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Die Erfindung bezieht sich auf eine Jalousie, insbesondere Isolierglasjalousie mit einer Lamellenbreite von kleiner als 38 mm, vorzugsweise von 25 mm, 16 mm und schmäler, mit einem in einer Oberleiste der Jalousie angeordneten Monoantrieb, welcher mittels eines Motors mit zugehöriger Steuerung betätigbar ist.
Jalousien sind Vorrichtungen bzw. Einrichtungen, die eine Beleuchtungsstärke vermindern oder abschwächen, insbesondere eine direkte Bestrahlung einer Fläche von einer Strahlungsquelle verhindern. Ein direkter Strahleneinfall, zum Beispiel von Sonnenlicht, kann hohe Intensitätswerte aufweisen sowie einen überaus grossen Rückstrahlungs- oder Helligkeitskontrast von bestrahlten und nichtbestrahlten Flächen bewirken und damit eine Beeinträchtigung einer Wahrnehmbarkeit, insbesondere durch das menschliche Auge, nach sich ziehen. Weiters können durch hohe Beleuchtungsstärken und/oder durch direkte Bestrahlung in Räumen gelagerte oder dargebotene Güter oder deren Verpackungen Qualitätsminderungen erfahren, welche auch zur Unbrauchbarkeit führen können.
Es hat sich somit als wichtig herausgestellt, Flächen oder Räume von einer Strahlung mit hoher Intensität zumindest teilweise abzuschatten, wobei ein sogenanntes Streulicht mit erniedrigter Beleuchtungsstärke durchaus erwünscht oder gefordert sein kann.
Vorrichtungen zum zumindest teilweisen Abschatten von Flächen und Räumen, welche eine grossflächige indirekte Streustrahlung, das ist eine Strahlung, die in ihrem Strahlengang umgelenkt und gefächert sowie an vorzugsweise rauhen und/oder hellen Oberflächen reflektiert wird, bewirken, sind zumeist mit Beschattungsstreifen oder Lamellen gebildet, mit welchen ein direkter Strahlungseinfall weitgehend verhinderbar ist. Damit und durch eine gewählte Ausformung und Anordnung der Lamellen relativ zur Strahlungsquelle ist es möglich, mittels der Abschattungsvorrichtung eine gewünschte Beleuchtungsstärke eines Raumes bzw. Gegenstandes zu
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erreichen und die Unterschiede bzw. Kontraste in der jeweiligen spezifischen Rückstrahlungsintensität dem Indikator oder Aufnehmer, zum Beispiel dem menschlichen Auge anzupassen.
Es sind Jalousien, beispielsweise für Gebäude, mit feststehenden Lamellen bekannt, welche meist horizontal ausladend über Belichtungsöffnungen bzw.- flächen zur Vermeidung einer direkten Sonneneinstrahlung angeordnet sind.
Diese Anordnung und Bauart hat u. a. den Vorteil einer robusten und oft dekorativen Bauweise bei sicherer Vermeidung von direkter Sonneneinstrahlung. Von Nachteil dabei ist, dass eine Anpassung der
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Mechanismen erfordert.
Im wesentlichen vertikal hängende oder derart geführte Jalousien weisen zumeist Lamellen, die in ihrer Stellung zueinander oder im Winkel ihrer Quererstreckung zur Horizontalen veränderbar bzw. einstellbar sind, auf.
Zumeist sind die Lamellen, zum Beispiel durch Züge oder in flexiblen Leitern, gehalten und können weiters zu einem Paket zusammengestellt oder zusammengezogen werden. Eine Winkeleinstellung und eine Verschiebung oder ein Anheben der Lamellen kann vorteilhaft mit einem Monoantrieb erfolgen, wobei zumeist Schnüre, Seile oder Kurbeltriebe und dergleichen für eine manuelle Betätigung Einsatz finden. Eine derartige, durchaus sichere Betätigung einer Jalousie hat jedoch den Nachteil, dass dafür oft lange, störende und frei hängende Antriebsmittel erforderlich sind. Dieser Nachteil kann durch eine Verwendung von Elektromotoren mit einer Steuerung für den Monoantrieb einer Jalousie überwunden werden.
Elektrische Jalousienantriebe benötigen einerseits zumeist jeweils einen grossen Getriebemotor und andererseits jeweils eine Steuerung und eine Energieversorgung für den Motorantrieb. Getriebemotoren können bei
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Jalousien mit einer Lamellenbreite von über 38 mm in der Oberleiste positioniert werden, benötigen jedoch zur Verhinderung eines ungewollten Nachlaufes einer grossen bzw. schweren Jalousie bei einer Absenkung Anhalte- und Bremseinrichtungen. Je schmäler eine Jalousie bzw. die Lamellenbreite ausgeführt sind, desto schmäler ist auch die Oberleiste ausgeformt, so dass diese oft nur noch ein Getriebe aufnehmen kann und der Antriebsmotor ausserhalb positioniert werden muss, was optisch und gegebenenfalls auch funktionelle Nachteile erbringt.
Besonders ausgeprägt ist das Problem einer Betätigung bzw. eines Antriebes bei einer Isolierglasjalousie, weil diese naturgemäss schmale Lamellen und Oberteisten aufweisen muss und somit wenig Raum für eine Anordnung von einem Motorantrieb sowie Brems- oder Anhaltemitteln hat. Weiters kann eine erforderliche Kühlung des Motors durch das Gas zwischen den Isolierglasscheiben bzw. in der Oberleiste oft nicht in ausreichendem Masse sichergestellt werden. Zur Überwindung dieser Nachteile ist es bekannt, im Inneren des Isolierglases den Jalousienanrieb mit einem Winkelgetriebe zu verbinden, welches parallel zu einer Scheibe einen Magnetrotationskörper aufweist.
Dieser innere Rotationskörper steht mittels Magneten bzw. magnetischer Kräfte in Wirkverbindung mit einem benachbarten gleichartigen Aussenkörper, so dass körperlich getrennt durch eine Glasscheibe eine Rotation des Aussenkörpers auf den Innenkörper und folglich auf den Jalousienantrieb übertragbar ist. Derartige Antriebe sind aufwendig, optisch wenig ansprechend sowie bewegungseinschränkend und haben mit den übrigen Betätigungseinrichtungen den weiteren Nachteil gemeinsam, dass für jeweils eine Jalousie eine Steuerungs und eine Antriebs- oder Energiequelle erforderlich sind.
Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen und setzt sich zum Ziel, eine Jalousie der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welcher die Nachteile der dem Stand der Technik zuzuordnenden elektrischen Antriebe und Steuerungen
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beseitigt werden.
Dieses Ziel wird bei einer gattungsgemässen Vorrichtung bzw. Einrichtung dadurch erreicht, dass der Monoantrieb der Jalousie mit einem Antriebsblock, bestehend aus einem Getriebe mit Hemmwirkung gegen eine Eigenbewegung durch Schwerkraft, insbesondere gegen einen ungewollten Nachlauf der Jalousie, und einem Motor wirkverbunden und der Antriebsblock in der Oberleiste bzw. Kopfschiene angeordnet ist und dass die steuerbare Energieversorungseinrichtung für den Motor zumindest elektrische Verbindungsleitungen und eine Bedienungseinrichtung mit einer Steuerschaltung sowie mit einer zugehörigen Energiequelle umfasst.
Die durch die Erfindung erzielten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, dass der Antriebsblock einerseits klein und kompakt ausgeführt werden kann und andererseits trotz eines gegebenenfalls erhöhten Gewichtes der Unterleiste die erforderliche Leistung für den Monoantrieb erbringt. Insbesondere wird dabei durch das Getriebe erreicht, dass die Unterleiste in jeder Höhe eines Durchbruches bzw. eines Fensters gehalten werden kann, wobei durch einen kurzzeitig gesteuerten Motorlauf die Einstellung der Lamellen zueinander veränderbar ist. Ein Einbau des Antriebsblocks in die Oberleiste bzw.
Kopfschiene wirkt sich funktionell und auch optisch vorteilhaft aus.
Besonders günstige Ein- und Verstellfunktionen der Jalousien werden erreicht, wenn das Getriebe des Antriebblockes als vierstufiges Getriebe und/oder mit einer Übersetzung von mindestens 200 : 1, vorzugsweise von mindestens 300 : 1, insbesondere von etwa 345 : 1, ausgebildet ist. Diese Getriebeübersetzung hat sich auch vorteilhaft für die Leistungsaufnahme und die Energieversorgung des Antriebsmotors herausgestellt.
Weiters ist im Zusammenwirken mit dem Getriebe von besonderem Vorteil, wenn der Motor des Antriebsblocks ein Gleichstrommotor, vorzugsweise ein Eisenankermotor, ist und eine Nenndrehzahl von grösser als 3000 Umdrehungen je Minute (U/min), vorzugsweise von grösser als 4500 U/min,
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insbesondere von etwa 6000 U/min entspricht : grösser als 50 x s-', vorzugsweise von grösser als 75 x s -1, insbesondere von etwa 100 x s besitzt. Dadurch werden die Verstell- und Verschiebe-bzw. Hebe- und Senkgeschwindigkeiten der Jalousie im gewünschten Masse erreicht und die Beschleunigungskräfte in den Zugteilen bzw. der Zugmechanik gering gehalten, wodurch eine lange Lebensdauer gesichert wird.
Wenn weiters in günstiger Weise vorgesehen die elektrischen Leitungen zumindest teilweise optisch nicht wahrnehmbar bzw. verdeckt in einem Fensterrahmen oder im Bereich des Rahmenverbundes des Isolierglases mit luftdichter Durchführung in die Oberleiste und weiter zum Motor starr geführt sind, kann bei uneingeschränkter Bedienbarkeit der Jalousie die Ästhetik verbessert werden.
Sowohl für eine jeweils gleich hohe Stellung der Unterleiste bei aufgezogener Jalousie als auch im Hinblick auf einen Überlastungsschutz ist es günstig, wenn in der Oberleiste mindestens ein durch die oberen Jalousienlamellen betätigbarer Sicherheits-oder Endschalter angeordnet ist.
Der Bedienungskomfort kann weiters gesteigert werden, wenn der Sicherheitsschalter oder Endschalter als totpunktfreier Umpolschalter oder als bistabiles Relais ausgebildet ist.
Sowohl eines guten optischen Eindruckes wegen, aber auch insbesondere für eine einfache Bedienung der Jalousie und einer hohen Wirtschaftlichkeit einer Energiebereitstellung für den Motor des Getriebeblockes hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn die elektrischen Leitungen vom Motor gegebenenfalls über Sicherheits- oder Endschalter einerseits starr im Rahmenverbund oder im Bereich des Fensterrahmens zu einem Anschlussorgan wie Buchse oder dergleichen geführt sind und dass das Anschlussorgan andererseits, welches mittels eines Gegenstückes lösbar mit
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einer mobilen Bedienungseinrichtung wirkverbindbar ist, eine Position leichter Erreichbarkeit für eine Bedienungsperson aufweist.
Dadurch ist es erfindungsgemäss möglich, dass eine Bedienungsperson, zum Beispiel in einem Vortragssaal, auf einfache Weise mit einer Bedienungseinrichtung in einer Folge mehrere Jalousien betätigt. Einerseits wird dadurch eine Gefahr einer ungewollten Verstellung durch nicht autorisierte Personen ausgeschlossen, andererseits ist lediglich eine Bedienungseinrichtung für eine Vielzahl von Jalousien erforderlich.
Wenn die Steuerschaltung der Bedienungseinrichtung einen zweiseitigen Kipptaster mit Rückstellung in die mittlere Ruheposition oder zwei rückfedemde Drucktaster für eine Auf- und Abbewegung der Jalousie aufweist, ist eine besonders einfache Betätigung möglich.
Ein höchstmöglicher Bereitschaftsgrad ist erreichbar, wenn die Bedienungseinrichtung Akkumulatoren für eine elektrische Energieversorgungseinrichtung des Antriebes und dessen Steuerung besitzt, welche Akkumulatoren in an sich bekannter Weise über mindestens eine lösbare Verbindung an ein Ladegerät anschliessbar sind.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt Fig. 1 eine erfindungsgemässe Isolierglasjalousie im Querschnitt Fig. 2 eine Isolierglasjalousie in Ansicht Fig. 3 eine Bedienungseinrichtung schematisch Nachstehend werden die Bezugszeichen für die Teile der Zeichnungen aufgelistet : 1 Isolierglasjalousie 111 oberer Abstandhalter 112 unterer Abstandhalter
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121 Glasscheibe 122 Glasscheibe 131 Randverbund oben 132 Randverbund unten 133 Fensterrahmen 2 Jalousie
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25 Aufzugsband 26 Lamelle 27 Leiter 3 Antriebsblock 31 Getriebe 32 Motor 33 Antriebswelle 34 Träger 35 Lagerbock 4 Endschalter 41 Endschalterauslösung 5 Verbindungsleitung 6 Anschlussorgan 7 Bedienungsorgan 71 Anschluss-Gegenstück 72 Anschluss für Ladegerät 73 Schalter bzw. Steuerungsmittel In Fig. 1 ist der schematische Aufbau einer Isolierglasjalousie 1 dargestellt.
Zwischen zwei Glasscheiben 121, 122, welche durch Abstandhalter 111,112 miteinander in Klebeverbindung stehen, ist innerhalb eine Jalousie 2
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positioniert, wobei an einem Jalousieträger 21, der am oberen Abstandhalter 111 der Scheiben befestigt ist, eine Jalousieoberleiste 22 angelenkt ist. In der Jalousieoberleiste 22 ist eine Zugmechanik 23 angeordnet, welche mittels Aufzugsbändern 25 sowie Leitern 27 Lamellen 26 und eine Unterleiste 24 trägt.
Fig. 2 zeigt in Ansicht eine Isolierglasjalousie 1 mit einem in einer Oberleiste 22 angeordneten Antriebsblock 3 bestehend aus einem Getriebe 31 und einem Motor 32 sowie einer Antriebswelle 33 mit mehreren Trägem 34 und Lagerböcken 35 für eine Zugmechanik. Der Motor 32 ist mittels einer Leitung 5, gegebenenfalls über einen Endschalter 4 mit einer durch einen Druck einer Lamelle 25 betätigbaren Endschalterauslösung 41, an ein Anschlussorgan 6, insbesondere an eine zweipolige Buchse angeschlossen, wobei die Leitung 5 in der Oberleiste 22 und im Bereich einer Randverbundleiste und/oder eines Fensterrahmens 133 oder dgl., optisch nicht wahrnehmbar, geführt ist.
An das Anschlussorgan 6 ist eine Bedienungseinrichtung 7 (Fig. 3) mittels eines Gegenstückes 71 anschliessbar, welche Bedienungseinrichtung 7 Steuermittel 73 für eine Betätigung der Jalousie 2 aufweist. Weiter besitzt die Bedienungseinrichtung 7 einen Anschluss 72 für ein Ladegerät zur Energieeinspeisung und Speicherung in Akkumulatoren der Einrichtung 7