AT148361B - Prüfklemme für elektrische Schaltanlagen. - Google Patents

Prüfklemme für elektrische Schaltanlagen.

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  Prüfklemme für elektrische Schaltanlagen. 



   Um in elektrischen Schaltanlagen elektrische Geräte, insbesondere Messgeräte, ohne Strom- unterbrechung einzuschalten, werden bekanntlich sogenannte Prüfklemmen verwendet, die zwei lösbare, miteinander leitend verbundene Leitungsklemmen zum Anschluss des zugeführten und des abgehenden
Leitungsdrahtes haben. Die leitende Verbindung zwischen den Leitungsklemmen wird durch längs verschiebliche oder schwenkbare Laschen hergestellt, die mit Schrauben an den beiden Leitungklemmen befestigt sind. Ausserdem sind an den beiden Leitungsklemmen Schrauben vorgesehen, um z. B. einen Strommesser zwischen den Leitungsklemmen einzuschalten. Das Einschalten des
Strommessers geschieht in der Weise, dass seine Anschlussleitungen an den Leitungsklemmen festgeschraubt werden und dann die Laschenverbindung zwischen den beiden Leitungsklemmen durch Abschrauben der Laschen gelöst wird. 



   Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Prüfklemme so auszubilden, dass Schrauben für das einzuschaltende Gerät und für die leitende Verbindung zwischen den beiden Leitungsklemmen nicht erforderlich sind. Zur Lösung dieser Aufgabe geschieht die Ausbildung der Prüfklemme nach der Erfindung in der Weise, dass die lose in einen Isolierkörper eingelegten Leitungsklemmen durch eine   federnde Überbrückung,   die zugleich eine leitende Verbindung zwischen ihnen herstellt, gegen Widerlager am Isolierkörper gepresst sind und dass am Isolierkörper der Prüfklemme Raum zum Einführen von Steckern vorgesehen ist, die die Leitungsklemmen von   der Überbrückung zu   trennen gestatten. Mit Hilfe der Stecker wird das einzuschaltende Gerät angeschlossen. 



   Die   federnde Überbrüekung   kann aus einem Leiter, z. B. einem Band aus Kupfer, und einer Druckfeder bestehen. Um die Feder dagegen zu schützen, dass sie im Falle eines Kurzschlusses durch den   durchfliessenden   Strom unzulässig erhitzt wird und ihre Federkraft verliert, kann sie gegen den Leiter durch Einlegen eines   Isolierstücke   an mindestens einer Seite elektrisch isoliert sein. 



   Die Druckfeder der   federnden Überbrückung hat   die Aufgabe, den Übergangswiderstand zwischen dem Brückenleiter und den Leitungsklemmen möglichst niedrig zu halten, indem sie einen starken Kontaktdruck hervorruft. Der Leiter kann zweckmässig als Bügel ausgebildet sein und zwei Ausbuchungen an den Berührungsstellen mit den Leitungsklemmen erhalten, in denen zugleich die Enden der Druckfeder liegen. Um diese Feder kräftig und billig zu machen, kann sie zweckmässig einfach als Blattfeder ausgebildet sein, deren Enden lose in den Ausbuchtungen des Leiterbügels liegen. Die Druckfeder hat die weitere Aufgabe, die beiden Leitungsklemmen gegen Widerlager am Isolierkörper zu drücken, die z. B. als Anschlag oder als Ausnehmung für einen Schwalbenschwanz an der Leitungsklemme oder auch als Stift ausgebildet sein können.

   Dadurch werden die Leitungsklemmen an dem Isolierkörper der Prüfklemme festgelegt. Die federnde   Überbrüekung   hält die beiden Leitungsklemmen an dem Isolierkörper fest, ohne dass es irgendeiner Sonderbefestigung etwa durch Nieten oder Verschrauben bedarf. Der Leiterbügel, der gleichzeitig gegen beide Leitungsklemmen drückt, ist einfach in eine Aussparung am Isolierkörper der Prüfklemme eingelegt. Die Montage der Prüfklemme ist also sehr einfach. 



   Da die Prüfklemme mit einem Mindestmass von Einzelteilen auskommt, die auf das einfachste und mit dem geringsten Materialaufwand hergestellt werden können, so ist sie so billig, dass sie ohne weiteres auch als Reihenklemme wirtschaftlich verwendbar ist. Sie ist also eine Universalklemme, 
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 in technischer, wirtschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Hinsicht von Bedeutung ist. Der Gesichtspunkt der Billigkeit fällt insbesondere ins Gewicht, weil es sich um eine in jeder Schaltanlage in grossen Mengen verwendete Klemme handelt. Ein weiterer Vorteil der Klemme ist der, dass sie einen sehr geringen Raumbedarf hat, der trotz der vielseitigen   Verwendungsmöglichkeit   nicht über den Raumbedarf hinausgeht, den die gewöhnlichen Reihenklemmen haben.

   Bei der Verwendung der Prüfklemme nach der Erfindung ist es wesentlich, dass Fehlschaltungen, welche beim vorübergehenden   Anschliessen   der Stromwicklung von Messgeräten die Stromwandler gefährden können, vollkommen ausgeschlossen sind. Bei der Klemme ist die richtige Reihenfolge der durch einen Stecker vorgenommenen Schaltungen durchaus gesichert. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Prüfklemme dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Vorderansicht und Fig. 3 einen Schnitt durch die Prüfklemme. 



   Der Isolierkörper 10 trägt in an sich bekannter Weise an seinem oberen Teil die Leitungklemmen 11 und ferner unten die Einrichtung zum Befestigen der Prüfklemme auf der   Tragsehiene     25,   die in einer Flachfeder 26 besteht, welche in einer Aussparung im Isolierkörper 10 eingespannt ist. 



  Der Isolierkörper hat ferner eine Rückwand   20,   die als Trennwand gegen die auf der   Tragsehiene   vorhergehende Klemme dient. 



   Die Leitungsklemmen 11 haben rechteckigen Querschnitt und eine   Längsbohrung   von beliebiger Form für den einzuführenden Leitungsdraht. Damit dieser durch die Schraube 15 sicher festgehalten wird, ist die Schraubensicherung 14 angeordnet, die in einer Drahteinlage besteht, welche aus der   Leitungsklemme   herausgeführt ist und am Kopf der   Klemmenschraube   15 federnd anliegt. Auf diese Weise ist es möglich, nur eine Schraube zum Befestigen des Leitungsdrahtes zu verwenden und also mit verhältnismässig kurzen Leitungsklemmen auszukommen. 



   Die Leitungsklemmen legen sich nach aussen hin gegen Ansätze 12 am Isolierkörper 10. Oben werden sie durch Stege 17 in ihrer Lage festgelegt. Auf der inneren Stirnseite sind die Leitungsklemmen mit Abschrägungen 24 versehen. Die senkrechte innere Fläche der Stege 17 und die   Abschrägung     : Z4   an den Leitungsklemmen dienen als Führung für den Stecker. 



   Zur leitenden Verbindung der beiden Leitungsklemmen dient der   Kupferbügel JM,   dessen freie Enden von einer gebogenen Blattfeder 21 auseinandergespreizt werden. Die Enden des Bügels haben winklige Ausbuchtungen   2. 3, in   denen die Enden der Blattfeder liegen. Längs der Innenkante der winkligen Ausbuchtungen liegen   Isolierstücke   22, damit die Blattfeder nicht an der   Stromführung   teilnehmen kann. Der   LeitungsbÜgel16   wird mit seinen Aussenkanten 2. 3 stark nach aussen gepresst, so dass einerseits ein guter Kontakt mit geringem   elektrischem Ubergangswiderstand   erzielt wird und 
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 die Leitungsklemmen 11 auf dem Isolierkörper 10 der Prüfklemme festgelegt, ohne dass es irgendeiner sonstigen Befestigung bedarf. 



   Der Bügel 16 ist in seiner Mitte zwischen den Ansätzen   18 und 19   gelagert, zwischen denen eine Rinne zur Aufnahme des Bügels freiliegt. 



   Zwischen dem Ansatz 18 bzw. dem Bügel 16 und den Stegen 17 bleiben Räume frei, durch die ein Stecker von oben eingeführt werden kann, der zwischen den Winkel   25 am   Bügel 16 und der anliegenden Leitungsklemme 11   eingesehoben   wird. Besteht der Stecker nur aus einem Isolierstreifen, so kann man mit ihm die leitende Verbindung zwischen den beiden Leitungsklemmen unterbrechen. 



  Ist der Isolierstreifen einseitig mit einem Metallbelag versehen, so kann mittels dessen die ihm zugekehrte   Leitungsstrecke   über ein Messgerät auf Isolation geprüft werden. Wenn aber der   Isolierstreifen : 32   auf beiden Seiten mit einem   Metallbelag M,   33 versehen ist, wie dies bei dem in der Fig. 2 über der Prüfklemme dargestellten Stecker 30 der Fall ist, so kann man an die beiden Metallbeläge ein Prüfgerät, z. B. einen Strommesser,   anschliessen   und dieses durch Einstecken des Steckers zwischen die Winkel 23 des Bügels 16 und der Stirnseite einer der beiden Metallklemmen 11 in den Stromkreis einschalten.

   Die   Absehrägung   24 an den inneren Stirnseiten der Leitungsklemmen 11 und die Formgebung der freien Enden des Leitungsbügels 16 sind der Form des Steckers angepasst. 



   Für die Verwendung des Steckers in Stromwandlerkreisen ist es wichtig, dass durch das Einführen des Steckers zunächst das Prüfgerät an   Leiterbügel16   und Leitungsklemme 11 angeschlossen und erst dann die Verbindung zwischen Bügel und Klemme aufgehoben wird. Dies wird durch den in der Fig. 2 dargestellten Stecker und durch die Formgebung der stromführenden Teile der Prüfklemme ohne weiteres erreicht. 



   Um die Spannung zwischen beispielsweise zwei   Prüfklemmen   zu messen, sind zwei Stecker aus Metall erforderlich, die zwischen Bügel und Leitungsklemme von zwei Prüfklemmen eingeführt werden und zwischen denen das Spannungsmessgerät eingeschaltet ist. 



   Man kann bei der beschriebenen Anordnung beliebig viele Klemmen durch Kurzschlussstecker miteinander leitend verbinden, um beispielsweise einen Sternpunkt zu bilden oder von einer gemeinsamen Stromzuführung aus beliebig viele abgehende Leitungen abzuzweigen. 



   Wesentlich für die Prüfklemme nach der Erfindung ist, dass sie durch geschickte Anordnung und die Vereinfachung der einzelnen Teile sowohl für alle in Frage kommenden Prüfmessungen wie auch als einfache Reihenklemme brauchbar ist.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Prüfklemme für elektrische Schaltanlagen mit auf einem Isolierkörper in Abstand voneinander angeordneten und mit Steckkontakten versehenen Leitungsklemmen, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden lose in den Isolierkörper eingelegten Leitungsklemmen durch eine federnde Überbrückung, die zugleich eine leitende Verbindung zwischen ihnen herstellt, gegen Widerlager am Isolierkörper gepresst sind und dass am Isolierkörper der Prüfklemme Raum zum Einführen von Steckern vorgesehen ist, die die Leitungsklemmen von der Überbrückung zu trennen gestatten.
    2. Prüfklemme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die federnde Überbrückung aus einem Bügel (16) aus gut leitendem Material besteht, dessen freie Enden durch eine Druekfeder nach aussen gegen die Leitungsklemmen gedrückt werden.
    3. Prüfklemme nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfeder der Überbrückung eine gebogene Blattfeder (21) ist.
    4. Prüfklemme nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenkanten der Blattfeder (21) in winkelförmigen Ausbuchtungen . an den freien Enden des Leitungbügels (16) liegen.
    5. Prüfklemme nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Blattfeder (21) von den Schenkeln des Leitungsbügels (16) durch zwischengelegt Isolierstücke (22) elektrisch isoliert ist.
    6. Prüfklemme nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitungsbügel (16) an seiner Mitte in einer Rinne liegt, die durch zwei Ansätze (18, 19) am Isolierkörper (10) der Prüfklemme gebildet wird.
    7. Prüfklemme nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatz (19) des Isolierkörpers, der den Leitungsbügel (16) in seiner Lage hält, zugleich das Widerlager für die gebogene Blattfeder (21) des Leitungsbügels bildet.
    8. Prüfklemme nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch Ansätze (12) am Rand des Isolierkörpers (10), gegen welche die Leitungsklemmen (11) von der Druckfeder (21) der Über- brückung (16) gedrückt werden.
    9. Prüfldemme nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch Stege (17) am Isolierkörper (10), die als Führung für Stecker und als Widerlager für die obere Fläche der Leitungsklemmen (11) dienen.
    10. Prüfklemme nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abschrägung (24) an den inneren Stirnseiten der Leitungsklemmen und die Formgebung der freien Enden des Leitungbügels (16) der Form des Steckers angepasst sind. EMI3.1
AT148361D 1932-12-30 1933-12-30 Prüfklemme für elektrische Schaltanlagen. AT148361B (de)

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