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Die Erfindung bezieht sich auf eine Körpersicherung für den Klettersport, mit einem oberen Haken, insbesondere einem Karabinerhaken, zum Einhängen in ein an der zu bekletterten Wand fixierbares Halteglied, z. B. ein Eisbeil, und mit einem weiteren Haken, insbesondere einem Karabinerhaken, zum Anhängen des Klettergurtes des Kletterers, wobei die beiden Haken durch eine durch den Kletterer längenverstellbare, biegsame Verbindung verbunden sind.
Körpersicherungen, insbesondere zum Fe) s- und Eisk) ettem, dieser Art sind bekannt. Bei einer im Handel erhältlichen Körpersicherung dieser Art ist die verstellbare Verbindung in der Art eines verstärkten Zeltspanners ausgebildet, was den Nachteil hat, dass nur die halbe Länge zwischen dem oberen Haken (z. B. Eisbeil oder Standhaken) und Körper gespannt werden kann. Da jegliche Last, die an der Körpersicherung hängt, ziemlich fest gespannt werden kann, war es bei der bekannten Ausführungsform häufig schwierig, die Verspannung wieder zu lösen.
Die Erfindung hat zur Aufgabe, eine Körpersicherung der eingangs geschilderten Art so zu verbessern, dass die volle Länge der längenverstellbaren Verbindung zum Spannen zur Verfügung steht, die gewollte Lösung der Verspannung aber dennoch sicher und einfach möglich ist, und dies bei voller Betriebssicherheit der gesamten Körpersicherung.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass die Verbindung ein Ringpaar und ein Zugband aufweist, welches Ringpaar mittels einer Lasche am oberen Haken befestigt ist, wobei das Zugband von unten in beide Ringe eingeführt und den einen Ring umgreifend zwischen den beiden Ringen wieder aus den Ringen herausgeführt ist, und dass an jenem Ring, welcher vom Zugband umgriffen ist, das eine Ende an einer Löseschnur befestigt ist, deren anderes Ende durch den oberen Haken und von dort zurück zu den Ringen, zwischen diesen hindurch, geführt ist Dadurch lässt sich die vom Zugband und den Ringen gebildete längenverstellbare Verbindung auf im wesentlichen die gesamte Distanz zwischen Eisbeil oder Standhaken und Körper verstellen und durch Zug an der Löseschnur leicht lösen.
Im festgezurrten Zustand klemmen die beiden Ringe das zwischen ihnen geführte Zugband sicher ein und halten daher den Kletterer sicher fest. Eine Längenverstellung ist problemlos möglich durch Zug an der Löseschnur und damit Aufhebung der Klemmfunktion der beiden Ringe, Einstellung des Zugbandes auf die gewünschte Länge und Loslassen der Löseschnur, wodurch sich die beiden Ringe wieder in die Klemmstellung bewegen.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind das Zugband und bzw. oder die Löseschnur an ihren freien Enden mit Verdickungen versehen, die ein Hindurchziehen dieses Endes zwischen den Ringen verhindern. Dadurch wird eine erhöhte Sicherheit geschaffen. Zweckmässig ist hiebei die Verdickung von einem Knoten des Zugbandes bzw. der Löseschnur gebildet, wobei der Knoten der Löseschnur einen auf diese aufgesetzten Griffkörper, insbesondere eine Griffkugel hält. Hiedurch ergibt sich ohne zusätzlichen Aufwand eine Sicherung gegen Ausziehen des Zugbandes bzw. der
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Löseschnur aus den Ringen und für die Löseschnur durch den Griffkörper eine verbesserte
Bedienbarkeit, zusammen mit einer nochmals erhöhten Sicherheit gegen Herausziehen der
Löseschnur.
Weitere vorteilhafte Eigenschaften der erfindungsgemässen Körpersicherung ergeben sich aus der Zeichnung, in welcher ein Ausführungsbeispiel in Ansicht schematisch dargestellt ist.
Die Körpersicherung 1 wird an einem an der zu beklettemden Eis- oder Felswand fixierten Halteglied 2 befestigt, welches im dargestellten Ausführungsbeispiel ein Eisbeil ist, jedoch auch ein Felshaken oder eine Standschlinge sein kann. In eine Öse 3 des Eisbeiles ist ein von einem Karabinerhaken 4 gebildeter Haken eingehängt, welcher den obersten Teil der Körpersicherung (gesehen In der Gebrauchsstellung) bildet. Stattdessen könnte auch ein Federhaken oder dergleichen Verwendung finden Am Karabinerhaken 4 hängt eine Lasche 5, die von einem zu einem Ringband vernähten Schlauchband aus starkem Textilmaterial gebildet ist. In der Lasche 5 hängen zwei Ringe 6,7, zweckmässig gebildet von gestanzten starken Blechringen.
Zu den Ringen 6,7 ist von unten ein Zugband 8 geführt, das durch beide Ringe 6,7 hindurchgeführt, sodann um den einen Ring 6 umgreifend wieder nach unten und zwischen den Ringen 6,7 wieder aus diesen Ringen herausgeführt ist. Das Zugband 8 besteht zweckmässig aus einem starken Schlauchband, das an seinem einen Ende zu einer Schlaufe 9 durch eine starke Vemähung 10 geformt ist. In diese Schlaufe 9 ist ein zweckmässig ebenfalls als Karabinerhaken 11 ausgebildeter unterer Haken eingehängt, an dem der Klettergurt des Kletterers befestigt wird. Das andere Ende des Zugbandes 8 ist mit einer zweckmässig von einem einfachen Achterknoten 12 gebildeten Verdickung versehen, welche verhindert, dass das Zugband 8 unbeabsichtigt aus den Ringen 6,7 herausgezogen werden kann.
Von den beiden Ringen 6,7 bildet der Ring 6, welcher vom Zugband 8 umschlungen wird, einen Klemmring, wogegen der andere Ring 7 einen Haltering bildet. Wird auf das Zugband 8 ein Zug auf das mit dem Knoten 12 versehene Bandstück in Richtung des Pfeiles 13 ausgeübt, so kann zwischen den beiden Karabinerhaken 4,11, liegende wirksame Länge des Zugbandes 8 stufenlos eingestellt werden, wobei die gesamte Länge des Zugbandes 8 für den Verstellbereich zur Verfügung steht. Der andere Abschnitt des Zugbandes 8 bewegt sich dann in Richtung des Pfeiles 14 nach oben.
Höhrt der Zug in Richtung des Pfeiles 13 auf das Zugband 8 auf und beginnt ein Zug auf den anderen Abschnitt des Zugbandes nach unten in Richtung des Pfeiles 15 durch das Gewicht der an der Körpersicherung hängenden Person, so wird sofort der obere Klemmring 6 durch die ihn umgreifende Schlinge des Zugbandes 8 nach unten gezogen, so dass der zwischen den beiden Ringen 6,7 liegende Abschnitt des Zugbandes 8 eingequetscht wird. Hiedurch ergibt sich eine Klemmwirkung auf das Zugband 8, weiche das Zugband 8 absolut sicher in der eingestellten Länge festhält.
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Zur Lösung dieser Festklemmung des Zugbandes 8 ist eine von einer Reepschnur gebildete Löseschnur 16 vorgesehen, die mit einem doppelten Spirenstichknoten 17 am Klemmring 6 festgeknüpft ist. Von dort ausgehend ist die Löseschnur 16 durch den Karabinerhaken 4 hindurchgeführt und führt von dort wieder zu den Ringen 6,7 zurück, wo das freie Ende der Löseschnur 16 zwischen den Ringen 6,7 hindurchgesteckt ist, und zwar an jener Seite der Ringe 6,7, welche dem Zugband 8 gegenüberliegt. Das freie Ende der Löseschnur 16 ist ebenfalls mit einer Verdickung versehen, welche hier von einem einfachen Spirenstichknoten 18 gebildet ist und verhindert, dass die Löseschnur 16 aus den Ringen 6,7 herausgezogen werden kann Dieser Effekt wird durch eine Griffkugel 19 noch verstärkt,
weiche zugleich den Griff des Kletterers an der Löseschnur 16 verbessert. Wird auf die Löseschnur 16 ein Zug in Richtung des Pfeiles 20 ausgeübt, so wird der obere Ring 6 (Klemmring) nach oben gezogen und dadurch die Klemmung für das Zugband 8 zwischen den Ringen 6,7 aufgehoben. Das Zugband 8 kann dann in der gewünschten Weise wieder verstellt werden.
Wenn der Kletterer im Vorstieg, z. B. über einen gefrorenen Wasserfall oder eine Eiswand klettert und eine geeignete Stelle für eine Zwischensicherung oder einen Standplatz hat und beide in der zu beklettemden Wand fixierbaren Halteglieder, z. B. Eisbeile oder Standhaken, in denen jeweils eine Körpersicherung der beschriebenen Art eingehängt ist, richtig gesetzt sind, ergreift der Kletterer den Achterknoten 12 des Zugbandes 8 und zieht den eigenen Körper damit in die richtige Position. Die beiden Ringe 6,7 bewirken automatisch eine Fixierung dieser Einstellung. Sodann hat der Kletterer beide Hände frei, um entweder den Partner nachzuziehen oder eine Eisschraube oder dergleichen zu setzen.
Als Vorbereitung zum Weiterklettem zieht der Kletterer an der Griffkugel 19 der Löseschnur 16 und löst so das Zugband 8 aus seiner Verriegelung durch die Ringe 6,7. Das Zugband 8 lässt sich dann soweit zurückziehen, bis der Achterknoten 12 an die Ringe 6, 7 anstösst.
Obwohl die beschriebene Körpersicherung vorrangig zum Fels- und Eisklettem ausgelegt ist, kann sie bei entsprechender Auslegung des Zugbandes auch zum Verzuren einer Vielzahl von Gegenständen dienen