AT165867B - Verfahren zur Reinigung von Thomasstahl - Google Patents
Verfahren zur Reinigung von ThomasstahlInfo
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Description
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Verfahren zur Reinigung von Thomasstahl
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von Thomasstahl von nichtmetallischen Einschlüssen. Es ist bekannt, dass gewöhnlicher Thomasstahl normalerweise nichtmetallische Einschlüsse in einer solchen Grösse und Menge enthält, dass die Verwendung des genannten Stahles begrenzt ist. Derartige Stähle sind besonders auf dünne Bleche und Drähte unterhalb eines bestimmten Durchmessers schwer zu verarbeiten, was auf die Anwesenheit der Einschlüsse zurückzuführen ist. Die Menge der nichtmetallischen Einschlüsse (Silikate von Eisen, Aluminium, Mangan usw.) dieser Stähle ist eines der wesentlichsten Merkmale ihrer Qualität. Dies erklärt sich durch das fortschreitende Ansammeln der Verunreinigungen an der Aussenseite der Körner während der Kristallisation.
Auf diese Weise bildet sich eine Unterbrechung zwischen den Metallkörnern, welche der interkristallinen Widerstandsfähigkeit erwiesenermassen schadet.
Das den Gegenstand der vorliegenden Er- findung bildende Verfahren besteht darin, dass man dem fertigen Stahl während des Giessens in die Gussform Bleioxyd oder ein festes Bleisalz, wie Bleicarbonat, in einer Menge von ungefähr
1 kg auf 3 t Stahl zusetzt. Das wesentliche
Merkmal dieses Verfahrens besteht darin, dass die im Stahl enthaltenen komplexen Silikate abgetrennt werden, u. zw. dadurch, dass das zugesetzte Mittel ein leicht schmelzbares basisches
Silikat bildet, das sich leicht abscheidet und dem
Stahl auch die anderen Verunreinigungen sowie die eingeschlossenen Gase entzieht.
Das zur Durchfühnmg des erfindungsgemässen
Verfahrens vorzugsweise verwendete Bleioxyd (PbO) reagiert bei erhöhter Temperatur mit dem Silizium der komplexen Silikate unter
Bildung eines leicht schmelzbaren Bleisilikates, das auch alle anderen Oxyde bindet.
Die an Stelle von Bleiglätte zur Anwendung gelangenden Bleisalze, insbesondere B ! eicarbona.
(PbCOg), verhalten sich in gleicher Weise wie
Bleiglätte und ergeben auch analoge Resultate.
Im Falle der Anwendung von Bleicarbonat zeigt sich eine lebhafte Kohlensäureentwicklung, welche ein energisches Durchwirbeln des Bades
EMI1.1
fahren. Während bei dem Verfahren gemäss der Erfindung ungefähr 1 Teil Bleiverbindung auf 3000 Teile des zu behandelnden Stahles in fester Form während des Giessens zugesetzt wird, werden bei den bekannten Verfahren bis zu zu an Reaktionsmitteln verwendet, die zum Teil ausserdem in flüssigem Zustand vor Beendigung der Verarbeitung des Stahles zur Anwendung gelangen.
Schliesslich verlängern die erfindunggemäss in verhältnismässig geringen Mengen zur Anwendung gelangenden Bleiverbindungen in merklicher Weise das sogenannte "Arbeiten" des Stahles in der Gussform vor seinem voll-
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ständigen Erstarren, was die Entfernung der gasförmigen Einschlüsse begünstigt und somit eine Vervollkommnung der Entgasung bewirkt.
PATENTANSPRÜCHE : l. Verfahren zur Reinigung von Thomasstahl von nichtmetallischen Einschlüssen unter Verwendung von bleihaltigen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man dem fertigen Stahl während des Giessens in die Gussform ein festes
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Claims (1)
- 2. Ausführungsform des Verfahrens gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Giessstrahl des Stahles Bleioxyd (PbO) im festen Zustand zusetzt.3. Ausführungsform des Verfahrens gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Stahl unter denselben Bedingungen Bleicarbonat zusetzt.
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| AT165867D AT165867B (de) | 1948-03-26 | 1948-04-24 | Verfahren zur Reinigung von Thomasstahl |
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1948
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