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Vorrichtung zum Einschiessen von Bolzen in Mauerwerk, 'Eisenträger u. dgl.
Die Erfindung betrifft ein Bolzensetzgerät, wie es zum Einschiessen von Bolzen mittels einer Kartu- sche in Mauerwerk, Eisenträger u. dgl. verwendet wird. Diese Art der Bolzensetzung durch Einschiessen hat sich sehr gut bewährt und wird heute insbesondere bei Neubauten in grossem Umfange angewendet.
Dabei hat man zunächst beim Gebrauch des Gerätes immer eine Serie verschiedener Kartuschen mitfüh- ren müssen, deren Grösse beziehungsweise Wirkung den verschiedenen Materialien, in welche die Bolzen eingeschossen werden, sowie der gewünschten Eindringtiefe der Bolzen entsprechen. Man war deshalb um die Schaffung eines Gerätes bemüht, mit welchem auch für verschiedene Eindringtiefe der Bolzen eine
Einheitskartusche verwendet werden kann.
Zu diesem Zweck hat man die Schiessleistung des Gerätes durch die Möglichkeit der Vergrösserung beziehungsweise Verkleinerung des Explosionsraumes einstellbar gemacht, was durch ein verschieden tiefes Einstecken des Bolzens erreicht werden kann oder aber durch einen derart zweigeteilten Lauf, dass durch. Zueinander-oder Auseinanderführung der beiden Teile der
Explosionsraum geändert wird.
Das erstgenannte Verfahren ist naturgemäss ausserordentlich umständlich und vor allem auch sehr ungenau, während die Ausführung mit einem geteilten Lauf recht teuer ist. Man ist deshalb dazu über- gegangen, für die Änderung der Schiessleistung den Lauf mit einem Kanal zur Abfuhr eines Teiles der Pulvergase zu versehen, wobei in dem Kanal ein einstellbares Drosselorgan vorgesehen ist. Die Erfindung geht von einer solchen Ausführung aus und bezweckt eine derartige Verbesserung derselben, dass das Gerät bei einfachster Handhabung eine ausserordentliche Feineinstellung erlaubt und trotzdem äusserst einfach und auch in der Herstellung preisgünstig ist.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass der im Lauf vorgesehene Kanal aus einer senkrecht zur Laufachse angeordneten, unmittelbar vor der Kartusche bzw. deren Lager in die Laufbohrung münden- den ersten Bohrung, in der eine von aussen verdrehbare Schraube angeordnet ist, und aus einer in die erste Bohrung mündenden zu dieser winkelig verlaufenden zweiten Bohrung besteht. Durch die Möglichkeit des mehr oder weniger Öffnens oder Schliessens der genannten Bohrungen mittels der Schraube ist eine sehr genaue Feineinstellung der Schiessleistung höchst einfach von aussen möglich.
Im nachfolgenden ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Bolzensetzgerätes an Hand der Zeichnung beschrieben, wobei der Lauf des Gerätes im Schnitt dargestellt ist.
Mit 1 ist der Lauf und mit 2 die Bohrung des Laufes bezeichnet. Im hinteren Laufende befindet sich das Kartuschen-bzw. Patronenlager 3, vor dem sich im Lauf 1 eine senkrechte, mit Gewinde versehene Bohrung 4 befindet, welche sich bei 5 nach innen zu verengt. Von der Bohrung 4 aus erstreckt sich eine weitere, verhältnismässig enge Bohrung 6 schräg nach aussen. Ferner sitzt in der Bohrung 4 eine Schraube 7, die mit einem Rändelkopf 8 versehen ist. Im vorderen Teil des Laufes befinden sich zweckmässig noch Schrägbohrungen 10, welche eine Minderung des Rückstosses bewirken, während im Kartuschenlager Ausnehmungen 11 vorgesehen sind, die den Ausstoss der leeren Kartuschen erleichtern.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, kann die Bohrung 4 bzw. 5 mittels der Schraube 7 vollkommen geschlossen werden, so dass der Explosionsraum 9 seme-normale, die stärkste Explosionswirkung hervorrufende Grösse hat. Will man nun die Explosionswirkung abschwächen, um einen Bolzen weniger tief eindringen zu lassen, so dreht man ein wenig die Schraube 7 nach aussen, so dass zunächst die Bohrung 5 ge- öffnet wird und ebenso die Bohrung 6. Die unmittelbar vor der Kartusche sich ausdehnenden Pulvergase können nun durch die als Düse wirkende Bohrung 6 teilweise ausströmen, womit ein Teil der Explosions-
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energie abgeführt wird.
Diese Energieverminderung kann durch feinste Einstellung der Schraube 7, d. h. durch ein mehr oder weniger weites Öffnen des Kanals 6 reguliert werden. Dabeiwirktauchder von der Schraube 7 freigegebenen Raum der Bohrung 4 als Vergrösserung des Explosionsraumes 9. Zweckmässig wird man übrigens den Kanal 6 in den in der Zeichnung nicht mit dargestellten Schalldämpferraum führen.
Es ist einleuchtend, dass die erfindungsgemässe Ausbildung des Gerätes bei grösster Präzision der Ein-stellung sehr einfach zu bedienen ist und dass dabei die Mehrkosten für die Feineinstellung im Verhältnis zu dem Gesamtpreis des Gerätes kaum ins Gewicht fallen. Auch die Reinigung der Feineinstellvorrichtung ist gegenüber den bisherigen komplizierten Geräten ausserst einfach.