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Österreichische PATENTSCHRIFT Nu-17695.
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VORM. BERNHARD FISCHER & WINSCH m DRESDEN.
Lehre zur gleichzeitigen Prüfung von Schrauben auf Bolzendicke, Kerndicke, Steigung und Gewindeform.
Die vorliegende Lehre soll zur gleichzeitigen Prüfung von Schrauben auf Bolzendicke, Korndicke, Steigung und Gewindeform in der Weise dienen, dass der zu prüfende Bolzen einfach der Quere nach in das offene Maul der Lehre hineingesteckt zu werden braucht. Eine Schraubenlehre mit offenem Maul, deren Backen je einen Gewindezahn aufweisen, ist zwar bekannt, Hisst aber die Bolzendicke und die Steigung überhaupt nicht, die übrigen Abmessungen und Eigenschaften nicht zuverlässig nachprüfen,
weil nichts die gehörige Lage der Schraubenachse zur Lehre sichert und die geringste Abweichung von
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gleichzeitige Nachprüfung der Schraube auf auf alle die obengenannten Abmessungen und Eigenschaften in zuverlässiger und für die Anforderungen der Praxis hinreichend genauer Weise. Es wird dies dadurch erreicht, dass die eine der beiden ebenen Backen mit einer zahnstangenförmigen Querreihe von Gewindozähnen-also mit einer Mehrzahl von Zähnen- versehen ist. Die andere backe kann zahnlos oder ebenfalls mit einer solchen Zahnreihe versehen sein.
Damit ist die Innehaltung der rechtwinkligen Lage der Schraubenachse zur
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die Weite zwischen den Zahnscheiteln hezw. zwischen Zahnscheitol und gegenüberliegender glatter Backe das Mass für den Kerndurchmesser. Die Teilung der Zahnstange lässt die Steigung, das Zahnstangenprofil die gewindeform nachprüfen. Eine solche Lehre ist in der an sich bekannten Ausführung als Toleranzlehre auf der Zeichnung in Seitenansicht, Ansicht von oben und Vorderansicht des gezahnten Maules dargestellt. Zwei durch Zwischenlagen c im gehörigen Abstand erhaltene, durch Schrauben zusammengehaltene Schenkel a und b bilden die Manier d und e. Über das glatte Maul e zur Prüfung des Bolzendurchmessers auf das Mindestmass ist weiter nichts zu sagen.
Das andere gemäss der Erfindung gestaltete Maul d hat bei der gezeichneten Lehre eine glatte Backe, die vom Schenkel b unmittelbar gebildet wird, während die andere Backe, soweit sie in der angegebenen Weise gezahnt ist, von einem besonderen Winkelstück f gebildet wird. Dies geschah, um der Abnutzung wegen die gezahnte Backe auswechseln zu können, auch mit Rücksicht auf das bequemere Einfräsen der Zähne. Die Abschwächung der Schenkel zwischen den Zwischenlagen c bewirkt, dass sich die Innenflächen der Schenkel ungeachtet der verschiedenen Höhe der Zwischenlagen beim Anziehen der Verbindungsschrauben genau parallel zueinander auf die Endflächen der Zwischenlagen auflegen.
Diese Eigentümlichkeit gehört aber nicht zur beanspruchten Erfindung. Über Gebrauch und Wirkungsweise der Lehre ist folgendes zn bemerken. Hat sich (bei der dargestellten Ausführung als Toleranzlehre) die zu prüfende Schraube 9 beim Versuch, sie in das Maul e einzuführen, nicht als zu dünn erwiesen, so wird sie in das Maul n gesteckt. Wäre der Bolzendurchmesser zu gross, so ginge sie nicht
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hinein, aber auch dann nicht, wenn xwar der der Bolzendurchmesser stimmt, aber der Kerndurchmesser zu gross ist, denn in diesem Falle würden die Zahnscheitel den Eintritt verhindern. Ebensowenig liesse das Maul die Schraube bei unrichtiger Steigung oder unrichtiger Gewindeform eintreten.
Weiteren Aufschluss Über diese Eigenschaften erhält man, wenn man die Lehre von vorn (Fig. 3) betrachtet, die Schraube der Länge nach zu bewegen versucht und die Übereinstimmung der Gänge mit dem Zahnlückenprofil prüft. Dies geschieht bei nur einmaliger Handhabung der Lehre (soweit es sich um das Maul d handelt) und sicherer als bei Verwendung der bekannten gezahnten Blechschablonen. Es sei bemerkt, dass sich nicht etwa mit einer der mittleren Längsebene nach durchschnittenen Normalmutter der gleiche Erfolg erreichen lässt.
Eine solche Lehre würde zwar auch ein seitliches Einschieben des Bolzens ermöglichen, aber jeder auch von der Norm gröblich abweichende Bolzen würde bei annähernd richtiger Steigung anscheinend passen, weil sich das halbrunde Maul nach innen verengt und ein zu dicker Bolzen nicht bis zum vollen Durchmesser, ein zu dünner Bolzen aber weiter und jeder Bolzen folglich so weit hineingeht, bis er scheinbar passt.