AT201852B - Verfahren zur Herstellung von räumlichen Formkörpern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von räumlichen FormkörpernInfo
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Description
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Verfahren zur Herstellung von räumlichen Formkörpern
Es ist bekannt, dass Folien und Platten aus thermoplastischen Kunststoffen, wie Polyamiden, Polyurethanen, Celluloseestern, Polystyrol und Polyacryl-oder methacrylsäureestern, durch Vakuumverformung zu räumlichen Formkörpern oder Hohlkörpern verarbeitet werden können. Dabei sind zwei Arten der Vakuumverformung zu unterscheiden : das Ziehverfahren in die hohle Form (Matrize) und das Streckverfahren über die erhabene Form (Patrize).
Die Nachteile der am häufigsten nach diesem Verfahren verarbeiteten thermoplastischen Kunststoffe bestehen darin, dass sie entweder, wie z. B. schlagfestes Polystyrol, undurchsichtig sind, oder dass sie, wie z. B. Polyamid, einen sehr engen plastischen Bereich besitzen, d. h. dass nur bei sehr genauer Temperaturführung die Vakuumverformung einwandfrei durchgeführt werden kann. Bei tieferen Formen sind einer derartigen Verwendung solcher Stoffe, bedingt durch die rasche Abkühlung der Folie während des Ziehvorganges, sehr bald Grenzen gesetzt. Weiterhin treten bei durchsichtigen thermoplastischen Kunststoffen, wie Celluloseacetat und Celluloseacetobutyrat, beim Ausziehen meist weisse Flecke auf, welche durch das Verstrecken und Orientieren oder durch den Weichmachergehalt des Kunststoffes hervorgerufen sein können. Andere Kunststoffe, so z. B.
Polystyrol und Polyacrylsäureester, sind zwar gut zur Vakuumverformung geeignet und auch vollkommen transparent, doch ist ihre Dauerwärmebeständigkeit und Schlagfestigkeit gering.
Ferner wird die Anwendungsmöglichkeit vieler thermoplastischer Kunststoffe auf dem LebensmittelVerpackungs-Gebiet durch die Unmöglichkeit der Sterilisierung stark eingeengt.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von räumlichen Formkörpern oder Hohlkörpern besteht nun darin, dass aus hochmolekularen thermoplastischen Polycarbonaten bestehende Folien oder Platten in an sich bekannter Weise durch Vakuumverformung zu den Formteilen verarbeitet werden. Als sol- chekommenz. B. Reklame- und Werkschilder, Figuren, Spielwaren aller Art, Beleuchtungskörper, Gehäu- se, Verpackungsbehälter und technische Teile aller Art in Frage.
Die erfindungsgemäss zum Einsatz gelangenden hochmolekularen thermoplastischen Polycarbonate weisen eine hervorragende Eignung hinsichtlich der Vakuumverformung auf. Sie besitzen einen sehr grossen plastischen Bereich und eine ausserordentlich gute Tiefziehfähigkeit. Diese führt auch bei geringen Folienstärken und starker Verstreckung zu einwandfreien Formkörpern mit gleichmässigen Wandstärken und und exakter Wiedergabe auch feinster Konturen. Trübungen treten niemals auf.
Räumliche Formkörper oder Hohlkörper aus solchen Polycarbonaten besitzen eine sehr hohe Dauerwärmebeständigkeit, völlige Transparenz, sehr geringe Wasseraufnahme und, damit verbunden, gerin ge Wasserdampfdurchlässigkeit, hohe Alterungsfestigkeit, gute Oberflächenhärte, Beständigkeit gegen
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physiologischabweisend.. und enthalten keine Weichmacher.
Hochmolekulare thermoplastische Polycarbonats können hergestellt werden z, B. durch Umsetzung von Dimonooxyarylalkanen, gegebenenfalls im Gemisch mit andern Dioxyverbindungen, oder von Dimonooxyarylsulfonen, wiederum gegebenenfalls im Gemisch mit andern Dioxyverbindungen, oder von Gemischen aus andern aromatischen Dioxyverbindungen mit aliphatischen oder/und cycloaliphatischen
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Dioxyverbindungen mit Derivaten der Kohlensäure, wieDiestern, Bis-chlorkohlensäureesternvonDioxy- verbindungen und Phosgen, nach den Verfahren gemäss den österr. Patentschriften Nr. 189796, 195639 und 195641.
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einer Stärke von 0,2 mm wird auf einer Vakuumtiefziehanlage durch Ultrarot-Bestrahlung bis zur Erreichung der gewünschten Plastizität erwärmt und im Streckverfahren zu einer Gesichtsmaske verformt.
Die Maske zeigt bei gleichmässiger Wandstärke und vollkommener Transparenz eine einwandfreie Wiedergabe be auch feinster Konturen.
Beispiel 2 : Eine Folie aus Poly-2, 2- (4, 4'-Diphenyl)-propancarbonat vom K-Wert etwa 50 in einer Stärke von 0, 5 mm wird auf einer Vakuumtiefziehanlage durch Ultrarot-Bestrahlung bis zur Erreichung der gewünschten Plastizität erwärmt und im Ziehverfahren zu einer zylindrischen Dose von etwa 5 cm Tiefe und 12 cm Durchmesser verformt. Die Dose zeigt bei gleichbleibender Wandstärke und vollkommener Transparenz eine hohe Schlagfertigkeit und Elastizität.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von räumlichen Formkörpern oder Hohlkörpern aus ebenen Folien oder Platten, dadurch gekennzeichnet, dass aus hochmolekularen thermoplastischen polycarbonaten bestehende Folien oder Platten in an sich bekannter Weise durch Vakuum Verformung zu den Formkörpern verarbeitet werden.
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