<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schneiden von Werkstücken nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Bei herkömmlichen Vorrichtungen der eingangs genannten Art sind regelmässig mindestens zwei Antriebe mit senkrecht zueinander angeordneten Wellen vorgesehen, wobei jede Welle mindestens ein Kreissägeblatt trägt. Dabei sind die Drehbewegungen der Sägeblätter so gewählt, dass das Werkstück nur in einer Richtung geschnitten werden kann. Am Ende des Schneidevorganges werden die Schneideeinrichtungen in die ursprüngliche Ausgangslage hin bewegt, so dass die Rückbewegung ungenutzt bleibt. Ein weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtung besteht darin, dass Elektroantriebe mit hoher Leistung gewählt werden müssen.
Schliesslich ist In diesem Zusammenhang auch von Bedeutung, dass die Werkstücke seitlich festgehalten werden, wodurch zwar bestimmte Schneidevorgänge durchgeführt werden können, jedoch nur dann, wenn das Werkstück mittels einer zusätzlichen Einrichtung festgehalten wird, und zwar mit Abstand zum Boden.
Ausgehend von dem obigen Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
<Desc/Clms Page number 2>
zugrunde, hier Abhilfe zu schaffen.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Der tragende Gedanke der Erfindung besteht folglich darin, den Schneide- und Trennvorgang mit einer einzigen Schneideeinrichtung durchzuführen, die ein oder mehrere Kreissägeblätter aufweist, wobei das Werkstück während der Hinbewegung der Schneideinrichtung angeschnitten wird, und bei der Herbewegung abgeschnitten wird. Am Ende der Hinbewegung wird das Sägeblatt z. B. um 900 verschwenkt und in das Werkstück so eingefahren, dass der bei der Hinbewegung hergestellte Einschnitt in seiner Längsrichtung durchgeschnitten wird. Das eigentliche Trennen der bzw. des Teile (s) vom Werkstück kann auch im Zuge mehrerer Hin- und Herbewegungen der Schneideeinrichtung erfolgen.
Bei der ersten Hinbewegung wird hierbei das Werkstück (Holzstamm) an der einen Längsseite angeschnitten, während es bei der Rückbewegung an der anderen Längsseite angeschnitten wird. Am Ende der Herbewegung wird die Schneideeinrichtung quer zum Werkstück versetzt, wobei die Ausrichtung der Drehachse des Kreissägeblattes unverändert bleiben kann.
Vor der zweiten Hinbewegung der Schneideeinrichtung wird die Welle des Kreissägeblattes um weniger als 180"verschwenkt, und zwar um eine Achse, die parallel zur Schneiderichtung verläuft. Danach wird während der zweiten Hinbewegung der Schneideeinrichtung und Durchführung des Schneidevorganges das erste Teil vom Werkstück abgeschnitten. Daraufhin wird die Schneideeinrichtung zum zweiten Mal seitlich versetzt, und während der anschliessenden Rückbewegung wird das zweite Teil vom Werkstück abgeschnitten. Die Welle der Schneideeinrichtung kann selbstverständlich mehr als ein Sägeblatt tragen. Bevorzugt werden hierbei zwei oder drei Kreissägeblätter verwendet, wobei auch vier oder fünf Kreissägeblätter vorgesehen sein können.
Der Vorteil dieser Massnahmen besteht darin, dass bei einer Hin- und Herbewegung
<Desc/Clms Page number 3>
der Schneideeinrichtung gleichzeitig mehrere Teile vom Werkstück getrennt werden können. Dies gilt umsomehr dann, wenn die Vorrichtung zwei oder sogar drei Schneideeinrichtungen aufweist, die zudem unabhängig voneinander arbeiten können. Die Bewegungen der Schneideeinrichtungen in bezug auf das Werkstück sind relativ, sodass der Schneidevorgang auch so verwirklicht werden kann, dass die Schneideeinrichtungen feststehen, während das Werkstück Hin- und Herbewegungen ausübt. Zudem besteht auch die Möglichkeit, das Werkstück um seine Längsachse zu verschwenken.
Um die Schneidevorrichtung in bezug auf das Werkstück und insbesondere auf den vorgesehenen Schneidevorgang einstellen zu können, sind zusätzliche Einrichtungen vorgesehen, durch welche die Sägeblätter in allen drei Richtungen verstellbar und einstellbar sind. Ferner sind auch Gelenkeinrichtungen vorgesehen, die es ermöglichen, die Schneideeinrichtung um mindestens eine Achse zu verdrehen bzw. verschwenken.
Weitere zweckmässige und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den abhängigen Ansprüchen hervor.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch dargestellt. Es zeigen :
Fig. 1 eine Vorrichtung mit einer Schneideeinrichtung in
Stirnansicht,
Fig. 2 die in Fig. 1 dargestellt Vorrichtung mit zwei
Schneideinrichtungen,
Fig. 3 eine weitere Vorrichtung mit zwei Schneideeinrichtungen, deren Sägeblätter parallel zueinander angeordnet sind,
<Desc/Clms Page number 4>
Fig. 4 die in Fig. 3 dargestellte Vorrichtung in vertikaler Draufsicht,
Fig. 5 eine weitere Vorrichtung mit vier Schneideinrichtungen und
Fig. 6 die in Fig. 5 dargestellte Vorrichtung in vertikaler Draufsicht.
Bei den in den Figuren dargestellten Vorrichtungen weisen gleiche Teile gleiche Bezugsziffern auf.
In den Figuren 1 und 2 ist eine Vorrichtung zum Schneiden von Werkstücken 20, hier Holzstamm, dargestellt. Die Vorrichtung nach Fig. 1 besitzt einen Träger 15 für die Schneideeinrichtung 2, während die Vorrichtung nach Fig. 2 zwei Träger 15 und 16 aufweist. Ferner ist zu erkennen, dass die Vorrichtungen jeweils einen gemeinsamen Grundträger 1 aufweisen, der im wesentlichen einen rechteckförmigen Rahmen bildet und sich in Längsrichtung des Werkstückes 20 erstreckt. In mittlerer Höhe des Grundträgers 1 ist ein höhenverstellbarer Träger 14 angeordnet, der in vertikaler Richtung mittels einer Einstelleinrichtung 13 verstellbar ist. Die Träger 15 und 16 sind mit dem Träger 14 über Führungen 25 und 26 verbunden, so dass die Träger 15 und 16 quer zur Bewegungsrichtung der Schneideeinrichtungen 2 und 3 verstellbar sind.
Die Verstellung der Schneideeinrichtungen 2 und 3 erfolgt mittels jeweils eines Verstellmechanismus.
Die Schneideeinrichtungen 2 und 3 besitzen jeweils zwei Kreissägeblätter 6 und 7, die parallel zueinander angeordnet sind. Ferner ist zu erkennen, dass die Schneideeinrichtungen 2 und 3 über Gelenkmechanismen 23 und 24 bzw. 28 um jeweils eine Achse verschwenkbar sind, und zwar um 90". Die eingeschwenkte Position der Schneideeinrichtung (en) ist gestrichelt dargestellt. Das Werkstück 20 ist auf einer Unterlage 19 mit einer Haltevorrichtung 10 angeordnet. Schliesslich ist den Figuren zu entnehmen, dass der Grundträger 1 sich auf einer Schiene 18 abstützt, so dass die gesamte Vorrichtung in Längsrichtung des Werkstückes 20 hin und her verfahrbar ist.
<Desc/Clms Page number 5>
Sollen vom Werkstück 20 Holzprofilstücke getrennt werden, dann kann dies wie folgt durchgeführt werden : Die in Fig. 1 dargestellte Schneideeinrichtung 2 mit den Sägeblättern 6 schneidet das Werkstück 20, indem das Werkstück 20 in seiner Längsrichtung angeschnitten wird. Dabei bewegt sich die Schneideeinrichtung 2 von einem Ende des Werkstückes 20 bis an sein anderes Ende. Am anderen Ende wird die Schneideeinrichtung 2 um 900 verschwenkt, so dass die Sägeblätter in etwa horizontal angeordnet sind. Während der Rückbewegung hinterschneiden die Sägeblätter 6 das angeschnittene Teil des Werkstückes 20, wodurch das Teil vom Werkstück 20 getrennt wird. In das Werkstück 20 wird im ersten Schritt ein keilförmiger Einschnitt ausgebildet.
Im zweiten Schneidevorgang können die vorgesehenen Profilstücke problemlos getrennt werden, denn während einer Hin- und Herbewegung haben die Teile, abhängig von der Position der Sägeblätter 6 zueinander, einen rechteck-bzw. trapezförmigen Querschnitt. Bei der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung können gleichzeitig zwei der oben beschriebenen Vorgänge durchgeführt werden. Die Länge der Schmal- bzw. Breitseite des getrennten Profilstückes wird duch die Verstellmechanismen 12 und 13 definiert. In der einfachsten Ausführung der Vorrichtungen nach Fig. 1 und 2 ist somit nur ein Grundrahmen 1 mit Träger 14 vorgesehen, der vertikal verstellbar ist und der die Schneideeinrichtungen 2 und 3 trägt, die ihrerseits von den Trägern 15 und 16 getragen sind.
Für den Schneidevorgang ist allgemein nur eine einzige Schneideeinrichtung 2, hier Elektromotor, vorgesehen, deren Leistung deutlich geringer sein kann als bei herkömmlichen Vorrichtungen.
In den Fig. 3 und 4 ist eine Vorrichtung mit zwei Schneideeinrichtungen mit jeweils zwei Sägeblättern 6 und 7 vorgesehen, von denen jeweils zwei Sägeblätter in jeweils einer gemeinsamen Ebene liegen. Die Sägeblätter 6 sind in bezug auf die Sägeblätter 7 in Schneiderichtung versetzt, so dass sie als Vorschneideeinrichtung dienen. Die Mittelebene 11 des Werkstückes 20, die sich vertikal erstreckt, wird von beiden Sägeblättern 6 und 7 geschnitten.
<Desc/Clms Page number 6>
In den Fig. 5 und 6 sind die Schneideeinrichtungen 2 und 3 mit jeweils zwei vertikalen und zwei horizontalen Sägeblättern bestückt, so dass in einem einzigen Schneidevorgang die vorgesehenen Profilstücke vom Werkstück 20 getrennt werden können.