AT150512B - Verfahren und Maschinen zum Reinigen, insbesondere Waschen, von Wäsche, Stoffen u. dgl. - Google Patents

Verfahren und Maschinen zum Reinigen, insbesondere Waschen, von Wäsche, Stoffen u. dgl.

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AT150512B
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Georg Heinrich Schieferstein
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Georg Heinrich Schieferstein
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  • Accessory Of Washing/Drying Machine, Commercial Washing/Drying Machine, Other Washing/Drying Machine (AREA)
  • Main Body Construction Of Washing Machines And Laundry Dryers (AREA)

Description


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  Verfahren und Maschinen zum Reinigen, insbesondere Waschen, von Wäsche, Stoffen u. dgl. 



   Es ist bekannt, in Waschmaschinen die Flüssigkeit, in welcher sich die zu reinigenden Stoffe und Wäschestücke befinden, in hin und her gehende oder schwingende Bewegung zu versetzen, um einen Spülvorgang zum Zwecke der Reinigung zu erzielen. In den bekannten Waschmaschinen dieser Art wird die hin und her gehende Bewegung der   Waschflüssigkeit   dadurch hervorgebracht, dass man das Waschgefäss in eine pendelnde oder schaukelnde Bewegung versetzt, wobei zur Erleichterung der hin und her gehenden Bewegung des   Waschgefässes   die Wirkung seines Eigengewichtes oder auch Federn und andere Mittel angewendet werden können, welche Kräfte erzeugen, die das   Waschgefäss   in seiner Mittellage zu erhalten suchen.

   Diese bekannten Waschmaschinen haben den Übelstand, dass   das Waschgefäss nur mit geringen Frequenzen,   bis zu   etwa 120-150 Schwingungen in der Minute,   bewegt werden kann, da sonst die durch das Antriebsgestänge usw. zu übertragenden Kräfte zu gross werden. 



   Nun ist es bekannt, dass der reinigend wirkende Spülvorgang durch Erhöhung der Relativbewegung zwischen Flüssigkeit und Wäsche durch Anwendung hoher Schwingungsfrequenzen wesentlich verbessert werden kann. Um die bei höheren Geschwindigkeiten auftretenden Kräfte und die starken Erschütterungen zu vermeiden, wird bei bekannten hochfrequenten Waschmaschinen das   Waschgefäss   mit dem Inhalt ruhend angeordnet und die Flüssigkeit durch besondere, in das Waschgefäss eingebaute Organe in Schwingungen versetzt. 



   Gegenstand der Erfindung sind ein Verfahren zum Waschen und eine Waschmaschine. Gemäss der Erfindung wird das ganze Waschgefäss in Schwingungen mit einer Frequenz von über 200 pro Minute versetzt. Damit die hiebei auftretenden Massenkräfte sicher vom Waschgefäss aufgenommen werden, wird das Waschgefäss zwischen nachgiebigen Mitteln aufgehängt und geführt und durch an sich bekannte Antriebsmittel, wie Kurbel, Exzenter usw., über eine lose Kopplung oder eine Unbalance in Schwingungen versetzt. 



   Dadurch, dass das ganze Waschgefäss mit allen die Waschflüssigkeit umschliessenden Wandungen mit hoher Frequenz schwingt, weist die erfindungsgemässe Waschmaschine gegenüber den bekannten Maschinen eine Reihe wesentlicher Vorteile auf. So sind keine die Schwingungen der Flüssigkeit hemmenden stillstehenden Flächen vorhanden, so dass die Antriebsenergie mit hohem Wirkungsgrad für den Waschvorgang ausgenutzt wird. Dadurch, dass das ganze Waschgefäss schwingt, kann man der Flüssigkeit sowohl hin und her gehende als auch kreisende oder sonstwie geartete Bewegungen erteilen. Durch die Ausbildung des Waschgefässes mit elastischer Abstützung als   schwingungsfähiges   Gebilde und durch Anwendung einer losen Kopplung oder einer Unbalance zum Antrieb wird die Übertragung der Antriebsenergie auf das Waschgefäss verbessert.

   Die Verwendung von Unbalancen sowie die Verbindung mehrerer schwingungsfähiger Gebilde, von denen mindestens eine ein Waschgefäss enthält, während die Massen der andern als Rahmen oder Körper beliebiger anderer Form ausgebildet sein können, zu einem gemeinsamen System ermöglichen einen Ausgleich der schwingenden Massenkräfte, so dass die Waschmaschine an jedem beliebigen Ort aufgestellt werden kann. 



   In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Waschmaschinen dargestellt, u. zw. zeigen : Fig. 1 eine Maschine mit einem Waschgefäss, das an Lenkerfedern aufgehängt ist und durch eine Unbalance erregt wird oder (gestrichelt eingezeichnet) auf Federn abgestützt ist und durch einen Kurbeltrieb angetrieben wird. Fig. 2 zeigt eine besondere Lagerung des Gefässes zur Erzielung kreisender Schwingbewegungen. In den Fig. 3 und 4 ist eine massenausgeglichen arbeitende Waschmaschine mit zwei schwingenden Gebilden dargestellt. Die Fig. 5 und 6 

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 zeigen Einzelteile der Maschine nach den Fig. 3 und 4 in veränderter Form.

   Fig. 7 zeigt eine Maschine ähnlich der nach den Fig. 3 und 4 mit Einrichtung zum Heizen des   Waschgefässes.   Fig. 8 zeigt ein   Waschgefäss   mit zwischen die Wäscheschichten eingelegten Rahmen zur Erhöhung der Reibung zwischen
Gefässteilen und der Wäsche. 



   Das Prinzip der neuen Waschmaschine ist in Fig. 1 zur Darstellung gebracht. a ist ein durch einen Deckel b verschlossenes Gefäss, in dem sich die Reinigungsflüssigkeit sowohl als auch die zu reinigenden Stoffe befinden. Das Gefäss a ist zwischen   Federn t aufgehängt,   die eine hin und her gehende Bewegung des Gefässes zulassen. Der Antrieb erfolgt durch zwei rotierende Unbalancen 7t, welche auf einer Welle   x   angeordnet sind, die von einem Motor e angetrieben wird und durch das Waschgefäss   hindurchgeführt   ist.

   Um die Welle x im Innern des Gefässes vor einer Berührung mit der Waschflüssigkeit zu schützen und eine Verunreinigung des Gefässinhaltes durch Schmiermittel aus den Lagern der Welle   x   zu vermeiden, ist die Welle im Innern des Gefässes durch ein Rohr   abgedichtet ;  
Eine andere   Ausführungsform   ist in der Fig. 1 gestrichelt eingezeichnet. Bei dieser ist das mit einem Deckel b verschlossene Waschgefäss a durch stehende   Federn h   gestützt, so dass das Waschgefäss ebenfalls eine hin und her schwingende Bewegung ausführen kann. Das Gefäss wird von einem Motor durch einen Kurbeltrieb g,   h   in Schwingungen mit einer Frequenz von über   200/min.   versetzt. 
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  Die durch die Federn f und f2 auf die Rahmenteile d   übertragenen elastischen   Kräfte gleichen sich aus. Um auch im Falle unerwartet auftretender Störungen das Fundament der Waschmaschine vollkommen frei von schwingenden Kräften zu halten, werden zweckmässig die Rahmenteile d nicht unmittelbar mit dem Fundament verbunden, sondern nachgiebig gelagert, derart, dass sie kleine Drehungen auszuführen vermögen. Dies kann beispielsweise dadurch erzielt werden, dass nach den Fig. 3 und 4 die Rahmenteile   d   auf z. B. waagrecht verlaufenden Bandfedern   f2   angeordnet werden.

   Die Maschine nach den Fig. 3 und 4 wird durch einen Kurbeltrieb über eine lose Kopplung   m, i !   angetrieben ; die Kurbelwelle und der Antriebsmotor sind auf dem Rahmen c angeordnet, während die Kurbelstange in über eine Feder l mit dem   Waschgefäss   lose gekoppelt ist, so dass unter der Wirkung von Aktion und Reaktion die Massen a und c der beiden   schwingungsfähigen   Gebilde mit 1800 Phasenverschiebung erregt werden.

   Der Antrieb kann auch so erfolgen, dass nur das eine der   schwingungsfähigen   Gebilde durch lose Kopplung erregt wird, während das zweite schwingungsfähige Gebilde durch potentielle Kopplung-eine Kopplung, bei welcher die Kraft in potentieller Form, d. h. bei kleinem Weg, über elastische Mittel der schwingenden Masse zugeführt wird-über die Rahmenteile d in Schwingungen versetzt wird. Weiterhin kann auch der Rahmen c als ein zweites Waschgefäss ausgebildet werden. 



   Eine andere Ausführung zeigen die Fig. 5 und 6. Die Federn f und i sind hier an einem Block d befestigt, der auf einer Welle u in Lagerpunkten v gegen die Wirkung von Federn drehbar angeordnet ist. Durch die nachgiebige Lagerung der Blöcke d werden die beiden   sehwingungsfähigen   Gebilde a, f und   c,     11   potentiell gekoppelt. Der praktische Wert einer solchen potentiellen   Rückkopplung   beruht darauf, dass der relativ ungedämpfte Rahmen c, der in der Hauptsache Kräfte- und Massenstörungen auszugleichen hat, als Energiespeicher in bezug auf das Waschgefäss wirkt, welches die eigentliche Nutzarbeit (die Bewegungsarbeit zwischen   Wäsche   und Wasser) zu leisten hat. 

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   Die Beheizung des   Wasehgefässes   kann in an sich bekannter Weise durch elektrischen Strom und durch Gas erfolgen. Grössere Schwierigkeiten entstehen bei der Beheizung durch Holz-und Kohlenfeuer dadurch, dass diese Feuerungen nur unter Zug arbeiten. 



   In der Fig. 7 ist eine Einrichtung dargestellt, welche zur Erzeugung des nötigen Zuges und zum 
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 die lose Kopplung k, eine U-förmig gebogene Feder, so dass das Gefäss   a   und der Rahmen c mit 1800 Phasenverschiebung (also massenausgeglichen) schwingen. Zwischen den beiden schwingenden Systemen wird ein   Blechzylinder   g eingesetzt, der in seinem oberen Teil durch Einführung einer zweiten Wandung einen ringförmigen Kanal bildet. In diesen ringförmigen Kanal ragt der überstehende Boden 
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 Weise entsteht ein Kanal h, der die Heizgase, wie durch Pfeile angedeutet, dem Abführungsrohr zuleitet. 



  Alle übrigen Teile der Heizung können in bekannter Weise ausgeführt sein. 



   Das Waschgefäss kann in beliebiger Form, z. B. rund oder viereckig, ausgeführt sein. 



   Wie schon erwähnt, entsteht zwischen den Gefässwandungen und dem Wasser während des Schwingungsvorganges eine Phasenverschiebung. Ebenso entsteht zwischen dem Wasser und der Wäsche eine Phasenverschiebung, und gerade diese Phasenverschiebung wird im Sinne der Erfindung zur Leistung der eigentlichen Wascharbeit ausgenutzt. Um unter sonst gleichen Verhältnissen diesen Effekt weiter zu steigern, kann man in das Waschgefäss zwischen die Wäsche mit Netz, Gurten od. dgl. bespannte   Holzrähmchen   m (Fig. 8) einlegen. Man füllt das Gefäss in der Weise, dass man den Boden mit einer Schicht Wäsche bedeckt, dann einen Rahmen darauf legt, eine neue Schicht Wäsche, dann wieder einen Rahmen usw.

   Der einzelne Rahmen bewegt sich in Phase mit dem Gefäss, wogegen die Wäsche sowohl als auch das Wasser der Gefässbewegung nacheilen, so dass zwischen den Netzen und der Wäsche eine zusätzliche Reibungsarbeit erzeugt wird. An Stelle der mit Netzen bespannten Rahmen, die eine gewisse Nachgiebigkeit aufweisen, können auch andere Mitnehmer, z. B. durchlochte Bleche, angewendet werden. 



   Es ändert an der Erfindung nichts, ob der Antrieb der Maschine durch eine Handkurbel oder durch irgendeine beliebige, an sich bekannte mechanische Energiequelle erfolgt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Reinigen, insbesondere Waschen, von Wäsche, Stoffen u. dgl., dadurch gekenn- 
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 mittel (Kurbel, Exzenter, Unbalance) in Schwingungen von mindestens 200/min. versetzt wird.

Claims (1)

  1. 2. Maschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Waschgefäss (a) nachgiebig abgestützt ist, so dass es ein schwingungsfähiges Gebilde darstellt, und mit einer Antriebsvorrichtung versehen ist.
    3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Waschgefäss (a) durch elastische Mittel (f) von solcher Elastizitätskonstante abgestützt ist, dass die Eigenfrequenz des aus Waschgefäss und elastischen Mitteln bestehenden schwingungsfähigen Gebildes mindestens 200/min. beträgt.
    4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das schwingungsfähige Gebilde durch eine lose Kopplung (k) angetrieben wird.
    5. Maschine nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch die Anbringung einer oder mehrerer zusätzlicher Massen (c), die im Betrieb mit einer Phasenverschiebung von genau oder annähernd 180 gegenüber dem Waschgefäss (a) schwingen.
    6. Maschine nach Anspruch 3,4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das aus dem Waschgefäss (a) und den elastischen Mitteln (f) bestehende schwingungsfähige Gebilde mit einem zweiten schwingungfähigen Gebilde verbunden ist, dessen Masse (c) als Rahmen oder als Körper von beliebiger anderer Form ausgeführt ist und welches gegenüber dem ersten schwingungsfähigen Gebilde so angeordnet ist, dass seine Masse (c) im Betrieb mit genau oder annähernd 180 Phasenverschiebung gegenüber dem Waschgefäss (a) schwingt, wobei der Antrieb entweder mit dem ersten oder mit dem zweiten oder mit beiden schwingungsfähigen Gebilden verbunden ist.
    7. Maschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mit 180 0 Phasenverschiebung gegenüber dem Wachsgefäss (a) schwingende Masse (e) als zweites Waschgefäss ausgebildet ist.
    8. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste schwingungsfähige Gebilde mit dem Waschgefäss (a) und das zweite schwingungsfähige Gebilde mit der Gegenmasse (c) (Rahmen) durch lose Kopplung (k) mit 1800 Phasenverschiebung angetrieben wird.
    9. Maschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Waschgefäss (a) und die Gegenmasse (c) mittels eines nachgiebigen oder elastischen Organs (d, Fig. 3) zum Zwecke des Dämpfungsausgleiches potentiell gekoppelt sind.
    10. Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Waschgefäss (a) und die Gegenmasse (c) mittels beweglicher Lager (d, P, u, Fig. 3 a) zum Zweck des Dämpfungsausgleiches potentiell miteinander gekoppelt sind. <Desc/Clms Page number 4>
    11. Maschine nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zweck der Abführung der Heizgase das schwingende Waschgefäss (a) mit einem Mantel (g, Fig. 7) umgeben ist, der in einen Kanal (h) ausmündet, in den der Boden des Waschgefässes eingreift, so dass die Heizgase abgeleitet werden.
    12. Maschine nach einem der Ansprüche 2 bis 11 ; dadurch gekennzeichnet, dass das Waschgefäss (a) durch eingelegte durchlochte Blechrahmen (m) oder durch mit Gurten, Bindfaden od. dgl. netzartig bespannte Rahmen in einzelne Schichten unterteilt wird, wodurch eine intensivere Reibung zwischen der in der Phase nacheilenden Wäsche und den zum Gefäss gehörenden in der Phase voreilenden Bestandteilen entsteht. EMI4.1
AT150512D 1931-07-11 1932-07-04 Verfahren und Maschinen zum Reinigen, insbesondere Waschen, von Wäsche, Stoffen u. dgl. AT150512B (de)

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