<Desc/Clms Page number 1>
Schalteinrichtung mit Quecksilberschaltröhre
EMI1.1
langsamer Schaltbewegung bekannt. Ihre Anwendung im Sinne der Erfindung beruht auf der neuen Erkenntnis, dass dabei trotz der grossen Zahl von Unterbrechungsstellen und der hohen Schaltgeschwindigkeit keine wesentliche Quecksilberbewegung und daher keine Gefährdung der Schaltröhre durch Quecksilberschlag eintritt und dass die hintereinanderliegenden kleinen Querschnitte der Öffnungen ein Neuzünden des Lichtbogens verhindern.
Die Schaltleistung kann noch zusätzlich in an sich bekannter Weise dadurch erhöht werden, dass das Rohr mit Gas (Stickstoff) niedrigen Druckes oder auch hohen Druckes (Überdruckes), gegebenenfalls auch mit einer geeigneten isolierenden Flüssigkeit gefüllt wird. Die Elektroden der erfindungsgemässen Schaltröhre können ständig in das Quecksilber eintauchen und werden während des mit grosser Geschwindigkeit vor sich gehenden Schaltvorganges überhaupt nicht oder nur wenig durch Quecksilberschlag beansprucht.
Gemäss einem weiteren Erfindungsgedanken kann die Schaltleistung der Röhre noch dadurch wesentlich verbessert werden, dass zwischen aufeinanderfolgenden Trennwänden ein auf dem Quecksilber schwimmende, isolierender z. B. aus Glas oder Keramik bestehender, gegebenenfalls hohler oder flanschförmiger Körper angeordnet wird, der den Weg eines allfälligen Lichtbogens weiterhin abschnürt oder auch die Öffnungen in der Ausschaltstellung möglichst vollständig abdeckt.
Die Figuren zeigen ein Ausführungsbeispiel : Das um seine horizontale Achse drehbar anzuordnende, etwa aus Glas oder Keramik bestehende Rohr 1 weist zwei scheibenförmige, in der Gefässachse angeordnete und daher ständig in das Quecksilber 2 eintauchende Elektroden 3 und eine Anzahl Trennwände 4 mit exzentrisch liegenden Durchtrittsöffnungen 5 auf, die, wie die Schnittdarstellung Fig. 2 deutlich zeigt, bei Drehung des Rohres in bzw. ausser Wirkung treten. Die Ränder dieser Öffnungen 5 können, wie deutlich aus Fig. 3 ersichtlich, schneidenartig geformt sein, damit bei rascher Durchtrennung des im wesentlichen durch seine Massenträgheit an Ort gehaltenen Quecksilbers ein Spritzen od. dgl. möglichst vermieden wird.
Die Unterbrechung bzw. Schliessung des Quecksilberstranges erfolgt bei den einzelnen Trenn-
<Desc/Clms Page number 2>
wänden vorzugsweise genau gleichzeitig. Die Öffnungen 5 können so klein oder auch jede in so enge Teilöffnungen zerlegt sein, dass ein entstehender Lichtbogen in kürzester Zeit erlischt bzw. Puch bei hohem Wert der wiederkehrenden Spannung nicht mehr von neuem durch die Öffnungen hindurchzündet.
Die Fig. 4 zeigt beispielsweise die Anordnung eines Schwimmkörpers 6 zwischen aufeinanderfolgenden Trennwänden 4, deren Durchtritts- öffnungen 5 sich in der Ausschaltstellung befinden.
Die Ein-und Ausschaltung kann durch rasches, etwa durch Federkraft oder einen Elektromagneten bewirktes Hin-und Herdrehen der Röhre, oder auch, insbesondere bei periodischer Schaltung, durch stets im gleichen Sinne stattfindende, gegebenenfalls durch Motor und Getriebe bewirkte Drehung der Röhre erfolgen, wobei im letzteren Falle der Strom fest eingeschmolzenen Elektroden über Schleifkontakte zugeführt werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schalteinrichtung für grosse Schaltleistung mit röhrenförmigem Quecksilberschalter, der die
Schaltbewegung durch Drehung um seine Längs- achse ausführt und dessen Innenraum durch mehrere isolierende Zwischenwände so unterteilt ist, dass bei der Ausschaltbewegung eine mehrfache Unterbrechung der Quecksilberbrücke entsteht, dadurch gekennzeichnet, dass jede Zwischenwand als ganzen Rohrquerschnitt bis auf eine exzentrisch liegende verhältnismässig kleine Öffnung verschliessende Scheibe ausgebildet ist-wie dies bei Schaltern mit einer einzigen Zwischenwand, kleiner Schaltleistung und langsamer Schaltbewegung bekannt ist-und dass der Antrieb für so schnelle Drehung der Röhre bei der Ausschaltbewegung eingerichtet ist,
dass das infolge seiner Trägheit in Ruhe bleibende Quecksilber durch die Zwischenwände schneller durchschnitten und getrennt wird, als dies bei Bewegung des Quecksilbers unter dem Einfluss seines Gewichtes möglich wäre.