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Regelungsvorrichtung für Schleudergebläse und-pumpen.
Bekanntlich erhält man bei Schleudergebläsen und -pumpen eine bessere Wirkung, wenn für den Austritt des Mittels Leitschaufeln (Fangvorrichtung) vorhanden sind, als ohne solche ; die grösste Wirkung erreicht man jedoch erst dann, wenn die Leitschaufeln beweglich gemacht sind, so dass die Durchgangsöffnung zwischen diesen für die austretende Gas- oder Flüssigkeitsmenge regelbar wird. Eine genaue Einstellung der erwähnten Schaufeln ist schwer ausführbar und nur bei hinlänglichen Versuchen mit Bezug auf die Wirkung unter den verschiedenen Umständen kann eine solche bewerkstelligt werden.
Durch den Gegenstand der Erfindung soll eine genaue Einstellung ermöglicht werden, und zwar auf Grund des Umstandes, dass der Druck in der Spalte (Raum) zwischen dem Rade und den Leitschaufeln überall in demselben radialen Abstand von der Mitte des
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gross wird.
Um Stossver ! usto bei der Eintrittsöffnung in die Leitschaufeln zu vermeiden, ist es erforderlich, dass die Geschwindigkeit des Gases bezw. der Flüssigkeit an dieser Stelle df'r Geschwindigkeit in der obenerwähnten Spalte in demselben Halbmesser gleich ist. Wenn
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schwindigkeit zwischen den Leitschaufeln kleiner wird als die durch die Umfangsgeschwindig- keit dos Rades bestimmte, so würde ein Teil der umwirbelnden Masse des Gases bezw. der Flüssigkeit bei der Spitze der Fangschaufeln nach innen abbiegen, wodurch hier wegen der Fliehkraftwirkung ein vergrösserter Druck entstehen würde, aus welchem Grunde die
Schaufeln sich einander nähern müssen. Vergrössert sich dagegen die Gas-bezw.
F ! üssigkeits- menge, so wird der Druck bei der Spitze der Fangschaufel vermindert, aus weichem Grunde die Schaufeln geöffnet werden müssen. Bei Vorhandensein geeigneter Mittel behufs Be- obachtung der oberenwähnten Druckverschiedenheiten sowie geeigneter Mittel, um die
Einstellung der Fangschaufeln bewirken zu können, lässt es sich bewerkstelligen, die Stellung für die grösste Wirkung dieser Schaufeln regeln zu können.
Die Ausführung der Erfindung geschieht in der Weise, dass man im Zwischenraum zwischen den Rad- und Fangschaufeln zwei Löcher anbringt, das eine gerade vor einer Schaufclspitze und das andere in passendem grösseren Abstand von dieser oder einer anderen Schaufelspitze und in ungefähr demselben radialen Abstande. Diese Löcher werden mit einer Vorrichtung, die den allfälligen Druckunterschied anzeigt, in Verbindung gesetzt.
Die entsprechende Einstellung der Schaufeln erfolgt dann von Hand aus. Bei dieser Ein- stellungsart kann man sich am einfachsten eines U-förmigen, mit Flüssigkeit gefüllten Glas- rohres bedienen, dessen Zweige je mit einem der Löcher in der Wand der Fangvorrichtung in passender Weise verbunden werden, wobei der Höhenunterschied der Flüssigkeitsspiegel in den beiden Zweigen des Glasrohres den Druckunterschied angibt.
Eine andere, zweckmässigere, selbsttätig wirkende Einstellvorrichtung besteht darin, dass die in der Wand der Fangvorrichtung befindlichen zwei Löcher mit einem passenden Organ (Kolben oder Diaphragma) in Verbindung gesetzt werden, das seinerseits entweder unmittelbar oder mittelbar derart auf die Leitschaufeln wirkt, dass diese nach Bedürfnis eingestellt werden. Eine Ausführungsform dieser Einstellvorrichtung ist in der Zeichnung
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dargestellt, undzwarzeigtFig.l einen Teil der Fangvorrichtung eines Schlendergebases mit beweglichen Schaufeln abgedeckt sowie einen lotrechten Schnitt durch die Vorrichtung, welche die Einstellung der Schaufeln bewirkt,während Fig. 2 diese Anordnung im wagerechten Schnitt'nach'der Linie'32 der Fig. 1 veranschaulicht.
Die Regelung der beweglichen Schaufeln a, welche um Zapfen b drehbar sind, die in entsprechenden, in der Wand der Fangvorrichtung vorgesehenen Vertiefungen c gelagert sind (Fig. 2), geschieht entweder durch einen losen Ring oder, wie dargestellt, durch eine lose Wand d, welche mittels Zapfen e in Eingriff mit entsprechenden Ausschnitten in den Schaufeln a steht. Die lose Wand d wird von aussen dadurch bewegt, dass eine in der Fangvorrichtung gelagerte Welle f an ihrem inneren Ende einen Arm 9 besitzt, der zwischen zwei, an der losen Wand befindliche Rippen eingreift und an ihrem äusseren Ende einen Arm h, der mit einem passenden Trieborgan in Verbindung steht.
Von den erwähnten Löchern j und k führen Leitungen und k'je nach einer Seite eines in einem Raume t angebrachten Diaphragmas m, an dem ein Schieber n befestigt ist, der entsprechend seiner Stellung den über ihm befindlichen, mit Pressluft oder einem anderen Druckmittel gefällten Raum mit der einen oder der anderen Seite eines in einem Zylinder arbeitenden Kolbens o in Verbindung setzt, während die entgegengesetzte Seite des Kolbens mit dem Austritt p in Verbindung tritt, oder es wird der Zutritt des Druckmittels zum Zylinder abgesperrt. Der Kolben o steht mittels seiner Kolbenstange q in Verbindung mit dem Arm h, welche Verbindung, um die Benützung eines Zylinders mit kurzem Schlage zu gestatten, verstellbar ist. Durch die Stange h wird die Bewegung selbsttätig auf die Leitschaufeln übertragen.
Die Regelung von Hand aus kann mit Hilfe der an die Leitungen j'und k'angeschlossenen Manometer rund 8 (Fig. 1) erfolgen, die anzeigen, in welcher Weise die Wand d mit Hilfe des Hebels 1. verstellt werden muss.