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Die Erfindung bezieht sich auf den Aufbau eines Revolvers für Abstimmsätze von Empfängern mit mehreren Bereichen, bei denen gleichzeitig mehrere Kreise umgeschaltet werden.
Die bisher in die Geräte eingebauten Revolver hatten den in den Fig. 1 a-1 c dargestellten Aufbau.
Auf einer Achse A sind die Scheiben S befestigt, auf denen je nach der Zahl der Abstimmbereiche eine entsprechende Zahl von Spulen Sp angeordnet ist. Die Spulen Sp sind mittels eines Metallzylinders Z abgeschirmt. Auf den Scheiben S sind weiterhin die dazugehörigen Trimmerkondensatoren T unmittelbar neben den Spulen Sp vorgesehen. Weiterhin sind auf der Scheibe S die mit Kontakten K versehenen Isolierstäbe befestigt.
Um eines der Schaltelemente zu prüfen oder zu reparieren, muss entweder der ganze Revolver auseinandergenommen werden oder aber der axiale Abstand zwischen den Abstimmsätzen muss so gross sein, dass die Einzelelemente für sich ausgebaut werden können.
Wie aus den Fig. la-le zu ersehen ist, muss beispielsweise bei einem Ausbau der auf der Scheibe S befestigten Spule Sp erst der Abstimmzylinder Z von der Spule Sp entfernt werden. Hiezu wird der Abstimmzylinder Z erst in axialer Richtung über die Spule Sp gezogen und dann radial aus dem Revolver herausgenommen. Der Abstand Zw zwischen den Abschirmzylindern Z muss hiebei so gross sein, dass der Abschirmzylinder Z aus dem Revolver herausgezogen werden kann. Man erhält daher zwischen den einzelnen Scheiben S einen grossen toten Raum, der ungefähr der Höhe einer Spule entspricht.
Der ganze Revolver hat bei dieser Ausführung, wie aus der Figur zu ersehen ist, eine erhebliche Länge, was gerade bei kleinen Geräten sehr nachteilig ist. Insbesondere bei tragbaren Geräten, bei welchen auf Raum-und Gewichtsersparnis grösster Wert gelegt werden muss, lassen sich Revolver nach der vorerwähnten Art überhaupt nicht verwenden.
Um dann die Spule Sp von der Scheibe S entfernen zu können, müssen die Leitungen zwischen der Spule Sp und den Trimmerkondensatoren T und den Kontakten K unterbrochen werden. Der Ausbau eines Schaltelementes ist somit schwierig und erfordert viel Zeit. Entsprechend ist der Einbau eines neuen Schaltelementes nicht einfach.
Gemäss der Erfindung werden diese Nachteile durch eine derartige Ausbildung des Spulenrevolvers beseitigt, dass die durch Leitungen verbundenen Teile eines jeden Abstimmsatzes des Revolvers (Spule, Trimmer, Kontakte) zu einer Baueinheit, welche in das drehbare Revolvergerüst einsetzbar ist, zusammengefasst sind.
Ein derartiger Aufbau eines Abstimmsatzes hat den Vorteil, dass die zu einem Satz gehörenden Abstimmelemente ohne Lösen ihrer Zwischenleitungen aus dem. Revolver leicht herausgenommen bzw. eingesetzt werden können. Ausserdem ist es bei dieser Ausführung möglich, jeden Abstimmsatz für sich ausserhalb des Gerätes im nicht eingebauten Zustande abzugleichen.
Auf diese Weise ist ferner jeder tote Raum zwischen den einzelnen Spulenkammern bzw. zwischen den einzelnen Kreisen praktisch vollkommen vermieden. Insbesondere fallen die toten Räume ir axialer Richtung, welche bei den bisherigen Revolvern vorhanden waren, fort. Hiedurch ist es gelungen, bei einem Gerät mit sechs Kreisen und vier Bereichen durch die neue Anordnung allein die Länge des Revolvers gegenüber den bisher bekannten Ausführungen um mehr als ein Drittel zu verringern.
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Ein weiterer Vorteil wird noch dadurch erzielt, dass die Kontaktfedern, die bisher vollkommen getrennt von dem Revolver auf der Grundplatte angeordnet wurden, wie aus der Fig. 1 zu ersehen ist, nunmehr unmittelbar im Traggerüst des Revolvers befestigt sind, so dass beim Auswechseln eines ganzen Revolvers eine besondere Justage der Kontaktfedern nicht erforderlich ist, da die Kontaktfedern mit dem Revolver eine geschlossene Einheit bilden. Es kann also die ganze Abgleich-und Justierarbeit des Revolvers vor dem Einbau desselben in ein Gerät vorgenommen werden.
Die Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Revolvers gemäss der Erfindung, u. zw. stellt die Figur einen Revolver für Geräte der drahtlosen Nachrichtenübermittlung dar.
Fig. 3 stellt eine Kammer mit den zum Abstimmsatz gehörenden Schaltelementen dar.
In zwei Lagerböcken sind zwei Scheiben S in den Zapfen St gelagert. Zwischen den beiden
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werden. Wie aus den Fig. 2a und 2b zu ersehen ist, sind in dem Ausführungsbeispiel vier Traversen B angeordnet, an denen radial vier Abstimmsätze angebracht werden. Es können selbstverständlich auch weniger oder mehr Abstimmsätze radial angeordnet werden und es ist dementsprechend die Zahl der Traversen B zu wählen.
In axialer Richtung können praktisch beliebig viele Abstimmsätze nebeneinander vorgesehen werden. Zwischen den Lagerböcken Lg sind noch Abstandbolzen Db angeordnet. Vorteilhaft werden auf den Traversen, wie aus Fig. 2b zu ersehen ist, die Kontaktfedern F befestigt. Die Einstellung der Federn F kann beim Zusammenbau des Revolvers ausserhalb des Gerätes, in das dieser eingebaut werden soll, vorgenommen werden. An den Lagerböcken Lg kann der Antrieb für den Revolver unmittelbar befestigt werden.
Die Fig. 3 zeigt eine Spulenkammer im Schnitt.
Die Kammer ist als Kreissegment ausgebildet. An dem Deckel D der Kammer V sind die Spulen Sp und der Trimmerkondensator T befestigt. Der ganze Abstimmsatz ist vollkommen abgeschirmt. Aussen auf dem Deckel sind die Kontakte K auf einem Isolierkörper angeordnet, welcher an einem Vorsprung des Deckels D angebracht ist. Der Isolierkörper ist vorzugsweise aus keramischen Massen hergestellt. Nach Lösen von nur zwei Schrauben Sehr lässt sich der ganze Abstimmsatz aus dem Revolver ohne Lösen irgendeiner elektrischen Verbindung leicht radial herausziehen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Spulenrevolver für Hoehfrequenzgeräte, insbesondere für Empfänger, durch dessen Drehung nacheinander über Kontakte die Spulen der verschiedenen Wellenbereich einschaltbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass jede Spule des Revolvers zusammen mit ihren zugehörigen Kontakten und einem etwaigen Trimmer und den Verbindungsleitungen zwischen diesen Teilen als aus dem drehbaren Revolvergerüst herausnehmbare Baueinheit ausgebildet ist.