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Dochtbrenner
Die Erfindung bezieht sich auf Dochtbrenner mit im Abstand von der Dochtscheide angeord- neter Brandscheibe mit Öffnungen für die Brenn- fläche des Dochtes und aufsetzbarem Brenner- kopf zur Bildung einer entleuchteten Heizflamme.
Solche Dochtbrenner haben den Nachteil, dass sie schlecht regelbar sind, weil die Flamme nach dem Kleinstellen wieder steigt. Jedes Tiefer- stellen des Dochtes hat nämlich durch die An- näherung der Flamme an die Dochtscheide und zusätzliche Erwärmung derselben eine verstärkte
Entwicklung brennbarer Dämpfe zur Folge.
In der deutschen Patentschrift Nr. 573788 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung beschrieben, wodurch der erwähnte Nachteil behoben und eine kleingestellte gleichbleibende Flamme erzielt werden kann. Das Verfahren besteht darin, dass die Flamme am Docht durch Abdecken seiner
Brennfläche gelöscht wird, und an ihre Stelle eine vom Docht abgehobene Flamme tritt, die durch
Senken des Dochtes geregelt werden kann. Das
Abdecken der Brennfläche des Dochtes geschieht durch eine besondere, mit der Brandscheibe zu- sammenwirkende Abdeckplatte. Der Vorteil der
Regelbarkeit musste aber mit der Unbequemlichkeit erkauft werden, dass beim Aufsetzen des
Brennerkopfes nach dem Anzünden für einen Abstand zwischen der Abdeckscheibe und der Brennfläche des Dochtes gesorgt werden muss.
Erst nach genügender Erwärmung des Brennerkopfes, also nach einer Wartezeit von einer halben bis einer Minute, kann man die Abdeckscheibe an die Brennfläche des Dochtes heranbringen und das geschilderte Verfahren durchführen.
Versuche haben nun ergeben, dass auch bei der eingangs erwähnten einfachen Bauart eine Regelung möglich ist, u. zw. mit ganz einfachen Mitteln und ohne umständliche, Zeitverlust bedingende Handhabung des Brenners. Gemäss der Erfindung konnte dieses Ziel dadurch erreicht werden, dass der Zwischenraum zwischen Dochtscheide und Brandscheibe zu einem das freiliegende Ende des Dochtes aufnehmenden geschlossenen Hohlraum ausgestaltet ist, dessen Wandung gegebenenfalls einzelne Lufteintrittsöffnungen aufweist.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei beispielsweisen Ausführungsformen an einem Rundbrenner in Fig. l und einem Flach- brenner in Fig. 2 je in lotrecht geführtem Schnitt dargestellt.
In Fig. 1 ist 1 das äussere, in den Brennstoff- behälter eingeschraubte Dochtrohr, 2 das innere
Dochtrohr, 3 der in üblicher Weise mittels Zahn- triebes heb-und senkbare Docht. Im inneren
Dochtrohr ist am oberen Ende ein Winkelring 4 befestigt. Die Brandscheibe 5, welche sich im
Abstand oberhalb des Randes der durch die oberen Ränder der Dochtrohre 1, 2 gebildeten
Dochtscheibe befindet, weist in der Mitte einen nach unten gerichteten Stutzen 6 auf, der ohne
Spiel durch die Öffnung des Winkelringes 4 hindurchtreten kann. Das äussere Dochtrohr 1 weist am oberen Rande eine Stufe auf, in die ein an der Brandscheibe 5 befestigter Ring 7 mit einem Winkelflansch eingreifen kann.
Es ergibt sich auf diese Weise unterhalb der Brandscheibe ein ringförmiger geschlossener Hohlraum 9, der nur eine beschränkte Anzahl von kleinen Öffnungen 10 für den Lufteintritt aufweist. Das aus der Dochtscheide herausragende Dochtende steht im vorliegenden Falle frei in diesem Hohlraum. Der Brennerkopf, bestehend aus dem äusseren Mantel 11 und den gelochten kegeligen Mänteln 12 und 13 sitzt lose auf der Brandscheibe 5 auf. Zur Festlegung derselben an der Dochtscheide sind an der Stufe des äusseren Dochtrohres und an den Winkelflansch des Ringes 7 die Teile eines Bajonettverschlusses vorgesehen.
Die Brandscheibe trägt innerhalb des Mantels 13 eine Anzahl Löcher 14, durch welche Luft in den Hohlraum 9 eintreten kann, und ist im übrigen in bekannter Weise im Bereich des Dochtes mit Ausnehmungen 15, welche die Brennfläche des Dochtes bilden, sowie mit Austrittsöffnungen 16, 17 für das brennbare Gemisch versehen.
Unabhängig von der Höhenlage des Dochtes kann Verbrennungsluft beiderseits des Dochtes durch die Löcher 10 bzw. 14 in den ringförmigen Hohlraum 9 eintreten.
Die Handhabung des Brenners ist überaus einfach. Nach dem Anzünden des in die höchste Stellung (Fig. l) gebrachten Dochtes, wird der Brennerkopf aufgesetzt. Durch Zurückschrauben des Dochtes kann die Flamme kleingestellt werden
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und sie bleibt in der eingestellten Grösse unverändert. Dies dürfte sich vielleicht daraus erklären, dass sich einige Vorgänge gewissermassen die Waage halten. So wird der Docht, der bei voller Heizwirkung viel Wärme durch die ihn berührende heisse Brandscheibe erhält, deren unmittelbarer Einwirkung beim Zurückschrauben entzogen und nur mehr der Wärmestrahlung ausgesetzt. Gleichzeitig wird der Docht durch die in den Hohlraum einströmende Luft von der Innen-und Aussenseite her gekühlt, so dass sich die Entwicklung brennbarer Dämpfe entsprechend verringert.
Anderseits dürfte der Hohlraum hinsichtlich der Abgabe von Strahlungswärme an den Docht eine Art stabilisierende Wirkung ausüben. Die kleingestellte Flamme russt und riecht nicht, weil die Luftzufuhr durch die Löcher 10 und 14 infolge der verringerten Zugwirkung beim Kleinstellen entsprechend geregelt ist.
Bei dem Flachbrenner nach Fig. 2 wird der Hohlraum 9'durch eine an die Brandkappe 18 angesetzte flache Hülse 19 gebildet, die mit ihrem unteren, eingezogenen Rand auf der Dochtscheide 20 aufsitzt. Der Docht 3'ragt auch hier frei durch den Hohlraum, der unten Lufteintritts- öffnungen 21 aufweist. Der Brennerkopf, bestehend aus dem äusseren Mantel 22 und dem durchlochten Mantel 23 ist wiederum auf die
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stellen der Flamme zu erzielen, ist es notwendig, dass die Summe der Eintrittsquerschnitte in den Wandungen des Hohlraumes richtig gewählt wird. Dieses Ausmass hängt bekanntlich von verschiedenen Einzelheiten der Bauart, vom verwendeten Brennstoff usw. ab.
Es lässt sich aber durch Versuche für jeden gegebenen Fall die Anzahl und Grösse der Lufteintrittsöffnungen ermitteln, die zum Ziele führt, wenn nur die allgemeine Regel gemäss der Erfindung befolgt wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Dochtbrenner mit im Abstand von der Dochtscheide angeordneter Brandscheibe mit Öffnungen für die Brennfläche des Dochtes und aufsetzbarem Brennerkopf zur Bildung einer entleuchteten Heizflamme, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenraum zwischen Dochtscheide . bzw. und Brandscheibe Jbzw.
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