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PATENTSCHRIFT N 18842.
FiRMA FR, ANZ SEIFFERT & Co. IN BERLIN.
Mit Kugelgelenk versehene Ausgleichvorrichtung für Dampfleitungen.
Die Erfindung betrifft eine Eugelgelenk-Ausgleichvorrichtung, bei weicher sich ein am Ende eines Rohres befestigter Kugelkörper durch den inneren Druck der Leitung selbstdichtend gegen einen auf das andere Rohrende aufgeschobenen Oberteil legt. Dieser ist in an sich für Kugelgelenkdichtungen bekannter Weise mit einer Stopfbüchse versehen, welche sich im vorliegenden Falle gegen eine Kugelhohlfläche stützt, deren Mittelpunkt
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mitmacht, dabei aber stets gleichmässig angedrückt bleibt.
Von den bisher bekannten Ausgleich Vorrichtungen gleicher Art unterscheidet sich die Erfindung im wesentlichen dadurch, dass die Rohre nach jeder Richtung hin, insbesonders auch in der Richtung der Rohrleitungsachse vollkommen freie Ausdehnungsmöglichekeit besitzen, ohne durch den inneren Druck herausgedrückt zu werden, dass eine gleichzeitige Ausgleichung der Langenveränderung zusammen mit den in anderen Richtungen sich ergebenden Nebenspannungen möglich ist,
dass eine passende Wah ! des Abstandes beider Kugelgelenke eine beliebig grosse Ausdehnung der Rohrleitung zulässt und dass endlich durch den im Innern der Rohrleitung wirkenden Dampfdruck ein dauerndes Andrücken der Kugel an ihre Dichtungsfläche erreicht und dadurch zugleich eine vollkommene Dichtung erzielt wird, ohne dass die Kugeldichtungsfache mittels Stopfbüchsenpackung abgedichtet werden muss.
Bei den bisher bekannten Kugelgelenk-ausgleichvorrichtungen ist die freie Aus- dehnung nach jeder Richtung hin nicht möglich, weil das in den Kugelkörper ein- geschobeno Rohr durch den inneren Dampfdruck der Leitung entweder herausgedrückt wird oder weil, um letzteres zu verhüten, Vorrichtungen angebracht sein müssen, die es unllloglich machen, dass das Kugelgelenk sich nach allen Richtungen hin frei bewegen kann. Dadurch wird bei den bisher bekannten Anordnungen auch eine gleichzeitige Aus- gleichung der Längenveritnderung und der sich in anderer Richtung ergebenden Nebenspannungen unmöglich gemacht.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 die eine Hälfte der Ausgleichvorrichtung im Schnitt und Fig. 2 die in eine Rohrleitung eingebaute Vorrichtung in der Mitte ! stellung.
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einem kugelförmigen Ring d versehene Flansche e befestigt, die ein auf dem freien Ende des anderen Rohres a befestigtes Kugelstück f derart umgreift, dass das Rohr a mit letzterem um den Kugelmittolpllnkt schwingen kann.
Das Rohrstück t wird bei der Ausdehnung der Rohrleitung verschoben, wodurch die Kugel f im Ring d eine andere Lage erhält, während die Stopfbüchse dauernd mit dem Oberteil e und dem Rohrteil c-b in starrer Verbindung bleibt. Dadurch, dass das Rohr a durch die Längenausdehung der Leitung selbst eine andere Lage einnimmt, wird die Fianschc t die Schwingungen des Rohres a mitmachen. Um nun bei jeder Lage des, Rohres a ein gleichmässiges Andrücken der Stopfbüchse h zu ermöglichen, ist die Flansche i mit einer kugelförmigen Ausdrehung versehen, deren Mittelpunkt mit dem der Kugel j zu- sammenfällt.
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Die vor der Packung 9 liegenden Ringe bezwecken, ein Einschiebendes. Dichtungs- mittels in den zur Bewegung des Rohres vorgesehenen Zwischenraum zwischen dem
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Das Andrücken des. Ringes t erfolgt mittels der Schrauben k, wobei die mit dem Rohr a fest verbundene Flansche I Widerstand leistet.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, sind zu einer vollständigen Ausgleichvorrichtung zwei Kugelgelenke x und y (nach Fig. 1) nebst einem Verbindungsrohr erforderlich, da es dadurch erst möglich ist, die beiden. Rohrleitungen bei ihrer Ausdehnung parallel zu erhalten.
Bei der vorliegenden Erfindung ist der Kugelkörper f, mit dem Rohr a fest verhunden, während bei den meisten bisher bekannten Anordnungen das Rohr in dem Kugelkörper verschiebbar ist und dadurch eine Wirkung, wie bei den bekannten Stopfbüchsenausgleichen erzielt wird. Bei anderen bekannten Anordnungen ist ein Ausgleich sämtlicher Leitungsdehnungen und-Spannungen nur durch den Einbau von mindestens vier Kugelgelenken möglich, während bei der vorliegenden Erfindung schon durch zwei Kugelgelenke diesolbe Wirkung erzielt wird ; auch kann durch eine passende Wahl des Abstandes der beiden Kugelgelenke jede beliebig grosse Ausdehnung oder Abweichung der Rohrleitung aufgenommen werden.
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Dichtungsfläche gedrückt wird.
Die an dem Dichtungskörper angebrachte Stopfbüchse dient nur dazu, beim Abstellen und Erkalten der Leitung ein Durchsickern des sich ansammelnden NiedersclJlagwassers zu verhüten.