<Desc/Clms Page number 1>
Österreichische PATENTSCHRIFT ? 15910. RUDOLF THYLL IN BUDAPEST.
Berie8elung8konden8ator.
Bei dem, den Erfindungsgegenstand bildenden Kondensator wird das zu kühlende Mittel durch horizontale Rohro geleitet, welche in der später beschriebenen Weise derart untereinander verbunden sind, dass das Kondensat in den sie verbindenden Krümmern ab-
EMI1.1
jedesmal grösser als der der entgegengesetzt gerichteten sein. Wesentlich ist ferner, dass die die einzelnen horizontalen Kühlrohrteile verbindenden Krümmer als Wassersäcke dienende, nach abwärts gerichtete Ausbiegungen haben.
Die niedergeschlagene Flüssigkeit fliesst aus den untersten Zweigen der einzelnen, aus je zwei Ubereinander liegenden horizontalon Rohren gebildeten Rohrschlingen den einzelnen Wassersäcken zu und wird durch den Druck der Dämpfe oder Gase den oberen Zweigen der nächsten oberen Schlinge unmittelbar zugeleitet, so dass das Kondensat schliesslich aus dem obersten Teil der Vorrichtung entnommen werden kann. Durch diese Anordnung wird u. a. der Vorteil erzielt,
EMI1.2
die sich niederschlagende Flüssigkeit bei ihrer Aufwärtsbewegung in den Rohrschlingcn immer weiter verdichtet und abgekühlt wird.
Ein solcher Berieselungskondensator kann zweckmässig in der Weise ausgeführt werden, dass die Rühren aller Schlingen in einer Ebene übereinander liegen, während die Verbindung der Röhren untereinander und die Einschaltung der Wasscrsacke durch entsprechende Biegungen oder Rohranschlussstückc erzielt wird.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen schematisch drei verschiedene Ausführungsformen des Er- nndungsgogonstandes. Fig. 4 veranschaulicht die Vorderansicht und Fig. 5 den Grundriss eines Kondensators nach dem in Fig. 1 schematisch dargestellten Prinzip. Fig. 6, 7 und 8 zeigen Vorderansicht, Seitenansicht und Grundriss einer abgeänderten Ausführungsform nach Fig. 3.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht der Kondensator aus mehreren übereinander liegenden Rohrschlingen 3,. 5-7, 9-11, 13. Jede derselben ist in ihrem unteren Zweig (5,, 9) mit den als Wassersack dienenden Rohrausbiegllngen 4, 6 versehen und mit der über ihr liegenden Rohrschlinge durch eine entsprechende Biegung oder durch ein Anschlussstück 21, 22 verbunden. Diese Verbindung ist so ausgeführt, dass immer der unterste Zweig (5, 9) jeder Schlinge mit dem oberen Zweig (7, 11) der nächst oberen Schlinge in Verbindung steht, so dass die bei 1 in der Pfeilrichtung 2 eingeführten Gase sich in den Rohrzweigen in der durch Pfeile angegebenen Richtung bewegen.
Die Gase s, teigen also stets von der unteren in die nächst obere Rohrschinge und sinken in jeder Rohrschlingo nach abwärts. Die sich niederschlagenden Flüssigkoitstoile niossen den Wassorsäcken bezw.
Rohrausbiegungfn 4, 6 zu und werden durch den Druck der Dämpfe mitgerissen und all- mählich nach oben befördert. Auf diese Weise wird die Flüasigkeitsmenge in den oberen Zweigen der Rohrschlingen immer grösser. so dass schliesslich die obersten Rohrschlingen nur Flüssigkeit enthalten, die bei 14 abgeführt werden kann.
Der in Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsform liegt das in Fig. 1 voran- schaulichte Prinzip zugrunde; jede Rohrschlinge hat im wesentlichen die in Fig. 1 ge-
<Desc/Clms Page number 2>
zeichnete Gestalt. Die Rohrschlingen liegen jedoch nicht übereinander, sondern greifen ineinander, wie aus der Zeichnung ersichtlich ist. Dieser Kondensator besteht aus drei Rohrsystemen, die mit ihren unteren Enden an den Zuführungsstutzen a und mit ihren oberen Enden an den Ableitungsstutzen b angeschlossen sind. Die Zweige sämtlicher Rohrschlingen liegen in einer Ebene übereinander. Die Bildung der Wassersäcke geschieht hier durch entsprechende Ausbiegung c der Zweigrohre. Die Rohranschlussstücke oder Verbindungskrümmor d sind ebenfalls entsprechend nach aussen gebogen.
Die Kühlnüssigkeit wird durch ein Rohr e zugeführt und unten in einem Bebliter f gesammelt, aus dem sie durch den Ablaufstutzen 9 abläuft.
Bei der in Fig. 2 schematisch dargestellten Konstruktion sind die in Fig. 1 zur Anwendung kommenden Rohrausbiegungen 4, 6 durch solche Ausbiegungen 23, 24 ersetzt, die sich über zwei aufeinander folgende Rohrschenkel erstrecken.
Die in Fig. 3 schematisch dargestellte und in Fig. 6-8 veranschaulichte Ausführungsform unterscheidet sich darin von der in Fig. 1 gezeichneten, dass die Rohr schlingen mit mehreren, nämlich mit vier Zweigen versehen sind und diese schlangen- förmig gewunden sind. Die Wirkungsweise dieses Kondensators, der sich zweckmässig für kleinere Ausführungen eignet, ist dieselbe, wie oben beschrieben. In der Zeichnung sind durch Pfeile die Bewegungsrichtungen dos Dampfes angegeben. Die Wassorsäcke können hier anstatt in den Rohrzweigen, an Rohranschlussstücken oder Verbindungskrümmorn vorgesehen werden.
Der Erfidungsgegenstand kann in seinen Einzelheiten beliebig abgeiindert worden.
Es kommt nur darauf an, dass die einzelnen Biegungsabteilungen in der Richtung des Gasstromes nach abwärts geneigt oder mit Ausbiegungen versehen sind, dass ferner die in den Leitungen kondensierte Flüssigkeit den ssiegungsstellen zufliesst und sich dort sammelt und dass die angesammelte Flüssigkeit durch die nachströmenden Gase kolbonartig nach oben gedrückt wird.