AT154238B - Impulspeilempfänger mit automatischer Verriegelung des Impuls-Echos. - Google Patents

Impulspeilempfänger mit automatischer Verriegelung des Impuls-Echos.

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AT154238B
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Telefunken Gmbh
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Impulspeilempfänger   mit automatischer Verriegelung des Impuls-Echos. 



   Vorliegende Erfindung betrifft einen nachteffektfreien Peiler. Es ist bekannt, dass elektrische Peilverfahren, die mit einer Rahmenantenne arbeiten, immer dann grosse Fehlpeilungen aufweisen, wenn ausser der direkten Bodenstrahlung indirekte Strahlung durch Reflexion an Schichten, insbesondere über der Erdoberfläche, auftritt. Es sind auch Verfahren bekannt, die diese Fehler vermeiden. 



  Eins dieser Verfahren ist unter dem Namen   Impubpeilung bekannt.   Das Verfahren arbeitet mit Senderimpulsen, die am Peilempfänger nach vorheriger Verstärkung oszillographiert werden, u. zw. zumeist so, dass ein stehendes Bild auftritt. Erscheinen nun ausser den Senderimpulsen der direkten Bodenwelle noch reflektierte Impulse der Raumwelle   (Echos),   so sind   Hauptimpulse und-echos dadurch   zu unterscheiden, dass infolge des Wegunterschiedes zwischen direkten und reflektierten Strahlen die Impulsbilder von Hauptimpulsen und-echos im Oszillographen getrennt zu sehen sind. Wird z. B. als Oszillograph eine Braunsche Röhre benutzt, so sieht das Bild auf dem Schirm etwa so aus, wie in Fig. 1 gezeichnet. Auf dem Schirm 1 der Braunschen Röhre sieht man das Bild des Hauptimpulses 2 und getrennt davon das Bild des Impulsechos 3.

   Bei dem bisher bekannten Verfahren dreht man den Peilrahmen so, dass das Bild des Hauptimpulses verschwindet, bzw. ein Minimum aufweist. 



   Es sind Vorschläge gemacht worden, um an Stelle dieser optischen Peilung eine Peilung mit dem Gehör zu setzen, da bekanntermassen das Gehör sehr viel besser in der Lage ist, den Senderton aus dem allgemeinen Störspiegel herauszusieben, wie dies bei einer optischen Peilung möglich ist. Man hat zu diesem Zweck eine automatische Lautstärkeregelung vorgeschlagen, die beim Eintreffen des Hauptsignals den Peilempfänger für kurze Zeit so verriegelt, dass die Impulsechos unwirksam werden. Die Zeitkonstante der automatischen Verstärkungsregelung muss für die Verriegelung so kurz sein, dass innerhalb der Zeit zwischen Hauptimpuls und erstem Impulsecho die Verstärkung genügend weit heruntergeregelt wird. Anderseits muss die Zeitkonstante der Entriegelung so bemessen sein, dass beim Eintreffen des nächsten Hauptimpulses die volle Empfindlichkeit wieder da ist. 



   Dieser   Vorschlag lässt   sich aber mit einem Minimumpeiler nicht durchführen, da ja bei der Peilung der Hauptimpuls ins Empfangsminimum gedreht wird und somit die automatische Verstärkungsregelung nicht mehr anregen kann. 



   Man hat nun weiter vorgeschlagen, zur Betätigung dieser automatischen Verriegelung des Peilempfängers einen zweiten Empfänger aufzustellen, der an einer Linearantenne arbeitet und dessen Ausgangsspannung die automatische Verstärkungsregelung des Peilempfängers betätigen soll. Dieses Verfahren hätte aber den Nachteil, dass der notwendige Aufwand sehr gross ist, da der zweite Empfänger in bezug auf Empfindlichkeit und Trennschärfe nicht schlechter sein darf wie der eigentliche Peilempfänger. 



   Es sind nun eine ganze Reihe von Peilverfahren bekannt und zum Teil auch in die Praxis eingeführt, die nicht mit einem Empfangsminimum arbeiten, sondern nach dem Prinzip des Energievergleiches. Diese Verfahren sind unter dem Sammelbegriff Flimmerpeiler bekannt. Eine besondere Abart dieser Flimmerpeiler sind z. B. die Zielflugpeiler, die in letzter Zeit immer grössere Bedeutung für die Luftfahrt erlangt haben. 



   Erfindungsgemäss wird daher ein Flimmerpeiler mit einer automatischen Verstärkungsregulierung versehen, die den obengenannten Bedingungen entspricht. 

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   Besonders wertvoll wird dieses vorgeschlagene Verfahren, wenn als Flimmerpeiler ein sogenannter Zielkurspeiler verwendet wird. 



   Bekanntlich benutzt man dazu   richtungsempfindliche   Kombinationen von Rahmenantennen (Kreuzrahmen), Hilfsantennen mit Rahmenantennen oder Adcocksysteme (z. B. nach D. R. P. Nr. 481703). Bei allen derartigen Flimmerpeilanordnungen erfolgt die Pellung durch Amplitudenvergleich und nicht durch Aufsuchen der Empfangsnull, so dass die   vom'Empfänger   aufgenommene Energie in jedem Falle in der Kursrichtung grösser als Null ist. 



   Erfindungsgemäss wird nun ein   n : 1chteffektfreier   Peilempfänger vorgeschlagen, der dadurch gekennzeichnet ist, dass durch automatische Verriegelung von einer derartigen Zeitkonstante, dass durch den Impuls der Badenwelle der Impuls der Raumwelle verriegelt wird, die Nachteffektfreiheit erzielt wird, und dass die Bestimmung der Peilrichtung nach Art der Flimmerpeiler durch Energievergleich geschieht. In dieser Kombination kann nämlich die Regelspannung, deren Grösse von der Amplitude des Hauptimpulses abhängt, nicht Null werden.

   Als grösster Vorteil gegenüber andern Verfahren kommt hinzu, dass hiebei jeder beliebige Strom oder Spannungsindikator benutzt werden kann, so dass man von der optischen Anzeige mit der Braunschen Röhre unabhängig wird, ausserdem ist zur Durchführung des Erfindungsgedankens ausser einer Umschaltvorrichtung kein Aufwand an Zusatzempfänger oder Geräten nötig. 
 EMI2.1 
 des eigentlichen Empfängers gekoppelt. Der Umschalter U, dessen Betätigung den Flimmereffekt hervorruft, schaltet die Hilfsantenne abwechselnd gleich und gegensinnig zum Rahmen auf die Spule L 
 EMI2.2 
 konstante derart gewählt, dass der zuerst kommende Impuls der Bodenwelle den Empfänger für alle Impulse der Raumwelle sperrt. 



   Die Impulsfrequenz des Senders braucht im Prinzip nicht grösser zu sein als die Flimmerfrequenz. 



  Bedingung ist aber dabei, dass zwischen beiden eine wohlbestimmte Phasenlage herrscht. Um eine Synchronisierung, die schwierig durchzuführen wäre, zu vermeiden, ist es zweckmässig, die Impulsfrequenz in bezug auf die Flimmerfrequenz zu verdoppeln oder zu vervielfachen, so dass auf jeden Fall auf eine Umschaltung eine Impulstastung des Senders fällt. 



   Es ist bekannt, dass man die Zielkurspeiler automatisch arbeiten lassen kann, indem man die Ausgangsenergie des Gerätes nicht auf ein einziges Instrument, sondern gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von Relais und Verstärkern auf einen Motor arbeiten lässt, der den Peilrahmen bzw. die Goniometerspule in die Senderrichtung dreht. Dieser an sich bekannte, direktzeigende Peiler wird durch Mitverwendung der oben gekennzeichneten Impulspeilung durch automatische   Verstärkung-   regelung besonders einfach. Das Ergebnis dieser Kombination ist ein nachteffektfreier automatischer Peiler. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   N1chteffektfreier.   Peilempfänger, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfänger eine derartige Zeitkonstante besitzt, dass er durch den eintreffenden Bodenwellenimpuls für den nachfolgenden Raumwellenimpuls verriegelt wird, und dass die Bestimmung der Peilrichtung nach Art der Flimmerpeiler durch Energievergleich erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Peilempfänger nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Kombination einer Rahmenantenne und einer linearen Hilfsantenne oder zweier gekreuzter Rahmen.
    3. Peilempfänger nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, mittels derer die Ausgangsenergie des Empfängers die Richtantennenanordnung in die Peilrichtung dreht.
    4. Peilempfänger nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet dass die Flimmerfrequenz des Empfängers kleiner ist als die Impulsfrequenz des Senders.
AT154238D 1936-06-20 1937-06-10 Impulspeilempfänger mit automatischer Verriegelung des Impuls-Echos. AT154238B (de)

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AT154238D AT154238B (de) 1936-06-20 1937-06-10 Impulspeilempfänger mit automatischer Verriegelung des Impuls-Echos.

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