AT18419B - Blitzschutzvorrichtung für Luftleitungen. - Google Patents

Blitzschutzvorrichtung für Luftleitungen.

Info

Publication number
AT18419B
AT18419B AT18419DA AT18419B AT 18419 B AT18419 B AT 18419B AT 18419D A AT18419D A AT 18419DA AT 18419 B AT18419 B AT 18419B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
hollow body
protection device
lightning protection
electricity
magnetic
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Giovanni Gola
Original Assignee
Giovanni Gola
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Giovanni Gola filed Critical Giovanni Gola
Application granted granted Critical
Publication of AT18419B publication Critical patent/AT18419B/de

Links

Landscapes

  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Österreichische PATENTSCHRIFT Nr 18419. 



   GIOVANNI GOLA IN GENUA. 



  BlitzschutzvorrichtungfürLuftleitungen. 



   Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Blitzschutzvorrichtung für elektrische Luftleitungen. Die Erfindung gründet sich auf die Eigenschaft der statischen Elektrizität   bozw.   der Wechselströme höherer Frequenz, sich an der Oberfläche der Leiter zu sammeln bezw. fortzupflanzen ; auf die Tatsache, dass ein elektrisches   Stromelement   durch ein zu demselben senkrechtes Magnetfeld normal zu der durch das Stromelement und die magnetischen Kraftlinien gelegten Ebene abgelenkt wird ; auf die Impedanz (virtueller Widerstand) der aus magnetischem Material bestehenden Körper ;

   auf die bekannte Eigenschaft der Spitzen und endlich die Schwierigkeit, die atmosphärische Elektrizität plötzlich von ihrer Fortpflanzungsrichtung abzulenken, insbesonders dann, wenn sie zugleich von einem eine grössere äussere   Oberfläche   aufweisenden Körper auf einen Körper übergehen soll, der ihr eine kleinere äussere Oberfläche und einen kleineren Querschnitt bietet. 



   Fig. 1 der   umstehenden   Zeichnung veranschaulicht eine beispielsweise Ausführungsform der Blitzschutzvorrichtung. Der wesentliche Teil derselben besteht aus einem Hohlkörper A, der im Vergleich zu einer gleich langen Strecke der zu entladenden Leitung eine sehr 
 EMI1.1 
   Gusseisen, Stahl u. s. w. ) und ist mit einer Schichte nicht magnetischen Metalles (Zinn,     Zink n.   s. w.) überzogen. Diese nicht magnetische Schichte ist. insoferne von Vorteil, als dieselbe für den Betriebsstrom einen besseren Weg bietet.

   Die Anwendung des magnetischen   Mntoria) es für   den eigentlichen   Blitzabieiter   trägt dazu bei, die   atmosphärische Elektrizität   von der Abzweigleitung zu den Maschinen u. s. w. fernzuhalten, denn die atmosphärische Elektrizität kann in diesem Falle auf die zu schützende Abzweigleitung nicht übergehen, 
 EMI1.2 
 verschliessen die den kleinsten Querschnitt besitzenden Enden des   Hohlkörpers.   Die KohlenblÖcke werden durch ein T-förmiges eisernes Tragstück B zusammengehalten, dessen dritter Schenkel in einem Röhrchon F aus isolierendem Materiale (Porzellan, Glas) durch eine gleichfalls mit Isoliermaterial   K   ausgekleidete Öffnung des Hohlkörpers hindurchgeführt ist und den letzteren leitend mit der an F' angeschlossenen Abzweigleitung verbindet.

   Der Hohlkörper A wird mit der zu schützenden Linienleitung derart in Reihe geschaltet, dass 
 EMI1.3 
 in   a     anschliesst,   während das   Tragstück B   den Hohlkörper mit der zu schützenden Abzweigleitung verbindet, wobei die beiden Kohlenblöcke E gegenüber von Leitern C angeordnet sind, die im Vergleich zum Tragstücke B einen sehr grossen Querschnitt und eine sehr ausgedehnte äussere Oberfläche bieten und durch Kabel   H   in guter leitender. Verbindung mit der Erde stehen. Die Köpfe C der Erdleitung H bestehen aus je einem Bündel Kohlenstäbe, von denen jeder einzelne Kohlenstab mit einer dünnen Schicht von fein verteiltem Kupfer überzogen ist.

   Die Anwendung von Kohlenstäben hat den Zweck, ein etwaiges Zu-   samn1l'nschmelzen   der aufeinander liegenden Teile beim Durchschlagen einer Entladung zu vermeiden, denn sonst könnten sie durch   Metallstücke   ersetzt werden. 



   Unter dem   Hohlkörper.   4 ist eine Spule D derart angeordnet, dass das erzeugte magnetische Fold senkrecht zu der durch die Linie y-y gehenden Horizontalebene ge- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 richtet ist und den Hohlkörper   magnetisiert.   Die Spule D kann durch einen von einer besonderen Stromquelle gelieferten Strom oder von    dem, Bötriebsstrom gespeist werden,   gleichgiltig ob derselbe ein Gleichstrom oder ein Wechselstrom ist, da es belanglos ist, in welcher Richtung die Kraftlinien die Spule bezw. den   Hohlkörper   durchsetzen ; es genügt, dass die magnetischen Kraftlinien senkrecht zur Funkenstrecke verlaufen.

   Zahlreiche Versuche haben ergeben, dass die auf dem Hohlkörper sich ausbreitende   Elektrizitätsmenge   durch die Spule nach einer bestimmten Richtung hin gedrängt werden kann, z. B. gegen die   Enden E   hin, so dass der Lichtbogen sich dort sicher bilden kann. Die Erklärung hiefür dürfte folgende sein : Eine atmosphärische Entladung wird sich in der Luftleitung fortpflanzen und bei G (Fig. 3) angelangt, sich von diesem Punkte aus nach allen Richtungen hin in unzähligen radial zu G verlaufenden Strombahnen über den Hohlkörper ausbreiten. Das Magnetfeld wirkt nun auf diese Strombahnen in der Weise ein, dass dieselben senkrocht zu der durch dieselben und die Richtung der Kraftlinien gelegten Ebene abgelenkt werden.

   Es werden demnach jene Strombahnen, die mehr oder weniger senkrecht zur Richtung der Längsachse y-y des Hohlkörpers verlaufen, gegen die spitzen Enden   E   des letzteren hingedrängt, während die übrigen Strombahnen, also die, welche mehr oder weniger in der Richtung der Längsachse verlaufen, zunächst eine Ablenkung senkrecht zur letzteren erleiden. Dadurch Wird jede dieser letztgenannten Strombahnen gleichsam in unzählige Strom- 
 EMI2.1 
   Hohlkörpers   verlaufen und die dann durch das magnetische Kraftfeld der Spule D ebenfalls gegen die Enden des Hohlkörpers hin gedrängt werden (vgl.

   Fig. 3, in welcher der Hohlkörper im Grundriss veranschaulicht und diese Wirkungsweise schematisch dargestellt ist, wobei die eingezeichneten Pfeile die Ablenkungsrichtung der Stromlinien bedeuten und das Kraftfeld senkrecht zur Zeichenebene gelegen ist). 



   Bei einer derartigen Anordnung können die gewöhnlichen Betriebsströme unbehindert über   A   in die Leitung B und umgekehrt gelangen, während die atmosphärischen Entladungen, welche die den Leitern C gegenüberstehenden Teile des Hohlkörpers A erreicht haben, durch das Dielektrikum auf C übergehen, anstatt sich nach B fortzupflanzen, weil   sie dabei eine plötzliche Richtungsablenlung erleiden und infolge der magnetischen Eigenschaften der zu durchfliessonden Materialien eine grössere Impedanz zu überwinden hätten.   



   Handelt es sich um längere Luftlinien, aus welchen die atmosphärische Elektrizität nicht nur an den Enden, sondern auch in Zwischenpunkten entladen werden soll, so hat man zu beachten, dass beide   Leitungsstrecken a, b (Fig.   2) getroffen werden können, weshalb man zwei aneinander liegende Hohlkörper   A   anordnet, deren Aussenseiten sich an je eine der Linienstrecken a, b anschliessen, während die inneren Flächen durch einen Leiter c miteinander in Verbindung stehen. Den beiden Enden jedes der Hohlkörper A stehen Erdleitungen H mit zugespitztem Kopf C gegenüber. 



   Vorteilhaft wird der Hohlkörper derart ausgestaltet, dass er an den verschiedenen Punkten seiner Oberfläche verschiedene Krümmungen aufweist, wobei die Stellen, an welchen die Krümmungshalbmesser einen Minimalwert haben, den Erdleitungen gegenüber angeordnet sind, während andere Teile der Oberfläche mit Spitzen zur Entladung der statischen Elektrizität in die Luft versehen sein können. 



   Der beschriebene Apparat ist nicht nur zum Schutze der elektrischen Luftleitungen im engeren Sinne, sondern auch zur Entladung der atmosphärischen Elektrizität aus anderen Drahtleitungen, z. B. aus Aufhängedrähten bei elektrischen Bahnen anwendbar. 



     PATE'T-AN SPRÜCHE   : 
1. Blitzschutzvorrichtung für Luftleitungen, gekennzeichnet durch einen mit der Luft- leitung in Reihe geschalteten Hohlkörper von grosser Oberfläche, der an der Aussenseite eine Klemme zum Anschluss an die den atmosphärischen Entladungen ausgesetzte Luft- leitung trägt und im Innern ein aus magnetischem Materiale bestehendes T-förmiges, mit dem einen Schenkel aus dem Hohlkörper heraustretendes Tragstück für die zu schützende
Abzweigleitung enthält, zu dem Zwecke, die atmosphärische Elektrizität dadurch, dass sie von einem Körper mit grosser Oberfläche auf einen Körper mit kleinerer Oberfläche über- gehen und plötzliche   Richtungsänderungen   im Stromweg ausführen müsste,

   an dem Ein- dringen in die zu schützende Abzweigleitung zu verhindern und dieselbe durch gegenüber den beiden Enden des Hohlkörpers angeordnete Saugplatten zur Erde abzuleiten.

Claims (1)

  1. 2. Bei einer Blitzschutzvorrichtung nach Anspruch 1 ein aus magnetischem Materiale hergestellter, gegebenenfalls mit einem nicht magnetischen Überzug versehener Hohlkörper (A), durch dessen bei der hohen Frequenz ganz bedeutende Impedanz die atmosphärische Elektrizität von der zu den Maschinen führenden Leitung ferngehalten wird. <Desc/Clms Page number 3>
    3. Blitzschutzvorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohl- körper (A) derart ausgestattet ist, dass er an den verschiedenen Punkten seiner Obcrnäche verschiedene Krümmungen aufweist, wobei die Stellen, an welchen die Krümmungshalbmesser einen Minimalwert haben, den Erdleitungen gegenüber angeordnet sind, während andere Teile der Oberfläche mit Spitzen zur Entladung der statischen Elektrizität in die Luft vor- sehen sein können.
    4. Bei einer Blitzschutzvorrichtung nach Anspruch 1 die Anordnung einer Spule (D), welche ein den Hohlkörper durchsetzendes, senkrecht zur Richtung der Funkenstrecke ge- richtetes magnetisches Feld erzeugt, wodurch bewirkt werden soll, dass die Strombahnen der zur Entladung gelangenden Elektrizitätsmengen gegen die Funkenstrecken hin gedrängt werden. EMI3.1
AT18419D 1901-11-14 1901-11-14 Blitzschutzvorrichtung für Luftleitungen. AT18419B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT18419T 1901-11-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT18419B true AT18419B (de) 1904-11-25

Family

ID=3522187

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT18419D AT18419B (de) 1901-11-14 1901-11-14 Blitzschutzvorrichtung für Luftleitungen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT18419B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102014004843A1 (de) Gleichstromschütz mit zusätzlicher Schalttauglichkeit für Wechselstromlasten und Polung entgegen der Vorzugsstromrichtung
AT18419B (de) Blitzschutzvorrichtung für Luftleitungen.
DE20105432U1 (de) Blasung bei AC-Betrieb
DE2849559A1 (de) Elektrische energieversorgungsanlage mit einleiterstromwandlern
DE716683C (de) Elektrischer Gasschalter
DE3939570C2 (de) Anbohrschelle für Kunststoffrohre
DE102011000763A1 (de) Trennvorrichtung
CH632867A5 (en) Device for influencing the arc development in a DC circuit breaker
DE68913403T2 (de) Strombegrenzer.
EP0236257B1 (de) Metallgekapselte, gasisolierte Hochspannungsanlage mit einem Überspannungsableiter
DE1264567B (de) Leistungsschalter mit hohem Strombegrenzungsvermoegen
DE2624595A1 (de) Kontaktanordnung fuer druckgasschalter
DE9215389U1 (de) Die Induktivität eines gekühlten Hochstromkabels erhöhender Leiterabschnitt
DE19857731A1 (de) Wasser-Konditionierungs-Gerät zur Modifizierung der Kalk-Ausfällung
DE19543022C1 (de) Überspannungsschutzelement
DE1790078A1 (de) Magnetische Bogen-Loeschvorrichtung
DE29614714U1 (de) Verbindungsbaustein für eine gasisolierte Energieübertragungsanlage mit rohrförmigen Leitern
DE914640C (de) Lichtbogenschutz fuer Hochspannungsisolatoren
DE3240786A1 (de) Elektrische rohrschiene
DE976250C (de) Verfahren zum kontinuierlichen Schneiden, insbesondere von flaechenhaften Werkstuecken, unter Anwendung elektrischer Energie
DE2936822C2 (de) Vorrichtung zum zugfesten, elektrisch isolierenden Verbinden von zwei Abschnitten des Fahrdrahtes einer Oberleitung
DE4244634C2 (de) Anordnung zur Führung und zum Schutz von elektrischen Leitungen, die an der Außenseite eines Behälters eines Transformators oder eines ähnlichen elektrischen Großgerätes angeordnet sind
DE669322C (de) Elektrische Weichenheizung
EP2377715A2 (de) Streckentrenner für Fahrleitungen elektrischer Bahnen
DE98301C (de)