AT16957B - Sicherheitsvorrichtung für elektrisch betriebene Fördermaschinen. - Google Patents

Sicherheitsvorrichtung für elektrisch betriebene Fördermaschinen.

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AT16957B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Österreichische   PATENTSCHRIFT N 16957.   SIEMENS & HALSKE   AKFIENGESELLSCHAFT IN BERTJN-WIEN.   



   Sicherheitsvorrichtung für elektrisch betriebene Fördermaschinen. 



   Für den Betrieb von Fördermaschinen wird meistens die Anforderung gestellt, dass die   Personenförderung   mit ungefähr der Hälfte derjenigen Geschwindigkeit vor   sich gehe,   mit welcher die Materialien befördert werden. Es ist   übtich, dass der Anschläger   an der Hängebank, sowie die Personenförderung beginnen soll, dem Führer der Fördermaschine ein Signal gibt, durch welches der Machinist die Weisung erhält, mit halber   Geschwindigkeit   und besonderer Vorsieht zu fahren. Der Maschinist soll dann durch einen einfachen   Handgriff   die beim Betriebe der   Fördermaschinen   üblichen Sicherbeitsapparate auf die vorgeschriebene verminderte Geschwindigkeit einstellen. 



   In diesem Verfahren liegt der Übelstand, dass es von der Aufmerksamkeit und dem Willen des   Fördermaschinisten   abhängt, ob das ihm gegebene Signal   befolge wind   oder nicht. Selbst wenn der Machinist das   Signa ! verstanden hat, kann es vorkommen,   dass er versäumt, die Sicherheitsapparate auf verminderte Geschwindigkeit einzustellen und dadurch Gefahren für die geförderten Personen hervorruft. 
 EMI1.1 
 durch die Stellung des Steuerhebels die Geschwindigkeit der Fördermaschine nicht eindeutig bestimmt ist, sondern vielmehr mit der   jeweiligen Belastung der Fördr-rschale   bei 
 EMI1.2 
 lastung der Fördermaschine, eine bestimmte, nur innerhalb enger Grenzen schwankende   Fördcrgoschwindigkeit   entspricht.

   Es kann z., B. die Einrichtung so getroffen   werden, dass   die   Geschwindigkeit der Fördermaschine   proportional   mit dem   Weg des   Steuerhebels zu-   nimmt, dass also dem vollen Auslegen des Steuerhebels die volle Geschwindigkeit der Produktenförderung, dem halben Auslegen des Steuerhebels aber die halbe Geschwindigkeit   der Personenförderung entspricht.   



   Dieser Umstand ermöglicht es, bei elektrisch betriebenen Fördermaschinen die Einhaltung der halben Geschwindigkeit für Personenförderung unabhängig von dem Fördermaschinisten durchzuführen, u. zw. durch folgende, den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Einrichtung. 



   Wenn der Anschläger auf der   Hängebank   das Signal zum Beginn der Personenförderung gibt, so wird durch den Signalapparat gleichzeitig eine   Sperrung für   den Steuerhebel eingeschaltet, welche den Maschinisten hindert, den Steuerhebel über diese Sperrstellung hinaus auszulegen. Der Fördermaschinist kann in diesem Falle der Fördermaschine nur diejenige Geschwindigkeit erteilen, welche der Sperrstellung des Steuerhebels entspricht, gleichgiltig, ob er das Signal beobachtet und verstanden hat oder nicht. Die Sperrung wird vorteilhaft als Ausschlag in dem Schlitz ausgebildet, in welchem der Steuerhebel geführt wird.   Die Einrückung   derselben kann entweder mittelbar oder unmittelbar von dem Signalempfangsapparat oder auch durch mechanische oder elektrische Übertragung vom Signalgebeapparat abgeleitet werden. 



   In der Zeichnung ist die Erfindung dargestellt. Es bedeutet a den Führungsschlitz, in dem sich der Steuerhebel b bewegt. Wenn nun die Fördermaschine mit halber Geschwindigkeit laufen soll, so wird durch das Signal des   Anschlägers   an der   Hängebank der   

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 Winkelhebel c quer über den Schlitz bis an den Anschlag d bewegt. Dadurch wird der Machinist gehindert, den Steuerhebel auf volle Geschwindigkeit einzustellen. Zur Rückführung des Winkelhebels b in die Ruhelage dient eine Feder e. 



   Es liegt in der Natur der Sache, dass diese   Einrichtung bei Dampffördermaschinen   ebenfalls zur Anwendung gelangen kann, wenn es ganz oder annähernd gelingt, die Geschwindigkeit der Dampffördermaschine eindeutig durch die Stellung des Steuerhebels zu bestimmen. Auch kann sowohl bei Dampf-wie bei elektrischem Betrieb durch das Signal des   Anschlägers   direkt die Einstellung der   Sicherheitsapparato   auf die gewünschte höchste Geschwindigkeit erfolgen. 



   Selbstverständlich kann nicht nur die für Personenfahrt gewünschte, sondern auch jede andere maximale Fördergeschwindigkeit, z. B. diejenige für Schachtrevisionsfahrten, direkt durch den Anschläger an der Hängebank ohne Zutun des Fördermaschinisten eingestellt werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Sicherheitsvorrichtung für elektrisch betriebene Fördermaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass durch die am Schachte befindliche Signaleinrichtung bei Abgabe eines bestimmten Signales gleichzeitig eine Sperrung mechanisch oder elektrisch betätigt und dadurch in den Weg des die Fördermaschine beeinflussenden Steuerhebels gebracht wird, welulie die Bewegung des Steuerhebels begrenzt, so dass die Einstellung einer ein be- stimmtes Mass überschreitenden Geschwindigkeit der Fördermaschine verhindert wird. EMI2.1
AT16957D 1902-09-20 1902-09-20 Sicherheitsvorrichtung für elektrisch betriebene Fördermaschinen. AT16957B (de)

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