AT151818B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung färbiger Gläser und Spezialgläser. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung färbiger Gläser und Spezialgläser.

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AT151818B
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glasses
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Johann Ing Gunka
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Johann Ing Gunka
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  Verfahren und Vorrichtung zur   Herstellung farbiger Maser und Spezialgläser.   
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 und die sonstigen Eigenschaften des Glases bedingen, durch eine zu lang dauernde Erhitzung nicht verändert und unwirksam werden. Infolge der Rotation der Vorrichtung erfolgt unter der Einwirkung der freiwerdenden Fliehkräfte eine innige Durchdringung der Bestandteile der legierten Schmelze und in weiterere Folge eine vollkommene Homogenisierung sowie Läuterung derselben, indem durch die Wirkung der Rotation auch das Entweichen der in der Schmelze enthaltenen Gasblasen und gelösten Gase bewirkt wird. 



   Die dem Verfahren zugrunde liegende, vorbeschriebene Arbeitsweise beseitigt vollständig die Schwierigkeiten, die bei der   nachträglichen   Färbung und Legierung von Glasschmelzen durch Zumischen von festen   glasfärbenden   Stoffen und Chemikalien samt Zusätzen zur Grundglasschmelze bekanntlich auftreten. 



     Die schliessliche   Verarbeitung der nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten färbigen Gläser und Spezialgläser zu verschiedenen Glasartikeln geschieht auf bekannte Art und Weise. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren kann verschiedentlich durchgeführt werden. Der Hauptsache nach besteht die hiezu erforderliche Vorrichtung aus einem oder mehreren feuerfesten Behältern, welche in einem mit bekannten Brennstoffen, eventuell auch elektrisch geheizten Ofen eingebaut sind. 
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 und Spezialglassorte je einen Behälter in einem solchen Ofen vorzusehen, welcher in Verbindung mit einem in einer jeden Glashütte bestehenden Glasschmelzofen betrieben werden kann, mit welchem Weiss-oder Kristallglas geschmolzen wird. 



   In Fig. 1-3 ist ein   Ausführungsbeispiel   eines mit Gas oder Öl geheizten, fahrbaren Ofens mit einem Behälter dargestellt. 



   Der Behälter 1 wird auf Sehamottesoekeln 2 gelagert. Im Boden. 3 des Ofens ist eine entsprechend 
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 Rand des Behälters 1 beim Mischen oder Blasenlassen der Schmelze etwa überfliessenden Glases vorgesehen. 



   Für die Beheizung dienen die Brenner   ss,   welche an der Peripherie des Ofens zwecks Erzielung einer gleichmässigen Temperatur entsprechend verteilt sind und mit der Gas-oder Ölleitung 7, ferner mit der Druckluftleitung 8 an der Arbeitsstelle mit biegsamen Schläuchen verbunden werden. Die Verbrennungsluft wird in üblicher Weise durch die aus dem Ofen abströmenden Abgase vorgewärmt, zu welchem Behufe ein Rekuperator 9 in die Esse 10 eingebaut wird. 



   Die Überführung der   Grundglasschmelze   aus dem primären Glasschmelzofen in den Behälter 1 geschieht durch die Öffnung 11, die auch als Arbeitsöffnung für die Entnahme des fertiggestellten Farb-bzw. Spezialglases bei dessen Verarbeitung dient. Es kann aber auch eine eigene   Arbeitsöff nung   vorgesehen werden. Die Beimischung der färbenden und legierenden Zusätze zu der Grundglasschmelze, dann das Rühren oder Blasenlassen der Schmelze erfolgt durch die Öffnung 12 in der Ofendecke   13,   eventuell auch durch eine an anderer Stelle angebrachte Öffnung. Die Öffnung 12 ist mit einem   Schamottedeekel jM versehliessbar.   Das feuerfeste Mauerwerk 15 des Ofens wird gegen Wärmeverluste mit bekannten Wärmeisolierstoffen 16 verkleidet und entsprechend armiert. 



   Der Ofen mit dem Behälter 1 wird auf einer Platte 18 drehbar um die Achse 19 gelagert und in   ein fahrbares Gestell 17 eingebaut. Ferner ist der Ofen um eine horizontale Achse 20 kippbar und in vertikaler Richtung längs der Achse 19 verschiebbar eingerichtet, um in verschiedene Höhenlagen   und Stellungen gebracht zu werden, wie es während des Arbeitsvorganges erforderlich ist. 



   Der Behälter 1 wird vermittels der Vorsprünge 22 gegen eine Verschiebung während des Drehens und Kippens des Ofens gesichert bzw. festgeklemmt. 



   Die Auswechslung des   Behälters   1 bei Schadhaftigkeit desselben oder beim Austausch gegen einen Behälter, der für eine andere   Farbglas-bzw. Spezialglassorte   bestimmt ist, erfolgt durch die
Tür bzw. Tor 21. 



   Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens samt Vorrichtung besteht darin, dass in   Glashütten, welche Weissglassorten   erzeugen und diese aus irgendwelchen Gründen nicht oder nicht vollständig verarbeiten können, dieses unverarbeitete, geschmolzene Weissglas je nach Bedarf zur Herstellung färbiger Gläser und Spezialgläser verwertet werden kann. 



   Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das erfindungsgemässe Verfahren samt Vorrichtung die Erzeugung von   Farb- und Spe2hlgläsern   in Verbindung mit Glasschmelzwannen, welche Weissglas herstellen, in beliebigen Mengen ermöglicht, welche   Farb-und Spezialgläser   sonst nicht in Wannen erzeugt werden können. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren samt Vorrichtung ermöglicht ferner einen sparsameren Verbrauch an glasfärbenden Chemikalien und Zusätzen sowie eine wesentlich längere Lebensdauer der Behälter für die   Farb- und Spezialglasbereitung,   als dies bei den bekannten Herstellungsmethoden von   Farb- und SpeziaIglä'3ern   der Fall ist. 



   Die Vorteile der erfindungsgemässen Vorrichtung bestehen darin, dass die Vorrichtung ohne wesentliche Kosten herstellbar ist, bei Bedarf jederzeit rasch betriebsbereit gemacht bzw. ausser Betrieb gesetzt werden kann sowie dass die Vorrichtung infolge ihrer Beweglichkeit an jede beliebige Arbeitsstelle gebracht bzw. transportiert und daselbst aufgestellt werden kann.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung färbiger Gläser und Spezialgläser, wobei das flüssige Weissglas mit den färbenden Zusätzen in fester oder flüssiger Form vermischt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das aus einem primären Schmelzofen entnommene Weiss-oder Kristallglas im geschmolzenen Zustande in einer heizbaren, beweglichen und drehbaren Vorrichtung mit den glasfärbenden Chemikalien samt Zusätzen oder mit den legierenden Substanzen vermischt wird, wobei die legierte Schmelze nur möglichst kurze Zeit, eben bis zur innigen Vermischung und vollkommenen Auflösung der Beimengungen erhitzt und in Rotation versetzt wird.
    2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischen der Grundglasschmelze mit den färbenden bzw. legierenden Zusätzen in feuerfesten Behältern erfolgt, welche in einem heizbaren Ofen eingebaut sind, der in einem fixen oder fahrbaren Gestell so gelagert wird, dass der Ofen samt Behälter in vertikaler Richtung gehoben, gesenkt oder gedreht und um eine horizontale Achse gekippt werden kann. EMI3.1
AT151818D 1934-11-06 1934-11-06 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung färbiger Gläser und Spezialgläser. AT151818B (de)

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