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EMILE MEDERIC BOSSUET m PARIS.
Lenkbares Luftfahrzeug.
Vorliegende Erfindung betrifft ein lenkbares Luftschiff, dessen Körper der Hauptsache nach von zwei mit ihrer Basis aneinander liegenden konischen Räumen gebildet wird, die mit Gas gefüllt sind und von einem von dem Luftschiffe getragenen Motor eine Drehbewegung erhalten. Es weist folgende wesentliche Merkmale auf :
1. Es wird mittels Schraubenflügel angetrieben, die auf der ganzen Länge der konischen Körper in einer Schraubenlinie angeordnet sind, u. zw. nach zwei, drei oder vier Windungen, ähnlich jenen einer Schraube mit mehrfachem Gewinde, so dass sie eine Reihe von abgestuften Antriebsschrauben mit zwei, drei oder vier Flügeln bilden.
2. Es besitzt ein Gerüst, welches das ganze System undeformierbar, vollkommen starr macht und das Luftschiff sowie seine Gondel schützt.
Die Zeichnungen zeigen in einer beispielsweisen Ausführungsform das Luftschiff.
Fig. 1 ist ein Aufriss, wobei der mittlere Teil geschnitten ist, Fig. 2 ein wagrechter Längsschnitt, Fig. 3 eine Ansicht des vorderen Endes ; Fig. 4 und 5 sind zwei Querschnitte nach den Linien A Bund C D it. Fig. l.
Das Gerüst des Luftschiffes besteht aus einer unbeweglichen Längswelle a, welche das Luftschiff der ganzen Länge nach durchsetzt. In der Mitte der Welle sind zwei Gerüstteile b bl angeordnet, deren jedes aus radialen Armen besteht, die untereinander durch Stahldrähte c (Fig. 4) verbunden sind ; die beiden Organe b b 1 sind untereinander durch Zwischenstücke d verbunden. An beiden Enden der Welle sind zwei andere Gerüstteile e el von kleineren Abmessungen angeordnet, die ebenfalls aus feststehenden radialen Armen bestehen, die untereinander durch Stahldrähte zusammengehalten werden.
Die Gerüstteile b e sind untereinander durch Spanndrähte f verbunden, die an das Ende der Arme dieser Gerüstteile und schliesslich an das vordere Ende der Längswelle a befestigt werden.
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Biegungsbeanstruchung sehr grossen Widerstand. Die wagrechten Arme der vier Gerüstteile zeigen Fortsätze, die untereinander durch zusätzliche Spanner f2 verbunden sind und die Anbringung eines wagrechten Streifens/' aus irgendeinem leichten Metall oder Gewebe gestatten, der sich auf jeder Seite und auf die ganze Länge des Luftschiffes erstreckt ; dieser Streifen hat die Aufgabe, die ebene Fahrrichtung zu erhalten, jedes Schwanken zu hindern und als Fallschirm zu dienen.
De, lorper des Luftschiffes besteht aus zwei kegelstumpfförmigen Räumen g ql, welche zwischen den Gerüstteilen b e bezw. b1 e1 liegen und aus einem mittleren Raum h, aer zwischen den beiden Gerüstteilen b bl liegt.
Die Konea g g1 g1 bestehon auò einer Hülle aus Aluminium, Kautschuk, imprägniertem
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Welle a aufgesteckt sind, kennen sich auf Kugellagern um letztere frei drehen. Die Konen können durch innere Scheidewände in mehrere unabhängige Kammern geteilt sein. Aus Sicherheitsgründen ist jede derselben mit einem sich nach aussen öffnenden Ventil versehen, dessen Feder derart bemessen ist, dass sie das Öffnen des Ventils gestattet, sobald der innen herrschende Druck ein bestimmtes Mass übersteigt. Jeder Konus g g1 trägt aussen einn Anzahl Schraubenflügel g2, die längs dreier Gewinde, ähnlich jenen einer mehrfachen Schr@ube mit hoher Steigung in Schraubenlinien angeordnet sind, so dass rasches Vor-
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nötig wäre.
Jeder Flügel kann von zwei kleinen Spannern gehalten werden. Die beiden Konen g g1, welche die Antriebsorgane bilden, erhalten in später zu erläuternder Art eine Drehbewegung. Der mittlere Teil h hingegen ist an den beiden Gerüstteilen & befestigt.
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getragen wird ; dreht man den Haspel in dem einen oder in dem anderen Sinne, so übt man hiedurch entweder auf die Seile n oder auf die Seile n'einen Zug aus ; derart verstellt man die Gondel zwischen den Gerüstteilen b, bl und demzufolge wird auch der Schwerpunkt des Luftschiffes entweder nach vorn oder nach hinten verlegt. Das Luftschiff erhält hiedurch eine Richtung nach unten oder nach oben und zufolge der Drehung der Konen 9 g1 mit Schraubenflügeln sinkt es oder steigt es.
Die besondere Art der Aufhängung der Gondel bringt mit sich, dass die Ortsveränderungen der in derselben befindlichen Personen oder Dinge die Lage des Schwerpunktes des Luftschiffes nicht verändern, indem dieser, nur wenn es nötig ist, mit Hilfe der Seile n nl, wie dies früher angegeben wurde, verlegt werden kann. Jeder Konus 9 < wird durch folgende Anordnung in Drehung versetzt :
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Eingriff steht, welcher fest an der Scheibe q sitzt ; diese wird von dem Riemen qt mitgenommen, welcher über eine Scheibe r läuft, die mit einer Scheibe s fest verbunden ist, welche ihre Drehung mittels eines Riemens s'von einer Scheibe t erhält.
Die beiden Scheiben t sind auf die Welle des oberen Konus u einer Geschwindigkeitsveränderungs- vorrichtung aufgekeilt, deren unterer Konus tel, der durch irgend einen Motor angetrieben wird, den oberen Konus mittels des Riemens u2 mitnimmt, wobei dieser Riemen längs der Konen verschoben werden kann, damit die auf die Konen g gl übertragene Geschwindigkeit und folglich die des Luftschiffes abgeändert werden kann. Selbstverständlich kann man jede andere Anordnung zur Änderung der Geschwindigkeit benutzen oder auch gar keines, wenn der Motor so konstruiert ist, dass man seine Geschwindigkeit regeln kann.
Die mittleren Gerüstteile b bl tragen weiters vier Seitenstützen x, deren Enden in derselben Höhe wie der Boden der Gondel liegen und dem Luftschiff, wenn es auf dem Boden aufruht, als Stützen dienen. Die Stützen können angelenkt sein, damit sie umgelegt werden können. Am hinteren Ende ist ein Steuerruder y angebracht, um das Luftschiff nach rechts oder links lenken zu können.
Das Luftschiff kann weiters auch oberhalb des Mittelteils h eine Schraube z aufweisen, die sich in wagrechter Richtung dreht und dazu bestimmt ist, die Vorrichtung in die Ilihc zu heben, wenn sie schwerer als die Luft ist. Diese Schraube wird irgendwie angetrieben und ist z. B. auf einer Welle aufgekeilt, welche den Mittelteil h durchsetzt und an ihrem Ende ein Kegelrad zl trägt, das mit einem Trieb z2 in Eingriff steht, welcher mit einer der beiden Scheiben ?'fest verbunden ist, wobei irgendeine Einrückungsvorrichtung gestattet, die Schraube z im gewünschten Zeitpunkte in Gang zu setzen.
Die allgomeine Idee, welche der Konstruktion des Luftschiffes zugrunde liegt, kann in gleicher Weise auch bei Unterseebooten zur Anwendung gelangen und ebenso kann auch die Anordnung konischer Körper mit Schraubenflügeln bei der Konstruktion von Windmotoren benutzt werden.
Das Luftschiff kann zwei Anordnungen der beschriebenen Art haben, welche miteinander verbunden sind, derart, dass man über ein grösseres Gasvolumen und demzufolge ul)ber grössere Steigkraft \orfügt.
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