AT18212B - Drehbarer elektrischer Ofen zum Reduzieren von Erzen und Raffinieren von Metallen. - Google Patents

Drehbarer elektrischer Ofen zum Reduzieren von Erzen und Raffinieren von Metallen.

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AT18212B
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AT
Austria
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furnace
electric furnace
gutters
rotatable electric
electrodes
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Ernesto Stassano
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Ernesto Stassano
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  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description


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   Österreichische PATENTSCHRIFT   Nr.   18212.   ERNESTO   STASSANO IN ROM. 
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   Wenn eine Metallmasse behufs Raffinierung oder wenn Erze zwecks Abscheidung der Metalle zum Schmelzen gebracht werden, ist es, um ein gutes Resultat und raschen Verlauf des Prozesses zu erzielen, von Vorteil, den   Scbmelzraum   auf die höchste Temperatur zu bringen, welche die in den Ofen gebrachten Materialien ertragen können. Es sind nun ganz besonders die elektrischen Öfen, welche es ermöglichen, die Erze oder die in entsprechender Weise vorbereiteten Metalle, sei es zum Zwecke der Reduktion, sei es zur Raffinierung, auf eine weit höhere Temperatur zu bringen, als dies in Öfen mit Kohlenfeuerung möglich wäre, wobei auch die für den gewünschten Zweck erforderlichen Reaktionen weit rascher vor sich gehen.

   Es ist einleuchtend, dass, wenn bei hohen Temperaturen die geschmolzene Masse auch noch in geeigneter Weise mechanisch behandelt werden kann, sich die Reaktionen weit rascher vollziehen, so dass einerseits eine bessere Ausnützung der Wärme, anderseits auch eine bessere Konservierung der feuerfesten Auskleidung des Ofens erzielt wird. 



   Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet nun ein elektrischer Ofen, welcher in einfacher Weise gestattet, gleichzeitig die Einwirkung hoher Temperaturen und   mechanischer   Bearbeitung der Massen durchzuführen. Hiebei ist auch im Auge zu   behalten, dass   bei der bisher üblichen Art der mechanischen Bearbeitung der Massen Werkzeuge durch entsprechende Öffnungen in den Ofen eingeführt werden müssen, so dass durch den Zutritt von Luft durch diese   Öffnungen gewisse Reaktionen unmöglich   gemacht werden. 



   Um diese   Übelstände   zu vermeiden und Reaktionen zu ermöglichen, welche nur in einem vollkommen geschlossenen Behälter vor sich gehen können, ist der den Gegenstand der Erfindung bildende Ofen um eine von der Vertikalen abweichende Achse drehbar, so dass ein mechanisches Durcharbeiten der Massen in einem geschlossenen Raume durch die alleinige Drehung des Ofens bewirkt wird. In den beiliegenden Zeichnungen ist eine Aus-   führungsform   eines derartigen Ofens veranschaulicht, u. zw. ist Fig. 1 (linksseitig) eine
Draufsicht auf und (rechtsseitig) ein Horizontalschnitt durch den Ofen, mit abgenommenen   Kohlenträgern   und   hydraulischen   Zylindern. 



   Fig. 2 ist ein Vertikalschnitt nach der Linie C-D in Fig. 1. Fig. 3 ein Vertikalschnitt   nach   der Linie A-B derselben Figur. 



   In Fig. 4 ist eine Anordnung der   Ringschiene   und der Stützrollen zur Drehung des Ofens veranschaulicht.   Der Körper des Ofens besteht aus einem geraden Zylinder   aus Eisen- 
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   Der Boden oder die Sohle des Ofens ist ebenfalls so geneigt, dass das in Fluss befindliche Material während der Rotation des Ofens unausgesetzt durchgearbeitet wird. 



   Der   Schmelzraum 11 des   Ofens ist innen mit einer Schichte feuerfesten Materiales ausgelegt und mit einer Öffnung 12 versehen, durch weiche die Reaktionsgase entweichen können. Die Elektroden gehen durch zwei Öffnungen. 13 hindurch. Die Beschickungs- 
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 Öffnungen (17-18) zum Abziehen des Metalles und der Schlacken. 



   Die   Kohlenelektroden   sind in Umhüllungen 19 eingeschlossen, welche doppelwandig sind, wobei in dem von den beiden Wänden gebildeten Zwischenraume Wasser zirkuliert, um die Temperatur während dos Betriebes zu   erniedrigen. Hieran schliessen sich die   hydraulischen Zylinder   20,   deren Stangen 21 durch Arme 22 und Bügel 24 mit den Stangen 23 der   Kohlenträger   verbunden sind.   Die FührungsbUgel 24   gleiten auf vier Flächen der Stangen 25, welche durch Streben 27 versteift sind. Durch diese Anordnung ist es ermöglicht, die Bewegung der Zylinderstangen 21 gleichmässig und sanft auf die Stangen 23 der   Kohlenträger,   welche auf Rollen 28 gleiten, zu übertragen. 



   Am oberen Teile der Schmelzkammer gibt der Kanal 29 den Gasen, welche während der Reaktion gebildet werden, freien Abzug. Der Kanal ist von einem Glase 30 umgeben, das mit Sand   gefüHt   ist, in den der untere Teil des Rohres 31 eintaucht. Das letztere 31 ist nicht mit der   Schmelzkammer @erbunden   und nimmt an deren Drehung nicht teil, sondern ist. in beliebiger Weise unbeweglich gehalten. Auf der sphärischen Kalotte des
Ofens ind zwei vom Ofen isolierte Arme 32 befestigt, welche Bürsten   33   tragen, die auf den beiden Ringen 34 des Rohres 31 gleiten, aber von diesem 31 und damit auch von- einander elektrisch isoliert, jedoch mit den beiden   Hauptstromteitungen   verbunden sind. 



   Die Arme 32 sind an die Stangen 23 der Elektroden durch die Leitungskabel 3.   5 an-   geschlossen. 
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 ist, dass es sich um ein Kupfererz handelt : 
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Im zweiten Falle z. B., wenn es sich um ein Bleierz handelt, erfolgt die Reduktion nach der Formel : 
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Wenn bei den sich vollziehenden Reaktionen im Ofen   Schwefligsäureanhydrid   entwickelt wird, müssen die Gasleitungsrohre, welche in ein Fass munden, sorgfältig umhüllt sein, anfangs mit feuerbeständigem Materiale, sodann mit Sanderde und wird das Fass mit Blei ausgeschlagen.

   Welcher Art die Reaktionen, nach welchen die Reduktion der Erze erfolgt, auch sein mögen, immer muss der Schmelzprozess durch Zusatz von Kalkstein oder Silikaten geregelt werden, um eine gute   Schlackenbildung   und leicht schmelzbare Schlacken 
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   PATENT. ANSPRÜCHE   : 
1. Drehbarer elektrischer Ofen zum Reduzieren von Erzen und Raffinieren von
Metallen, dadurch gekennzeichnet, dass der durch eine Kalotte abgedeckte Ofen um eine zur Lotrechten geneigte Achse (8) drehbar ist, wodurch die auf dem senkrecht zur
Drehachse   (8)   angeordneten Ofenboden liegende Beschickung ununterbrochen von den höher liegenden Stollen des Bodens nach den tiefer liegenden gleitet und so selbsttätig in mehr- fachen Richtungen durchgearbeitet wird.

Claims (1)

  1. 2. Bei einem Ofen nach Anspruch 1, Metallrame 32, die am oberen Teil der Kalotte befestigt und behufs Übertragung des Stromes einerseits mit Metallbürsten (33) versehen, andererseits durch Kabel (35) mit den Elektroden verbunden sind, wobei die Bürsten (33) auf Ringen (34) schleifen, die auf einem fixen, von einem Glase umgebenen und mit Sand gefüllten Rohre (31) isoliert befestigt sind und mit der Elektrizitätsquelle in Verbindung stehen.
    3. Bei einem drehbaren elektrischen Ofen nach Anspruch 1 eine Wasserverteilungs- vorrichtung, gekennzeichnet durch einen feststehenden ringförmigen, mit ringförmigen, Wasser fthrenden Rinnen ausgestatteten l\Ietalllörper (3G) und eine auf demselben mit dem Ofen drehbare Scheibe (37), welche die Rinnen des Körpers 36 überdeckt und in diese 'mündende Rohre trägt, die das den Rinnen zugeleitete Wasser teils den Umllüllungen 19 der Kohlenträger, teils den zur Bewegung der Elektroden dienenden hydraulischen Zylindern 20 zuführen.
AT18212D 1902-03-08 1902-03-08 Drehbarer elektrischer Ofen zum Reduzieren von Erzen und Raffinieren von Metallen. AT18212B (de)

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AT18212B true AT18212B (de) 1904-11-10

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AT18212D AT18212B (de) 1902-03-08 1902-03-08 Drehbarer elektrischer Ofen zum Reduzieren von Erzen und Raffinieren von Metallen.

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