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Photokathode oder Sekundärcnüssicnskathode.
Es gibt Elektronenentladungseinriehtungen, bei welchen die Anzahl der Primärelektronen mit Hilfe einer Sekundäremission vervielfacht wird.
Die Hauptschwierigkeit bei der praktischen Ausführung soleher Einrichtungen liegt darin, auf die Sekundärkathoden alle Primärelektronen zu lenken, ohne dass diese von den Feldern der Sekundär- anoden angezogen werden. Dies ist auch der Grund, warum bisher nur Einrichtungen mit einer einzigen Sekundäremission bekannt geworden sind, obwohl man bereits vorgeschlagen hat, mehrere Sekundärelektroden zu verwenden, um eine höhere Verstärkung zu erzielen.
Die erwähnte Schwierigkeit wird durch die folgenden zwei Erscheinungen hervorgerufen : a) Jene Elektronen, welche das Drahtnetz einer Sekundärkathode direkt treffen, veranlassen eine Sekundäremission, die von dem sekundären Beschleunigungsfeld nicht merklich beeinflusst wird, da in der Nähe des Drahtnetzes der Einfluss des Primärfeldes vorherrscht. Infolgedessen wird der Wirkungsgrad der Elektronenvervielfarhung bei Mehrfachschaltungen (Schaltungen mit mehrmaliger Sekundäremission) kleiner als bei Einfachschaltungen. b) Die meisten Primärelektronen fliegen durch das Drahtnetz der Primäranode zu den Sekundäranoden, deren Potential höher ist als das Potential (ungefähr 400 Volt), das dem günstigsten Wirkungsgrad der Sekundäremission entspricht.
Um diese Nachteile zu vermeiden, hat man eine komplizierte Anordnung aus geneigten Ober- flächen und elektronenoptischen Systemen vorgeschlagen, in der Absieht, eine Sekundäremission mit gutem Wirkungsgrad zu erhalten. Der Einfluss der Felder, dem diese Systeme unterworfen sind, ist aber häufig zu schwach, weil er von dem in der Nähe der Sekundärkathoden geringen Durchgriff der elektronenoptischen Felder hervorgerufen wird.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine neue, äusserst einfache Anordnung von Elektroden, deren Oberflächen eine hohe sekundäre Emissionsfähigkeit besitzen und dem Einfluss zusätzlicher Beschleunigungsfelder vollständig unterworfen sind, ohne dass die Primäremission durch diese zusätzlichen Felder merklich gestört würde.
Die Zeichnung dient zur Erläuterung von Ausführungsbeispielen der Erfindung. In den Fig. 1 bis 3 sind Ausführungsformen erfindungsgemässer Kathoden dargestellt. Die Fig. 4 und 5 zeigen die Verwendung elektronenoptischer Felder bei solehen Elektronenvervielfaehungszellen (Kathoden).
In Fig. 1 ist die Kathode K aus zwei dünnen, kreuzweise angeordneten Blättchen oder Lamellen 1, L gebildet. Dieses Kreuz liegt im Brennpunkt eines entweder optischen oder elektronenoptischen Objektivs mit vorzugsweise starker Konvergenz, welches im erstgenannten Fall das Licht, im zweitgenannten die elektrischen Korpuskeln auf das Kreuz konzentriert. Die Breite I der Lamellen ist so gewählt, dass der Strahlungsenergiekegel von der Lamellenoberfläche leicht absorbiert wird.
Um einen guten Absorptionswirkungsgrad zu erhalten, soll die Spitze des Kegels möglichst schmal, also die Strahlungsenergiequelle möglichst punktförmig sein. Ist die Oberfläche der Energiequelle von beträchtlicher Grösse, so kann man als erste Photo-oder Sekundärkathode eine ziemlieh grosse licht-oder elektronenempfindliche Oberfläche verwenden, deren Elektronenemission auf das Kreuz gemäss Fig. 1 konzentriert wird.
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EMI2.1