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Elektrischer Durchflusserhitzer
Es sind bereits elektrische Durchflusserhitzer, insbesondere zur Warmwasserbereitung, vorgeschlagen worden, bei welchen der Flüssigkeitsstrom in einem elektrisch nicht leitenden Kanal oder Rohr geführt und unmittelbar durch einen in dem Rohr angeordneten blanken Widerstand beheizt wird. Es ist auch bekannt, das Ein-und Ausschalten des Stromes durch Steuereinrichtungen, wie Kolben oder Klappen, unter dem Einfluss der Änderung des Flüssigkeitsdruckes im Kanal zu bewirken, die beim Öffnen oder Schliessen des Absperrorganes auftritt.
Bei einem bekannten Durchflusserhitzer ist ein vom Heizkörper umschlossenes, als Durchlaufgehäuse ausgebildetetes Rohr oben von einer Gummischeibe abgeschlossen, die sich gegen den Boden einer mit einer mittleren Ausnehmung versehenen Abschlusswand legt, in welcher ein den Stromanschluss des Heizwiderstandes vermittelnder Kolben vorgesehen ist. Um die für die Steuerung des Kolbens erforderliche Druck-
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Heizwiderstand enthaltenden, aus Isolierstoff bestehenden Rohres und anderseits auf das Ende des Flüssigkeitszuführungsrohres flüssigkeitsdicht aufgestülpt ist.
Eine auf geringste Druck- schwankungen ansprechende Bauart ergibt sich, wenn die Membrane als dünnes Häutchen ausgebildet ist, das von einem Rohr umschlossen ist, welches im Bereiche der Kontaktstelle für den Stromanschluss eine Durchbrechung aufweist, so dass sich der Druck der Flüssigkeit nur an dieser Stelle auf das Häutchen auswirken kann. Die Erfindung erstreckt sich ferner auf eine besonders einfache Ausbildung der Kontaktanordnung.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt, Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie II-II der Fig. 1.
An einem einen kegeligen Mantel 1, eine Decke 2 und einen eingeschraubten Boden 3 aufweisenden Gehäuse, das zweckmässig aus Kunstmasse gepresst ist, ist unten eine Öffnung zum Einführen eines Mundstückes 4 und oben eine Öffnung für den Durchtritt einer Gewindehülse 5 vorgesehen. Das Mundstück 4 ist durch eine Mutter 6, die Gewindehülse 5 zwischen einer Mutter 7 und einem auf die Hülse 5 geschraubten Mundstück 8 gehalten. In die Hülse 5 ist ein aus Isolierstoff bestehendes Rohr 9 dicht eingesetzt, z. B. eingekittet, das nahe dem Mantel 1 in Schraubenwindungen verläuft und ein verdicktes Ende 10 aufweist.
Auf dieses ist eine Gummimembrane 11 in der Art einer Manschette aufgeschoben, deren anderes Ende auf einem Rohransatz 12 des Mundstückes 4 sitzt. Über der Membrane 11 ist eine federnde rohrförmige Zwinge 13 angeordnet, die einen ovalen Ausschnitt 14 hat. Über den Enden der Zwinge befindet sich je eine Rohrschelle 15, 16, welche den durch die Mundstücke 4, 8, das Rohr 9 und die Membrane 11 gebildeten Kanal flüssigkeitsdicht abschliessen.
Zwischen dem Mundstück 8 und der Hülse 5 ist das eine Ende eines blanken elektrischen Widerstandsdrahtes 17 eingeklemmt, der in üblicher Weise schraubenförmig gewendelt ist, innerhalb des Rohres 9 verläuft, aus diesem innerhalb der Membrane austritt und mit seinem Ende durch eine, die Membrane flüssigkeitdicht durchsetzende Klemmschraube 18 samt
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Mutter 19 mit der Membrane 11 verbunden ist. Dem ausserhalb der Membrane liegenden Ende der Klemmschraube 18 steht das Ende einer Stellschraube 20 gegenüber, die von einem Arm 21 der Schelle 16 gehalten wird. Zur Regelung der Abstandes der beiden Schrauben 18, 20 voneinander ist im Gehäuse eine Öffnung 22 vorgesehen, die das Einführen eines Schraubenziehers gestattet.
Neben dem Mundstück 4 ist in die Wandung des Gehäuses 1 eine Büchse 23 eingesetzt, durch welche das Zuleitungskabel 26 eingeführt ist.
Der Leiter 27 mit dem höheren Potential ist an der Klemmschraube 28 für die Schelle 16 befestigt, während der Leiter 29 des niedrigeren Potentials innerhalb der Rohrschlange 9 zu einer zwischen der Mutter 7 und dem Gehäusedeckel 2 eingeklemmten Kontaktfahne 30 geführt und durch eine Kontaktschraube 31 festgeklemmt ist.
Zwischen der Klemmschraube 28 und der Schraube 19 ist mittels Leitern 32 ein Kondensator 33 eingeschaltet. Im Gehäuseboden 3 ist eine Öffnung 34 für den Abfluss des Schwitzwassers vorgesehen.
An das Mundstück 4 ist ein Gummischlauch 35 angesetzt, der die Flüssigkeit zuleitet und z. B. an den Wandhahn der Wasserleitung angesteckt ist. An das Mundstück 8 ist ein Schlauch 36 angesetzt, dem das ausfliessende heisse Wasser entnommen wird.
Beim Öffnen des Wasserhahnes wird infolge des Druckanstieges innerhalb des Kanals die Membrane 11 im Bereich des Ausschnittes 14 der Zwinge 13 aufgeweitet, wodurch die Kontakte 18 und 20 einander berühren und der Strom über den Leiter 27 durch den Widerstandsdraht 17 und über die Fahne 30 und den Leiter 29 zurückfliesst. Hiebei wird das durch das Rohr 9 strömende Wasser infolge der unmittelbaren Berührung des Widerstandes sehr rasch erhitzt.
Beim Schliessen des Wasserhahnes wird der Kontakt durch das Zurückgehen der Membrane unterbrochen, wobei eine Funkenbildung durch den Kondensator 33 verhindert wird.
Das zwischen Mundstück 8 und Hülse 5 eingeklemmte Ende des Widerstandsdrahtes 17 hat infolge des Energieverbrauches in der Heizschlange ein ganz niedriges Potential, das auch das vorbeiströmende Wasser annimmt, so dass dieses neutralisiert zum Verbrauch gelangt.
Da die Stelle, an der die Stromzufuhr zum Heizwiderstand bei Sperrung des Wasserzuflusses unterbrochen wird, ausserhalb des vom Wasser durchströmten Kanales liegt, sind Stromverluste im und ausser Gebrauch des Gerätes vollständig vermieden. Im Gegensatz zu bekannten Geräten sind lange Anschlussschläuche nicht erforderlich, so dass das Gerät bequem gehandhabt werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektrischer Durchflusserhitzer, insbesonders zur Warmwasserbereitung, unter unmittelbarer Beheizung des isoliert geführten Flüssigkeitsstromes durch einen innerhalb desselben angeordneten stromdurchflossenen Leiter, der über ein vom Flüssigkeitsdruck beeinflusstes Schaltorgan selbsttätig an das Stromnetz ein-oder ausgeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltorgan als Gummimanschette (11) ausgebildet ist, die einerseits auf das Mundstück (10) des den Heizwiderstand (17) enthaltenden, aus Isolierstoff bestehenden Rohres (9) und anderseits auf das Ende des Flüssigkeitszuführungsrohres (4) flüssigkeitsdicht aufgestülpt ist.