AT157595B - Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen feuchter Längsstreifen an Papierbahnen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen feuchter Längsstreifen an Papierbahnen.

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  Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen feuchter Längsstreifen an Papierbahnen. 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Trocknen feuchter
Längsstreifen an Papierbahnen, insbesondere zum Trocknen der auf die Papierbahn aufgetragenen parallelen Gummierungsstreifen in   Rollengummiermaschinen.   



   Der Zweck der Erfindung ist, die Leistung solcher Maschinen durch Beschleunigung der Trocknung zu steigern und vor allem die Behandlung auch empfindlicher Papiere, wie Zigarettenpapier u. dgl., sowie eine raumsparende und gedrängte Bauart der Maschine zu ermöglichen. 



   Es ist bekannt, heisse Luft zum Trocknen von gummierten oder imprägnierten Papierbahnen zu verwenden. Von den bekannten Verfahren unterscheidet sich das erfindungsgemässe dadurch, dass die heisse Luft nur auf die feuchten Streifen, nicht aber auf das zwischen diesen liegende Papier geblasen wird, wobei gleichzeitig durch an sich bekannte Heizkörper unterhalb der Papierbahn der Niederschlag der in den Streifen enthaltenen Feuchtigkeit auf der Unterseite der Papierbahn verhindert wird. 



   Erst dadurch wird es möglich, auch empfindliches Papier, wie Zigarettenpapier u. dgl., auf Rollengummiermaschinen mit Heisslufttrocknung zu verarbeiten. Die Beschränkung der Heissluftbehandlung auf die feuchten Streifen verhindert ein Verbrennen oder Schrumpfen des empfindlichen Zigarettenpapiers, während die Heizkörper unterhalb der Papierbahn die Bildung von Niederschlägen verhindern, die sonst beim darauf folgenden Aufwickeln des Papiers ein Verwischen der darunterliegenden Streifen bewirken würden. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren bewirkt also eine beschleunigte Verdunstung des flüssigen Lösungsmittels des Gummis und eine rasche Trocknung der gummierten Streifen auf verhältnismässig kurzem Wege der Papierbahn bei grösster Schonung des Papiers. 



   Die Zufuhr der Heissluft zu den Gummierungsstreifen findet vorteilhaft in der Weise statt, dass oberhalb der Papierbahn, entlang der Bahn der Gummierungsstreifen,   Hohlschienen   mit gegen die Gummierungsstreifen gerichteten feinen Düsen angeordnet sind, durch welche die von einem Gebläse über Heizzylinder in die Hohlschienen zugeführte Heissluft in auf die Gummierungsstreifen gerichteten Strahlen geblasen wird. 



   Gemäss der Erfindung sind die Hohlschienen mit ihren freien Enden auf einer gemeinsamen, quer zur Papierbahn in schwenkbaren Armen gelagerten Welle abgestützt und können durch Hochheben der Querwelle von der Papierbahn abgehoben werden. 



   Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in einer Ausführung schematisch dargestellt, u. zw. ist   Fig. 1   eine Vorderansicht und Fig. 2 eine Draufsicht der Vorrichtung. 



   Über eine Lenkwalze 1 wird die von einer in der Zeichnung nicht dargestellten Papierrolle abgewickelte und in einer Gummiereinrichtung mit parallelen Gummierungsstreifen versehene Papierbahn 3 über ortsfeste Heizkörper   4,     5,   6 zu den   Längsschneidemessern   und der Aufwiekelvorriehtung dauernd und gleichmässig zugeführt. Oberhalb der ortsfesten Heizkörper 5, 6 sind Hohlschienen 7 entlang der Bahn der Gummierungsstreifen 2 derart angeordnet, dass ihr Abstand von den Heizkörpern 5, 6 bzw. von der auf diesen laufenden Papierbahn in gewissen Grenzen genau einstellbar ist. 



  Die Hohlschienen 7 sind unten mit einer Anzahl feiner Düsenöffnungen versehen. Jede Hohlsehiene ist an einen Heizzylinder 8 angeschlossen und mit diesem starr verbunden. Die Heizzylinder 8 sind durch Rohrstutzen 10 und   Gummischlauch   11 mit einem Verteilungsrohr 9 verbunden. An das Verteilungsrohr 9 ist ein in der Zeichnung nicht dargestelltes Gebläse angeschlossen, welches die Luftzufuhr während des Arbeitsganges durch das Verteilungsrohr 9, die Heizzylinder 8 und die Hohl- 

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 schienen 7 bewirkt und die in den Heizzylindern 8 erwärmte Luft durch die Düsenöffnungen der Hohl- schienen 7 auf die Gummierungsstreifen 2 der Papierbahn 3 presst. 



   Das Verteilungsrohr 9 ist in Ständern 12 gelagert, welche seitlich an Trägern 13 der Rollen- gummiermaschine befestigt sind. In den Ständern 12 ist eine Welle 14 drehbar gelagert, auf welcher die Heizzylinder 8   angesehraubt   und entlang der Welle 14 verstellbar sind. Das freie Ende der Hohl- schienen 7 ist auf Böckchen 15 befestigt, die ihrerseits mittels Schrauben 16 auf einer Welle 17 bzw. in auf dieser Welle befestigten genuteten Führungen so abgestützt sind, dass die Schraubenende in den Führungen entsprechend der Dehnung der Hohlschienen 7 beim Durchgang der Heissluft sich in den genuteten Führungen verlagern können. 



   An den Enden der Welle 14 sind Arme 18 befestigt, an deren andern Enden die Welle 17 gelagert ist. Durch Hochschwenken der Arme 18 wird die Welle 14 mit den auf ihr   befestigten Heizzylindern 8   gegen den Uhrzeiger gedreht und gleichzeitig die Welle 17 hochgehoben, wodurch die Hohlschienen 7 ebenfalls gehoben und von der Papierbahn entfernt werden. 



   Die Wirkung der Vorrichtung ist nun folgende : die von der Papierrolle abgewickelte Papierbahn 3 wird in einer Gummiervorrichtung in bekannter Weise mit   Gummierungsstreifen   2 versehen und über eine Leitwalze 1 und die Heizkörper 4, 5, 6 zu den   Längssehneidemessern   und der Aufwickeleinriehtung dauernd und gleichmässig geführt. Auf dem Wege über die Heizkörper 4, 5, 6 wird der Papierbahn durch unmittelbare Berührung und durch Strahlung eine mässige Wärmemenge zugeführt.

   Gleichzeitig wird den Gummierungsstreifen eine nur auf diese wirkende zusätzliche Wärmemenge durch Blasen heisser Luft durch die Düsen der   Hohlschienen   7 zugeführt, wodurch die Trocknung der Gummierstreifen auf verhältnismässig kurzem Wege rasch vor sich geht, ohne dass die ungummierte Fläche der Papierbahn nachteilig beeinflusst wäre. Es kann daher die Papierbahn 3 mit einer wesentlich höheren
Geschwindigkeit durch die Trockenvorrichtung zur   Schneid-und Aufwiekeleinrichtnng geschickt   werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Trocknen feuchter Längsstreifen an Papierbahnen, insbesondere zum Trocknen der auf eine Zigarettenpapierbahn in Rollengummiermaschinen aufgetragenen Gummierungsstreifen, dadurch gekennzeichnet, dass Heissluft bloss auf die Gummierungsstreifen aufgeblasen wird, wobei gleichzeitig durch an sich bekannte, unterhalb der Papierbahn angeordnete Heizkörper der Niederschlag von Feuchtigkeit an der Unterseite der Papierbahn verhindert wird.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb der Papierbahn (3) entlang der Bahn der Gummierungsstreifen (2) Hohlschienen (7) mit gegen die Gummierungsstreifen gerichteten Düsen angeordnet sind, durch welche über Heiz- zylinder heisse Luft auf die Gummierungsstreifen geblasen wird.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der Hohlschienen (7) auf einer gemeinsamen, quer zur Papierbahn (3) gelagerten Welle ss gestützt sind und durch Hochheben der Welle (17) von der Papierbahn abgehoben werden können.
AT157595D 1937-12-04 1937-12-04 Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen feuchter Längsstreifen an Papierbahnen. AT157595B (de)

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