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Zwischenkiihler Mr Kolbenverdichter.
Bei Kolbenverdichtern mit zwei oder mehr Stufen bestehen die Niederdruckstufen im allgemeinen aus zwei oder mehr Zylindern. Zwischen der Niederdruckstufe und der Hochdruckstufe ist ein Zwischenkühler angeordnet. Bei der üblichen Bauweise solcher Zwisehenkühler zeigt es sich, dass die in ein und denselben Zwischenkühler einschiebenden Niederdruckzylinder sich gegenseitig nachteilig beeinflussen. Bei den bekannten Einrichtungen dieser Art, die mit rechtwinklig abgebogenen Luftwege arbeiten, treten ausser gegenseitigen Störungen an den einzelnen Niederdruckzylindern auch noch Prellverluste auf, die mit Schwingungen und Geräuschen verbunden sind ; ebenso wirkt der hiebei immer auftretende Rückprall schädlich auf die Ventile.
Die nebeneinander angeordneten Druekstutzen münden in einen rohrförmigen Sammelbehälter von geringem Inhalt, in dem naturgemäss Stauungen auftreten müssen. Das Herüber-und Hinüberschieben einer gewissen Luftmasse von einem Druckventil zum andern verursacht bei den Druckventilen oft Plattenbriiche und schädliche Überhitzung.
Man hat schon mehrere Zuführungsstutzen hintereinander in der ganzen Breite des Röhrenkühlers angeordnet, bei denen aber ganz andere Wechselverhältnisse zwischen den Stutzen vorhanden sind wie bei den nebeneinanderliegenden der Erfindung. Es konnten also die mit der Erfindung beabsichtigten Zwecke nicht erreicht werden, zumal diese auch nicht zur Aufgabenstellung der Erfindung in Beziehung stehen, nämlich : a) Geräuschminderung durch tangentialen Lufteintritt und windkesselartige Wirkung, b) Verminderung gegenseitiger Beeinflussung und Störung der Druckventile der Niederdruckseite, c) Verminderung von Wärmestauungen durch eine zwischen den Druekstutzen der Niederdruekzylinder hin und her geschobene Luftsäule.
Die Abweichungen in der Wirkung gegenüber den bekannten Einrichtungen bestehen bei der Erfindung im wesentlichen darin, dass die neue Bauart eine möglichst ungehinderte und möglichst stoss-und wirbelfreie Führung der Druckluft durch den Kühler gewährleistet.
Die Bauart gemäss der Erfindung vermeidet die genannten Mängel dadurch, dass die axial neben-
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Ringraumes ein Mehrfaches des Zylinderinhaltes beträgt, fällt die Geschwindigkeit der einzelnen aus den Stutzen austretenden Luftsäulen bedeutend ab. Die gemeinsame Luftmenge zieht in kreisender Strömung mit geringer Geschwindigkeit gemeinsam zu dem Einlass des Kühlers und durch das Röhrenbündel ab, aus dem sie von der Hochdruckstufe abgesaugt wird. Die windkesselartige Wirkung des Sammelbehälters verhindert jede stossweise Beanspruchung der Kühlrohre usw., so dass Schwingungen mit schädlichen Begleiterscheinungen, z. B. Lösen der Verbindungsstellen durch regelmässige Erschütterungen, vermieden werden.
In den Fig. 1 und 2 ist der neue Zwischenkühler für eine zweistufige Maschine im Längs-und Querschnitt dargestellt.
Um das eigentliche Kühlsystem- 1 ist ein zylindrischer Sammelbehälter 2 angeordnet. Auf der einen Stirnseite 8 ist das Kühlsystem 1 durch einen Sammelraum 3 abgeschlossen, aus welchem die zweite Stufe die gekühlte Luft ansaugt. Das eigentliche Kühlsystem 1 kann beispielsweise in bekannter Weise als Röhrenkühler ausgebildet sein. Die beiden Eintrittsstutzen 4, durch die die verdichtete heisse Luft der beiden Niederdruckzylinder in den ringförmigen Sammelraum 5 eintritt, sind am Sammelbehälter 2 so angebracht, dass die Luftströme einzeln tangential eintreten (Fig. 2). Die Luftströme kreisen an der inneren Mantelfläche des konzentrisch zum Rohrenkühler angeordneten Sammelbehälters entlang, ohne irgendwie eine Prallfläche zu finden, die Stösse verursachen könnte.
Beide Luftströme sind vollständig unabhängig voneinander. Sie laufen sich sozusagen schwingungsfrei tot. Aus den kreisenden Luftringen tritt die Luft in das von dem Bodenstück 6 des Sammelbehälters umgebene Ende 7 des Röhrenkühlers ein und durchstreicht dann axial die einzelnen Kühlrohre mit nahezu konstanter geringer Geschwindigkeit. Am andern Ende 8 wird die abgekühlte Luft von der Hoehdruekstufe angesaugt.
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