AT200272B - - Google Patents

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Vermeidung der Flockenbildung im Gefüge von Stahlsträngen 
Im Gefüge von Strängen aus legierten Baustählen, die nach dem Stranggiessverfahren hergestellt wurden, konnten Flocken festgestellt werden, während die im Standgiessverfahren hergestellten Stränge der gleichen Schmelze flockenfrei waren. Man war ursprünglich der Ansicht, dass hiefür ausschliesslich die beim Stranggiessen notwendige rasche Abkühlung verantwortlich zu machen ist. Dies trifft aber nicht zu, weil beim Strang auch flockenfreie Teile festgestellt werden konnten. 



   Es ist nun bekannt, dass das Gefüge legierter Stähle, insbesondere legierter Baustähle, Flocken auf- weist, wenn der Wasserstoffgehalt im Stahl ein bestimmtes Mass überschreitet. Die Grenze dieses Wasserstoffgehaltes wird allgemein mit etwa 5 cm3 je 100 g Stahl angenommen. 



   Der Strang durchläuft nach dem Verlassen der gekühlten Kokille   üblicherweise eine Nachkühlstrecke,   in welcher er durch Besprühen mit Wasser weiter gekühlt wird. Hiebei wird der randerstarrte Strang aus einer oder mehreren Ringleitungen mittels Brausen oder Nebeldüsen besprüht. Beim Auftreffen der Wasserteilchen auf der glühenden Strangoberfläche verdampft das Kühlmittel und der entstandene Wasserdampf steigt mit einem starken Auftrieb auf. Er gelangt zu dem aus der Pfanne od. dgl. ausfliessenden Strahl der Stahlschmelze und kommt somit in enge Berührung mit dem heissen Metall. Hiebei entsteht durch thermische Dissoziation des Dampfes Wasserstoff, der von der Schmelze in einem so grossen Masse aufgenommen wird, dass Flockenbildung eintritt. Es ist üblich, die Nachkühlstrecke abzudecken, da der entstehende Dampf die Sicht beim Giessen erschwert.

   Hiezu wird der Strang ober den Sprühdüsen mit Blechen umgeben. Der grösste Teil des entstandenen Wasserdampfes kondensiert an diesen Blechen. Obwohl dieser   Schutzzylinder   nach oben und unten offen ist, werden die Sichtverhältnisse durch diese Massnahme so sehr gebessert, dass bei der Kokille selbst kein Dampf wahrgenommen wird. Es wurde jedoch festgestellt, dass trotz des Schutzzylinders Wasserdampf durch die Spalten der Giessbrücke aufsteigt und dieser die Bildung der Flocken im Strang verursacht. 



   Gemäss der Erfindung soll nun die Aufnahme von Wasserstoff in die Stahlschmelze während des Giessens nach dem Stranggiessverfahren dadurch vermieden werden, dass oberhalb der Nachkühlstrecke Leitflächen vorgesehen werden, die den von der Nachkühlstrecke aufsteigenden Wasserdampf in eine von der freien Oberfläche der Schmelze abweisende Richtung drängen. 



   Um die entstandenen Wasserdämpfe von der Schmelze fernzuhalten, genügt es meistens, über der Nachkühlstrecke, etwa in Verbindung mit dem unteren Kokillenrand, Leitbleche so anzuordnen, dass die Dämpfe seitlich des aus einem Behälter in eine Rinne oder Kokille fliessenden Strahles abströmen oder abgesaugt werden ; es kann aber auch noch der Giessstrahl selbst von solchen Leitflächen umgeben sein. 



   Es ist zwar bekannt, den Giessstrahl in einem Rohr oder in einer Düse dem Schmelzspiegel zuzuführen, doch ist diese Massnahme nur bei Giessverfahren anwendbar, mit welchen Buntmetalle gegossen werden, und hat den Zweck, ein wirbelfreie Einfliessen des Strahles in die Kokille zu gewährleisten. Ein Giessen von schwer schmelzbaren Metallen durch eine Düse, die bis zum Schmelzspiegel oder in dessen Nähe reicht, ist wegen der hohen Temperatur der Schmelze und wegen der Gefahr des Ansetzens von Bärten an dem Düsenrand nicht möglich. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Vermeidung der Flockenbildung im Gefüge von Stahlsträngen während des Giessens in Stranggiessanlagen, in welchen die Kühlung durch Besprühen od. dgl. des Stranges mit Wasser erfolgt, <Desc/Clms Page number 2> dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb der Nachkühlstrecke Leitflächen vorgesehen werden, die den von der Nachkühlstrecke aufsteigenden Wasserdampf in eine von der freien Oberfläche der Schmelze abweisende Richtung drängen.
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