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Vorrichtung zum Verlegen von Drahtseilen, insbesondere von Erdseilen für elektrische
Freileitungen
Die Verlegung von Drahtseilen an festen Stützpunkten erfolgt mittels Hilfsrollen, aus denen sie in die für die endgültige Betriebslage vorgesehenen Klemmen eingelegt und dort befestigt werden. Die Lage dieser Hilfsrollen ist z. B. beim Verlegen des Erdseiles (Blitzseiles) im Freileitungsbau verschieden. Im einfachsten Falle wird das Seil durch mechanische oder physische Kraft aus der Hilfs-
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Standplätze, an denen dieser oft beträchtlichen Kraftaufwand erfordernde Vorgang stattfindet, sind die Montagearbeiten gefährlich.
Es sind schon eine Anzahl Vorrichtungen bekannt geworden, durch welche die Arbeiten bei der Verlegung von Drahtseilen erleichtert und ungefährlicher gestaltet werden können.
Es ist z. B. eine Vorrichtung bekannt (USAPatent Nr. 2, 613, 256), bei der ein Ausleger an den Isolatorstützen angeklemmt wird. An dem Aus-
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ihrerseits die zum Ausziehen des Seiles benötigte
Laufrolle trägt. Nach Ausziehen des Leiters wird dieser durch Verschieben der Rolle mittels der
Schraubenspindel an die Isolatoren angelegt. Diese Vorrichtung ist nach ihrem ganzen konstruktiven
Aufbau nicht für die Verlegung von Erdseilen an den Masten moderner Hochspannungsleitungen ge- eignet, da die geschilderte Anklemmung dort nicht möglich ist.
Weiters ist ein schon für moderne Hochspannungsleitungen verwendbares Verfahren nebst Vorrichtung hiezu bekannt geworden (österr. Patent Nr. 167800), bei welchem das über Laufrollen ausgezogen Erdseil durch eine auf der Mastkopfplatte aufgestellte Vorrichtung mittels Haken durch Betätigung einer Schraubenspindel von der Laufrolle abgehoben und nach Ausbau der Laufrolle durch die gleiche Schraubenspindel mit kontrollierbarer Geschwindigkeit in die Erdseilklemme gesenkt wird.
Die Arbeit ist aber sehr umständlich und zeitraubend. Abgesehen davon, dass die Laufrolle vor dem Absenken entfernt werden muss, ist die Anbringung der bockartigen Vorrichtung über der Mastkopfplatte sehr schwierig, da die Vorrichtung über das Mastende gehoben werden muss.
Erfindungsgemäss werden alle angeführten Nach- teile dadurch vermieden, dass die Hilfsrolle an einem vorzugsweise gabelartig ausgebildeten Hebel befestigt ist, dieser Hebel um einen Drehpunkt zur Höhenverstellung der Rolle geschwenkt und mit einem durch kulissenartige Schlitze hindurchführenden Klemmbolzen an keilförmig ausgebildete Gleitbahnen festgeklemmt werden kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. In Fig. 1 sieht man eine erfindungsgemässe Vorrichtung, und zwar montiert auf jenen Konstruktionsteil des Mastes, der die Seilklemme trägt. Fig. 2 zeigt die Vorrichtung in der Seitenansicht und Fig. 3 in der Draufsicht.
Wie in den Figuren ersichtlich, besteht die Vorrichtung aus einer Rollengabel 5, in der eine Rolle 1 angeordnet ist. Diese Rollengabel ist um die Achse 6 schwenkbar. Die Lauffläche der Seilrolle 1 ist höher als die Seilklemme 7 angeordnet.
Es ist für das Einlegen des Seiles in die Klemme wichtig, die Rollengabel mit kontrollierbarer Geschwindigkeit zu schwenken. Man könnte daran denken, die Rollengabel mit einer angelenkten, durch Schraubengewinde in ihrer Länge veränderbaren Zugstange in ihrer Lage festzustellen und durch Verlängerung abzusenken. Hiezu müsste aber für das Ende der Zugstange etwa auf der Gegenseite des Mastkopfes eine Befestigungsstelle vorgesehen werden. Es ist daher vorteilhafter, wie in den Figuren dargestellt ist, die Rollengabel an Seitenteilen 2 der Vorrichtung, die keiner besonderen Befestigungsstelle am Mast bedürfen, mittels einer Druckspindel 3 zu fixieren.
Nach Einregulierung des Seildurchhanges kann durch Lockern der Druckspindel 3 die Rollengabel 5 geschwenkt und damit die Rolle abgesenkt werden, und zwar der- art, dass die Spindel einer an den Seitenteilen 2
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schwindigkeit senkt, wird eine keilförmige Gleitbahn 8 an einem oder beiden Seitenteilen 2 angeordnet.
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9Klemmenbefestigung vorgesehenen Schrauben. Die austauschbaren, hiefür vorgesehenen Pratzen 4, die der jeweiligen Klemmenform angepasst sind, werden nach Entfernen der Muttern der Seilklemme auf die Klemmenbolzen aufgesetzt und daran festgeschraubt, während die Seitenteile 2 der Vorrichtung sich gegen den der Befestigung der Seilklemme dienenden Konstruktionsteil 10 des Mastes abstützen, wodurch ein absolut fester Sitz der Vorrichtung gewährleistet ist.
Nach Festklemmen des Seiles wird die Vorrichtung von den Schrauben
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PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Verlegen von Drahtseilen, insbesondere von Erdseilen für elektrische Freileitungen mittels einer Hilfsrolle (1), deren Mittelebene mit der vertikalen Mittelebene durch die Seilklemme (7j zusammenfällt, wobei die Hilfsrolle
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Hebel (5) ein Klemmbolzen (3) angebracht ist, der durch halbkreisförmige Schlitze der die Lagerung des Drehbolzens (6) besorgenden Seitenteile (2) der Vorrichtung hindurchgeht und am Rande dieser Schlitze keilförmige Gleitbahnen (8) angeordnet sind.