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Träger zur Aufnahme einer mechanisch herzustellenden, optisch wiederzugebenden Sehwingungs- aufzeichnung, insbesondere einer Tonaufzeichnung.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Träger für die Aufzeichnung von Schwingungen aus einem
Material, das zur Aufnahme einer auf mechanischem Wege in Tiefenschrift herzustellenden, optisch wiederzugebenden Schwingungsaufzeichnung, insbesondere einer Tonaufzeiehnung, geeignet ist. Eine mechanische Tonaufzeichnung mit der eine hervorragend gute Wiedergabe der hohen Frequenzen zu erzielen ist, und die sich sinngemäss in Kombination mit dem erfindungsgemässen Träger verwenden lässt, kann z.
B. unter Verwendung eines Meissels mit V-förmiger Schneide, deren Scheitelwinkel vorzugsweise 174 ist, erhalten werden, so dass die Amplituden der gleichzeitig mit den Tiefenänderungen entstehenden Breitenschwankungen erheblich grösser als die Bewegungsamplituden des Meissels und daher vorzüglich zur optischen Wiedergabe geeignet sind. Unter Wiedergabe ist dabei sowohl eine direkte Wiedergabe als eine Wiedergabe durch Kopieren gemeint.
Gemäss der Erfindung enthält der Träger eine als Band ausgestaltete, vorzugsweise durchsichtige Unterlage, auf der eine ebenfalls vorzugsweise durchsichtige Aufzeichnungsschicht aufgebracht ist, die eine Dicke von der Grössenordnung von 0'05 mm (wenigstens 0-01 mm) aufweist. Ein derartiger Träger ermöglicht das mechanische Aufzeichnen in einer Spur mit Tiefenmodulation unter Berücksichtigung der Erkenntnis, dass neben der ausschliesslich zur Erzielung einer hinreichenden mechanischen Festigkeit dienenden Unterlage, noch eine besondere Aufzeichnungsschicht erforderlich ist, deren Dicke so bemessen sein soll, dass sie die bei der mechanischen Herstellung von Aufzeichnungen in Tiefenschrift auftretenden maximalen Amplituden von etwa 50 Mikron aufzunehmen im Stande ist, ohne dass dabei durch die Schicht hindurch in die Unterlage eingeschnitten wird.
Ein solches Einschneiden würde die Schneide des Aufzeichnungswerkzeuges zu schnell abnutzen. Ausserdem ermöglicht die Bandform des Trägers die Verwendung in Apparaten, in denen die mechanisch aufgezeichnete Spur, wie für photographisch erzeugte Filmaufzeichnungen üblich, durch Licht, das auf eine lichtelektrische Zelle auffällt, wiedergegeben werden kann.
Gegebenenfalls ist auf der Aufzeichnungsschicht noch eine Deckschicht angebracht ; diese kann aber auch nach Beendigung des Aufzeichnungsvorganges erzeugt werden. Wenn die Aufzeichnung zur direkten Wiedergabe mittels durchfallenden Lichtes geeignet sein soll, z. B. bevor der Träger das Aufzeichnungsgerät verlassen hat, ist der Träger von vornherein mit einer undurchsichtigen Deckschicht versehen, wodurch nach dem Aufzeichnen sofort der gewünschte Unterschied in der Transparenz zwischen der Spur und ihrer Umgebung vorhanden ist. Wenn die Wiedergabe erst beliebige Zeit nach dem Aufzeichnen stattfinden soll, kann dieser Unterschied auch später durch Nachbehandlung des Trägers erzeugt werden.
In einer zweckmässigen Ausführungsform besteht der erfindungsgemässe Träger aus einem Filmband mit einer Unterlage, die lediglich als Unterstützung dient, z. B. aus Zelluloid oder einem Material ähnlicher mechanischer Festigkeit von der Dicke eines üblichen photographischen Films, einer an die Unterlage anschliessenden Schicht aus Gelatine oder einem Material mit ähnlichen Schnitteigenschaften und einer gegebenenfalls undurchlässigen Deckschicht, z. B. aus einer belichteten und entwickelten photochemischen Emulsion, oder aus schwarzer Tusche, Farbstoff, kolloidalem Graphit od. dgl.
Man hat bereits vorgeschlagen, für das Aufzeichnen auf mechanischem Wege ein Material zu verwenden, das aus einer lichtdurchläqsigen Unterlage und einer lichtundurchlässigen Deckschicht
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besteht, die während des Aufzeiehnungsvorganges mehr oder weniger durch einen Stift entfernt wird, der entsprechend den aufzuzeichnenden Schwingungen parallel zur Trägeroberfläche in Schwingungen versetzt wird, und dabei eine durchsichtige wellenförmige Linie gleichbleibender Tiefe und gleichbleibender Breite erzeugt Das verwendete Material der Unterschicht besteht aus Zelluloid, das so hart ist, dass es praktisch unmöglich ist, in ihm eine Berg-und Talspur anzubringen, ohne die Schneidekanten des Aufzeichnungswerkzeuges zu beschädigen.
Derselbe Nachteil tritt auf, wenn, wie auch bereits vorgeschlagen worden ist, eine Sehwingungsspur dadurch hergestellt wird, dass in die Zelluloidunterlage eines normalen Bildfilmes eingeschnitten wird. Der einzige Weg der zur Vermeidung dieser Schwierigkeiten bisher angegeben wurde, besteht darin, dass das Zelluloid an denjenigen Stellen wo die Aufzeichnung stattfindet durch geeignete Flüssigkeiten weich gemacht wurde. Wie bekannt, entsteht dadurch aber der Nachteil, dass der Aufzeichnungsträger nachher an diesen Stellen zusammenschrumpft, wodurch die Aufzeichnung verzerrt wird. Gemäss der Erfindung wird diesem Übelstand durch Verwendung eines Filmes mit einer passend gewählten vorzugsweise lichtdurchlässigen Aufzeichnungsschicht abgeholfen.
Damit die in diesem Material angebrachte Aufzeichnung für unmittelbare optische Wiedergabe mittels durchfallenden Lichtes geeignet ist, ist es erforderlich, vor dem Aufzeichnungsvorgang eine lichtundurchlässige Deckschicht auf der lichtdurchlässigen Aufzeichnungs- schicht anzubringen. Es ist aber, wie schon erwähnt, auch möglich, zuerst in einen bandförmigen Träger mit lichtdurchlässiger Deckschicht einzuschneiden und diese Schicht, nachdem der Aufzeichnungvorgang beendet ist, lichtundurchlässig zu machen.
Weiters ist bekannt, eine Klangkurve in einer festen, harten lichtdurchlässigen Platte dadurch zu erzeugen, dass durch die seitliche hin-und herschwingende Aufzeichnungsnadel eine dünne lichtundurchlässige geschlängelte Schallspur entsteht. Damit die Nebensehwingungen der Nadel, die rechtwinklig zur Platte verlaufen, die einwandfreie Aufzeichnung der Schallspur nicht störend beeinflussen können, ist zwischen Deckschicht und fester Unterlage eine die Nebenschwingungen der Nadel aufnehmende Zwischenschicht angebracht. Da die Amplituden dieser Nebenschwingungen nur ein ganz winziger Bruchteil der Amplituden der Seitenschwingungen sind, braucht diese Zwischenschicht nur einzelne Mikrons, d. h. z. B. 1-10 Mikron, dick zu sein.
Ein derartiger Träger ist also nicht zum Aufzeichnen von Schwingungen in Tiefenschrift geeignet, bei dem die Amplituden der Schwingungen des Aufzeichnungsorganes, die rechtwinklig zur Trägeroberfläche verlaufen, den Amplituden der auf- zuzeichnenden Schwingungen entsprechen.
Es sind ferner Schallplatten bekannt, die aus einer Wachsschicht und einer Schicht aus einer nichtreflektierenden Substanz bestehen und derart angewendet werden, dass eine spiralförmige Schwingungsspur mit Breiten-und Tiefenänderungen auf mechanischem Wege in denselben angebracht und mittels in die Rillen fallenden reflektierten Lichtes optisch reproduziert wird. Die Wachsschicht, die gleichzeitig als Unterlage und als Aufzeichnungsschicht dient, in der auf mechanischem Wege geschnitten werden kann, besteht aus einer solchen Substanz und hat eine solche Dicke, dass die Aufzeichnung nur mittels reflektierten Lichtes reproduziert werden kann.
Im Gegensatz dazu enthält der erfindungsgemässe Träger, der bandförmig ist, eine Unterlage von hinreichender mechanischer Festigkeit, die nur als Tragschicht dient, und eine weiche daraufliegende Schicht, welche beide Schichten vorzugsweise vollkommen durchsichtig sind, so dass die Aufzeichnung mit durchfallendem oder mit reflektiertem Licht reproduziert werden kann. In dem letztgenannten Fall soll die Deckschicht nicht nur lichtundurchlässig, sondern auch reflektierend sein, so dass die Reflexion an denjenigen Trägerteilen erfolgt, die während des Aufzeichnungsvorganges flach geblieben sind.
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spielsweise dargestellt.
Der in der Figur dargestellte Film besteht aus einer Unterlage 1 aus Zelluloid, einer Zwischenschicht 2 aus Gelatine od. dgl. und aus einer lichtundurchlässigen Deckschicht 3, z. B. aus schwarzer Tusche, Kohlenteerfarbe, kolloidalem Graphit oder einer belichteten und entwickelten photochemischen Emulsion. Die Dicke der Gelatineschicht beträgt etwa 0'05 mm. In dem Film kann mittels eines V-förmigen Meissels 4 geschnitten werden, der während seiner Schwingungen nicht nur Teile der lichtundurchlässigen Schicht, sondern auch Teile der Gelatineschicht entfernt. Die Unterlage und die Zwischenschicht sind beide vollkommen durchsichtig, so dass die Aufzeichnung unmittelbar nach dem Aufzeichnungsvorgang mittels durchfallenden Lichtes, das auf eine lichtempfindliche Zelle fällt, wiedergegeben werden kann.
Wenn eine Wiedergabe mittels reflektierten Lichtes erwünscht ist, ist die lichtundurchlässige Schicht derart ausgeführt, dass das auf die Filmoberfläche fallende Licht von ihr reflektiert wird. In diesem Falle soll natürlich vermieden werden, dass das Licht durch die Spur reflektiert wird, die auch in der Zwischenschicht gebildet ist. Bei Verwendung von Gelatine für die Schicht sind zu diesem Zweck keine besonderen Massnahmen erforderlich.
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