<Desc/Clms Page number 1>
Österreichische PATENTSCHRIFT Nr-16938. FRANZ LOUIS KREIL m GLAUCIIAU i. S.
Kubikinhalt-Registrierapparat.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Apparat, welcher es ermöglicht, den Kubikinhalt der das Sägegatter passierenden Rundhölzer zu messen. Durch denselben soll den Schneidomühlenbesitzern ein Mitte ! geboten worden, die Arbeit der die Sägegatter bedienenden Leute stets auf das genaueste zu kontrollieren.
Der angemeldete Apparat beruht darauf, dass die Längsverschiebung des von den Walzen des Gatters gegen die Sägen geführten Rundholzes durch eine dieser Walzen unter Vermittlung eines hin und her schwingbaren Hebels auf ein Zählwerk übertragen, also auf diese Weise die Länge des geschnittenen Holzes gemessen wird, während gleichzeitig durch die Verschiebung einer zweiten Walze, welche infolge der Änderung des Rundholzdurcllmessers zustande kommt, die Ausschlagweite des genannten Hebels und somit auch das Zählwerk im quadratischen Verhältnis zur Durchmesseränderung des Rundholzes beeinflusst wird.
Allerdings wird hiebei die Annahme gemacht, dass das Rundholz, dessen KubikinlJa1t gemessen werden soll, tatsächlich einen Querschnitt besitzt, welcher mit dem kreisförmigen Querschnitt überein- stimmt. Wenn diese Annahme auch nicht vollständig zutrifft, so werden doch die durch sie bedingten Fehler nur verhältnismässig unbedeutend sein, zumal dieselben in den meisten Fällen sich gegenseitig aufheben dürften.
Der angemeldete Apparat ist in den Fig. 1-5 der Zeichnung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 die Seitenansicht eines mit jener Messvorrichtung versehenen Gatters und die Fig. 2-3 einen Teil der Messvorrichtung im grösseren Massstabe im Grundriss bezw.
Seitenansicht, während die Fig. 4-5 denselben Teil der messvorrichtung mit einigen kleinen
EMI1.1
In dem Masse, als das Rundholz von den genannten Walzenpaaren gegen die Sägen geführt bezw. geschnitten wird, wird die Walze 5 durch die Verschiebung des Rundholzes in achsialer Richtung in Umdrehung versetzt und gibt ihre Drehbewegung mittels der Schnurscheibe 32 und der elastischen Schnur 6 an die auf der Welle 20 befestigte Scheibe 7 weiter, so dass letztere ebenfalls rotiert und mit ihr der auf Welle 20 befestigte Hebel 8 (Fig. 1 und 3).
Der Hebel 8 stösst während jeder vollen Umdrehung gegen den Hebel 9, welcher auf der Achse 10 lose drehbar befestigt ist, bei seiner Aufwärtsbewegung das auf der Welle 10 festsitzende Rad 12 unter Betätigung des Sperrbackons mitnimmt
EMI1.2
gegeben, so fällt er auf seine Unterstützung. 80 zurück, ohne Rad 12 bezw. Welle 10 in Umdrehung zu versetzen. Die Drehung der Welle 10 während der Aufwärtsbewegung des Hebels 9 kann nun durch ein auf genannter Welle festgekeiltes Zahnrad 13, welches in das auf der Welle 15 des Massapparates befestigte Zahnrad 14 eingreift, weitergegeben bezw. zur Betätigung des Zählapparates J ! 6 ausgenützt werden.
Es wird demnach die Längsverschiebung des Rundholzes gegen die Sägen des Gatters durch die Walze 5 und die vorher genannten Zwischenorgane in) linearen Verhältnisse auf den Zählapparat übertragen.
Um nun nicht die Länge, sondern den Inhalt des Rundholzes zu messen, ist es erforderlich, dass der Zählapparat auch durch jede Änderung des Rundholzquerschnittes entsprechend beeinflusst wird. Da nun der jeweilige Querschnitt des Rundholzes proportional dem Quadrat
<Desc/Clms Page number 2>
des Durchmessers ist, so braucht man den Zählapparat nur durch den Durchmesser des Rundho ! zes im quadratischen Verhältnis entsprechend beeinflussen zu lassen. Dies wird gemäss der vorliegenden Erfindung wie folgt erreicht :
EMI2.1
bezw. gesenkt und diese Aufwärtsbewegung bezw. Abwärtsbewegung der Walze 3 durch die Zahnstange 17 auf das Zahnrad 18 übertragen, welches mit der Schnurscheibe 19 fest verbunden ist.
Letztere gibt mittels der Schnur 21 ihre Bewegung an die auf der Welle 81 befestigte Schnurscheibe 22 (Fig. 3) weiter, welche ebenfalls in Umdrehung versetzt wird und mittels des mit ihr verbundenen Zahnrades 24 die zwischen dieser und den Rollen 25, 26 verschiebbar gelagerte Zahnstange 27 betätigt, insbesondere dieselbe senkt bezw. hebt. Die Zahnstange 27 greift mit ihrer Rolle 28 unter die bei 29 drehbar gelagerte Kurvenscheibe 30. Wird nun der Durchmesser des Holzes grösser, so wird durch die vorher genannten Übertragungsmittel Zahnstange 27 gesenkt, so dass auch die Kurvenscheibe 30 um ihren Drehpunkt 29 entsprechend nach unten sinkt und dem Hebel 9 ein grösserer Ausschlag bei Betätigung des Armes 8 ermöglicht wird.
Nimmt jedoch der Querschnitt des Rundholzes ab, so wird die Zahnstange 27 nach oben verschoben und Kurvenscheibe 30 um ihren Drehpunkt 29 entsprechend nach oben verdreht. Hiedurch wird der Ausschlag des Hebels 9 begrenzt bezw. verringert, so dass während der jeweiligen Betätigung durch Arm 8 eine entsprechend geringere Drehung des Rades 12 und der Welle 10 erfolgt. Die Kurve, welche die Scheibe 30 oben begrenzt, besitzt eine solche Gestalt, dass die Änderungen des Rundholzdurchmessers den Ausschlag des Hebels 9 und damit auch die Übertragung seiner Schwingbewegung auf den Zählapparat 16 im quadratischen Verhältnis beeinflussen.
Die in den Fig. 4 und 5 gcksnnzeichnete Abänderung der Vorrichtung besteht darin, dass die Rolle 28 der Zahnstange 27 bei ihrer Aufwärts-bezw. Abwärtsverschiebung den Ausschtag des Hebels 9'nach unten nicht durch Vermittlung der vorher gekennzeichneten, um 29 drehbar gelagerten Kurvenscheibe 30, sondern direkt beeinflusst. Zu diesem Zwecke ist der Hebel 9 mit einer kurvenförmig gebogenen Bahn 33 versehen, gegen welche Rolle 28 der Zahnstange 27 bei Aufwärts-bezw. Abwärtsverschiebung der Zahnstange wirkt. Die Kurve der Bahn 33 besitzt natürlich eine parabolische Gestalt derart, dass durch die Verschiebung der Zahnstange 27 nach oben oder unten die Schwingung des Hebels 9 ebenfalls im quadratischen Verhältnis der Durchmesseränderung des Rundholzes verändert wird.