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Gerät zum Auseinanderzwängen von Luftreifen.
Luftreifen für Kraftfahrzeuge werden nach Beschädigungen der Schläuche vor dem Wiedereinbringen derselben auf die Ursache des Schadens untersucht, um eine Wiederholung des Schadens zu vermeiden. Eine solche Untersuchung erfordert das Auseinanderzwängen der Reifenflanken, um eine unbedingt verlässliche Überprüfung des Reifeninnern zu ermöglichen, da erfahrungsgemäss nur durch starke Spannung des Gewebes Fremdkörper (Nägel usw.) sichtbar werden oder abgetastet werden können.
Auch für das Einziehen von Schläuchen ist es vorteilhaft, die Reifen auseinanderzuzwängen, um das unerwünschte"Zwicken"zu verhindern.
Es ist bereits bekannt, die starke Spannung der Reifenflanken durch Klauen zu überwinden, die an zangenartigen Vorrichtungen-meist mit einer Parallelführung-angeordnet sind ; doch haftet diesenZangen der Nachteil an, dass sie sehr schwer gebaut sein müssen und zur Behebung des Schadens mindestens zwei Mann nötig sind. Die Verwendung derartiger Zangen erfordert auch einen festen Halt des Radreifens. Aus allen diesen Gründen ist diese schwere und unhandliche Vorrichtung zum Gebrauch auf der Strecke ungeeignet ; sie wird daher vorzugsweise nur in Werkstätten verwendet.
Alle diese Nachteile werden gemäss der Erfindung durch ein Gerät behoben, bei welchem ausser den an sich bekannten beiden Klauen noch mindestens ein gegen beide Klauen beweglicher Teil zur Einstellung des Klauenabstandes angeordnet ist. Dieser bewegliche Teil ist so ausgebildet, dass eine erhebliche Verstellung dieses Teiles nur eine verhältnismässig unerhebliche Abstandsänderung der Klauen bewirkt.
Man hat es bei einer solchen Anordnung in der Hand, den beweglichen Teil auch derart auszubilden, dass seine Lage nur durch äussere Handhabung, aber nicht durch den Gegendruck der Reifenflanken beeinflusst wird. Die hiedurch erzielte Wirkung besteht darin, dass die Reifenflanken in jedem beliebigen, einmal eingestellten Abstand ohne weitere Kraftaufwendung festgehalten werden, wobei der Gegendruck der Flanken vom beweglichen Teil aufgenommen wird. Dies ist bei den Zangen bekannter Ausführung nur in der Endstellung-durch Überschreiten eines Grenzwinkels zwischen den Zangen- gliedern-möglich ; für Reifentypen mit erheblich verschiedenem Flankenabstand mussten darum bisher verschiedene Zangen angewendet werden.
Demgegenüber kann bei Anwendung dieser Erfindung mit einem einzigen Gerät für alle Reifentypen das Auslangen gefunden werden.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass sich zum Zwecke genügender Kraftersparnis leicht jede gewünschte Übersetzung erzielen lässt, wobei dieVorrichtung stets so klein bleibt, dass sie auch bei Reifen kleinster gangbarer Durchmesser Platz an der Innenseite des Reifens findet ; bei den bisherbekannten Zangenist eine Steigerung der Übersetzung nur durch Verlängerung der Hebelmöglich, was jedoch zu unpraktischen, für kleine Reifen unbrauchbaren Zangen führt.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung. Fig. 1 veranschaulicht das Gerät in Seitenansicht, teilweise im Schnitt. Fig. 2 ist ein Schnitt längs a-b. Fig. 3 zeigt einen Schnitt längs c-d.
Die Spindel 1 in Fig. 1 hat ein rechtes und ein linkes Gewinde, auf welchen die beiden Klauen 2 und 3 bei Verdrehen der Spindel 1, welche den beweglichen Teil darstellt, gegenläufig bewegt werden. Die Klauen sind mittels einer Führungsstange 4 vor dem Verdrehen gesichert. Die Spindel 1 ist an einem Ende bei 5 abgesetzt und in der Lasche 6 drehbar gelagert. Die Führungsstange 4 ist in dieser Lasche durch eine Schraube ? fixiert. Eine Kurbel 8 dient zum Drehen der Spindel.
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Die Spindel 1 trägt an ihrem der Kurbel 5 abgewendeten Ende eine Auflage 9, die es ermöglicht, das Auseinanderzwängen auch dann auszuführen, wenn der Reifen auf dem Boden aufliegt.
Selbstverständlich kann an Stelle der Schraubenspindel mit Gegengewinden auch eine solche mit einem einzigen Gewinde vorgesehen werden, wobei die eine Klaue gegen Verschiebung längs der Spindel gesichert ist. Auch kann anstatt der Schraubenspindel als beweglicher Teil ein Zahnrad oder Schneckenrad vorgesehen sein, welches in eine mit einer der beiden Klauen verbundene Zahnstange eingreift.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Gerät zum Auseinanderzwängen von Luftreifen, dadurch gekennzeichnet, dass ausser den an sich bekannten beiden Klauen noch mindestens ein dritter, gegen beide Klauen beweglicher Teil zur Einstellung des Klauenabstandes angeordnet ist.