AT157328B - Geschlossene Hochspannungssicherung. - Google Patents

Geschlossene Hochspannungssicherung.

Info

Publication number
AT157328B
AT157328B AT157328DA AT157328B AT 157328 B AT157328 B AT 157328B AT 157328D A AT157328D A AT 157328DA AT 157328 B AT157328 B AT 157328B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
voltage fuse
conductors
section
points
fusible
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Karl August Dipl Ing Lohausen
Original Assignee
Aeg Union Elek Wien
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Aeg Union Elek Wien filed Critical Aeg Union Elek Wien
Application granted granted Critical
Publication of AT157328B publication Critical patent/AT157328B/de

Links

Landscapes

  • Fuses (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Geschlossene   Hoelhspaumungssieherung.   
 EMI1.1 
 eingebettet ist, welches nach dem Verdampfen des   Schmelzleiters   stark stromvermindernd wirkt und dadurch eine Stromunterbrechung in spätestens einer Halbperiode   herbeiführt.   Diese Einwirkung geschieht entweder durch Abgabe   Iichtbogenkühlender   Gase seitens des umgebenden   Löschmittels   oder durch Bildung einer hochohmigen Schmelzraupe aus dem umgebenden Löschmittel in der Weise, dass jene den Strom übernimmt, ihn infolge ihres hohen Widerstandes herabmindert und schliesslich unterbricht. Bei diesen Sicherungen verdampft der   Schmelzleiter   praktisch gleichzeitig auf seiner ganzen Länge, da er über seine ganze Länge hinweg den gleichen Querschnitt aufweist.

   Es gibt zwar   Sicherungen,   bei denen der Schmelzleiter an einer   Stelle - meist   in der   Mitte.-etwas geschwächt   ist : dies verfolgt aber lediglich den Zweck, den Grenzstrom herabzusetzen bzw. den Beginn des Durchschmelzens in die Mitte oder an einen gewünschten Punkt zu legen. Auch solche Sicherungen verhalten sieh   bezuglieh   des zeitlichen Verlaufs des Unterbrechungsvorganges genau so als wenn der Schmelzleiter über seine ganze Länge hinweg gleichen Querschnitt hätte. 



   Das gleichzeitige Verdampfen des Schmelzleiters schafft gegenüber dem vorangehenden Betriebszustand schlagartig andere Verhältnisse : In die Strombahn ist plötzlich ein hoher Widerstand 
 EMI1.2 
 grösser der erwähnte Widerstand und je grösser der Strom im Augenblicke des Verdampfens des Schmelzleiters ist. Dieser Schmelzstrom ist in der Hauptsache durch den Schmelzleiterquerschnitt festgelegt und somit auch durch den Nennstrom. Der Widerstand des Lichtbogens oder der Schmelzraupe   muss   aber anderseits   einen   bestimmten Mindestwert haben,   um die Löschung zu   ermöglichen.   Ex   íl   daher insbesondere für Patronen mit hohen Nennstromstärken eine erhebliche Überspannung nicht zu vermeiden.

   Dies gilt sowohl für Hochspannungssicherungen mit nur einem   Hauptsehmelzleiter   wie auch für solche mit   Haupt-und Nebensehmelzleiter.   



   Es ist bereits vorgeschlagen worden, den oder die für   die Unterbrechung massgebenden Schmelz-   leiter so zu formen, dass sie nicht gleichzeitig auf der ganzen Länge verdampfen. Dies wird dadurch erreicht, dass der Querschnitt des Schmelzleiters über seine Länge abgestuft wird. 



   Bei geringen Überströmen besteht bei dieser Anordnung die Gefahr, dass sich der kaskaden-   artig verlaufende Abschmelzvorgang viel zu langsam vollzieht. Um dies zu vermeiden, werden erfindungs-   gemäss die Sehmelzleiterteile, die in einem pulverförmigen oder sandigen   Lösehmittel   eingebettet sind, in kurzer Folge abwechselnd derart vergrössert oder verkleinert, dass die Elemente verschiedenen Querschnitts bei geringen   Überströmen   praktisch gleichzeitig die Schmelztemperatur erreichen und abbrennen.   Zweckmässigerweise   wird man dabei dem Schmelzleiter an Stellen grösseren Querschnitts eine   geringere Oberfläche   geben oder durch an sieh bekannte Mittel die Wärmeabgabe an Stellen grösseren Querschnitts herabsetzen.

   So kann man bei Verwendung von quergefalteten oder gewundenen Schmelzleitern an den Stellen grösseren Querschnitts die Faltung enger bzw. den Windungsabstand geringer wählen, so dass sich die Teile hier ebenso schnell wie diejenigen mit kleinerem Querschnitt erhitzen und   durchsehmelzen.   Im Kurzschlussfalle ist hingegen für das Durchschmelzen die Wärmekapazität der einzelnen Elemente massgebend. 



   Die einzelnen   Schmelzleiter   kann man auch, wie an sich bekannt, aus verschiedenen Materialien zusammensetzen. Die hintereinandergesehalteten Teile besitzen in diesem Falle verschiedene Ab-   schmelzeharakteristiken,   welche durch geeignete Auswahl des Schmelzpunktes, der elektrischen Leitfähigkeit, der spezifischen Wärmeabgabeziffer des Querschnitts und der Oberfläche bedingt sein können. Insbesondere lässt sieh durch Aufbringen von Schmelzlot oder ähnlichen Stoffen auf Teilen stärkeren Querschnitts eine bedeutende Herabsetzung des Schmelzpunktes an diesen Stellen bei langsamer Überlastung erzielen. 



   Bei Anordnung mehrerer paralleler Schmelzleiter mit stetig oder stufenweise über ihre Länge hinweg   veränderlichem   Querschnitt wird im Überlastungsfall der Absehmelzvorgang im allgemeinen so verlaufen, dass ein Leiter nach dem andern auf die notwendige Länge abschmilzt, da stets nur in einem der parallelen Zweige ein etwaiger Lichtbogen entstehen kann, dessen Löschung infolge der begrenzten Höhe des Stromes keine Schwierigkeiten macht. Bei Kurzschluss wird jedoch alsdann infolge der fallenden Charakteristik der parallelen Lichtbögen von Anfang an eine   ungleichmässige   Stromverteilung auf die parallelen Zweige eintreten und dazu führen, dass einer der Schmelzleiter die ganze Belastung an sich zieht. Eine Löschung des Lichtbogens ist in diesem Falle kaum noch möglich. 



   Um diese Schwierigkeit zu vermeiden und zugleich einen optimalen Wert der   Absehaltleistung   zu erreichen, ist es notwendig, jegliehe Liehtbogenbildung von Anfang an zu unterdrücken. Dies 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 geschieht dadurch, dass vorzugsweise in der Nähe der Stellen, an denen das Abschmelzen beginnt, eine gestreckte Ausbildung der   Sehmelzleiter   in Richtung des elektrischen Feldes auf eine grössere Länge vermieden wird, indem mindestens alle 2   eiit   eine Änderung der Schmelzleiterrichtung vorgesehen ist. Dies kann z. B. durch die an sich bekannte zickzack-, wellen- oder mäanderförmige Ausbildung oder Windung der   Sehmelzleiter   erreicht werden.

   Es hat sich gezeigt, dass bei einer solchen Anordnung eine   Lichtbogenbildung   sicher unterdrückt und eine gleichmässige Stromverteilung auf die parallelgeschalteten Schmelzleiter bzw. die nachher entstehenden   Sehmelzraupen   erreicht wird. 



   Die Unterdrückung der Lichtbogenbildung ist darauf zurückzuführen, dass die vorzugsweise in Richtung des elektrischen Feldes beschleunigten Metalldampfionen zum grossen Teil gegen die quer oder schräg zum Feld stehenden Wände des   Schmelzkanales   fliegen und hier absorbiert werden, so dass die zum Zünden eines Lichtbogens oder einer   lichtbogenähnliehen   Entladung notwendige Spannung grösser wird als die zur   Durchtreibung   des an den Schmelzstrom sich anschliessenden Nachstromes durch die halbleitende Schmelzraupe erforderliche Spannung. 



   In der Abbildung ist ein Ausführungsbeispiel für einen Schmelzleiter nach der Erfindung dargestellt. Bei dem bandförmigen Leiter wechseln die Teile grösserer oder kleinerer Breite in kurzer Folge miteinander ab. Bei grossen Überströmen (Kurzschlüsse), bei denen das Schmelzen in so kurzer Zeit vor sich geht, dass noch keine merkliche   Wärmeableitung   stattfindet, erfolgt das Abschmelzen staffelweise, u. zw. zuerst an den Teilen a mit kleinerem Querschnitt und greift dann auf diejenigen b mit grösserem Querschnitt über. Bei geringen   Überlastungen   werden aber die stärkeren Teile b von den schwächeren a aus aufgeheizt, so dass beide praktisch zur   gleichen   Zeit die gleiche Temperatur erreichen und infolgedessen der Schmelzleiter fast gleichzeitig an allen Stellen zum Abschmelzen gelangt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Geschlossene Hochspannungssicherung, bei welcher der Schmelzleiter in einem pulverförmigen oder sandigen   Löschmittel   eingebettet ist und beim Durchschmelzen auf der ganzen oder nahezu ganzen Länge so verdampft, dass infolge verschiedener Abschmelzcharakteristik der Leiterteile ihr Durchschmelzen bei Kurzschluss nicht gleichzeitig erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnitte der Leiterteile stetig oder stufenweise in kurzer Folge abwechselnd derart vergrössert und verkleinert sind, dass sie bei geringen   Überströmen   praktisch gleichzeitig die Schmelztemperatur erreichen und abbrennen.

Claims (1)

  1. 2. Hochspannungssicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anordnung parallelgeschalteter Schmelzleiter diese vorzugsweise an oder in der Nähe der Stellen, an denen bei Kurzschluss das Abschmelzen beginnt, mindestens alle 2 cm ihre Richtung ändern.
    3. Hochspannungssieherung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sehmelzleiter zickzack-, wellen-oder mäanderförmig verlegt sind.
    4. Hochspannungssicherung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmelzleiter an Stellen grösseren Querschnitts eine geringere Wärmeabgabe besitzen.
    5. Hochspannungssicherung nach Anspruch 4 mit gefalteten oder gewundenen Schnielzleitern, dadurch gekennzeichnet, dass die Faltung bzw. der Windungsabstand an den Stellen grösseren Querschnitts geringer gehalten wird.
    6. Hoehspannungssicherung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sehmelzleiter in Hintereinanderschaltung aus verschiedenen Materialien zusammengesetzt sind. EMI2.1
AT157328D 1935-06-24 1935-12-09 Geschlossene Hochspannungssicherung. AT157328B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE157328T 1935-06-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT157328B true AT157328B (de) 1939-10-25

Family

ID=29412846

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT157328D AT157328B (de) 1935-06-24 1935-12-09 Geschlossene Hochspannungssicherung.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT157328B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3220357A1 (de) Hochspannungs- und allzweckhochspannungsschmelzsicherung
DE10205905A1 (de) Vollbereichs-Hochspannungs-Strombegrenzungssicherung
DE3042830A1 (de) Verfahren zum unterbrechen eines elektrischen stromes in einem hochspannungskreis und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
AT157328B (de) Geschlossene Hochspannungssicherung.
DE2700989A1 (de) Ausloesevorrichtung mit thermischer verzoegerung
DE3237326A1 (de) Hochspannungs-hochleistungs-sicherung
DE4207983A1 (de) Reaktorschalter
DE3638042C2 (de) Träge elektrische Schmelzsicherung
CH189247A (de) Geschlossene Hochspannungssicherung.
DE2622085C2 (de) Niederspannungsschmelzleiter für elektrische Sicherungen
DE2005988C3 (de) Überspannungsableiter
CH236298A (de) Niederspannungs-Schmelzsicherung.
AT150826B (de) Hochspannungssicherung.
DE896678C (de) Hochspannungssicherung
DE907077C (de) Geschlossene Hochspannungssicherung
DE678294C (de) Hochspannungsschmelzsicherung mit Haupt- und Nebenschmelzleiter
DE730954C (de) Geschlossene Hochspannungssicherung
AT121183B (de) Einrichtung zum Unterbrechen von Strömen in mehreren aufeinanderfolgenden Abschnitten.
DE705620C (de) Hochspannungssicherungsanordnung
DE693148C (de) Hochspannungssicherung
CH648151A5 (de) Elektromagnetische lichtbogenloescheinrichtung.
DE1955672A1 (de) Sicherung
DE658882C (de) Schmelzsicherung mit parallel geschalteten Haupt- und Nebenschmelzleitern
AT236500B (de) Lichtbogenlöschkammer
DE750261C (de) Hochspannungssicherung