AT19062B - Filterpresse für Braumaische. - Google Patents

Filterpresse für Braumaische.

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AT19062B
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filter press
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Philippe Meura
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Philippe Meura
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  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  PHILIPPE MEURA m TOURNAI (BELGIEN). 



   Filterpresse für   Iraumai8che.   



   Die vorliegende Erfindung betrifft eine Filterpresse, bei welcher der freie Durchgangsquerschnitt des Einlaufrohres je nach der Leistungsfähigkeit der Presse dergestalt bemessen ist, dass sich die Filterkammern einfach durch das natürliche Gefälle der Braumaische schnell und regelmässig füllen können. Es kennzeichnet sich eine. solche Filterpresse nach der Erfindung dadurch, dass die einzelnen Filterplatte mit breiten und tiefen Kanälen oder Rinnen versehen sind, gegen deren Wände sich die Filtertücher dergestalt anlegen können, dass die Würze noch reichlich Platz hat, um trotz des geringen, aus dem natürlichen Druck sich ergebenden Hineinpressens der Filtertücher in den zwischen zwei aufeinander folgenden Rippen gelassenen Raum glatt ablaufen zu können. 



   Fig. 1 zeigt den Querschnitt der Filterpresse durch die Achse des Einlaufrohres der Maische, Fig. 2 einen Querschnitt durch eines der Einlaufrohr des   Auslangewassers,   Fig. 3 die Vorderansicht einer Platte mit der Zuleitung des Auslaugewassers, Fig. 4 einen horizontalen Durchschnitt eines Teiles zweier   Platton,   welche in annähernd natürlicher Grösse die Form und Tiefe der Kanäle (Rinnen) zeigt, Fig. 5 den Durchschnitt einer Filterplatte des alten Systems und Fig. 6 die Ansicht von Hilfsorganen zum Betriebe des Filters. 



   Erfinder hatte bei seinen ersten Versuchen festgestellt, dass die Filterpressen ge-   wöhnlicher   Konstruktion für die Filtration der Maische in Brauereien sich nicht eigneten wegen der   goringen Weite   des   Einiaufrohres,   sowie des durch die Zusammenstellung der Platten gebildeten   IIaupteinlaufkanales   c, insofern notwendiger Weise Verstopfungen eintraten. Durch das geringere spezifische Gewicht der Hülsen schieden sich dieselben vom Mehl ab und verhinderten durch Verstopfung den Eintritt der Maische in die Filterpresse.

   Ferner waren die Kanäle oder Rinnen der Platten in den   gewöhnlichen   Filterpressen zu eng und zu seicht, so dass das Filtertuch unter dem Drucke der Flüssigkeit leicht in die   Kanäle gedrückt   wurde und sich gegen die Wände der Kanäle anlegt, wodurch ein bedeutender Teil der filtrieren wirkenden   Fläche   ausser Tätigkeit gesetzt wurde, um so mehr, als die von Natur aus teigige und klebrige Maische die Poren des Filtertuches leicht verstopft. 



   Der Nachteil der früheren Kana ! form ist in Fig. 5 dargestellt, in der die punktierte Linie zeigt, wie das Filtertuch einen grossen Teil der filtrierenden Fläche verstopft. Nunmehr sind die Kanäle (Rinnen) dahin abgeändert, dass den erhabenen Rundungen a (Fig. 4) der gewellten   Fläche   der Platte eine spitzere eckige Form gegeben wird. Durch diese Einrichtung wird erreicht, dass ein, über die Platte der nach vorliegender Neuerung kon- struierten Filterpresse gespanntes, durch eine punktierte Linie bezeichnetes Tuch die klare   Würzo frei und schnell durchfliessen lässt : die festen Bestandteile (Hülsen u. s. w. ) bleiben   in Form von Treberkuchen in der Filterpresse zurück (Kammern b). 



   Es kennzeichnet sich also eine Filterpresse nach der Erfindung durch die Erweiterung des Einlaufrohres c (Fig. 1 und 3) und durch die Tiefe und besondere Form (Fig. 4), welche Neuerung praktisch und industriell erreicht worden ist, was bisher in der Industrie praktisch unerreichbar war. 



   Erfinder kann in kurzer Zeit (10 bis 30 Minuten) 30 bis 80 hl Maische je nach der
Grösse der Filterpresse filtrieren, während man mit den bisher bekannten Filterpressen kaum einige Hektoliter filtrieren konnte, r ; he der Filter sich verstopfte, welche Verstopfung durch Anwendung eines starken Druckes nicht einmal überwunden werden konnte. 



   Ein weiterer durch vorliegende Erfindung gebotener Vorteil ist die erhebliche Ver- minderung der Zeitdauer des Branprozesses, insofern es nunmehr mit der Filterpresse gelingt, in einer oder zwei Stunden das Filtrieren und Auswaschen des Maischgntes zu bewirken, welche Vorgänge bei Anwendung des   Läuterbottiches     5-9   Stunden erforderte. 



   Ein weiterer Vorteil ist eine weit höhere Ausbeute des   l\1aiscbgute. s, welche   fast genau der theoretischen Ausbeute, d. h. dem Laboratoriumsresultate entspricht, während bei der gewöhnlichen Abläuterung und Überschwänzen im Läuterbottich immer   7-100/o   Maischgut in den Trebern bleiben und für den Brauer vollständig verloren sind. Diese Erhöhung der   Extraktausbente   ist auf zwei Umstände zurückzuführen :
1.

   Zunächst gestattet die verbesserte Filterpresse die Verarbeitung eines viel feiner gemahlenen Mischgutes als beim Gebrauch des Läuterbottichs ; 2. ermöglicht sie trotz der Feinheit des Materiales das Auswaschen der in der Filterpresse befindlichen Treber- kuchen geringer Dicke und ein viel vollständigeres   Aussüssen   (Erschöpfung), als dieses bei dem Auswaschen der dicken Schicht von Trebern in einem Läuterbottich möglich ist. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Theoretisch steht fest, dass die Ausbeute eines Materiales mittels einer Waschung mit Wasser um so gründliche ist, je feiner dieses Material ist, denn bei feiner Mahlung wird das Auswaschwasser in innigere Berührung mit dem zu gewinnenden Material gebracht. 



  Dieses theoretische Prinzip hat aber bis jetzt in Brauereien eine Anwendung nicht finden können, denn bei zu feinem Mahlgut" bildete die Treber eine kompakte,   undurchdringliche   Schicht, die das   Überschwänzwasser   nicht mehr   durchliess,   so dass ein erheblicher Verlust von   Extraktausbeute   die Folge war. Andererseits hält das zu waschende Material, die in Gestalt einer Anzahl Kuchen von geringer Dicke in der Filterpresse befindliche Tteber, den   Druckssuss   des Wassers nicht auf, selbst wenn das Malz sehr fein gemahlen ist und erschöpft das Malz vollständig.

   Die Feinheit des Mahlgutes und die geringe Dicke der Treberkuchen sichern die vollständige Ausbeute des Maischgutes als Extrakt, welche der theoretischen. sehr nahe kommt, ohne befürchten zu müssen,   dass   die Treber das Auswaschwasser aufhalten. 



   Als   Maiscbgllt   können dabei entweder reines Malz oder in unbestimmtem Verhältnis mit Malz vermengte ungemälzte Früchte angenommen werden. Dieses angewendete Braumaterial wird sehr fein gemahlen und das Verbauen desselben, d. h. die Verzuckerung desselben z. B. durch Infusion oder Dickmaischen bewirkt. Nach der Verzuckerung des Mischgutes lässt man die Maische durch die Filterpresse laufen. Fig. 1 zeigt diese Filtrationseinrichtung. Die Dickmaische fliesst in den durch die Zusammenstellung der
Platten entstehenden Kanal c ein und strömt in die Kammern b. Die blanke Würze   fliesst   dann sofort aus den   Hähnen     d   und e und fällt in ein unter der Filterpresse befindliches
Gefäss. Die   Treber   werden in den Kammern b zurückgehalten.

   Nachdem der flüssige Teil, das ist die klare Würze, durchgelaufen ist, müssen noch die Treberkuchen ausgewaschen werden, um ihnen auch noch den letzten Rest von ausnutzbarem Gehalt (Zucker u. s. w.) zu nehmen. 



   Diese zweite Arbeit wird nach der Darstellung in Fig. 2 bewirkt. Die Hähne d und e werden geschlossen und man lässt durch f   (Fig.   2 und 3) Wasser von geeigneter Tem- peratur   zufliessen,   bis der Filter voll ist. Nach dem Anfüllen des Filters mit Wasser werden die Hähne d geöffnet und die Hähne e geschlossen. Das Auswaschwasser aus f läuft durch die Treberkuchen in b hindurch und entnimmt ihnen allen Zucker, um dann durch die Hähne d in den   Anffangkübel   zu fallen. Auf diese Weise wird bis zur voll- ständigen Erschöpfung ausgewaschen. Dieses Auswaschen der Treberkuchen ersetzt das
Waschen vermittelst des Drehkreuzes im Läuterbottich. 



   Um jeder Verstopfung während des Einfliessen der Maische in der Filterpresse vor- zubeugen, ist über derselben die Vorrichtung in Fig. 6 angebracht. In dieser Vorrichtung fahrt das Rohr 9 die Maische von dem   Maischl) ottich   in die Presse, h ist das Heisswasser- rohr, i das Dampfrohr,, j der Dampfhahn und kein Giffard-Injektor. Im Falle einer Ver- stopfung der Leitung q (Fig. 6) oder einer Verstopfung des Kanals c (Fig. 1 und 3),   während   der Ankunft der Maische öffnet man zur Beseitigung dieser Verstopfungen den
Hahn   I   und den Dampfhahn j, wobei das mitgerissene Wasser durch den Dampf zurück- gedrängt und entweder in den Eintrittskanal c des Filters oder in das Rohr   9   getrieben wird. 



   Die Filterpresse ist ebenfalls mit einem Luftdruckapparat verbunden. Nach Fig. 3 führt das Luftzuleitungsrohr m die Luft in die    Kanäle f,   wenn man den Hahn n   öffnet.   



   Dieser Luftstrom ist notwendig, um die letzten Reste der Hauptwürze durch das Filter zu treiben und um die letzten Reste des Überschwänzwassers aus dem Filter zu bringen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Filterpresse, bei welcher der freie Durchgangsquerschnitt des Einlaufrohres je nach der Leistungsfähigkeit der Presse dergestalt bemessen ist, dass sich die Filterkammer einfach durch das natürliche Gefälle der Braumaische schnell und regelmässig füllen können, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Filterplatte mit breiten und tiefen Kanälen oder Rinnen ausgestattet sind, gegen deren Wände sich die Filtertücher dergestalt anlegen können, dass die Würze noch reichlich Platz hat, um, trotz des geringen, aus dem natür- lichen Druck sich ergebenden Hineinpressens der Filtertücher in den zwischen zwei auf- einander folgenden Rippen gelassenen Raum glatt abzulaufen.
AT19062D 1901-11-16 1901-11-16 Filterpresse für Braumaische. AT19062B (de)

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