AT159116B - Verfahren zum Aufbringen eines Schutzüberzuges aus Reinaluminium oder einer korrosionsbeständigen Aluminiumlegierung auf aushärtbare Aluminiumlegierungen. - Google Patents
Verfahren zum Aufbringen eines Schutzüberzuges aus Reinaluminium oder einer korrosionsbeständigen Aluminiumlegierung auf aushärtbare Aluminiumlegierungen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Aufbringen eines Sehutzüberzuges aus Reinaluminium oder einer korrosions- beständigen Aluminiumlegierung auf aushärtbare Aluminiumlegierungen. Es sind Verfahren bekannt, um die Korrosionsbeständigkeit von geknetetem Halbzeug aus Aluminiumlegierungen, die selbst nicht genügend korrosionsfest sind, durch aufgeschweisste Überzüge von Reinaluminium oder korrosionsbeständigen Aluminiumlegierungen zu erhöhen. Das Aufschweissen der Überzüge kann in der Weise geschehen, dass entweder die Legierungsblöcke mit Reinaluminium umgossen werden, worauf der Verbundblock einer Knetbehandlung in der Wärme unterworfen wird, oder aber es wird ein vorgewalzter Block aus einer Aluminiumlegierung mit Blechen von Reinaluminium umhüllt und das Ganze nach Erhitzen auf eine engbegrenzte Schweisstemperatur gemeinsam ausgewalzt. Ein anderer Vorschlag geht dahin, den Legierungsblock in eine mit Reinaluminiumplatten aus- gekleidete Form einzugiessen und danach wiederum den Verbundbloek durch Knetbehandlung in der Wärme zu verformen. Es ist ferner bereits vorgeschlagen worden, die Aluminiumschicht auf elektrolytischem Wege in der Weise aufzubringen, dass die zu überziehende Legierung als Kathode, das Reinaluminium als Anode dient und dass ein Elektrolyt mit niedrigerem Schmelzpunkt als dem des Aluminiums verwendet wird, wobei gleichzeitig mit dem Aluminium geringe Mengen Blei oder anderer edlerer Metalle an der Kathode abgeschieden werden, deren Ausseheidungspotential in dem betreffenden Elektrolyten sich nicht wesentlich von dem des Aluminiums unterscheidet. Den bisher bekannten Verfahren haften jedoch verschiedene Nachteile an. Wird die Verbindung durch Schweissen hergestellt, d. h. unter Anwendung höherer Temperaturen, treten an den Verbindung- flächen häufig Oxydeinschlüsse auf, die eine innige Verbindung zwischen Grundlegierung und Überzug verhindern. Ebenso besteht auch bei dem Anwärmen des Materials auf Schweisshitze die Gefahr, dass sich Oxydsehichten bei dem Erwärmen bilden, die die Verbindung zu einem einheitlichen Ganzen erschweren. Bei dem elektrolytischen Verfahren dagegen sind Nachteile wirtschaftlicher Art an erster Stelle zu erwähnen, da das elektrolytische Aufbringverfahren sehr teuer ist. Ausserdem hat es den weiteren Nachteil, dass dabei noch geringe Mengen anderer Metalle in die Aluminiumsehieht gelangen. Die genannten Nachteile werden durch das Verfahren gemäss der Erfindung vermieden. Im Gegensatz zu den bekannten Verfahren wird gemäss der Erfindung der Schutzüberzug in der Weise aufgebracht, dass Schutzschicht und Grundlegierung in mehrfacher Wiederholung abwechselnd kalt verformt und geglüht werden. Dabei wachsen an den Grenzen beider Schichten die bei der Kaltverformung zertrümmerten Kristalle allmählich in-und durcheinander, wobei die dadurch allmählich hergestellte, immer inniger werdende Verbindung und Verklammerung der beiden Schichten durch einen Diffusionsvorgang unterstützt wird, der die Folge der für das Kornwaehstum anzuwendenden Glühungen ist. In scharfem Gegensatz zu dem Verfahren des An-oder Aufschweissens im schmelzflüssigen Zustand bzw. bei der Temperatur der Sehweisshitze, bei der das eigentliche Aufschweissen durch die gleichzeitige Anwendung von Druck und Wärme vor sich geht, tritt bei dem Verfahren der vorliegenden Erfindung ein Verschweissen nicht ein. Da die Erzielung des gewünschten Erfolges, d. h. die feste Verbindung beider Schichten durch Zusammenwachsen der Kristalle und durch Diffusion, nicht sofort erfolgt, sondern erst allmählich durch die mehrfache Wiederholung der beiden Vorgänge der Kornzertrümmerung und des Kornwachstums, werden zweckmässig bei der praktischen Anwendung des Verfahrens Vorkehrungen getroffen, um bei der ersten Kornzertrümmerung, z. B. durch Kaltwalzen, eine Trennung der beiden Schichten voneinander zu verhindern. Dies kann in verschiedener Weise bewerkstelligt werden. Die Schichten <Desc/Clms Page number 2> können auf mechanischem Wege, z. B. durch Einarbeiten entsprechender Erhöhungen und Vertiefungen, so zusammengehalten oder aber in irgendeiner geeigneten Weise, z. B. durch Nieten so zusammengeheftet werden, dass sie sich bei der ersten Kaltknetoperation nicht voneinander abzulösen vermögen. Eine weitere Vervollkommnung der festen Verbindung zwischen Sehutzüberzug und Grundlegierung tritt durch das nachfolgende Veredelungsglühen und die bei dieser Temperatur besonders starke Diffusion ein. Besonders zweckmässig ist es ferner, wenn als Sehutzüberzug in an sich bekannter Weise eine unter den gleichen Bedingungen wie die Grundlegierung aushärtbare Aluminiumlegierung Verwendung findet, die nach der Verbindung mit der Grundlegierung gemeinsam mit dieser veredelt wird. Wohl hat man vorgeschlagen, eine Aluminiumplattierung auf Eisen und Stahl ausschliesslich durch Kaltwalzen vorzunehmen. Dabei tritt aber nicht ein allmähliches In-und Durcheinanderwachsen der Grenzkristallschichten ein. Die Vereinigung der Schichten erfolgt vielmehr lediglich durch starken Walzdruck, die durch das künstliche Aufrauhen der zu vereinigenden Bleche oder Bänder unterstützt wird, wobei das weichere Aluminium an den härteren Stahl durch stärkeren Druck angepresst wird. Die Ausführung des neuen Verfahrens kann beispielsweise wie folgt vorgenommen werden : Ein vorgewalzter Block von beispielsweise 40 mm Stärke aus einer aushärtbaren, jedoch nicht korrosionsbeständigen Aluminiumlegierung wird einseitig oder beiderseitig mit Platten von etwa 2 mm Stärke aus einer korrosionsbeständigen Aluminiumlegierung belegt, die unter den gleichen Bedingungen wie der vorgewalzte Block aushärtbar ist. Darauf werden die Platten durch geeignete Mittel, beispielsweise durch Nieten, an den vorgewalzten Block angeheftet. Nunmehr findet durch abwechselndes Kaltwalzen und Weichglühen bei Temperaturen von etwa 3500 eine stets- abwechselnde Kornzertrümmerung und Kornwachstum statt, wobei allmählich eine feste Verbindung zwischen den Platten und dem Block entsteht. Die Anzahl der erforderlichen Kaltwalz-und Weichglühoperationen ist naturgemäss von der Stärke des Ausgangs und des Endproduktes abhängig. Endlich wird das erhaltene Produkt zwecks Veredelung einer an sich bekannten Warmbehandlung unterworfen, bei der infolge der Diffusion eine weitere Vervollkommnung der Verbindung zwischen EMI2.1
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Aufbringen eines Schutzüberzuges aus Reinaluminium oder einer korrosionsbeständigen Aluminiumlegierung auf aushärtbare Aluminiumlegierungen, dadurch gekennzeichnet, dass Grundmetall und Schutzschicht gemeinsam in mehrfacher Wiederholung durch abwechselnde Kaltverformung, insbesondere durch Walzen und darauffolgendes Ausglühen so lange behandelt werden, bis durch allmähliches Ineinander-und Zusammenwachsen der Grenzkristallschichten eine feste Verbindung erzielt wird.
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