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Aufbau für Filmbauten, Beleuehterbrücken od. dgl.
Die Herstellung von Filmen geschieht zum grossen Teil in geschlossenen Räumen, in welchen die für die Aufnahme bestimmten Dekorationen hineingestellt werden. Die Aufnahmepartien müssen von den verschiedensten Seiten her ausgeleuchtet werden. Die die Beleuchtungsapparate bedienende
Personen stehen dabei auf Brücken, die in der Regel auch dazu dienen, die Dekorationswände zu tragen.
Diese manchmal einen sehr grossen Raum einnehmenden Traggerüste werden seit Beginn des Filmens aus starken Hölzern nach Zimmererart unter Verwendung von Eckversteifungen aufgebaut. Der grosse
Nachteil dieser Aufbauten bestand in ihrer Schwerfälligkeit. Sie konnten den wechselnden Dekorationen nicht so leicht angepasst werden, erhöhten ausserdem die Brandgefahr in den Ateliers. Der Haupt- nachteil der bisher gebräuchlichen Aufbauten bestand aber in der unwirtschaftlichen Ausnutzung der
Aufnahmefläche ; auch erforderten sie einen grossen Arbeitsaufwand.
Zur Vermeidung dieser Nachteile gelangen gemäss der Erfindung als Bauelement für den Aufbau der Filmbauten, der Beleuchterbrücken und ähnlicher Einrichtungen Metallrohre zur Anwendung, die durch Kupplungsstücke zu tragenden Konstruktionen verbunden werden. Durch die Anwendung von Metallrohren, die auf dem Gebiet der Filmarchitektur bisher keine Anwendung fanden, ergeben sieh Vorteile der verschiedensten Art. Als wichtigster ist zunächst die Beseitigung der Feuersgefahr zu betrachten und die Verminderung der Bautiefen der Brücken, wodurch eine bessere Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Platzes erreicht wird. Weiterhin sind aus Metallrohren bestehende Aufbauten leichter durch ungeschultes Personal herzustellen.
Durch die Anwendung von Metallrohren ergibt sich weiter ein freieres und unabhängiges Arbeiten der Dekorationen, insbesondere der sogenannten"Ecken"und kleineren Bauten, ohne dabei die stattfindenden Aufnahmen zu stören. Da die Aufbauten sozusagen während des Drehens unauffällig hergestellt werden können, ergibt sich eine gute Ausnutzung der vorhandenen Arbeitskräfte.
Der Aufbau der bisherigen Brücken konnte auch nur in der Weise erfolgen, dass bei verschieden hohen zur Anwendung gelangenden Dekorationen diese Aufbauten voreinander oder nebeneinander gestellt werden mussten, während gemäss der vorliegenden Erfindung die zur Ausleuchtung dienenden Brücken verschieden hoher Dekorationen etagenweise übereinander angeordnet werden können und trotzdem wegen Fortfalls der Versteifungen ein freies Durchleuchten gestatten.
Weiterhin ist es möglich, innerhalb der Aufbauten die sogenannten Verkehrsflure zu schaffen, die baupolizeilich und feuerpolizeilich hinter den Dekorationen in den Ateliers vorgeschrieben sind.
Dadurch ergibt sich eine zusätzliche Raum-und Platzersparnis. Ferner ist man in der Lage, durch Anwendung dieses für Filmbauten neuartigen Bauelementes bei engen Platzverhältnissen in den Ateliers die zur Anbringung der Dekoration und Aufstellung der Beleuchteranlagen erforderlichen Brücken an die Wand zu hängen und dabei in jeder beliebigen Höhe innerhalb der Brücken Laufstege oder nach allen Seiten zu verwendende Plattformen für die Lampen leicht anzubringen, wobei auch der Sicherheit halber Geländer vorgesehen werden können. Bei Anwendung der in verschiedenen normalen Längen zu haltenden Metallrohre ergibt sich die Möglichkeit des jeweiligen Auswechselns nach Bedarf, während dies bei den bisher üblichen Holzbauten nicht der Fall war, da diese nach mehrmaligem Gebrauch unbrauchbar geworden waren.
Ausserdem ergeben die aus Metallrohren hergestellten Aufbauten eine grössere Standfestigkeit gegenüber den Holzvorrichtungen und ermöglichen den Operateuren ein sicheres Arbeiten. Man ist sogar in der Lage, die Aufbauten hängend anzuordnen, so dass man in der Besetzung des Fussbodens vollkommen freie Hand hat.
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Weiterhin kann man die Aufbauten räumlich ausdehnen, indem man dies durch Verschiebung der Kupplungsteile bewirkt oder auch die Rohre selbst in an sich bekannter Weise durch teleskopartige Ausbildung ausziehbar macht.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei beispielsweisen Ausführungsformen dargestellt. Die Fig. 1 veranschaulicht den Erfindungsgegenstand in schaubildlicher Ansicht bei stehendem Aufbau und die Fig. 2 zeigt den aus der Wand balkonartig ragenden Aufbau.
Bei dem stehenden Aufbau nach Fig. 1 werden die senkrechten Rohre 1 in Standfüsse 2 eingesetzt, wobei die Rohre 1 mittels der Kupplungsmuffen 3 durch die waagrecht verlaufenden Rohre 4 zu einer tragenden Konstruktion verbunden werden. Auf den waagrechten Rohren 4 werden in ge- wünschter Höhe die Brückenbeläge 5 angeordnet, auf denen der die Beleuchtungslampen 6 bedienende Operateur steht.
Wie aus der Fig. 1 ersichtlich, können die Beleuchterbrücken in jeder Höhe leicht angebracht werden und sie versperren den Durchblick nicht.
Die Fig. 2 veranschaulicht die Anordnung eines balkonartig aus der Ätelierwand herausragenden Aufbaues, bei dem die waagreehten Metallrohre 7 in der Wand befestigt werden und mittels der Kupplungsmuffen 3 die lotrechten Rohre 1 tragen, die mittels Kupplungsmuffen mit den waagrechten Rohren 4 zu einer tragenden Konstruktion verbunden sind, wobei auf den waagrechten Rohren 4 die die Beleuchterlampen 6 tragenden Brückenbeläge angeordnet sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Aufbau für Filmbauten, Beleuchterbrücken od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass als einheitliche Bauelemente Metallrohre zur Anwendung gelangen, die durch Kupplungsstücke zur tragenden Konstruktion verbunden werden.