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Koaxiales Kabel.
Die Erfindung bezieht sich auf koaxiale Kabel, bei denen der eine Leiter im wesentlichen aus einem hohlen Metallzylinder besteht, der einen andern metallischen Leiter von geringerem Durchmesser umgibt und von diesem durch Abstandhalter aus Isoliermaterial getrennt und gehalten wird.
Manchmal ist es nötig, zwei oder mehrere koaxiale Leiterpaare in einem Kabel entweder allein oder zusammen mit andern Leitereinheiten unterzubringen. In diesem Fall werden die koaxialen Leiter miteinander verdrillt. Dies ergibt jedoch wegen der inneren Torsionsfestigkeit des zylindrischen Aussenleiters einige Schwierigkeiten.
Koaxiale Leiterpaare werden auch häufig dazu benutzt, die Hin-und Rückleitung für einen hochfrequenten Wechselstrom zu bilden. Es ist daher besonders wichtig, dass die Innenfläche des Aussenleiters, die dem Innenleiter am nächsten gegenüberliegt, möglichst glatt, fortlaufend und frei von Unebenheiten ist.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, ein koaxiales Leiterpaar zu schaffen, welches einfach im Aufbau und leicht herzustellen ist, das zumindest in einer Verseilungsrichtung verhältnismässig niedrige Torsionsfestigkeit besitzt und dessen Aussenleiter an der Innenseite von Natur aus glatt ist.
In der österr. Patentschrift Nr. 138323 wurde bereits ein koaxiales Kabel mit einem aus mehreren biegsamen Streifen bestehenden Aussenleiter vorgeschlagen, deren Stärke im Vergleich zu ihrer Breite gering ist und die mit ihren Rändern übereinandergreifen und von einem oder mehreren Bindegliedern od. dgl. umgeben sind.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein koaxiales Kabel mit einem äusseren Hohlleiter, der aus einem zu einer Röhre geformten Metallband besteht und durch Isolierkörper von einem Mittelleiter in Abstand gehalten wird ; die Erfindung besteht darin, dass die Kanten des Bandes einander gegenüberstehen und eine Fuge bilden und jede Kante des Bandes Vorsprünge hat, die über die Aussenseite der andern Kante hinüberragen.
Die Erfindung wird an Hand der Figuren näher erläutert, in denen für identische Teile die gleichen Bezugsnummern eingesetzt sind.
Gemäss der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform der Erfindung besitzt das koaxiale Kabel einen Innenleiter 10, mehrere geschlitzte Abstandscheiben 11, 11, die auf den Innenleiter in bestimmten Abständen aufgebracht sind, und einen zylindrischen Aussenleiter 12, der auf dem Umfang der Scheiben 11 liegt und durch diese getragen und vom Innenleiter getrennt wird. Der Innenleiter besteht vorzugsweise aus einem glatten massiven Kupferdraht mit kreisförmigem Querschnitt. Er kann jedoch auch aus einem andern Metall bestehen oder, wenn gewünscht, eine andere Form besitzen (z. B. Hohlzylinder, mehrere Litzen oder irgendeine andere vorteilhafte Form). Die Scheiben 11 kann man sich aus irgendeinem geeigneten Isoliermaterial, wie z. B.
Kunstharz, Gummi, plastischer Zellulose, Polystyrol od. dgl., gegossen, geformt oder ausgeschnitten denken und sie können irgendeine zweckmässige Form haben. Die dargestellten Scheiben haben in der Mitte ein Loch mit etwas geringerem Durchmesser als der Innenleiter 10. Die Scheibe hat einen Schlitz 111 mit geraden Kanten von geringerer Breite, der in eine sich zuspitzende Öffnung 112 zur Aufnahme des Drahtes 10 ausläuft. Wenn die Scheiben auf den Draht aufgebracht werden, umgeben sie diesen fest, ohne dass zusätzliche Befestigungsmittel nötig sind. Dies wird durch die Verstärkung mittels des engen Schlitzes 111 erreicht,
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wodureh das-mittlere Lpcher'eheibe von genügend viel Material umgeben wird, s dass-ein fester Sitz auf dem Draht gewährleistet ist.
Der Aussenleiter. ? besteht aus einem Streifen oder einem Band eines geeigneten Materials, wie z. B. Kupfer, Bronze, Aluminium oder-einem ändern leitfähigen Stoff, der über dem Umfang der Scheiben 11 zu einem Zylinder geformt ist und von diesen getragen wird. Der Zylinder hat in diesem Fall kreisförmigen Querschnitt. Er kann jedoch, wenn gewünscht, in bestimmten Fällen einen andern Querschnitt haben. Der Streifen hat an seinen beiden Kanten in bestimmten Abständen nach aussen vorspringende Zähne 14. Diese Zähne 14 ragen ungefähr um die Dicke des Bandes über die Seite des Streifens-vor, die die Aussenfläche des zylindrischen Aussenleiters bildet.
Die eigentlichen Kanten 15, 16 des Bandes liegen einander gegenüber und bilden eine Fuge 17, wobei die Zähne 14 jeder Kante die andere Kante überlappen, so dass die Zähne der einen Kante die andere Kante in der richtigen Lage halten.
Wenn bei der Herstellung des in Fig. 5 und 6 dargestellten Bandes die Zähne durch Kaltverformung hergestellt werden (wie z. B. durch Ausschneiden mit Stanzen, Schneidrädern od. dgl.), können sie bei der Bildung des zylindrischen Aussenleiters mehr oder weniger tief in das Material der
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noch besser aneinander, wodurch die Torsionsfesiigkeit des geformten Leiters erhöht wird.
Es soll jedoch bei der beschriebenen Ausführungsform der Aussenleiter um einen bestimmten
Betrag Linksdrall torsionsfähig und nach der Verdrillung seitwärts biegungsfähig sein. Infolgedessen werden die Zähne 14 so bemessen und so gegeneinander angeordnet, dass die Fuge 17 zunächst nach Fig. 1 und 2 geradlinig auf dem zylindrischen Leiter verläuft, jeder Zahn einer Kante im wesentlichen seitlich einem entsprechenden Zahn der andern Kante gegenübersteht. Wie Fig. 1 zeigt, befinden sich die Zähne der Kante 5 links gegenüber denen der Kante 16. Diese gegenüberliegenden Paare von entsprechenden Zähnen sind längs der Fuge 17 in Abständen angeordnet.
Wenn das Leiterpaar jetzt verdrillt wird, wie z. B. bei der Verseilung mit einem oder mehreren ähnlichen Paaren in einem zusammengesetzten Kabel, gleiten die Kanten 15 und 16 aneinander und - die Zähne nehmen die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Lage ein, da die Fuge 17 aus einer geraden Linie zu einer Schraubenlinie geworden ist. Die Zähne können dann mit im wesentlichen gleichen Abständen längs der schraubenförmigen Fuge des verdrillten Kabels liegen.
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verdrillen.
- Ferner kann, wenn das Kabel nicht verdrillt werden soll, die Fuge aber trotzdem schraubenförmig verlaufen soll, das Band schraubenförmig an Stelle in der Längsriehtung über die Scheiben 11 aufgewickelt werden. In diesem Fall haben die Zähne des Bandes von Anfang an die in Fig. 3 dar- gestellte Lage.
Ein Kabel nach Fig. 3 oder ein Kabel, das aus mehreren Einheiten nach Fig. 3 besteht, hat viel grössere Biegsamkeit gegen Torsion und gewöhnliche Biegung als ein ähnlicher Aufbau, bei dem die Kanten des Bandes verschweisst, verlötet oder unverschiebbar ineinandergreifend ausgebildet sind ; jedoch kann sich keine der beiden Kanten in radialer Richtung über die andere erheben, so dass ein innerer Grat oder ein Vorsprung, der die gewünschten elektrischen Eigenschaften des Leiterpaares benachteiligt, entstehen könnte.
Natürlich dient die dargestellte Ausführungsform der Erfindung lediglich zur Erläuterung ; sie kann auf viele Arten abgeändert werden. Beispielsweise brauchen die Zähne nicht in jedem Falle aus einem Stück mit dem Band bestehen, sondern sie können auch an ihm befestigt sein. Ferner ist es natürlich möglich, die Erfindung, die an einem Kabel mit scheibenförmigen Abstandhaltern beschrieben ist, auch auf Kabel anzuwenden, bei denen der Abstandhalter die Form einer Schraube ans Isoliermaterial um den Mittelleiter hat.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Koaxiales Kabel mit einem äusseren Hohlleiter, der aus einem zu einer Röhre geformten Metallband besteht und durch Isolierkörper von einem Mittelleiter in Abstand gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanten (15, 16) des Bandes einander gegenüberstehen und eine Fuge (17) bilden und dass jede Kante (15, 16) des Bandes Vorsprünge (14) hat, die über die Aussenseite der ändern Kante hinüberragen.