkt als Transistor, wenn z. B. 5 als Kollektor, 6 als Emitter und 1 als Basis geschaltet ist. Dieser Transistor ist erfindungsgemäss mit einer Schutzschicht 7 aus einem Redoxsystem überzogen. 



   Die Erfindung ist nicht auf dieses Ausführungsbeispiel beschränkt ; insbesondere ist es wohl vorteilhaft, in vielen Fällen aber nicht notwendig, die ganze Oberfläche, eines Halbleiter-Bauelements mit der beanspruchten Schutzschicht zu bedecken. 



   PATENTANSPRÜCHE :
1.   Feuchtigkeitsgeschiitztes Halbleiterbauelement mit pn-Übergängen, dessen Oberfläche   mit chemischen Verbindungen bedeckt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche mit einem Redoxsystem bedeckt ist,   das die im Zusammenwirken mit dem Halbleitermaterial auf der Oberfläche vorhandenen Wasser-   moleküle aufnimmt und dafür äquivalente Mengen Sauerstoff abscheidet, und zwar derart, dass dieser Sauerstoff mindestens teilweise das Halbleitermaterial oxydiert.

Claims (1)

  1. 2. Halbleiterbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Oxydationspotential des Redoxsystems grösser ist als das des Systems Halbleiter-Halbleiteroxyd und dass die Menge der oxydierenden Komponente des Redoxsystems ausreicht, um eine vollständige Gleichgewichtseinstellung desRedoxgleich- gewichtes herbeizuführen.
    3. Halbleiterbauelement nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche mit der oxydierenden Komponente des Redoxsystems bedeckt ist.
    4. Halbleiterbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Redoxsystem p-Chinon/ Hydrochinon oder Thymochinon/Thymohydrochinonoder Diphenylamin/Diphenylbenzidin oder Indigo/In- doloder Systeme der Art Disulfidverbindung/Sulfhydrylverbindung oder Triarylmethan-Redoxsysteme verwendet sind.
    5. Halbleiterbauelement nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die chemischen Verbindungen in einem verdampfenden Lösungsmittel gelöst auf die Oberfläche des Halbleiterelements aufgebracht sind und das Lösungsmittel verdampft.
    6. Halbleiterbauelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Formaldehyd-Phenol-HarzLacke verwendet sind.
    7. Halbleiterbauelemente nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Siliconlacke verwendet sind.
AT394758A 1957-08-07 1958-06-04 Feuchtigkeitsgeschütztes Halbleiterbauelement AT204083B (de)

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