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Österreichische PATENT SCHRIFT Nr. 17471. JOSE BATTLE Y HERNANDEZ, EDUARDO MIER Y MIURA,
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SÄMTLICHE IN MADRID.
E) ektro) ytischer Etektrizitätszähter.
Das Prinzip des Gegenstandes vorliegender Erfindung ist dasselbe wie dasjenige, auf welchem die Wasservoltameter beruhen, die mit Erfolg in Laboratorien angewendet werden, um Elektrizitätsmengen durch das beim Stromdurchgange zersetzte Wasser zu messen. Der Zweck des Elektrizitätszählers vorliegender Erfindung besteht darin, die in den Laboratorien benutzten Apparate nicht nur zu geringem Preise für die Industrie verwendbar und widerstandsfähig zu machen, sondern auch deren Handhabung unter Gewährleistung einer hinreichenden Genauigkeit jedermann zu erleichtern. Die Elektroden der Laboratorienvoltameter bestehen aus Platin und der hohe Preis dieses Metalles macht dieselben sehr teuer, auch wenn man dieselben sehr schwach macht. Bei dem vorliegenden Apparat werden billige Metallsorten verwendet.
Um andererseits die Einführung der Laboratoriumapparate in die Praxis zu erleichtern, ist es nötig, die zur genaueren Berechnung der Wasserzersetzung notwendigen Operationen zu vereinfachen, und die Tatsache, dass diese elektrolytischen Zähler von Zeit zu Zeit geprüft werden müssen, nachdem sie sehr verschiedenen und unbekannten Temperaturen ausgesetzt wurden, macht diese Operation schwierig.
Aus diesem Grunde und da man den durch Verdampfung entstandenen Verlusten keinen Einhalt durch Beimischung dicker Substanzen zu dem Elektrolyt tun kann, welche eine Trennungsschicht zwischen diesem und der Luft bilden, wurde das Voltmeter nach vorliegender Erfindung mit einem Verdampfungsmesser kombiniert, derart, dass die Berichtigung leicht und genau vor sich gehen kann, wenn Wasser infolge von Verdampfung in der Zeit zwischen zwei Ablesungen verschwunden ist.
In den Laboratorien ist ein Unglücksfall, welcher auf die Mischung von Sauerstoff und Wasserstoff zurückzuführen ist, die in dem Voltmeter entstehen, nicht zu befürchten ; wenn die Apparate aber für das Gewerbe bestimmt sind, so ist es besser, Vorsicht zu gebrauchen, damit dieses leicht explodierende Gemisch sich in den Apparaten nicht anläuft. Es muss daher für eine vollkommene Ventilation bei den Zählern gesorgt worden. Schliesslich ist der Apparat noch mit einer Libelle versehen, damit man sich überzügen kann, ob der Zähler stets die gleiche Stellung inne hat.
In beiliegenden Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform des Zählers dargestellt. A A, AI AI (Fig. 1, 2) ist eine halbzylindrische Hülle des Zählers aus Metallbloch oder anderem geeigneten Material, das emailliert, gestrichen oder glasiert und mit drei Augen ? versehen ist, um den Zähler zu befestigen. In diesem Kasten sind vier Öffnungen D vorhanden, welche innen durch ein Metallgewebe abgeschlossen sind, um Zugluft eintreten zu lassen, und zwei streifenförmige Ausschnitte C, C", um den Stand des Elektrolyten beobachten 2U können, den derselbe infolge des Wasserverlustes einnimmt und den man mittels der Skala F, F (Fig. l) misst.
Der Behälter für den Elektrolyt ist innerhalb des Kastens und kann aus Kristallglas, gewöhnlichem Glas, Porzellan, Zelluloid oder einem entsprechenden Material bestehen. Er enthält die Elektroden, welche den Elektrolyt zersetzen sollen, sowie den Verdampfungsmesser, welcher das durch Verdampfung abgegangene Wasser messen soll.
Dieser Verdampfungsmosset setzt sich aus einer einfachen, durchsichtigen Röhre J, J
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zusammen, welche, in den'Elektrolyt gesetzt, genau denselben Temperaturen ausgesetzt ist wie dieser, und welche die in ihr benndliche Flüssigkeit von dersolben Zusammensetzung wie der Elektrolyt unverändert und völlig, unbeeinflusst von der Elektrolyse beibehält.
Hiedurch wird die'Skala bei 0'0'genau, ageben, welche Menge infolge Verdampfung des in C 0 (Fig. 1) kenntlich gemachten Elektrolyten berücksichtigt werden muss. Der metallische Teil der Elektroden K, K wird durch Stäbe gebildet, deren unterer Teil in genügend breite Verlängerungen ausläuft, um den inneren Widerstand zu vermindern, und der in der dargestellten Weise oder ähnlich gebogen ist, jedoch so, dass keine Berührung zwischen der Anode und der Kathode stattfindet. Beide Elektroden, mindestens aber die Kathode, sind durch Rohre L L aus Glas, Kautschuk, Ebonit, Zelluloid, Porzellan oder einem anderen, von dem angewandten Elektrolyt nicht angreifbaren Material geschützt. wobei diese Rohre wenigstens unten geschlossen sind, um zu verhindern, dass die Stäbe K an der Oberfläche, welche von dem in der Höhe verschieden stehenden Elektrolyten bespült wird, oxydieren.
Diese Oxydation wurde vor einiger Zeit beobachtet und derselben von den mit Galvanoplastik und Herstellung von Akkumulatoren beschäftigten Industriellen Rechnung getragen und kann man ähnliche Anordnungen beobachten um die Berührung der Trennungsoberfläche des Elektrolyten mit der Luft zu vermeiden. Die Elektroden können aus einem beliebigen anderen Metall als Platin bestehen und der Elektrolyt kann ihrer Beschaffenheit angepasst sein, doch so, dass keine lösbaren metallischen Kompositionen entstehen, die den Zähler unbrauchbar machen. Als Beispiel sei eine Lösung von Wasser in Schwefelsäure unter Anwendung von Elektroden aus Blei, Antimon oder einer Legierung beider erwähnt oder Sodalauge bezw. Pottaschelösungen mit Elektroden aus Eisen, Nickel oder einer Legierung beider.
Der Verdampfungsmesser und die Elektroden treten in zwei Platten aus Fiber, Ebonit, Glas, Porzellan oder einer anderen geeigneten Substanz ein, welche auch Metall sein kann, das vom Elektrolyt nicht angegriffen wird, und das Ganze wird in das Gefäss 11 eingeführt.
In dem oberen Teil des Deckels stützt sich mittels seiner Enden ein bewegliches Stück aus Fiber, Ebonit, Glas, Porzellan oder einer anderen isolierenden Masse P P, in welcher zwei durch Schrauben R R befestigte Metallstücke Q Q (Fig. 1) sitzen. Mit einer dieser beiden Schrauben ist eine der Elektroden K verbunden, welche durch Ausschnitte des Stückes P P tritt, und mit der anderen der Draht G, welcher ebenfalls durch einen entsprechenden Ausschnitt tritt. Der Deckel der Hülle schliesslich, welcher um Scharniere drehbar ist, trägt oben eine sphärische Libelle 1-1, um den Zähler lotrecht einzustellen, sowie eine kleine Öffnung, durch welche beim Schliessen des Kastens eine Klinke E mit Öffnung tritt, durch die der Faden für das Siegel geführt ist.
Die Wirkungsweise dieses Apparates ist dieselbe wie bei anderen Voltametern, bei welchen man die Elektrizitätsmenge, welche hindurchgeströmt ist, nach der zu bestimmenden zersetzten Flüssigkeit berechnet. Die durch die Öffnungen C C bewirkten Ablesungen lassen die infolge Einwirkung des Stromes und der Verdampfung hervorgerufene Abnahme des Elektrolyten erkennen ; die Angaben des Verdampfungsmessers betreffen den Flüssigkeitsverlust infolge von Ursachen, die vom Strome unabhängig sind, und die Differenz gibt mit genügender Genauigkeit die Coulombs oder Ampère-Stunden an.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrolytischer Elektrizitätszähler, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des den Elektrolyten enthaltenden Behälters (1) ein zylindrisches Gefäss (J) angeordnet ist, das die gleiche Flüssigkeit mit gleichem Niveau wie der Behälter (I) enthält, zum Zwecke, die durch Verdampfung des Elektrolyts entstehenden Verluste feststellen zu können.