AT203103B - Schaltung zum verlustlosen Regeln von Gleichstrommotoren - Google Patents

Schaltung zum verlustlosen Regeln von Gleichstrommotoren

Info

Publication number
AT203103B
AT203103B AT574856A AT574856A AT203103B AT 203103 B AT203103 B AT 203103B AT 574856 A AT574856 A AT 574856A AT 574856 A AT574856 A AT 574856A AT 203103 B AT203103 B AT 203103B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
capacitor
circuit
choke
current
switch
Prior art date
Application number
AT574856A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Frako Kondensatoren Und Appbau
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Frako Kondensatoren Und Appbau filed Critical Frako Kondensatoren Und Appbau
Application granted granted Critical
Publication of AT203103B publication Critical patent/AT203103B/de

Links

Landscapes

  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Schaltung zum verlustlosen Regeln von Gleichstrommotoren 
Die Erfindung betrifft eine Schaltung zur ver-   lustlosen   Regelung der Leistungsaufnahme eines von einer Gleichspannungsquelle gespeisten Elek- tromotors, insbesondere betrifft die Erfindung die   S verlustlose   Leistungsregelung eines von einer   Ak-   kumulatorenbatterie gespeisten Elektrokarrens. 



   Durch die deutschen Patentschriften Nr. 488114 und 667703 sind Schaltungen zur verlustlosen
Regelung der Leistungsaufnahme eines aus einer 'Gleichspannungsquelle gespeisten Elektromotors bekannt, bei denen die Anwendung eines in be- zug auf das Verhältnis seiner   Kontaktgabezeilen   zu seinen   Unterlbrechungszeiten   regelbaren Schal- ters vorgesehen ist. Bei derartigen Schaltungen spielt die Frage der Funkenfreiheit des periodi- schen Schalters und ebenso die Frage des ruhi- gen Laufes des Motors eine bedeutsame Rolle. 



   Die deutsche Patentschrift Nr. 638079 zieht bei einer solchen Steuerschaltung für Elektromotoren vor, parallel zu   dem Unterbrecher   einen Konden- sator geeigneter Grösse, der zweckmässig ein
Elektrolytkondensator sein kann, anzuordnen. 



   Wird bei einer solchen Schaltung die Kontakt- strecke des Unterbrechers geöffnet, so wird der Kondensator aufgeladen, bis an ihm die Differenz-Spannung zwischen der Batteriespannung und der in dem weiterlaufenden Motor induzierten Spannung steht. Dieser Auflade-Vorgang benötigt gewisse Zeit, so dass sich die Kontakte des rotierenden Schalters bereits beträchtlich weit entfernt haben können, ehe der der Kontaktstrecke parallel liegende Kondensator eine höhere Spannung angenommen hat, so dass es zu keiner Funkenbildung kommen kann. 



   Wird dann der Schalter wieder geschlossen, so entlädt sich der Kondensator über die Kontaktstrecke des Schalters ; die in dem Kondensator ge-   speicherte Energie wird dabei   fast vollständig in dem Ohm'schen Widerstand der Kontaktstrecke verbraucht. Letzteres erfolgt mit sehr hohen Strömen und daher ergibt sich eine unerwünscht hohe thermische Belastung der Kontaktstrecke des   ro-   tierenden Schalters. 



   Weiter zeigt sich bei derartigen Schaltungen, dass insbesondere bei noch stillstehendem Motor der sich bei Kontaktschluss des rotierenden Schalters   ergebende Stromstoss   sehr gross ist. Dieser Stromstoss addiert sich zu dem Entladestrom des Kondensators und unterstützt dessen nach-   teilige Wirkung.    



   Um diese Nachteile zu vermeiden, sind erfindungsgemäss der Speisestromkreis des Motors und der   Entladestromkreis   des Kondensators so miteinander verkoppelt, dass bei Schliessen des Schalters   der,   den Kondensator enthaltende Strom Lei- 
 EMI1.1 
 
Gemäss einer Ausgestaltung der Erfindung wird, zweckmässig unter Anwendung eines AutotransFormators oder einer Drossel mit Mittel-Anzapfung, der den Kondensator mit der Kontakt-, strecke des rotierenden Schalters verbindende Stromkreis mit dem Speisestromikreis des Motors transformatorisch gekoppelt, dergestalt, dass bei Stromschluss des Schalters ein wesentlicher Teil der im   Kondensator gespeicherten Energie dem   Motor zugeführt wird. Es wird also nicht die im Kondensator gespeicherte Energie in der Kontaktstrecke'des Schalters allein vernichtet. 



   Bei einer weiteren Ausführungsform wird zwischen der Drosselanzapfung, die zu dem Kondensator führt, und, dem an die Drossel angeschlossenen Kontakt des Unterbrechers ein Gleichrichter vorgesehen, der also parallel zur Drossel liegt und dem bei geschlossener Kontaktstrecke die Wicklung durchfliessenden Strom bei öffnen dei Kontaktstrecke des Schalters   ein Weiterfliessen   gestattet. 



   Bei geschlossener Kontaktstrecke ist dieser Gleichrichter im Sperrsinn beansprucht und es entlädt sich der aufgeladene Kondensator relativ langsam über. die an die Kontaktstrecke angeschlossene Drossel. Es ist nun hiebei nicht immer möglich, die genannte Drossel hinreichend gross zu wählen, weil sonst beim öffnen der Kontaktstrecke die Unterbrechung des die Drossel durchfliessenden Stromes eine hohe Induktionsspannung in der Drossel hervorrufen wurde, welche die Lösch-Wirkung des Kondensators beeinträchtigen wurde. Der vorzusehende Gleichrichter verhindert jedoch das Auftreten der Induktionsspan- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 nung der Drossel am Untenbrechungskontakt, indem er ein Weiterfliessen des Drosselstromes gestattet.

   Es kann daher die Wirkung des Kondensators, das Auftreten von Unterbrechungsfunken an der Kontaktstrecke zu verhindern, nicht beeinträchtigt werden. 



   Es ist bei Thrill-Regler für induktive GleichStromkreise von Generatoren zur Funkenlöschung an den Unterbrecherkontakten der Regelschaltung bekannt, in Serie zur Unterbrecherstrecke eine Drosselspule vorzusehen, die   zweckmässigerweìse   eine   Gleichstrom-iVormagnetisierungswicklung be-   sitzt und von einem Gleichrichterventil über-   brüakt   ist, wobei parallel zu dieser Serienschaltung ein Kondensator angeordnet wird. Durch eine solche Schaltungsweise wird angestrebt, dass beim Schliessen der Kontaktstrecke ein verhältnismässig langsames Ansteigen des   Entladungsstromc.-.   des Kondensators auf seinen Spitzenwert erfolgt, wonach dann ein allmähliches Abklingen des Stromes stattfindet.

   Gemäss einer weiteren Schal- 
 EMI2.1 
 die eine Teilwicklung der Drossel geleitet, während in die andere Teilwicklung die eine Konden-   satoribelegung   angeschlossen ist. Der Verbraucherstrom   durchfliesst   also bei dieser Schaltung nicht die   Drosselwicklung, über   die sich bei Schliessen der Kontaktstrecke der Kondensator entladen soll. 



   Zur Durchführung der Erfindung wird ein in seinen Stromschliessungszeiten einstellbarer Schalter benötigt, der von einer Nockenscheibe gesteuert wird, die schnelles öffnen und relativ langsames Schliessen der Kontaktstrecke bei Schaltfrequenzen von etwa 10-20 Hertz bewirkt. 



   Fig. 1 zeigt die parallele Anordnung eines Kondensators an dem Unterbrecher ; Fig. 2 zeigt eine erste Ausführungsform der Erfindung mit transformatorischer Kopplung von Kondensatorkreis und Motorkreis ; Fig. 3 zeigt eine der Fig. 2 ähnliche Ausführungsform, bei welcher zum Ausgleich des   Untel1brechungsstromes,   welcher die der Kontaktstrecke zugewendete Hälfte der Drossel durchfliesst, ein Gleichrichter vorgesehen ist ; 
 EMI2.2 
 chende   Schaltungsweise, bei   der die dem Verbraucher Zugewendete Hälfte der Drosselspule in Fortfall gelangt ist. 



   Bei der bekannten Schaltung gemäss Fig. 1 ist 1 die Akkumulatoren-Batterie, die über den rotierenden Schalter 3 den Elektromotor 2 speist. 
 EMI2.3 
 Verhältnis der Kontaktgabezeiten zu den Stromunterbrechungszeiten des Schalters 3 innerhalb gewisser Grenzen nach Wunsch verändert (Spasmodische Regelung). 



   Zu dem eingangs erörterten Zweck ist ein Kondensator 4 parallel zu der Kontaktstrecke des rotierenden Schalters 3 geschaltet. Der ausgezogene Pfeil stellt den Verbraucherstrom dar, der punk- tierte Pfeil den sich bei Wiederschliessen der Kontaktstrecke 3 ergebenden Entladestrom des Kondensators 4. 
 EMI2.4 
 Kondensator 4 angeschlossen. Der Speisestrom des Motors 2 durchfliesst in Serie die beiden Drosselhälften 5 und 6. Ist der Schalter 3 geöffnet, so bildet sich am Kondensator 4 eine Spannung der angegebenen Polarität aus. Wird der Schalter 3 angeschlossen, so entlädt sich der Kondensator 4 nur zum Teil über die Kontaktstrecke 3. Auf transformatorischem Wege wird ein Teil seiner Energie dem Motor 2 zugeführt. 



   Es ist nicht erforderlich, dass in der Schaltung eine Drossel mit Mittel-Anzapfung verwendet wird. Die beiden Spulen 5 und 6 können auch verschieden bemessen sein. Es kann auch ein Transformator mit getrennter   Primär- und Se-   
 EMI2.5 
   Die transformatorische Kopplung   des der Funkenunterdrückung dienenden kapazitiven Stromkreises mit dem Verbraucherkreis kann auch zweckmässig sein, wenn der Verbraucher kein Elektromotor ist, sondern ein beliebiger Ohm' scher Widerstand und wenn es sich um einen nicht geregelten   Untenbrecher   handelt. 



   Es kann weiterhin zweckmässig sein, parallel zum Motor 2 einen weiteren Kondensator anzuordnen, der ebenfalls zur   Funkenlöschung bei-   trägt und einen ruhigeren Gang des Motors bewirkt. 



   Bei der   Ausführungsform   gemäss Fig. 3 ist zwischen Kontaktstrecke des rotierenden Schalters 3 und Elektromotor 2 eine Drossel   5,   7, 6 angeordnet, deren Anzapfungspunkt 7 mit der einen Belegung des Kondensators 4 verbunden ist. Die Teilwicklung   5,   7 ist durch einen Gleichrichter 8   überbrückt,   der so gepolt ist, dass bei öffnen des Schalters 3 der in der Teilwicklung 5, 7 flie- ssende Strom kurzgeschlossen wird. Es kann sich also beim Offnen des Schalters 3, insoweit die' in Teil 7, 6 der Drossel erzeugte induktive Spannung in Betracht kommt, die   Funlrenlöschung   durch den Kondensator voll auswirken. 



   Bei der   Schaltungsweise   gemäss Fig. 4 wird der Verbraucherstrom nur über die Teilwicklung 7, 61 geleitet, indem der Anzapfungspunkt 7 an die eine Kontaktstelle des Schalters 3 geleitet ist. Die Teilwicklung   5,   7 indessen ist bei geschlossenem   Schalter ! kontakt   3 vom Verbraucherstrom nicht durchflossen. 1 
 EMI2.6 
 gestellt. Dieselbe unterscheidet sich von der in Fig. 3 behandelten Schaltung dadurch, dass der in Fig. 3 zwischen den Klemmen 6 und 7 liegende Abschnitt der Drossel entfällt.

   Die im Zusam-   menhang   mit Fig. 2 und 3 behandelte Erscheinung, dass der Entladestrom des Kondensators 4 Leistung an den Verbraucher 2 abgibt und hiedurch   gedämpft   wird, ist bei dieser Ausführungs- 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 form daher nicht   gewährleistet.   Auch bei dieser Schaltung erfolgt die Aufladung des Kondensators so langsam, dass die Kontakte des rotierenden Schalters 3 sich bereits weit entfernt haben, ehe an dem Kondensator   4 eine beträchtliche,   zur Funkenbildung an der Kontaktstrecke führende Spannung sich ausgebildet hat.

   Der Kondensator enthält dann während der   Cffnungsphase   des Unterbrechers allmählich die der Spannung der Stromquelle 1 entsprechende Aufladung und wird beim Schliessen der Kontaktstrecke 3 dann über die Kontaktstrecke und die Drossel relativ langsam entladen. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Schaltung zur verlustlosen Regelung eines von einer Gleichspannungsquelle gespeisten Motors, insbesondere zur Regelung eines Eldktrokarrens, unter Anwendung eines in bezug auf das Verhältnis seiner Kontaktgabezeiten zu seinen Unterbrechungszeiten   regellbaren   rotierenden Schalters, bei der parallel zu der Kontaktstrecke des Schalters ein vorzugsweise elektrolytischer Kondensator angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass   d : r Speisestromkreis   des Motors und der Entladestromkreis des Kondensators induktiv miteinander so verkoppelt sind, dass bei Schliessen des Schalters der den Kondensator ent- ladende Strom Leistung an den zu regelnden Motor abgibt. 
 EMI3.1 


Claims (1)

  1. kennzeichnet, dass der den Kondensator (4) mit den Stromkontakten des Unterbrechers (3) verbindende Stromkreis transformatorisch (5, 6) mit dem Speisestromkreis des Motors (2) verbunden ist.
    3. Schaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur transformatorischen Kopplung eine Eisen) kern- {Drossel (5, 6) mit Zwischen- anzapfung, vorzugsweise Mittelanzapfung (7 dient, wobei an diese Anzapfung (7) der den Kondensator (4) enthaltende Stromkreis angeschlossen ist, und dass in dem den Motor (2) speisende Stromkreis beide Drosselspulenteile (5, 6 ; in Serie geschaltet sind.
    4. Schaltung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Verbraucherstrom und dem Kondensator-Ladestrom durchflossene Wicklung (5, 7) der Drossel von einem Gleichrichter (8) ülbel1brückt ist, dessen Durchlassrichtung derart liegt, dass sie der Stromrichtung in der Wicklung (5, 7) bei Öffnen der Kontaktstrecke (3) entspricht.
    5. Schaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Kondensator (4) abgewendete Kontakt des Unterbrechers (3) mit der Anzapfung (7) der Drossel (5, 7, 6) verbunden ist.
AT574856A 1955-09-29 1956-09-27 Schaltung zum verlustlosen Regeln von Gleichstrommotoren AT203103B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE203103X 1955-09-29

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT203103B true AT203103B (de) 1959-04-25

Family

ID=5774732

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT574856A AT203103B (de) 1955-09-29 1956-09-27 Schaltung zum verlustlosen Regeln von Gleichstrommotoren

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT203103B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1132594B (de) Mit einer steuerbaren Vierschicht-Diode bestueckter Leistungsverstaerker
DE1438414A1 (de) Selbstgefuehrter Wechselrichter mit Kommutierungsschwingkreis
AT203103B (de) Schaltung zum verlustlosen Regeln von Gleichstrommotoren
DE936349C (de) Roentgengeraet
DE860084C (de) Zur Ladung einer Batterie dienender magnetisch geregelter Gleichrichter
DE647965C (de) Doppeldrosselspule mit Eisenkern zum UEberschalten der Stufen von Regeltransformatoren
DE2816361A1 (de) Verfahren zum betrieb eines leistungskondensators zur blindstromkompensation
AT267004B (de) Stromversorgungsanlage mit zur Gleichstromschweißung und zur Batterieladung parallel liegenden Ausgangsklemmen
DE822286C (de) Schaltung zur Stabilisierung eines Wechselstromlichtbogens und zur Verbesserung der Leerlaufspannung-Belastungsstrom-Charakteristik beim Lichtbogenschweissen
DE2264017C3 (de) Unsymmetrisch halbgesteuerte Einphasen-Stromrichterbrücke und Verfahren zu deren Betrieb
DE642460C (de) Anordnung zum Abschalten eines vorzugsweise mit dampf- oder gasgefuellten Entladungsstrecken arbeitenden Umrichters mittels Gittersteuerung
DE917323C (de) Mechanischer Schaltstromrichter
AT225268B (de) Schutzrelaisanordnung mit Transduktor
DE909475C (de) Einrichtung zur Erregung von Synchronmaschinen aus dem Drehstromnetz
AT154075B (de) Spannungsausgleichtransformator.
DE967020C (de) Mechanischer Schaltstromrichter mit elektromagnetisch betaetigten Kontakten
DE905038C (de) Schalteinrichtung fuer Mittelfrequenzstroeme
DE69105089T2 (de) Ladeschaltung.
DE642630C (de) Einrichtung zum Betrieb von elektrischen Entladungsgefaessen mit Gas- oder Dampffuellung, Steuergitter und Gluehkathode
DE969347C (de) Mit steuerbaren Entladungsgefaessen arbeitende Schalteinrichtung zur Steuerung eines Widerstands-Schweisstransformators mit Schnittbandkern aus Siliziumeisen
DE902518C (de) Kondensatorschalter
DE966694C (de) Mechanischer Schaltstromrichter mit elektromagnetisch betaetigten Kontakten
AT165264B (de) Röntgengerät
CH225250A (de) Mehrphasige Wechselstromschalteinrichtung mit periodisch bewegten Kontakten.
DE712811C (de) Anordnung fuer durch eine Wechselspannung gespeiste Stromkreise mit gittergesteuerten Entladungsstrecken