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Schnellschluss- Klappenventil
Gegenstand der Erfindung ist ein durch Hand zu betätigendes Schnellschluss-Klappenventil, wie solche beispielsweise als Ablassventil bei stationären und auch bei fahrbaren grossräumigen Behältern u. dgl. Verwendung finden.
Bekannt sind hiefür bereits Klappenventile, bei denen die Drehachse des schwenkbar gelagerten Betätigungshebels versetzt zur Klappengelenkachse angeordnet ist, und bei denen eine mit der Klappe verbundene, ausserhalb des Gehäuses angeordnete Kulisse vorgesehen ist, in deren Führungsschlitz der Zapfen eines kraftschlüssig mit dem schwenkbaren Betätigungshebel verbundenen kurbelartigen Hebels gleitet.
Bekannt ist auch bereits, den mittels des Handhebels ausgeübten Schliessdruck durch ein zwischen dem Klappenauflager am Gehäuse und der Klappe angeordnetes, kräftig bemessenes federndes Element, das gleichzeitig als Dichtring dient, aufzufangen, und bekannt ist auch bereits, zwischen der Klappengelenkachse und der Klappe ein kräftig, bemessenes federndes Element vorzusehen, über welches die mittels des Betätigungshebels von Hand ausgeübte Schliesskraft auf die Abschlussklappe übertragen wird, wobei als federndes Element auch die Klappengelenkachse als Torsionsfeder ausgebildet sein kann.
Bewirkt wird hiedurch, dass in der Totpunktstellung des Kurbelzapfens im Führungsschlitz der Kulisse und in Schliessrichtung ein wenig darüber hinaus eine Selbsthemmung stattfindet, die eine besondere Rastensicherung unnötig macht, und bewirkt wird hiedurch ferner, dass in der Totpunktstellung des Kurbelzapfens sowie kurz vor und kurz nach dieser Totpunktstellung ein ausreichend kräftiger Schliessdruck erzeugt werden kann, der einen sicheren Ventilabschluss gewährleistet.
Nachteilhaft bei diesen bereits bekannten Klappenventilen ist, dass zur Erzielung einer möglichst grossen Übersetzung des Schliessdruckes und damit Steigerung desselben ein möglichst kurzer kurbelartiger Hebel vorgesehen und derart schwenkbar gelagert ist, dass der Kurbelzapfen bei der Schliessbewegung in grösserem Abstand an der Klappengelenkachse vorbeischwingt. Der nur kurze Führungsschlitz in der Kulisse ist demzufolge zweckentsprechend derart ausgebildet und angeordnet, dass derselbe nur kurz ist und sich in einem grösseren Abstand von der Klappengelenkachse befindet, was eine kleine Relativbewegung zwischen Kurbelzapfen und-Klappe bedingt.
Die nachteilhaften Folgen hievon sind, dass bei einem etwa 900 betragenden grössten Schwenkungswinkel des Betätigungshebels, wie ein solcher zwecks sinnfälliger Anzeige der jeweiligen Öffnungsstellung der Klappe anzustreben ist, die Klappe um wesentlich weniger als 90 maximal geschwenkt wird, wodurch das Ventil niemals ganz geöffnet ist und zudem vor allem die Dichtflächen der Klappe beim Durchstossen des Ventils zwecks Reinigung desselben sowie des Abflusskanals nicht hinreichend geschützt sind. Die Kulisse, wie auch der mit dieser zusammenarbeitende kurbelartige Hebel sind zudem bei den bisher bekannten Klappenventilen vorstehender Art im Inneren des Gehäuses angeordnet.
Besteht der Behälterinhalt aus zähflüssigen oder in der Kälte verhärtenden Medien, wie beispielsweise Teer, Margarinevorprodukte od. dgl., so ist ein ungehindertes Gleiten des Kurbelzapfens in dem Führungsschlitz der Kulisse nicht gewährleistet und eine zumindest grössere Kraftanwendung beim Öffnen des Klappenventils erforderlich. Ausser der begrenzten Nachgiebigkeit des federnden Elementes ist bei den bisher bekannten Klappenventilen ferner keine Einstellmöglichkeit gegeben, mittels welcher Herstellungsungenauigkeiten sowie insbesondere auch der Abnutzung der Verschleissstellen beispielsweise an den Dichtflächen des Ventilabschlusses sowie am Kurbelzapfen und an der Schlitzführung in der Kulisse Rechnung getragen und diese ausgeglichen werden können.
Die den bisher bekannten Ausführungen anhaftenden, die Betriebszuverlässigkeit und-Sicherheit ge-
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fährdenden Mängel werden gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass die Kulisse parallel oder annähernd parallel zu der Verbindungslinie zwischen der Klappengelenkachse und dem zwischen Klappe und einem diese mit dem Klappenhebel verbindenden Element liegenden Kraftübertragungspunkt verläuft und dass der in dem Führungsschlitz der Kulisse gleitende Kurbelzapfen beim Öffnen der Klappe möglichst dicht, u. zw. in einem Abstand, der wesentlich kleiner ist als die Hälfte des Abstandes der Drehachse des Betätigungshebels von der Klappengelenkachse an dieser vorbeischwingt, wobei die Klappe ganz oder annähernd ganz aus der Strömung des Durchflussmediums herausschwenkbar ist.
Zu diesem erfindungsgemässen Vorschlag führte die neue erfinderische Erkenntnis, dass ausser in und in der Nähe der Schliessstellung der Klappe nur ein geringerer Schliessdruck und somit auch nur eine kleinere Übersetzung bei der Übertragung der Schliesskraft erforderlich ist. Durch die möglichst kleine Übersetzung der mittels des Betätigungshebels ausgeübten Schliesskraft wird bewirkt, dass bei einer anzustrebenden maximalen Schwenkung des Betätigungshebels um 900 auch ein Klappenschwenkwinkel von annähernd oder ganz 900 erreicht wird. Die Klappe wird also bei einer maximalen Schwenkung des Betätigungshebels um 900 ebenfalls um 900 oder doch zumindest annähernd 900 aus ihrer Schliessstellung herausgeschwenkt und damit das Ventil voll geöffnet und die Klappe aus dem Durchstossbereich im Kanal gebracht.
Um in der Schliessstellung der Klappe zuverlässig einen für einen sicheren Ventilabschluss vorteil- haften grossen Schliessdruck zu gewährleisten, ist nach einem weiteren Erfindungsgedanken eine möglichst geringe Neigung des schliessdruckseitigen Teiles des Führungsschlitzes in der Kulisse in und in der Nähe der Schliessstellung des Kurbelzapfens im Führungsschlitz, d. h. also im Anzugsbereich des oder der die Schliesskraft übertragenden bzw. aufnehmenden federnden Elementes, gegenüber der Bewegungsbahn des Kurbelzapfens vorgesehen. Die über den Betätigungshebel von Hand ausgeübte Schliesskraft wird hiedurch ausschliesslich in und in der Nähe der Schliessstellung des Kurbelzapfens wesentlich verstärkt, wodurch ein unbedingt zuverlässiger Ventilabschluss sichergestellt ist.
Bekannt ist bei Klappenventilen bereits, die Schliesskraft vom Klappenhebel, mittels welchem die Klappe schwenkbar an der Klappengelenkachse gelagert ist, auf die Klappe über eine Feder zu übertragen, wobei als Feder eine spiralförmige Druckfeder vorgesehen ist. Diese Federübertragung hat jedoch den Nachteil, dass bei zähflüssigen und bzw. oder in der Kälte erstarrenden Betriebsmedien das Wirksamwerden der Federkraft der Feder durch das zwischen den einzelnen Windungen der spiralförmigen Feder eindringende Betriebsmedium gehemmt oder sogar ganz aufgehoben wird.
Als vorteilhafte Massnahme ist demzufolge nach einem weiteren Erfindungsgedanken der Klappenhebel als Blattfeder oder Blattfedernpaket ausgebildet. Hiedurch wird eine ausgezeichnete, zuverlässig wirksam werdende federnde Übertragung der Schliesskraft auf die Klappe erzielt, die einen unbedingt sicheren Ventilabschluss bei geschlossenem Ventil sicherstellt, u. zw. auch dann, wenn der Kurbelzapfen bis zur Erreichung seiner endgültigen Schliessstellung im Führungsschlitz etwas über seine Totpunktstellung hinausschwenkt, wodurch Selbsthemmung gegenüber seiner Öffnungsbewegung entsteht und somit sich die Anordnung einer Rastsicherung erübrigt.
Als zwischen dem Klappenauflager am Gehäuse und dem Kurbelzapfen des kurbelartigen Hebels u. a. zwischengeschaltetes federndes Element kann nach einem weiteren Erfindungsgedanken auch der schliessdruckseitige Teil des Führungsschlitzes in der Kulisse federnd nachgiebig ausgebildet sein. Dieser Erfindungsgedanke lässt sich beispielsweise dadurch verwirklichen, dass der schliessdruckseitige Teil des Führungsschlitzes als Hebel ausgebildet ist, der mit seinem einen Ende in der Nähe der Klappengelenkachse schwenkbar an dem nicht federnd nachgiebigen Teil der Kulisse angelenkt ist und mit seinem ändern freien Ende federnd-z. B. über eine Druckfeder und einen vorteilhaft nachstellbaren Zugbolzen - mit diesem verbunden ist.
Der Erfindungsgedankekann aber auch dadurch verwirklicht sein, dass als schliessdruckseitiger Teil des Führungsschlitzes eine Blattfeder oder ein Blattfedernpaket vorgesehen ist, dessen eines Ende vorzugsweise in der Nähe der Klappengelenkachse fest mit dem nicht federnd nachgiebigen Teil der Kulisse-zweckmässig einstellbar-verbunden ist.
Denkbar ist ferner auch, beide Massnahmen, nämlich die Ausgestaltung des Klappenhebels als Blattfeder oder Blattfedernpaket und die federnd nachgiebige Ausgestaltung des schliessdruckseitigen Teiles des Führungsschlitzes in der Kulisse, vorzusehen. Dieses hat bei einer entsprechenden Auswahl der beiden federnden Elemente hinsichtlich ihrer Federkräfte den Vorteil, dass bei einer möglicherweise eintretenden Hemmung der Federkraft eines der beiden federnden Elemente das andere federnde Element noch immer ausreichend federnd die Schliesskraft überträgt und somit die Klappe in Schliessstellung unter einem ausreichenden Anpressdruck steht.
Um auch bei voller Öffnungsstellung der Klappe eine Selbsthemmung des Kurbelzapfens in der
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Schlitzführung der Kulisse zu erzielen und somit eine ungewollte Schliessbewegung des Kurbelzapfens zu verhindern, ist nach einem weiteren Erfindungsgedanken der dem schliessdruckseitigen Teil des Führungs- schlitzes gegenüberliegende Teil desselben an seinem der Klappengelenkachse abgekehrten Ende mit einer kurvenförmigen, dem schliessdruckseitigen Teil des Führungsschlitzes zugekehrten Ausbuchtung versehen. Diese Massnahme, die sich insbesondere dann verwirklichen lässt, wenn derschliessdruckseitige
Teil des Führungsschlitzes federnd nachgiebig ausgebildet ist, bewirkt eine Selbsthemmung des Kurbel- zapfens in seiner Öffnungsstellung, die verhindert, dass das Ventil sich ungewollt zumindest teilweise schliesst.
Gleichzeitig erfolgt durch diese Massnahme eine Beschleunigung der Öffnungsbewegung der Klappe in der Nähe ihrer endgültigen Öffnungsstellung.
Der Klappenhebel, mittels welchem die Schliesskraft zentrisch auf die Klappe zu übertragen ist, damit die Klappe allseitig gleichmässig gegen das Klappenauflager am Gehäuse gedrückt wird, ist nach einem weiteren Erfindungsgedanken mit der Klappe vorteilhaft über einen axial einstellbaren Bolzen in der Bewegungsrichtung der Klappe kraftschlüssig, radial zur Bewegungsrichtung der Klappe, jedoch mit etwas freiem Spiel, verbunden. Der den Klappenhebel mit der Klappe verbindende Bolzen taucht hiebei mit seinem bevorzugt eine zylindrische Ringwulst aufweisenden und an seiner Stirnseite ballig ausgebildeten Kopf in eine zentrisch in der Klappe vorgesehene zylindrische Aussparung ein und wird in dieser durch ein an der Klappe vorgesehenes lösbares Halteglied, beispielsweise einen Sprengring od. dgl., gehalten.
Diese Anordnung ermöglicht, durch axiales Verstellen des Bolzens eingetretene Abnutzungen an den Ver- schleissstellen, beispielsweise der Dichtflächen. an der Klappe und dem KI appenauflager sowie des Kurbel- zapfens und der Schlitzführung in der Kulisse und auch ein eventuelles Nachlassen der Federkraft des die Schliesskraft übertragenden federnden Elementes infolge von Materialermüdung od. dgl., auszugleichen.
Durch die Massnahme, dass der Bolzen mit der Klappe radial zur Bewegungsrichtung derselben mit etwas freiem Spiel verbunden ist, wird ferner bewirkt, dass im Anzugsbereich des federnden Elementes nach Aufsetzen der Klappe auf die am Klappenauflager vorgesehene Dichtfläche eine zwangläufige, durch die kreissegmentartige Bewegungsbahn der Klappe und des Bolzens bedingte radiale Verschiebung der Klappe nicht stattfindet. Unterstützt wird diese Wirkung noch durch die am Kopf des Bolzens vorgesehene zylindrische Ringwulst und durch die ballige Ausbildung der Stirnseite des Bolzenkopfes.
Die erfindungsgemässe Ausgestaltung des Schnellschluss-Klappenventils zeichnet sich ferner auch noch dadurch vorteilhaft aus, dass der kraftschlüssig mit dem Betätigungshebel verbundene kurbelartige Hebel sowie die mit diesem zusammenarbeitende, mittelbar an der Klappe angeordnete Kulisse ausserhalb des Gehäuses und damit des Dnrchflusskanals und der Abflussöffnung des Ventils angeordnet werden kann. Zähflüssige und bzw. oder im kalten Zustand mehr oder weniger erstarrende Betriebsmedien können somit das Gleiten des Kurbelzapfens in der Schlitzführung der Kulisse nicht behindern.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Draufsicht auf das Ventilgehäuse ; Fig. 2 einen Längsschnitt durch das Klappenventil ; Fig. 3 eine andersartige Ausgestaltung der Kulisse. Fig. 4 eine weitere andersartige Ausgestaltung der Kulisse.
Bei dem in der Fig. 1 in der Draufsicht und in Fig. 2 im Längsschnitt dargestellten Ausführungsbeispiel ist in einem Gehäuse l mit als Klappenauflager 2 ausgebildetem Ventilsitz und der Ventilöffnung 3 eine schwenkbare Ventilklappe 4 über einen Bolzen 5 und einen Klappenhebel 6 fest an einer zumindest um 900drehbaren Klappengelenkachse 7 angeordnet. Das Klappenauflager 2 weist einen federnd nachgiebigen Dichtring 8 auf, auf welchem die Klappe 4 in Schliessstellung zur Auflage kommt.
Denkbar ist (beim Ausführungsbeispiel nicht vorgesehen), dass zwischen dem Dichtring 8 und der Klappe 4 auch noch ein weiterer federnd nachgiebiger, an der Klappe angeordneter Dichtring vorgesehen sein kann, der mit dem Dichtring 8 abdichtend zusammenarbeitet, wodurch eine besonders zuverlässige Abdichtung gewährleistet ist, die auch dann noch wirksam wird, wenn die federnd nachgiebige Elastizität eines der beiden Dichtringe durch irgendwelche äusseren Einflüsse oder durch Materialmüdigkeit nachgelassen oder auch ganz verlorengegangen ist.
Der Klappenhebel 6 ist vorteilhaft als Blattfeder ausgebildet, so dass eine federnd elastische Übertragung der Schliesskraft von der Klappengelenkachse 7 auf die Klappe 4 erfolgt.
Der Klappenhebel 6 ist mit der Klappe 4 über einen Bolzen 5 derart verbunden, dass die Schliesskraft, um einen allseitig gleichmässigen Anpressdruck der Klappe 4 auf den Dichtring'8 zu erzielen, zentrisch auf die Klappe einwirkt. Der Bolzen 5 ist axial einstellbar am Klappenhebel 6, u. zw. beim Ausführungsbeispiel mittels Gewinde 9, befestigt und wird derselbe in der eingestellten Lage durch eine Gegenmutter 10 gehalten. Der auf der Klappe 4in Schliessstellung lastende Anpressdruck kann somit den jeweils vorliegenden Betriebsverhältnissen, beispielsweise dem Betriebsdruck des durchfliessenden Betriebsmediums, angepasst werden, und es können auch Abnutzungen an den Verschleissstellen, beispielsweise den Dicht-
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flächen an der Klappe 4und an dem Klappenauflager 2, ausgeglichen werden.
Die axiale Einstellung des Bolzens 5 im Klappenhebel 6 kann nach Lösen der Gegenmutter 10 in einfacher Weise mittels eines Schraubenziehers od. dgl. vorgenommen werden, der in einem am Bolzenende hiefür vorgesehenen Schlitz 11 eingreift. Denkbar ist aber auch, das Bolzenende als Vierkant auszubilden, wobei die Verstellung dann mittels eines entsprechenden Bolzenschlüssels erfolgt.
Der mit einer angedrehten Ringwulst 12 versehene und an seiner der Klappe 4 zugekehrten Stirnseite 13 ballig ausgebildete Kopf 14 des Bolzens 5 taucht in eine zylindrische, zentrisch zu der Klappe 4 vorgesehene Aussparung 15 ein und wird in dieser, in der Bewegungsrichtung der Klappe 4 vorteilhaft kraftschlüssig ohne Spiel, durch einen in der Klappe 4 vorgesehenen Sprengring 16 und Zwischenring 37 gehalten. Der Aussendurchmesser der zylindrischen Ringwulst 12 des Bolzenkopfes 14 ist etwas kleiner als der Innendurchmesser der zylindrischen Aussparung 15, so dass ein geringes Spiel zwischen der Ringwulst 12 und der zylindrischen Aussparung 15 vorhanden ist und der Bolzen 5 sich demzufolge radial der Bewegungsrichtung der Klappe 4 etwas bewegen kann.
Fest mit der Klappengelenkachse 7 verbunden ist eine aussen am Gehäuse 1 angeordnete, mittels der Klappengelenkachse 7 schwenkbar gelagerte Kulisse 17, die mit einem Führungsschlitz 18 versehen ist. Aussen am Gehäuse 1 angeordnet ist ferner der Handbetätigungshebel 19 und ein kraftschlüssig mit diesem verbundener kurbelartiger Hebel 20, die beim Ausführungsbeispiel einen Winkelhebel bilden, der schwenkbar an der versetzt zur Klappengelenkachse 7 angeordneten Drehachse 21 angelenkt ist Der Kurbelzapfen 22 des kurbelartigen Hebels 20 gleitet im Führungsschlitz 18 der Kulisse 17.
Die Anordnung der Drehachse 21 zur Klappengelenkachse 7 sowie die Ausgestaltung und Bemessung der Kulisse 17, des Führungschlitzes 18 in derselben und des kurbelartigen Hebels 20 ist derart vorgesehen, dass bei einer Schwenkbewegung des Betätigungshebels 19 um etwa 900 die Klappengelenkachse 7 ebenfalls um 9U oder doch zumindest annähernd 900 gedreht wird.
Verwirklicht wird dies durch eine derart bemessene, versetzt zur Klappengelenkachse 7 vorgesehene Anordnung der Drehachse 21 und durch eine derart bemessene Ausgestaltung des Eührungsschlitzes 18 und der Kulisse 17 sowie des kurbelartigen Hebels 20, dass der im Führungsschlitz 18 gleitende Kurbelzapfen 22 beim Öffnen der Klappe 4 möglichst dicht, u. zw. in einem Abstand, der wesentlich kleiner ist als die Hälfte des Abstandes der Drehachse 21 von der Klappengelenkachse 7, an dieser vorbeischwingt. Der Führungsschlitz 18 erstreckt sich demzufolge in Richtung zur Klappengelenkachse 7 bis möglichst nahe an diese heran.
Die Drehachse 21 ist hiebei derart am Gehäuse 1 angeordnet, dass der Kurbelzapfen 22 bei Schliessstellung der Klappe 4 ausserhalb der Klappenachse liegt, u. zw. bevorzugt auf der der Klappengelenkachse 7 entgegengesetzten Seite der Klappenachse. Die Drehachse 21 ist ferner bevorzugt derart angeordnet, dass die Schliessstellung des Kurbelzapfens 22 auf seiner Bewegungsbahn etwas hinter seiner Totpunktstellung im Führungsschlitz 18 liegt, wodurch eine Selbsthemmung des Kurbelzapfens 22 in der Schliessstellung erfolgt.
Der schliessdruckseitige Teil 23 des Führungsschlitzes 18 ist derart ausgestaltet, dass derselbe in und in der Nähe der Schliessstellung des Kurbelzapfens 22, d. h. also im Anzugsbereich der die Schliesskraft auf die Klappe 4 übertragenden Blattfeder 6, eine möglichst geringe Neigung gegenüber der Bewegungsbahn des Kurbelzapfens 22 aufweist, wodurch im Schliessbereich der Klappe 4 eine grosse Übersetzung der Schliesskraft und damit ein starker Anpressdruck bewirkt wird.
Um ein unbefugtes Öffnen des Ventils zu verhindern, ist die Kulisse 17 mit einem Ansatz 24 versehen, der eine Bohrung 25 aufweist, die sich bei Schliessstellung der Klappe 4 über einer im kurbelartigen Hebel 20 vorgesehenen Bohrung befindet. Über beide Bohrungen kann nunmehr eine plombierbare Blockierung der Kulisse 17 und des kurbelartigen Hebels 20 in an sich bekannter Weise erfolgen.
Die Fig. 3 zeigt eine andersartige Ausgestaltung der Kulisse 17, wobei die gleichen Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind. Die Kulisse 17 besteht in diesem Fall aus einem festen Teil 26 und einem hebelartig an diesem bei 27 in der Nähe der Klappengelenkachse 7 angelenkten beweglichen schliessdruckseitigen Teil 28. Der feste Kulissenteil 26 und der alsschwenkbarerHebe128 ausgestaltete Kulissenteil bilden den Führungsschlitz 18, in welchem der Kurbelzapfen 22 gleitet. Der Hebel 28 ist mit seinem schwenkbaren freien Ende über eine Druckfeder 29 und einen Zugbolzen 30 mit dem festen Teil 26 der Kulisse 17 verbunden. Vorteilhaft ist hiebei der Zugbolzen 30 mittels einer verstellbaren Mutter 31 in einer Bewegungsrichtung kraftschlüssig an dem freien Ende des Hebels 28 gehalten.
Am Hebel 28 ist ferner ein mit einer Bohrung 25 versehener Ansatz 24 vorgesehen. Die Bohrung 25 gestattet in Verbindung mit einer an einem festen Gehäuseteil 32 vorgesehenen Bohrung 33 in an sich bekannter Weise die plombierbare Blockierung der Kulisse 17.
Eine plombierbare Blockierung der Kulisse 17 lässt sich bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 auch in der Weise - in der Zeichnung nicht dargestellt-verwirklichen, dass die nachstellbare Mutter 31 des
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Zugbolzens 30 als Flügelmutter ausgebildet ist, deren einer Flügel mit einer Bohrung versehen ist. Über diese Bohrung in Zusammenwirken mit einer an einem festen Gehäuseteil vorgesehenen weiteren Bohrung kann dann in bekannter Weise die plombierbare Blockierung der Kulisse 17 erfolgen.
Denkbar ist auch, die nachstellbare Mutter 31 des Zugbolzens 30 gezahnt od. dgl. derart auszubilden, dass dieselbe bei geschlossenem Ventil mit einem Zahn, einer Zahnlücke od. dgl. in einen festen Gehäuseteil eingreift.
Bei der in der Fig. 4 dargestellten Kulissenausgestaltung ist der schliessdruckseitige Teil des Führungschlitzes 18, in dem der Kurbelzapfen 22 gleitet, ebenfalls federnd nachgiebig ausgestaltet, u. zw. in Form eines Blattfedempaketes 34. Das Blattfedernpaket 34 ist mit seinem einen Ende, zweckmässig einstellbar - in der Zeichnung nicht dargestellt-, mit dem festen Kulissenteil 26 verbunden. Vorgesehen ist bei diesem Ausfiihrungsbeispiel der Ausgestaltung der Kulisse auch eine Selbsthemmung des Kurbelzapfens 22, wenn derselbe sich in seiner, einer vollen Öffnung der Ventilklappe entsprechenden Stellung im Führungsschlitz 18 befindet.
Um dies zu verwirklichen, weist das der Klappengelenkachse 7 abgekehrte Ende der. dem schliessdruckseitigen Teil 34 des Führungsschlitzes 18 gegenüberliegenden Seite 35 desselben eine kurvenförmig, dem schliessdruckseitigen Führungsschlitzteil 34 zugekehrte Ausbuchtung 36 auf. Bewirkt wird hiedurch gleichzeitig eine Beschleunigung der Öffnungsbewegung in der Nähe der vollen Öffnungsstellung. Auch bei dieser Ausgestaltung der Kulisse 17 ist, u. zw. am festen Kulissenteil 26, ein Ansatz 24 mit einer Bohrung 25 für eine plombierbare Blockierung der Kulisse 17 vorgesehen.
Die Erfindung ist auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele nicht beschränkt. Beispielsweise kann als ausschliessliches oder als zusätzliches federndes, die Schliesskraft übertragendes Element die Ventilklappe 4 auch in der Art eines an sich bekannten Spreizverschlusses ausgebildet sein. Denkbar ist ferner, am Klappenauflager 2 des Gehäuses 1 und bzw. oder an der Klappe 4 einen oder je einen derart kräftig bemessenen federnd elastischen Dichtring vorzusehen, dass dieser eine hinreichend federnde Kraft aufweist, um allein oder in Verbindung mit weiteren federnden Elementen - beispielsweise dem als Blattfeder ausgebildeten Klappenhebel 6 - als federndes, die Schliesskraft übertragendes oder in diesem Fall auffangendes Element zu dienen.
Zum Schutz gegen mögliche zersetzende Einwirkungen seitens des Betriebsmediums ist der oder die Dichtringe bevorzugt mittels eines chemisch widerstandsfähigen, plastischen Überzuges ummantelt.
EMI5.1
:1. Schnellschluss-Klappenventil mit versetzt zur Klappengelenkachse angeordneter Drehachse eines schwenkbar gelagerten Betätigungshebels und mit einer mit der Klappe verbundenen, ausserhalb des Gehäuses angeordneten Kulisse, in deren Führungsschlitz der Zapfen eines kraftschlüssig mit dem schwenkbaren Betätigungshebel verbundenen kurbelartigen Hebels gleitet, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulisse (17) parallel oder annähernd parallel zu der Verbindungslinie zwischen der Klappengelenkachse (7) und dem zwischen Klappe (4) und einem diese mit dem Klappenhebel (6) verbindenden Element (5) liegenden Kraftübertragungspunkt (13)
verläuft und dass der in dem Führungsschlitz (18) der Kulisse (17) gleitende Kurbelzapfen (22) beim Öffnen der Klappe (4) möglichst dicht, u. zw. in einem Abstand, der wesentlich kleiner ist als die Hälfte des Abstandes der Drehachse (21) des Betätigungshebels (19) von der Klappengelenkachse (7) an dieser vorbeischwingt, wobei die Klappe ganz oder annähernd ganz aus der Strömung des Durchflussmediums herausschwenkbar ist.