AT147799B - Verfahren zur Behandlung und Aufbewahrung von frischen pflanzlichen Produkten. - Google Patents

Verfahren zur Behandlung und Aufbewahrung von frischen pflanzlichen Produkten.

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Heinrich Heckermann
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Heinrich Heckermann
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  Verfahren zur Behandlung und Aufbewahrung von frischen pflanzliehen Produkten. 



   Bekannt ist, ebenso wie bei Fleisch, frisches Obst und Gemüse durch eine Tiefkühlung zu konservieren. Die Aufbewahrungsfrist beschränkte sich aber nur auf kürzere Zeit. Das Gut, insbesondere frisches Obst und Gemüse, verlor schon nach kurzer Zeit an Geschmack, wurde faulig und verdarb. 



  Selbst bei Tiefkühlung   bis-10  C   reifte das Kühlgut nach und erlitt Einbusse an Aroma und Aussehen. 



   Es war ferner bekannt, dass gewisse Obst-und Gemüsesorten äusserst frostempfindlich sind, so beispielsweise Spargel, verschiedene Kohlsorten, Bohnen, Erbsen, Gurken, Kartoffeln, Tomaten, Pflaumen, Erdbeeren, die entweder einen süssen Geschmack annahmen oder leicht faulig wurden. Auch bei Pfirsiche und Äpfeln war immer bei Kühlung eine Frischluftzufuhr oder gar Ozonisierung notwendig. 



   Es ist deshalb vorgeschlagen worden, ein Gefrieren des Obstes und der Früchte nur nach vorherigem erheblichen Zusatz von Konservierungsmitteln vorzunehmen. Dazu wurde meistenteils eine starke Einzuckerung oder die Behandlung mit Dextrose angewandt. Auch die Anwendung von GlyzerinSalzlösung ist vorgeschlagen worden. Während die erstere eine sehr starke Verzuckerung bewirkte, so dass das Gut sogar schmierig wurde, wurde durch letztere keine genügende Haltbarkeit und eine Verfärbung vorgenommen. Jedenfalls wurde bisher durch alle vorgeschlagenen Gefrierverfahren keine genügende Haltbarkeit bei längerer Lagerung erreicht. Es wurde kein einwandfreies Produkt nach dem Auftauen erzielt ; insbesondere wird keine ursprünglich frische Ware erhalten. 



   Durch das neue Verfahren werden diese Nachteile beseitigt. Die Erfindung besteht   darin : dass   das Obst und Gemüse gut ausgebreitet gelagert und ohne jeden Zusatz von Konservierungsmitteln durch unmittelbare Kühlung mit Kaltluft von   mindestens -150 C bis -250 C plötzlich   gefroren wird, worauf es im gefrorenen Zustande unter ständiger Umspülung mit Kaltluft von   etwa -50 C gelagert   wird. 



   Durch die Erfindung wird selbst bei hochempfindlichen Früchten, wie Spargel, Erbsen, eine völlige Frischhaltung erreicht. Dies wird insbesondere dadurch erzielt, dass das Gut mit hoher Gefriergeschwindigkeit ohne Vorbehandlung plötzlich gefroren wird und dass es dann durch Lüftung und dauernder Frischluftzufuhr sowie ständiger Luftbewegung in diesem gefrorenen Zustand gehalten wird. Dadurch wird jede Fäulnismöglichkeit und Schimmelbildung hintangehalten. 



   Durch das plötzliche Gefrieren wird eine kleinere Kristallbildung innerhalb der Frucht erreicht, und die Frucht selbst unmittelbar mit einer Eishülle versehen. Durch die hohe Gefriergeschwindigkeit wird die   Volumenvergrösserung   der saftreichen Obst-und Gemüsesorten nicht gehemmt. Ein Platzen der Haut kann nicht eintreten. Es findet eine plötzliche und völlige Sterilisierung der Einzelfrüchte mit Luftabschluss statt. 



   Das Verfahren ist beispielsweise folgendes : Das frische Obst und Gemüse kann gereinigt oder auch im Zustande, wie es vom Markt kommt, in den Kühlraum eingebracht werden, wo es zweckmässig auf Horden gut ausgebreitet wird. Dann wird das Gut ohne jeden Zusatz von Konservierungsmitteln durch unmittelbare Kühlung mit Kaltluft, beispielsweise durch Umspülung mit kalter Luft in dem Kühlraum bei   mindestens -150 C   oder mehr, plötzlich gefroren. Die Umspülung der Luft kann beispielsweise durch einen Ventilator oder durch Zuführung frischer kalter Luft durch Kaltluftmaschinen bewirkt werden. Durch Erschütterungen des Gutes, sei es von Hand oder maschinell, kann die Gefriergeschwindigkeit beschleunigt werden. 



   Das Kühlgut kann, einmal völlig gefroren, auch in Räumen, die geringere Kältegrade zeugen. aufbewahrt werden. Wesentlich ist es dabei, dass es im gefrorenen Zustande unter ständiger Luftbewegung gelagert wird   t Kaltluft -50 C).   

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 es von Vorteil ist, das Gefrieren durch Aufblasen von kalter Luft in einem Kühlraum mit hohen Kälte-   graden, beispielsweise -150 C bis -250 C,   zu bewirken und diese Kaltluftbespülung längere Zeit fort- zusetzen, worauf dann die Aufbewahrung bei minderen Kältegraden,   beispielsweise -50 C,   bei gleich- zeitiger Luftzirkulation bewirkt wird.

   Durch die Luftzirkulation und ständige Luftbespülung sowohl während des Gefrierens als auch beim Aufbewahren wird einerseits die Gefriergeschwindigkeit erhöht und gleichzeitig die gleichmässige und schnelle Erfassung der   Einzelfrüchte   mit dem   Kälteklima   erzielt, wodurch jede Vorbehandlung   überflüssig   wird. Anderseits wird durch die Luftbespülung einem all- mählichen Abtauen der gebildeten Eisschicht und damit einem Freiwerden der Luftteilchen innerhalb der Früchte vorgebeugt und damit die Erhaltung der Früchte auch ohne Konservierungszusätze erzielt. 



   Insbesondere hat sich gezeigt, dass durch starke Luftbewegung jede   Schimmelbildung   verhindert wird. 



   Das Verfahren wird in der Weise ausgeführt, dass die gut ausgebreiteten Früchte in einen Kühl- raum gebracht werden, der   mindestens -150 C   Kälte besitzt. Die Ausbreitung soll so geschehen, dass die Einzelfrüchte möglichst wenig Anlagefläche haben. Dann werden die Früchte durch unmittelbares
Aufblasen von kalter. Luft von   mindestens -150 C, was   beispielsweise durch Ventilatoren geschehen kann, zum schnellen Gefrieren gebracht und diese Kaltluftbespülung eine längere Zeit ; beispielsweise
24 Stunden, fortgesetzt. Dadurch findet nicht nur eine schnelle Gefriergeschwindigkeit und die Bildung einer   Ausseneishaut   statt, sondern es wird auch eine vollkommene Durchfrierung der einzelnen Früchte bewirkt. Sämtliche Strukturteilchen der Einzelfrüchte werden von dem Kälteklima erfasst.

   Die so gefrorenen Früchte werden dann eventuell in einem besonderen Kühlraum bei ständiger Kaltluft- bespülung gelagert. Gegebenenfalls kann auch die Lagerung im gleichen Kühlraum mit höherem Kalt-   luftklima gesc1 : ehen.   



   Das Verfahren hat sich besonders bei der Konservierung von Stachelbeeren, Zwetschken, Johannis- beeren, Kirschen, Rhabarber, Spargel, dicken Bohnen, Erbsen und Tomaten bewährt. 



   Das neue Verfahren ist von grosser Bedeutung für die Wirtschaft, da man nunmehr zu Zeiten des Überflusses billig aufkaufen und ohne besondere Konservierung und ohne jeden Konservierung- zusatz die Ware haltbar und lange aufbewahren kann, um sie zu Zeiten des Bedarfs, beispielsweise im
Winter, abzustossen. Die Frischhaltung ist dabei äusserst preiswert und eignet sich für alle grösseren
Betriebe, wie Hotels, Restaurants, Konditoreien,   Schiffsküchen,   Küchen von Heil-und Pflegeanstalten,
Pensionen usw. 



   Das Verfahren hat besonders den Vorteil, dass das Gut, was besonders bei Obst und frischem 
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 Gefrierens sofort restlos zu erfassen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Behandlung und Aufbewahrung von frischen pflanzlichen Produkten, u. zw. frischen Früchten und Gemüse, bei dem eine Tiefkühlung durch Aufbringen von Kaltluft bis zum Gefrieren erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass durch an sich bekanntes unmittelbares Aufblasen eines schnellen Luftstromes gut ausgebreitet gelagerte frische Früchte und Gemüse ohne jeden Zusatz von Konservierungsmitteln bei einer Temperatur   von-15  C bis-25  C   plötzlich gefroren werden, worauf das Gut im gefrorenen Zustande unter ständiger   Umspülung   mit Kaltluft bei minderen Kältegraden von   beispielsweise -50 C   gelagert wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das plötzliche Gefrieren durch Erschütterungen beschleunigt wird.
AT147799D 1934-08-21 1934-08-21 Verfahren zur Behandlung und Aufbewahrung von frischen pflanzlichen Produkten. AT147799B (de)

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