AT155020B - Gasschalter-Löschrohr. - Google Patents

Gasschalter-Löschrohr.

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AT155020B
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gas
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Paul Dr Ing Nowak
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Aeg
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  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    GasscMter-Losehohr.   



   Es sind elektrische Schalter bekannt, bei denen der Lichtbogen innerhalb eines Löschrohres mit Wandungen aus gasabgebendem Isolierstoff durch Gase gelöscht wird, die durch die Lichtbogenwärme aus den Wandungen freigemacht werden. Es ist ferner vorgeschlagen worden, die Gaserzeugung in derartigen Schaltern dadurch zu erhöhen, dass innerhalb des Lösehrohres sich ein Stift ebenfalls aus gasabgebendem Material befindet, dessen Wandungen zur Gaserzeugung beitragen. 



   An die zum Aufbau von Lösehrohren und Füllstiften benutzten Isolierstoffe werden verschiedene Anforderungen gestellt, welche von den bisher vorgeschlagenen Stoffen jeweils nur zum Teil erfüllt werden. So weist z. B. Fiber, welches im Hinblick auf die Gaserzeugung sehr geeignet ist, starke Form- änderungen (Quellungen) in feuchter Atmosphäre auf. Die ferner vorgeschlagene Borsäure besitzt dagegen nur eine geringe mechanische Festigkeit und hinterlässt bei der Vergasung unter dem Einfluss des Lichtbogens Boroxyd, das die weitere Gasbildung beeinträchtigt. Die Carbamidharze schliesslich besitzen eine unbefriedigende mechanische Festigkeit. 



   Die Erfindung besteht in der Verwendung von polymerisierten Derivaten der Akrylsäure oder deren Homologen zum Aufbau von Lösehrohren bzw. Füllstiften. Diese Polymerisate erfüllen im Gegensatz zu den bisher vorgeschlagenen Stoffen gleichzeitig alle Anforderungen, die an das für die gasabgebenden Schaltraumwandungen verwendete Material gestellt werden müssen. Sie sind mechanisch widerstandsfähig und gut bearbeitbar ; ferner zeigen sie keinerlei Verformungen bei den auftretenden Betriebstemperaturen (etwa 70 ) bzw. in feuchter Atmosphäre. Sie vergasen weitgehend rückstandsfrei und ergeben bei ihrem Zerfall Gase hoher   Lösefähigkeit.   



   Eine besonders gute Anpassungsmöglichkeit ergibt sich bei Verwendung gemischter Akrylsäurederivate, indem durch geeignete Auswahl der Mischungskomponenten die den besonderen Betriebsbedingungen (z. B. hohe   Feuchtigkeitsbeständigkeit   bei   Freiluftschaltern   oder starke Gasabgabe bei kleinen Strömen) entsprechenden Eigenschaften verstärkt werden. Die Mischung der Akrylsäurederivate kann vor dem Polymerisationsvorgang durchgeführt werden, wobei dann das Gemisch dem Polymerisationsvorgang unterworfen wird. Dadurch werden Stoffe besonders hoher Homogenität erzielt. Es ist jedoch auch möglich und kann mit   Rücksicht   auf einfache Fabrikation zweckmässig sein, bereits polymerisierte Derivate zu vermischen.

   Unter den Derivaten hat sich besonders die Verwendung von polymerisierten Estern der Akrylsäure oder deren Homologen als vorteilhaft erwiesen, da durch die Wahl der mit den Säureresten in Verbindung tretenden Radikale eine zweite Möglichkeit der Anpassung an die Anforderungen des Schaltvorganges gewonnen wird. Vorteilhaft ist dabei die Verwendung der relativ kohlenstoffarmen Radikale der Paraffinreihe, da hiedurch die Gasabgabe gesteigert und die Bildung von Rückständen vermindert wird (z. B. von Metakrylsäuremethylester). 



   Besonders günstig ist ferner die Einführung von Stickstoff in die gasabgebenden polymeren Verbindungen, da Stickstoff einerseits in erhöhtem Masse dazu neigt, gasförmige Spaltprodukte zu bilden, anderseits stickstoffhaltige Polyakrylsäureverbindungen wie z. B. das Nitril günstigere elektrische und mechanische Eigenschaften als Polyakrylsäureester besitzen. 



   Die günstigen Eigenschaften, die die Polyakrylsäurederivate aufweisen, können weiter verbessert werden durch Zusatz von Füllstoffen, die restlos in gasförmige Spaltprodukte zerfallen, z. B. 



  Harnstoffderivate, wie Harnstoffharze, Oxamid, Methylenharnstoff usw. 

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     Einweiterer Vorteil   der Polyakrylsäurederivate liegt in ihrer Löslichkeit in bestimmten organischen Flüssigkeiten. Dadurch lassen sie sich auf einfache Weise zur Schaffung gasabgebender Wandungen mit Konstruktionsteilen verbinden, deren Aufbaustoff mit Rücksicht auf mechanische Festigkeit gewählt   ist (z. B. Hartpapier, Hartgewebe usw. ). Zu diesem Zweck werden die Konstruktionsteile mit Lösungen   der   Polyakrylsäurederivate   überzogen bzw. getränkt und das Lösungsmittel darauf verdampft. Sofern eine Anwendung organischer Lösungsmittel nicht angebracht ist, können zum Aufbringen der Polyakrylsäurederivate auch ihre wässrigen Dispersionen verwendet werden. 



   Die Polyakrylsäurederivate können ausser bei Gasschaltern mit Vorteil auch bei andern Strom-   unterbrechern angewendet werden, bei denen Wandung steile mit dem Lichtbogen in Berührung kommen,   wie z. B. bei   Druckgassehaltern,   bei denen der Lichtbogen in Düsen aus Isolierstoff brennt, ferner bei   Flüssigkeitsschaltern   und insbesondere bei   Ausblassicherungen,   bei denen ähnliche Gesichtspunkte wie bei Gasschaltern gelten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Lösehrohr für elektrische Schalter mit Lichtbogenlöschung durch Gase und Dämpfe, die durch den Unterbrechungslichtbogen selbst aus den gasabgebenden Schaltraumwandungen erzeugt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die gasabgebenden Wandungen aus polymerisierten Derivaten der Akrylsäure oder deren Homologen besteht.

Claims (1)

  1. 2. Löschrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gasabgebenden Wandungen aus gemischten Akrylsäurederivaten bestehen.
    3. Löschrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gasabgebenden Wandungen aus Estern der polymeren Akrylräure oder deren Homologen bestehen.
    4. Lösehrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gasabgebenden Wandungen aus polymerisierten Akrylsäurederivaten mit einem Gehalt an stickstoffhaltigen Polymerisaten, wie z. B. Polyakrylsäurenitril oder Polyakrylsäureamid bestehen.
    5. Löschrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zu den polymerisierten Akrylsäurederivaten Füllstoffe zugesetzt sind, welche unter dem Einfluss des Lichtbogens in gasförmige Spaltprodukte zerfallen.
AT155020D 1936-09-08 1937-09-07 Gasschalter-Löschrohr. AT155020B (de)

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