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Beleuchtungssystem für Normalfilm-Projektionsapparate.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Beleuchtungssystem für Normalfilm-Projektionsapparate (35 mm Filmbreite) und beruht auf der Erkenntnis, dass Hochdruck-Metalldampf-Entladungsröhren, d. h. Röhren mit eingeschnürter Entladungsbahn, die eine Oberflächenhelligkeit von wenigstens 4000 Int. K./cm aufweisen, sich besonders gut in Beleuchtungssystemen von Filmprojektoren verwenden lassen, wobei man sie derart in dem Projektionsapparat anordnen kann, dass die Entladungsbahn in einem Abstand von höchstens 25 cm und wenigstens 5 cm vom Film gelegen ist. Insbesondere wegen der relativ kleinen Wärmeausstrahlung von derartigen Röhren ist es möglich, die Röhren sehr nahe an der Kondensorlinse anzubringen.
Hiedurch wird gleichzeitig die Möglichkeit geschaffen, eine sehr kleine und daher billige Kondensorlinse zu verwenden, während trotz des kleinen Durchmessers
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Entladungsröhren mit eingeschnürter Entladungsbahn, die eine Gasfüllung und im Betrieb einen Quecksilberdruck grösser als 6 Atm. aufweisen, und mit einer oder mehreren Glühelektroden versehen sind, die nur wenig aus einer sie umgebenden Quecksilber oder Amalgam enthaltenden verdampfbaren Metallmasse hervorragen, sich für den beabsichtigten Zweck vorzüglich eignen. Mit derartigen Ent-
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es hat sich ergeben, dass auch das Lichtspektrum dieser Entladungsröhren den für Projektionszwecke zu stellenden Bedingungen weitgehend genügt.
Als Kühlmittel wird vorzugsweise Leitungswasser verwendet, so dass die zu kühlenden Röhren einfach mit der Wasserleitung verbunden werden können und zusätzliche Kühlanlagen sich erübrigen.
Mit Bezug auf die heutzutage gebräuchlichen Beleuchtungssysteme in Normalfilm-Projektoren, in denen fast ohne Ausnahme zur Erzielung einer möglichst grossen Oberflächenhelligkeit HochleistungBogenlampen verwendet werden, ist zu bemerken, dass die Verwendung von den genannten Metall- dampf-Entladungsröhren wichtige Vorteile mit sich bringt neben der Eigenschaft, dass die Oberflächenhelligkeit der der Hochleistungs-Bogenlampen gleichkommt. Die Lichtquelle braucht. keinerlei Aufsicht, denn ein Regelmechanismus ist nicht vorhanden. Des weiteren erzeugt die Entladungsröhre keine Asche oder Staub, durch die der Film bei Bogenlampenbetrieb häufig beschädigt wird, auch kann die Kabine leicht sauber gehalten werden.
Der grösste Vorteil aber, der gegenüber allen bis jetzt bekannten Normalfilmprojektoren besteht, sei es, dass hiefür Bogenlampen oder Glühlampen als Projektionslichtquelle verwendet werden, liegt darin, dass zufolge des kleinen Abstandes zwischen Entladungsbahn und Film eine grosse Raumersparnis erreicht werden kann, indem das Lampengehäuse, d. h. das Gehäuse, in dem die Projektionslichtquelle mit Zubehör untergebracht ist und das gewöhnlich an der Hinterwand des Projektors angebaut ist, äusserst klein sein kann, im Gegensatz zu den bis jetzt bekannten Projektionsapparaten für Normalfilm, bei denen der Abstand zwischen Film und Lichtquelle stets etwa 40-70 cm beträgt, und das Lampengehäuse somit grösstenteils die Abmessungen des Projektors bestimmt.
Es ist sogar möglich, die Entladungsröhre in einem Projektor gemäss der Erfindung in einer Entfernung von etwa 5 cm vom Film anzuordnen, so dass das Volumen des die Lichtquelle und Zubehör ganz oder teilweise enthaltenden Lampengehäuses kleiner als 3000 em3, z. B. etwa 1000 em3 gemacht werden kann.
Es folgt hieraus, dass durch Anwendung des Erfindungsgedankens eine erhebliche Raumersparnis und auch eine billige Herstellung erzielt werden kann. Es ist bekannt, dass in Filmprojektoren für
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Schmalfilm der Abstand von Lichtquelle zum Film weniger als 25 cm beträgt. Dies ist bei diesen Projektoren ohne weiteres selbstverständlich, da in diesen Apparaten alle Abmessungen in etwa demselben Verhältnis kleiner sind als die bei Normalfilmprojektoren und überdies von relativ schwachen Lichtquellen Gebrauch gemacht wird, da diese für Heimzwecke dienenden Apparate in einer ziemlich kleinen
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des projizierten Bildes gestellt werden. Es war bis jetzt aber nicht bekannt, einen derartig kleinen Abstand zwischen Lichtquelle und Film bei Normalfilmprojektoren anzuwenden.
Das Verdienst der Erfindung muss darin gesehen werden, dass es möglich wird, ein billiges Lampengehäuse von ungekannt kleinen Abmessungen zu verwenden, wobei die Lichtquelle keine Aufsicht braucht und keine Asche, Staub od. dgl. Verunreinigungen erzeugt.
An Hand der Figuren wird die Erfindung beispielsweise näher erläutert. Fig. 1 stellt schematisch einen üblichen Projektionsapparat für Normalfilm dar, in dem als Lichtquelle eine Bogenlampe benutzt wird. Fig. 2 zeigt denselben Apparat, jedoch mit dem Beleuchtungssystem gemäss der Erfindung. In diesen Figuren sind die gleichen Einzelteile mit denselben Bezugsziffern versehen.
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film beträgt der Abstand Li von der Lichtquelle 7 bis an den Film 6 gewöhnlich ungefähr 40-70 cm, d. h. mehr als die Hälfte der Gesamtlänge des Apparates. Dieser Abstand wird gemäss der Erfindung durch Verwendung einer Hoehdruek-Metalldampf-Entladungsröhre auf weniger als 25 cm, z. B. 5 cm (s. Abstand Z/z in Fig. 2), herabgesetzt.
Es empfiehlt sich in diesem Falle, die Säule 3 des Projektionapparates mehr nach vorne zu versetzen, so dass eine besser ausgeglichene Aufstellung erhalten wird (s. Fig. 2). Durch diese Verschiebung wird eine erstaunlich Raumersparnis erreicht.
In Fig. 2 sind 4 und 5 die Zu-und Abführleitungen des Kühlmittels, z. B. Leitungswasser oder Pressluft.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Projektionsapparat für Normalfilm, dadurch gekennzeichnet, dass die für die Projektion benötigte Lichtquelle aus einer gekühlten Hochdruck-Metalldampf-EntIadungsrohre mit eingeschnürter Entladungsbahn, vorzugsweise einer wassergekühlten Queeksilberdampf-Entladungsröhre, besteht, deren Entladungsbahn in einer Entfernung von höchstens 25 em und wenigstens 5 ein vom Film gelegen ist.